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Sonntag, 11. Dezember 2016 - 20:30 Uhr

UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-56

17.02.2006

Mars-Fotografie - sieht aus wie der Schatten einer Fliegenden Untertasse

Mars Express filmt Phobos´ Schatten Mars Express filmt Phobos´ Schatten

Mars Express filmt Phobos´ Schatten

 

Seltene Aufnahmen eines planetaren Schattenspiels sind der Sonde Mars Express gelungen. Dank sekundengenauer Planung konnte die Sonde den Schatten des Marsmondes Phobos filmen, wie er mit mehr als 7.000 Kilometern pro Sekunde über die Oberfläche des roten Planeten raste.

Die dazu nötige, präzise Abstimmung von Sonnenfinsternis und Sonde war möglich geworden, nachdem Mars Express den knollenförmigen Mond im vorletzten Jahr aus nächster Nähe abgelichtet hatte. Dabei war Phobos einige Kilometer vor seiner berechneten Position gefunden worden. Die neuen Aufnahmen bestätigen die Exaktheit der entsprechend korrigierten Bahnberechnungen, so das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in einer Mitteilung.

Phobos ist mit Abmessungen von 27 mal 21,6 mal 18,8 Kilometer der größere der beiden Marsmonde und umkreist den Mars alle siebeneinhalb Stunden in einer Höhe von etwa 6.000 Kilometern. Daher bedeckt er - vom Mars aus betrachtet - höchstens ein Fünftel der Sonnenscheibe. Des ungeachtet bewirkt sein diffuser kleiner Schatten eine partielle Sonnenfinsternis von 21 Sekunden Dauer.

Eben dieses Phänomen konnte die hochauflösende Stereokamera (HRSC) an Bord von Mars Express im letzten November einfangen. Der Schattenkegel traf dabei schräg auf die Marsoberfläche, sodass der Schatten selbst zu einer Ellipse verzerrt war. Verstärkt wurde dieser Effekt durch die hohe Geschwindigkeit des Schattens einerseits und durch die Aufnahmetechnik der Kamera andererseits.

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17.02.2016

Neue UFO-Sichtungen über Deutschland

16.Februar 06: Ein Tag - zwei UFO-Meldungen

1) Am Donnerstag, den 16.Februar 06, erreichte mich zunächst eine ältere Dame aus Augsburg, die meine Rufnummer von Dieter Heinlein (Feuerkugelnetzwerk) erhalten hatte. Sie hatte zusammen mit ihrem Lebenspartner in der Nacht vom 3.auf den 4.Juni 2000 auf der Heimfahrt von der Geburtstagsfeier ihrer Tochter am Stadtrand auf der Landstrasse eine für sie bemerkenswerte Beobachtung gemacht. Unterhalb der Wolken kreisten da in der Ferne etwa ein Dutzend "unscharfe und verschwomme" weißliche Lichtflecken dauernd wie ein Karussel "linksrum" umher. Merkwürdig erschien ihnen: "Von jedem Lichtfleck ging ein schwacher Lichtstrahl irgendwo fernab zu Boden nieder und alle vereinigten sich verjüngt in der Ferne." Während das Phantom der Lüfte rechts neben dem PKW sich dauerhaft hielt, musste die beiden im PKW aber immer wieder wegen der Strassenführung nach links abfahren, aber sobald sie wieder in "die Spur" kamen, erschienen die durcheinander wirbelnden Lichtflecken wieder. Schließlich musste sie nach Minuten endgültig nach Links geradeaus fahren und verloren somit die Erscheinungen komplett aus der Sicht. Anhalten wollten sie damals nicht, weil die Frau "Angst" verspürte, auch wenn sie diese nicht richtig für sich selbst fassen konnte. Eindeutig ein Skytracker-Lichteffekt.

2) An jenem Tag kontaktierte mich auch Sven Bock von der Zeitung "20 Cent" in der ostdeutschen Lausitz. Er ging gerade einer UFO-Meldung nach, zu der er gerne mehr wissen wollte. Unter dem Link http://lausitz.20-cent.de/aktuell/l... ist die Ausgangsgeschichte am 15.2.06 erstmals abgelegt worden:

>Exklusiv: Das Spremberger UFO-Video online sehen!

Ist der helle Fleck auf dem Bild oben eine fliegende Untertasse« Hat der Spremberger Rudolf Gawlik (66) wirklich ein UFO gefilmt» 20cent hat sich gestern das mysteriöse Video angesehen. Das Ergebnis: Die Erscheinung ist tatsächlich sehr rätselhaft.

Rudolf Gawlik ist auch zwei Tage nach der Erscheinung am morgendlichen Himmel immer noch verwundert: «Wenn ich in der Zeitung irgendwas über UFOs oder grüne Männchen las, habe ich immer gesagt, die spinnen. Aber das mir sowas passiert, hätte ich nie geglaubt. Auch wenn ich mir nicht erklären kann, was es war: Auf alle Fälle war etwas am Himmel.»

Auf dem Video ist auf den ersten Blick ein helles wurstähnliches Etwas zu erkennen. Ab und zu wechselt es die Farben. Gawlik hat es noch genauer mit seinem Fernglas beobachtet: «Vorne und hinten hatte es zwei rote Lichter. Dann grüne und blaue Streifen, die abwechselnd geleuchtet haben. Oben war eine durchsichtige halbrunde Abdeckhaube, die aus Kunststoff oder Glas gewesen sein muss.»

Auch der Krauschwitzer Rüdiger Mönch (44) von den Lausitzer Sternguckern steht vor einem Rätsel: «Die Wurst sieht schon verdächtig aus. Wenn man das Bild vergrößert, sieht man in der Mitte vier helle Punkte: Das sieht nicht wie eine natürliche Sache aus.» Ähnliches ist ihm bis jetzt noch nicht begegnet: «Es gibt viele Erscheinungen, die wir uns nicht erklären können. Auf der anderen Seite gibt es allein in unserer Galaxie 200 Milliarden Sterne: Warum sollen ausgerechnet wir alleine sein?» , fragt Mönch.<

In zwei Größen-Formaten war ein Teil der Videoaufnahmen auch ins Netz gestellt worden. Wie der Redakteur mir sofort auf meine Nachfrage zusätzlich mitteilte, hatte die Sichtung zufällig begonnen: Der Zeuge hatte sich am frühen Morgen gegen 5:30 h im Bad rasiert, als er unwillkürlich einen Blick aus dem Fenster gegen Osten hin warf und dort ein "helles, weißes Objekt augenstechend" knapp über dem Horizont ausmachte. Es stand absolut ruhig am Himmel, war aber absolut "heller als alles sonst am Himmel". Daraufhin griff Gawlik zunächst zum Feldstecher und war wegen der "merkwürdigen Gestalt dadurch" verwundert, auch "farbige Lichter" daran verblüfften ihn. Dies ließ ihn zu seiner alten VHS-Videokamera greifen um eine Stunde lang die Erscheinung zu filmen - die sich in dieser Zeit leicht nach Süden bewegte, aber kaum wirklich an Höhe gewann. Zwischendurch rief er seine Tochter einige Strassen weiter an und die sah die Erscheinung ebenso, und hielt ebenso mit ihrer Videokamera drauf (doch auf diesem Video war nur ein "heller weißer Lichtpunkt zu sehen"). Das Video des Herrn Gawlik zeigte dann a) ein laufend formveränderndes Objekt und b) wie es laufend von verschiedenen Farben durchlaufen wurde bzw je nach Zoomeinstellung sich in einzelne Lichter auflöste. Diese Aufnahme wurde übrigens durch ein geschlossenes Fenster, also durch die Fensterscheibe gemacht. Mit dem unbewaffneten Auge war einfach nur ein heller, weißer Lichtpunkt am Himmel zu sehen, der mit aufkommenden Sonnenaufgang immer schwächer wurde und plötzlich verschwand. Herr Bock wollte später dann sich nochmals melden um meine Analyse zu erfahren.

Allein schon diese ersten Angaben ließen bei mir die "Alarmglocken" klingeln. Also schaute ich mir mal die vorausgehende Meldung an und das ebenso dort eingebrachte Bild, den Film selbst konnte ich als Macianer nicht anschauen, da in einem PC-Format abgelegt. Sollte die "Königin der IFOs" - unser Nachbarplanet Venus - mal wieder aktiv gewesen sein? Zunächst schickte ich einfach mal den Link auf die CENAP-Liste und rief mein Astroprogramm STARRY NIGHTS auf - und siehe da: Die Venus beherrschte in der angegebenen Richtung, zur rechten Zeit den Himmel niedrig am Horizont aufsteigend. Offenkundig war dieses Objekt defokusiert aufgenommen worden und sorgte mal wieder für diese spektakuläre Schau. Bald darauf meldete sich an Norbert Esser mit seiner Analyse des Films: "Unscharfer Stern. Fläche ist die der Linse oder des Sensors." Jens Lorek: "1. Lt. Text wurde das Objekt am morgendlichen Himmel gesichtet. 2. Das Video zeigt einen bläulichen Himmel, wie er kurz nach Beginn der Dämmerung aussieht. Sichtungszeit also ca. 6.30 Uhr. 3. Gegen Ende des Videos kommen rechts unten für kurze Zeit Zweige ins Blickfeld. Das Objekt stand also ´in Bodennähe´ über dem Horizont; jedenfalls keine Erscheinung hoch am Himmel. 4. Demzufolge ziemlich eindeutig der Planet Venus. Die Venus steht z.Zt. am östlichen Morgenhimmel, Aufgang 5.13 Uhr am 15.2.2006." Hans-Werner Peiniger (GEP-Lüdenscheid): "Das denke ich auch: Venus verzerrt durch extremen Zoom (Kameraeffekt)."

Dies teilte ich am späten Nachmittag auch dem Redakteur der Zeitung ausführlich sowie erklärend mit den technischen Details zur Entstehung solcher Aufnahmen mit. So ganz begeistert war er deswegen nicht, "weil dann doch kein UFO über der Lausitz war." Trotzdem, am 17.Februar 06 erschien dann dieser Artikel, wenn auch etwas ´gestaucht´:

>Das UFO war ein ganzer Planet

Das Rätsel um das mysteriöse UFO am Spremberger Himmel ist gelöst: Die fliegende Untertasse, die der Rentner Rudolf Gawlik (66) am Sonntagmorgen gefilmt hatte, war leider kein Raumschiff mit grünen Männchen an Bord. Das leuchtende Objekt war der Planet Venus.

UFO-Experte Werner Walter (48) vom Centralen Erforschungsnetz Außergewöhnlicher Himmelsphänomene (Cenap) in Mannheim hat das Rätsel gelöst. Auf der 20cent -Homepage warf der Betreiber einer bundesweiten Meldestelle für UFOs einen Blick auf den zweiminütigen Ausschnitt aus dem rätselhaften Video. Seine Auflösung: «Das Objekt ist die Venus, die zurzeit bis zum Sonnenaufgang sehr gut sichtbar ist. Durch die Sonneneinstrahlung scheint sie größer als jeder andere Stern zu dieser Zeit. Das UFO, bei uns die Abkürzung für Unerwartetes Foto-Objekt, wird auch in den kommenden Wochen noch deutlich am Morgenhimmel sichtbar sein» , sagte Walter gegenüber 20cent.

Besonders überrascht hat den UFO-Experten die Beobachtung nicht: «Ich war am Tag vorher zu einem Vortrag in Dresden. Angesichts der Position der Venus im Moment hatten wir schon Späße gemacht, wann aus der Region wohl der Erste anruft und ein UFO meldet.» Seit 2000 seien 20 solcher vermeintlichen UFO-Filme in Deutschland gedreht worden – mehr als die Hälfte hätten auf diesem Effekt beruht.

Für die Lichteffekte, die Rudolf Gawlik beobachtete, hat der Experte auch eine einfache Erklärung: «Die Beobachter greifen meistens zum Fernglas. Sie sind aber nicht gewohnt, damit umzugehen, erst recht nicht bei Dunkelheit. Dann tritt ein psychologischer Effekt ein: Sie erwarten, etwas Bestimmtes zu sehen und verstellen wild die Okulare. Dadurch wird das Bild unscharf und wirkt mysteriös. Bei Videokameras ist der Effekt noch tückischer. Durch Rückspiegelungen in Fensterscheiben kann sich auch die Wurstform ergeben.»<

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21.02.2006

30 Jahre CENAP - Von Mannheim aus UFO-Forschung bundesweit

30 Jahren den angeblichen UFOs auf der Spur - die große UFO-Bilanz ist ernüchternd

Von Mannheim aus - 30 Jahren den angeblichen UFOs auf der Spur - die große UFO-Bilanz ist ernüchternd

 

Mannheim. Am 1.März 1976 sollte für den Mannheimer Hobbyastronom, Science Fiction-Fan und Raumfahrt-Begeisterten eigentlich "das größte Abenteuer meines Lebens beginnen" - den innigen Wunsch umzusetzen in einem ehrenamtlichen Nachforschungsprojekt das Hiersein von "Außerirdischen in Fliegenden Untertassen" nachzuweisen. 30 Jahre später ist Werner Walter "ein anderer Mensch" und Deutschlands UFO-Phänomen-Nachforscher Nr.1 - sowie ausgemachter Kritiker der Irrlehre wonach UFO-Erscheinungen am Himmel außerirdische Besucher-Raumschiffe wie in den bunten UFO-Büchern, der Klatschpresse sowie in den Hollywoodstreifen darstellen. Walter (48, Einzelhandelkaufmann) zieht nach 30 Jahren und 1.200 allein in Deutschland überprüften Meldungen angeblich unidentifizierter Flugobjekte sowie nach einem Kostenaufwand von 50.000 Euro nun eine ernüchternde Bilanz, die er auch in einer kleinen bundesweiten Vortragsreihe bei astronomischen Einrichtungen bekannt macht.

 

"Natürlich werden immer wieder geheimnisvoll wirkendende Objekte am Himmel - meistens als Lichterscheinungen unter der Tarnkappe der nächtlichen Dunkelheit - ausgemacht. So gesehen gibt es für die Zufallsbeobachter wahrhaft unidentifizierte Flug-Objekte, aber deren Natur ist banal. Nur wir Menschen machen daraus den großen kosmischen Zauber weil wir diesen im Zeitalter der Weltraumfahrt so lieben", hat Walter als Mitbegründer des Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP) und Betreiber des UFO-Meldetelefons erkannt. Dies kam schon 1996 mit seinem längst vergriffenen Bestseller-Buch >UFOs: Die Wahrheit< heraus. Seitdem ging es auch mit der UFO-Szene bergab. National wie international. Walter´s Beobachtungen nach "ist die Luft aus der Untertassen-Manie" raus. "Die Odyssee der UFOs hat ein Ende gefunden" und auch das öffentliche Interesse an diesem Thema ist auf unterstem Level - ein Beweis: Kein großer Verlag wagt mehr einen UFO-Titel auf den Markt zu bringen, ein anderer Hinweis: selbst in den nachmittäglichen Talkshows sind UFOs längst kein Thema mehr um den Zuschauer hinter dem Ofen hervorzulocken.

 

60 Jahre modernes UFO-Phänomen - nur viel heiße Luft blieb

 

1947 begann der ganze Spuk über unseren Köpfen mit einer Beobachtung im Herzen der USA, seitdem waren die "flying saucers" in aller Munde und sorgten bis in den späten 70er Jahre hinein für große Beachtung. Dann wurden aus den Untertassen die neutraleren UFOs, welche nurmehr mit Rhetorik-Tricks wie dem bewusst-fälschlichen Gebrauch von "unidentifizierbaren Flug-Objekten" dem Thema noch künstlichen Schub geben sollten. Walter stieg 1973 selbst als Jugendlicher, quasi zur Halbzeit des Spekulationsobjektes UFO, in das Thema ein - und hatte deswegen "viele Flausen im Kopf". Heute ist er selbst amüsiert über seine "jugendlichen Spinnereien, die ich mir durch die Boulvardpresse und UFO-Zeitschriften etc anflüstern ließ und noch verteidigte". Doch die nüchtern-pragmatische Angehensweise an einzelne UFO-Berichte überall im Land zeigte bald eine Wirkung.

 

"Die Fliegenden Untertassen existieren nur in den Köpfen der Menschen, die wahrhaft gesehenen Phantome des Himmels sind dagegen weit harmloser und kehren immer und immer wieder um die Beobachter zu irritieren, oftmals aus verständlichen Gründen - und jeder der heute darüber lacht, kann morgen schon selbst darauf hereinfallen und Stein und Bein schwören ein für ihn ´echtes UFO-Phänomen´ gesehen zu haben", so Walter. So kam die letzte Observation von einem vermeintlichen mysteriösen UFO aus der Lausitz vergangene Woche. Ein Herr glaubte in den frühen Morgenstunden ein unheimliches Licht niedrig am Himmel auszumachen und hielt mit seiner Videokamera eine Stunde lang drauf. Bis dahin war er selbst UFO-Skeptiker gewesen, danach sah es anders aus. Und dies nur weil das Himmelsobjekt unscharf eingestellt war und wunderbare Wirklichkeitsverzerrungen in Gestalt und Farbgebung durch die Kamera künstlich erzeugt wurden. "Das einstündige Video sieht ja wirklich verrückt aus und jeder glaubt darin unheimliches Himmelsgeschehen wahrzunehmen. Und das Kernobjekt ist tatsächlich außerirdischer Natur", erkannte der Mannheimer UFO-Spezialist nach 30-jähriger praktischer Untersuchungserfahrung. Es war der Morgenstern, der Planet Venus.

 

Viele heiße Luft entströmt den angeblichen UFOs in der Wunderwelt des Übernatürlichen. Soetwas heizte schon immer hitzige UFO-Diskussionen an, "unglücklich verlaufende Versuche von Fernseh-Dokumentationen, die schlußendlich aber völlig daneben gingen, taten ihr übriges um die UFOs mysteriöser anzuschauen als sie wirklich sind" hat der UFO-Sachverständige ebenso erkannt. Fast alle UFOs gehen auf für den Fachmann identifizierbare Objekte bzw Erscheinungen zurück. Kaum jemand kennt die 1,50 Meter großen Miniaturheißluftballone, die als orange-rote Feuerquallen z.B. in der Silvesternacht oder an wunderschönen Sommerwochenend-Nächten bis zu 15 Minuten lang durch den Himmel ziehen. Nach Walter sind sie eine "sichere Hausnummer für zig UFO-Meldungen über das Jahr hinweg". Genauso, insbesondere im Herbst 2005 war dem so, sorgen die großen Brüder der Sternschnuppe, die so genannten Feuerball-Boliden, als "Himmelsfeuerwerk der geräuschlosen Art" für große öffentliche Verblüffung. "Wer so etwas sieht, so die immer wiederkehrende Beschreibung der Zeugen, glaubt sich wie in einem ´Akte X-Film´", so Walter. Große Wetterballone erscheinen als "metallisch-blitzende Scheiben am Himmel", bei besonders guten Wetterlagen sind die Lichtfinger von Discotheken-Großscheinwerfer-Anlage namens Skytracker oder Space Cannon hochführend zu den Wolken nicht zu sehen und nurmehr die ewig kreisenden milchig-weißen Lichtschemen im Dutzend stundenlang auszumachen - "und sorgen immer wieder für UFO-Fieber". So von einer Dame aus Weinheim, welche in der vergangenen Freitag- auf Samstagnacht glaubte "Lichtwesen über Mannheim tanzen zu sehen" und völlig außer Atem Walter die Sichtung noch während des Ereignisses schilderte. Ein kurzer Blick des Mannes zu Himmel bestätigte dies, aber "das war nur ein Disco-Effekt in der Stadt".

Der größte deutsche UFO-Vorfall und seine simple Aufklärung brach ihm das "UFO-Herz"

 

Im Zuge der Jahre hat sich bei Walter und seinen Kollegen beim CENAP-Netzwerk, dem "UFO-Kompetenzteam" mit Rechtsanwälten oder Computer-Animations-Spezialisten, immer mehr die Skepsis an den angeblichen UFOs gemehrt. Egal, wie die gläubige UFO-Gemeinde ihn dafür hasste, da er ihre Träume mehr und mehr zum platzen brachte. Man ging deswegen sogar vor Gericht um ihn zum schweigen zu bringen. Hat aber nichts genützt. Auch Hasstraktate mit beliebten Darstellungen wonach "neben G.W.Bush sogar der ärgste UFO-Skeptiker intelligent wirkt" (so im Editorial einer gerade erschienen Zeitschrift die angebliche ´Mysteries´ hochkocht) nimmt Einfluss auf die schwindende Konsumenten-Gemeinde in Sachen UFOs. Walter und Co nehmen es mit einem amüsierten Lächeln auch zur Kenntnis, wenn UFOlogie-Führungspersonal sogar "Steckbriefe" als Warnung vor CENAP ausgibt und Vorwürfte ausstreut, wonach eine "weltanschaulich-motivierte" Einstellung geradezu verschwörerhaft verantwortlich für die nüchternen Analysen seien.

 

Eine solche Analyse und "die bisher größte Anstrengung in Sachen Nachforschung und Recherche" unternahm Walter so auch zum bisher größten deutschen UFO-Zwischenfall im August 1990 an der Ostseeküste. "Die Geschichte klang damals für ein ´echtes UFO-Phänomen´ ob seiner vielfältigen Sichtungen und Videoaufnahmen für mich zunächst überzeugend" und war aufregend. Es vergingen vier Jahre bis die Untersuchung ergab, dass das Phänomen nichts weiter als Signalfackeln an Fallschirmen über der Ostsee während des letzten Seemanövers des Warschauer Pakts waren und "für den ganzen Spuk" von der Thermik über der heißen See in jenem Sommer getragen wurde. "Diese simple Aufklärung des Vorfalls brach mir schon das Herz", gesteht Werner Walter heute ein. Danach war für ihn nichts mehr wie zuvor, spätestens dann.

 

Das letzte tiefe Durchschnaufen war 2004 angesagt, als ein mexikanischer Film von einer "UFO-Flotte" die ganze Welt narrisch machte und zunächst auch Walter und Co erstaunte. Doch aufgrund längst gesponnener Kontakte in einem europäischen (Euroufonet) wie auch globalen (Current Encounters) Internet-"UFO-Vorwarnsystem" mit erfahrenen und ebenso sachkundigen UFO-Phänomen-Nachspürern fand sich alsbald auch hier eine Erklärung der erstaunlichen Art. Der Wärmebildfilm von Bord einer mexikanischen Luftwaffenmaschine zeigte keine UFOs, sondern nur die Abbrennfackeln einer Ölbohrplattform vor der mexikanischen Küste aus der Ferne aus unbemerkt sowie unwissend aufgenommen! Und so geht es seit ewigen Zeiten einher.

 

Und die "unheimlichen Begegnungen", was ist mit denen?

 

Jenseits all dieser Vorfälle, die sich im Nachhinein erstaunlich einfach erklären lassen, ist natürlich der große Spannungsmoment für alle UFO-Fans die Frage nach den "echten UFOs". Tatsächlich, etwa 3 Prozent aller Meldungen sind auch für Werner Walter und CENAP "noch nicht erklärt"! Doch all diese Meldungen besitzen keinerlei roten Faden der "phänomenalen Art", alle Darstellungen sind absolut "different in ihrem Inhalt" und haben nur einen problembelasteten gemeinsamen Nenner: Teilweise spektakuläre Erscheinungen die aber nur von einer Person berichtet wurden. Es gibt also keinerlei unabhängige Bestätigungen hierfür und dies lässt die "unheimlichen Begegnungen" für Walter und CENAP schnell wieder auf Anekdoten-Niveau zurückfallen. "Zudem gibt es eine Menge Scherzbolde, UFO-Spinner und auch Lügner die imstande sind einem Märchen aus unterschiedlichen Motiven glaubwürdig rüberzubringen. Dieser Verdacht bei den soweit ungeklärten Fällen beschleicht mich seit ein paar Jahren ganz heftig", schließt Walter ab und wird damit die "ganze UFO-Fraktion" einmal mehr gegen sich aufbringen - "ungeliebte Wahrheiten sind in allen Überzeugungssystemen unangenehm".

 

Das "letzte Wort" nach 30 Jahren vergebener UFO-Jagd: "Im Regen gestehen lassen worden"

 

"Irgendwie habe ich meine Zeit verschwendet und bin sinnbildlich dem legendären ´Kupferkessel voller Gold am Ende des Regenbogens´ nachgehechelt. Enttäuscht bin ich zwar nicht, aber das ärgerliche Herumgeplage mit fanatisierten UFO-Fans die einfach nicht einsehen wollen wie simpel die UFO-Struktur gesponnen ist ging mir schon auf den Nerv", blickt Walter zurück. Sollte es irgendwelche echten UFOs - egal was sind sie und woher sie kommen mögen - geben, dann werden sie sich selbst für alle Menschen überzeugend und eindeutig betreffs ihrer Wirklichkeit nachweisen können. Dies ist bisher nicht geschehen. Warum sollte dies morgen plötzlich anders sein? Natürlich, "grundsätzlich kann dies schon sein - aber nach all den Erfahrungen aus der Vergangenheit, zweifle ich doch heftig daran. Alles andere wäre nur eine der üblichen Durchhalteparolen." UFOs - ade? Doch schon bald wird die nächste angeblich geheimnisvolle Himmelserscheinung als UFO durch den Gazetten gehen. Genauso wie der nächste angeblich vielversprechende Bericht über das Ungeheuer von Loch Ness und dem Yeti - um dann ebenso in der Versenkung zu verschwinden. Walter: "Das sind alles unterhaltsame Dauerlutscher für die Öffentlichkeit, mehr nicht. Doch der süße Lutscher besteht nur aus sauren Seifenblasen, so bunt sie auch schillern mögen. Das vielversprechende Lächeln der Verführung funktioniert bei mir nicht mehr, da bin ich zu oft im Regen stehen gelassen worden."

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22.02.2006

Lufthansa-Kapitän sah über China "Himmelsphänomen"

UFO-Forscher feiern 30 Jahre Jubiläum und sehen sich einer harten Nuss gegenüber

Lufthansa-Kapitän sah über China "Himmelsphänomen" - UFO-Forscher feiern 30 Jahre Jubiläum und sehen sich einer harten Nuss gegenüber

 

Mannheim. Werner Walter vom Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP) glaubte sich schon bequem zurücklehnen zu können um das 30-jährige Jubiläum seiner privaten Forschungsgemeinschaft nach mehr als 1.200 untersuchten UFO-Alarmen ruhig angehen zu können. "Bisher haben nur wenige Beobachtungsmeldungen von ungewöhnlichen Himmelsphänomenen, also UFOs, uns in besondere Aufregung versetzt und die meisten Erscheinungen der Himmelsphantome fanden schließlich eine banale Erkläung", so der heute 48-jährige Mannheimer Amateurastronom. So z.B. ein "UFO" welches vor einer Woche am frühen Morgenhimmel über der Lausitz erschien und eine Stunde lang auf Video festgehalten wurde - es war einfach nur die unscharf videografierte Venus gewesen. Oder am vergangenen Wochende "tanzende, nebelartige Lichtwesen" die stundenlang am Nachthimmel über Mannheim erschienen - nichts weiter als die Reflexionen einer Disco-Großscheinwerferanlage an den vorüberziehenden Wolken.

 

Doch genau zum CENAP-UFO-Aufklärungs-Jubiläum kam eine verblüffende Meldung von einem Lufthansa-Flugkapitän aus Bickenbach herein, "auf die wir uns derzeiten keinen Reim machen können, auch wenn diese sicherlich nichts mit einer der legendären >Fliegenden Untertassen< und derartigen Science Fiction-Fantasien zu tun hat." Trotzdem spannend ist die Beobachtung, welche am 6.Februar über der Wüste Gobi/China gemacht wurde alle Mal. LH-Kapitän (seit Anfang der 70er Jahre im Dienst) Klaus R. war gegen Mitternacht auf einem LH-Flug nach Hongkong mit einer Boeing 747-400 unterwegs. Plötzlich erschien genau im Flugweg etwas nie von ihm und seiner Crew Gesehenes auf: "Ein weißgefärbtes, wolkenähnliches Gebilde von der Form eines Heißluftballons mit klarer Kontur. Es war fast kreisrund, außer dass es unten wie bei einem Heißluftballon abgeflacht war." Je mehr sich die LH-Maschine in den nächsten 5 Minuten über bald 80 km hinweg annäherte, je mehr breite sich das Gebilde nach oben und unten aus - und wurde "durchsichtig". Auf dem Bordradar war davon nichts festzustellen. Schließlich durchquerte die Boeing sogar das sich mehr und mehr auflösende Gebilde ohne jeglichen Schaden. Und vorbei war es auch gewesen.

 

Der Berichterstatter schließt eine Wolke im üblichen Sinne kategorisch aus. Doch was war es nun gewesen? Dies beschäftigt weiterhin Walter und seine Vereinigung. "Manchmal kann man wohl seltsam anmutende Erscheinungen im Luftraum sehen, aber auch hierfür wird es wohl eine Erklärung geben - nur: Im Moment wissen wir auch nicht weiter." Deswegen wendet er sich auch an die Öffentlichkeit um vielleicht durch ähnliche Erfahrungsberichte eine der letzten "harten Nüsse" um anomal-erscheinende Himmelsphänomene zu knacken. Der Mannheimer: "Es wäre doch verrückt nach 30 Jahren UFO-Aufklärung hier mal etwas nicht auf die Erde zurückbringen zu können, dabei wollte ich schon halbwegs mein Hobby stecken."

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25.02.2006

Presse: Eine Geisterwolke zog über den Norden

Ein rätselhaftes Himmelsphänomen zwischen Ostfriesland und Kassel beschäftigt die Meteorologen: „Hier geht es nicht mit rechten Dingen zu.“

Eine Geisterwolke zog über den Norden

Ein rätselhaftes Himmelsphänomen zwischen Ostfriesland und Kassel beschäftigt die Meteorologen: „Hier geht es nicht mit rechten Dingen zu.“

 

Von Mathias Klein

Hannover. Meteorologen rätseln über ein Phänomen. Am 19. Juli vergangenen Jahres war auf den Radarbildern über Norddeutschland eine dichte Regenwolke zu sehen: An dem Dienstag erstreckte sich von den Ostfriesischen Inseln bis nach Hessen die scheinbare Wolke auf einer Länge von 400 Kilometern. Bis zu 100 Kilometer breit war die Wolke auf dem Radarbild. Und es regnete stark, jedenfalls dokumentieren das die Aufnahmen.

Aber das stimmt alles gar nicht. Es gab am 19. Juli 2005 kein dickes Wolkenband über dem Mittagshimmel und es regnete auch nicht stark. „Hier geht es nicht mit rechten Dingen zu“, sagt Karsten Brandt, Meteorologe und Geschäftsführer beim Wetterdienst Donnerwetter in Bonn. Gemeinsam mit allen Wetterexperten aus Deutschland und den Niederlanden ist sich Brandt einig, dass es für die Geisterwolke keine natürliche Erklärung gibt (wie Vogelflug oder Kerosin aus einem Flugzeug). Auch die Radaranlagen hätten sich nicht getäuscht, die Aufnahmen wurden unabhängig voneinander in den Niederlanden, in Emden und in Hannover vom Deutschen Wetterdienst gemacht.

Brandt vermutet „geheime militärische Experimente“ als Ursache für die Geisterwolke. „Es wurde künstlich in die Wetterentwicklung eingegriffen und das kann nur von Militärs gemacht werden“, sagt der Meteorologe. Er hat deshalb jetzt bei der Staatsanwaltschaft Bonn Strafanzeige gegen unbekannt wegen großflächiger Umweltverschmutzung und Irreführung der Öffentlichkeit gestellt.

Entdeckt hatte das Phänomen ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach. Jörg Asmus war aufgefallen, dass das Radarbild und das tatsächliche Wetter nicht übereinstimmten. Gemeinsam mit Kollegen aus Deutschland und den Niederlanden, einem Physiker vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen sowie einem Geowissenschaftler der Bundeswehr kommt er zu einem Ergebnis: Es wurden Teilchen in die Atmosphäre ausgebracht, die vermutlich den Niederschlagsradar stören sollten.

Die Teilchen wurden an der holländischen Nordseeküste in einer Höhe von sechs Kilometer ausgesetzt, berichtet Brandt. „Bei der großen Menge müssen das drei Flugzeuge gewesen sein“, erklärt er. Der Wetterexperte hat drei mögliche Erklärungen für das militärische Experiment. Die Militärs könnten einen Terroranschlag simuliert haben und wollten herausfinden, wie sich eine Substanz über Holland und Niedersachsen verbreitet. Oder man könnte ein Wetterexperiment gemacht haben. Eine weitere Möglichkeit könnte der Versuch sein, die Wettervorhersage zu beeinflussen.

Im Zweiten Weltkrieg hatten Militärs versucht, im Radar des Feindes Verwirrung zu stiften. Damals machten sie das mit kleinen Streifen aus Stanniolpapier. Die am 19. Juli 2005 verwendeten Teilchen sind so leicht, dass sie mit geringer Sinkgeschwindigkeit durch die Luft fliegen und so groß, dass sie Radarstrahlen reflektieren.

Möglicherweise wurde mit dem Experiment die Umwelt großflächig verschmutzt, meint Brandt. Denn östlich einer Linie Lüneburg – Kassel fing die scheinbare Wolke am Nachmittag an, sich aufzulösen. „Die Teilchen sind dann über dem östlichen Niedersachsen und in Ostdeutschland runtergekommen.“

 

Quelle: Peiner Allgemeine Zeitung vom 24.02.2006

 

Militär: Die Geisterwolke stammt nicht von uns

Behörden rätseln über Verursacher des Phänomens auf dem Radarschirm / Viele Bürger beunruhigt

 

Hannover (kau). Die geheimnisvolle Regenwolke, die nur auf dem Radarbild existierte, gibt weiter Rätsel auf. Nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums hatte die Wolke, die am 19. Juli vergangenen Jahres über Norddeutschland hinwegzog, keinen militärischen Ursprung. „Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass die Wolke von unseren Luftstreitkräften verursacht wurde“, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Freitag. Es habe zu diesem Zeitpunkt keine Übung in diesem Bereich stattgefunden. Zu der Vermutung, es habe ein militärisches Experiment stattgefunden, sagte der Sprecher: „Wir machen solche Dinge nicht.“

Die mysteriöse rund 400 Kilometer lange und 100 Kilometer breite Wolke war im vergangenen Sommer auf dem Niederschlagsradar der Meteorologen zu sehen. „Das Radarecho war sehr stark, wie bei einem Starkregen oder einer Gewitterfront“, sagt Karsten Brandt, Meteorologe und Geschäftsführer beim Wetterdienst Donnerwetter in Bonn. In Wirklichkeit gab es an besagtem Tag aber keine Riesenwolke über dem Norden. Das Phänomen entdeckt hatten Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes, wie kürzlich bekannt wurde.

Die Nachricht von der Wolke hat offenbar viele Menschen aufgeschreckt. „Wir können uns kaum retten vor Anfragen“, mehr als 1000 E-Mails habe er bekommen, auch von Militärexperten, berichtet Brandt. „Viele Bürger sind verärgert, dass offenbar heimlich solche Experimente gemacht werden und verlangen Aufklärung“, sagt Brandt. Der Meteorologe hat Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Er ist sich „ganz sicher“, dass das Militär der Verursacher war. „Kein Privater kann in sechs Kilometern Höhe operieren.“ Brandt vermutet, dass entweder die Ausbreitung einer Substanz getestet wurde oder jemand versucht hat, dass Wetterradar zu beeinflussen. Wetterexperimente, die nach UN-Regeln verboten sind, seien ebenfalls möglich.

Die „Geisterwolke“ beschäftigt inzwischen die Behörden. „Es ist keine Radioaktivität frei gesetzt worden“, sagte eine Sprecherin des Bundesamtes für Strahlenschutz in Salzgitter. „Das hätten wir mit unserem engmaschigen Messnetz sofort bemerkt.“ Das Bundesumweltministerium weiß nichts über eine Verschmutzung von Böden in einem Gebiet zwischen Lüneburg und Kassel. Dort soll sich die Wolke aufgelöst haben. Hätte sie chemische Stoffe oder Teilchen enthalten, hätten diese in diesem Gebiet herunterkommen müssen. In der Fachbehörde des Ministeriums, dem Umweltbundesamt, nimmt man das Phänomen ernst. Es gebe Gerüchte über Experimente mit chemischen Substanzen zur Terrorabwehr, sagt ein Sprecher.

„Wir wussten nichts von der Wolke“, heißt es bei der Deutschen Flugsicherung. Hätte das Radar ein Starkregenfeld angezeigt, hätten Passagiermaschinen ausweichen müssen, erklärt Sprecher Axel Raab. Das sei nach seiner Kenntnis nicht geschehen. Der ehemalige Fluglotse hält eine vom Militär ausgelöste elektronische Störung des Radars dennoch für denkbar. „Früher machten sie das öfter mit kleinen Streifen aus Stanniolpapier, heute geht das, ohne dass hinterher Teilchen vom Himmel fallen.“

Quelle: Peiner Allgemeine Zeitung vom 25.02.2006

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Quelle: CENAP-Archiv

 

 


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Sonntag, 11. Dezember 2016 - 19:00 Uhr

Raumfahrt - Orlando 2030 Space officials see lunar landings by 2030

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Billionaire SpaceX CEO Elon Musk’s timeline has missions reaching Mars by 2024, with regular flights to follow. Other industry leaders see lunar missions by 2030, too. (Red Huber/Staff photographer)

new space race is shaping up, and it could mean another lunar landing for the U.S. space program by the year 2030.

If it happens, local space officials say they hope to make Central Florida the origin point for those missions.

 
 

"It doesn't detract from efforts to reach Mars, but the moon is a more logical next step," said Dale Ketcham, Chief of Strategic Alliances for Space Florida. "And it's more easily afforded."

Multiple nations, including China and Russia, have stated intentions of reaching the moon during the same time frame. That could mean the dawn of a new space race, one with moon bases and operations as its end game. As space agencies target the moon, however, some private businesses have said Mars should be the target.

Billionaire SpaceX CEO Elon Musk has famously said he would like to die on Mars — "just not on impact."

The bombastic entrepreneur's timeline has missions reaching Mars by 2024, with regular flights to follow.

Musk's company and United Launch Alliance have made 2016 one of the more active years in space flight from Central Florida in recent memory. That has local officials anxious to see what role the region plays in the anticipated space race.

In time, Ketcham says there should be regular flights between Florida, the moon and Mars.

"Mars is a long-term aspirational destination," he said. "That is articulated more aggressively by Elon."

Ketcham said it's a matter of economic strength that Florida positions itself now to thrive later.

"We need to plan now to be the earth's port of entry for economic activity in space," Ketcham said. "The Port of London was for the British Empire. New York was there for the new world. That place can be Florida for space — and it's our job to make it so."

Quelle: Orlando Sentinel


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Sonntag, 11. Dezember 2016 - 16:30 Uhr

Luftfahrt - Das verbesserte Supersonic Cockpit Display der NASA zeigt präzise Positionen der Sonic Booms

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NASA’s Improved Supersonic Cockpit Display Shows Precise Locations of Sonic Booms

Engineers and researchers observe the mapping of the sonic boom carpet from the F-18.
Engineers and researchers at NASA’s Armstrong Flight Research Center monitored the flights, and were able to observe the mapping of the sonic boom carpet from the F-18, from the center’s Mission Control Center.
Credits: NASA Photo / Ken Ulbrich

NASA pilots flying supersonic aircraft now have a display that tells them exactly where sonic booms are hitting the ground.

 

A series of flights, recently flown at NASA’s Armstrong Flight Research Center in Edwards, California, featured a display that allowed NASA research pilots the ability to physically see their sonic footprint on a map as the boom occurred. The series, which marked the second phase of the Cockpit Interactive Sonic Boom Display Avionics project, or CISBoomDA, continued from the project’s first phase, where only a flight test engineer could see the display.

 

With the ability to observe the location of their aircraft’s sonic booms, pilots can better keep the loud percussive sounds from disturbing communities on the ground.

 

Sonic booms occur when an aircraft’s speed exceeds Mach 1, the speed of sound, causing an air density change to occur and sending shockwaves away from the aircraft. Upon reaching the ground, those shockwaves are perceived audibly as a sometimes loud, disruptive sonic boom. Civilian aircraft are currently prohibited from flying supersonically over land, to prevent communities on the ground from being startled by sonic booms.

 

NASA has researched supersonic flight for decades, and is working to identify and develop the methods and tools necessary to mitigate the sonic boom. Recent research projects, such as the Background Oriented Schlieren using Celestial Objects, or BOSCO, and Sonic Booms in Atmospheric Turbulence, or SonicBAT, are helping engineers and researchers accomplish this, through further understanding of how supersonic shockwaves travel through the air.

 

CISBoomDA project manager Brett Pauer says the display will be a useful tool for supersonic-related projects in the future.

 

The CISBoomDA display allows the pilot of a supersonic aircraft to monitor the locations of any sonic booms produced.
The CISBoomDA display allows the pilot of a supersonic aircraft to monitor the locations of any sonic booms produced, to prevent the aircraft from positioning booms in restricted areas.
Credits: NASA Photo / Ken Ulbrich

“The display is there to minimize the impact of sonic booms on the ground. Sonic booms generally don’t cause damage at higher altitudes, but they can disturb people, and we want to make sure that we are good stewards to the public,” said Pauer. “The use of this software allows pilots to maximize their flight, and still not bother people on the ground, if used properly.”

 

NASA’s supersonic research projects are helping engineers develop the means to design and build a proposed Low Boom Flight Demonstrator experimental aircraft, or X-plane, as part of the agency’s New Aviation Horizons initiative. The X-plane would be designed to demonstrate what NASA believes could be a quieter thump in place of the louder sonic boom. This could, in the future, introduce the opportunity to permit supersonic flight over land.

 

The display used in the CISBoomDA Phase II flights, however, is not limited to just the proposed X-plane, according to Pauer.

 

“This isn’t just for the Low Boom Flight Demonstrator, it’s for any supersonic aircraft. There are several companies that are looking to build supersonic aircraft that wouldn’t produce a low boom, and would still be restricted from supersonic flight over land. This would give them a way to show their sonic boom footprint over water,” explained Pauer. “So let’s say you’re flying from Miami to New York. You can see how far off the coast you need to be to not have that boom hit land.”

 

The display used in CISBoomDA Phase II was operated by the flight test engineer in the backseat of a NASA F-18 research aircraft, and was transmitted to the pilot’s display in the front seat. The project team integrated a research-quality GPS to feed into the system, updating the positioning software from the aircraft’s previous inertial navigation system, improving position accuracy to within 10 to 20 feet.

 

CISBoomDA principal investigator Ed Haering says the flights were designed to simulate boundaries on the ground, to help pilots practice monitoring the booms, and to keep the booms from impacting potentially populated areas.

 

Flight Test Engineer Jacob Schaefer inspects the CISBoomDA.
Flight Test Engineer Jacob Schaefer inspects the Cockpit Interactive Sonic Boom Display Avionics, or CISBoomDA, from the cockpit of his F-18 at NASA’s Armstrong Flight Research Center in Edwards, California.
Credits: NASA Photo / Ken Ulbrich

“We flew in the High Altitude Supersonic Corridor, which is one place we’re allowed to fly supersonically. The sonic boom carpet width, when you are 30,000 feet up, is about 30-miles wide. So we told him to fly as if the boundaries represent places you can’t boom past, and he flew to get the carpet to the edge of that boundary, but not past it,” Haering said.

 

The display is able to show the location of sonic booms based on tracking the aircraft’s trajectory and altitude, and is founded on an algorithm designed by Ken Plotkin of Wyle Laboratories, who died in 2015.

 

That algorithm is also being used by two companies, contracted by NASA, to develop similar displays, with more of a predictive element.

 

Honeywell Aerospace in Phoenix, Arizona, and Rockwell Collins in Cedar Rapids, Iowa, are both working in collaboration with NASA’s CISBoomDA project to develop displays with predictive capabilities. While the CISBoomDA display in NASA’s F-18 shows the real-time location of sonic booms, the displays being developed by Honeywell and Rockwell Collins, using the same algorithm, are looking to see where sonic boom locations would be on the ground, based on a planned flightpath.

 

“What Rockwell Collins and Honeywell are developing actually runs on the same algorithm as our display, but uses a predictive capability to show your booms on a proposed flightpath,” said Haering. “The pilot can adjust a proposed flightpath to avoid sonic booms in a particular spot, and then lock it in and fly that path.”

 

The display will ultimately be used to help NASA proceed with supersonic research in a way that minimizes disturbance on the ground and provides practice with the future of supersonic technology for pilots such as NASA research pilot Nils Larson.

 

“Flying with the CISBoomDA display was really interesting,” Larson stated. “It was great to have it in the cockpit, and I think it’s a valuable tool for the future. As a matter of fact, I’ve asked to be allowed to start using the display on my proficiency flights, just so I can keep practicing with it.”

Quelle: NASA


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Sonntag, 11. Dezember 2016 - 14:00 Uhr

Raumfahrt - Start von Long March-3B mit Fengyun-4 Satelliten

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China launches new-generation weather satellite

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A Long March-3B rocket carrying the Fengyun-4 satellite blasts off from the launching pad at Xichang Satellite Launch Center, southwest China's Sichuan Province, Dec. 11, 2016. China launched the weather satellite at 12:11 a.m. Sunday, marking an upgrade of China's meteorological satellites in geostationary orbit. The Fengyun-4 satellite, the first of China's second-generation weather satellites in geostationary orbit to have been launched, is also the country's first quantitative remote-sensing satellite in high orbit. (Xinhua/Chen Jianli)

XICHANG, Sichuan, Dec. 11 (Xinhua) -- China launched a weather satellite at 12:11 a.m. Sunday, marking an upgrade of China's meteorological satellites in geostationary orbit.

The Fengyun-4 satellite, the first of China's second-generation weather satellites in geostationary orbit to have been launched, is also the country's first quantitative remote-sensing satellite in high orbit.

The satellite, launched from the Xichang Satellite Launch Center in southwest China's Sichuan Province, was taken into orbit by a Long March-3B carrier rocket. The launch marked the 242nd mission of China's Long March series of rockets.

The satellite will make high time, spatial and spectral resolution observations of the atmosphere, clouds and space environment of China and surrounding regions, significantly improving capabilities of weather and climate forecasts, according to the State Administration of Science, Technology and Industry for National Defense.

The China Meteorological Administration is the primary user of the satellite.

Previously, China had successfully launched 14 weather satellites, seven of which are still in orbit.

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A Long March-3B rocket carrying the Fengyun-4 satellite blasts off from the launching pad at Xichang Satellite Launch Center, southwest China's Sichuan Province, Dec. 11, 2016. China launched the weather satellite at 12:11 a.m. Sunday, marking an upgrade of China's meteorological satellites in geostationary orbit. The Fengyun-4 satellite, the first of China's second-generation weather satellites in geostationary orbit to have been launched, is also the country's first quantitative remote-sensing satellite in high orbit. (Xinhua/Chen Jianli)

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A Long March-3B rocket carrying the Fengyun-4 satellite blasts off from the launching pad at Xichang Satellite Launch Center, southwest China's Sichuan Province, Dec. 11, 2016. China launched the weather satellite at 12:11 a.m. Sunday, marking an upgrade of China's meteorological satellites in geostationary orbit. The Fengyun-4 satellite, the first of China's second-generation weather satellites in geostationary orbit to have been launched, is also the country's first quantitative remote-sensing satellite in high orbit. (Xinhua/Chen Jianli)

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A Long March-3B rocket carrying the Fengyun-4 satellite blasts off from the launching pad at Xichang Satellite Launch Center, southwest China's Sichuan Province, Dec. 11, 2016. China launched the weather satellite at 12:11 a.m. Sunday, marking an upgrade of China's meteorological satellites in geostationary orbit. The Fengyun-4 satellite, the first of China's second-generation weather satellites in geostationary orbit to have been launched, is also the country's first quantitative remote-sensing satellite in high orbit. (Xinhua/Chen Jianli)

Quelle: Xinhua

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China launches Fengyun-4A weather satellite in 20th space mission of 2016 

 
A Long March 3B launching the Thales Alenia Space-made Zhongxing-12 satellite from Xichang in November 2012.A Long March 3B launching the Thales Alenia Space-made Zhongxing-12 satellite from Xichang in November 2012.

China on Saturday successfully launched the first of its new generation of geostationary weather satellites, Fengyun-4A, marking a national record 20th space launch for 2016.

Fengyun-4A was launched by Long March 3B carrier rocket from the Xichang Satellite Launch Centre in the southwestern Sichuan Province at 01:11 on Sunday Beijing time (16:11 UTC Saturday).

The 5,400kg FY-4A is the experimental first spacecraft in a new series of meteorological satellites. Fengyun-4 satellites will carry four main instruments for enhanced imaging, vertical atmospheric sounding, lightning mapping and space environment monitoring.

Orbiting at an altitude of 35,786 kilometres, the satellites will provide high spatial, temporal and spectral resolution observations of China and surrounding areas, improving weather forecast and monitoring.

China has three operational Fengyun-2 meteorological satellites in geostationary orbits, which are capable of imaging only. China's Fengyun-1 and -3 series are two generations of polar-orbiting meteorological satellites .

Fengyun-4A (CASC).

Fengyun-4A will be operated by the China Meteorological Administration and was developed by the China Academy of Space Technology (CAST), a research institute under the China Aerospace Science and Technology Corporation (CASC), the space program's main contractor.

The satellites are based on the SAST-5000 platform developed by the Shanghai Academy of Space Technology (SAST) and have an intended operational lifetime of 5-7 years.

A rendering of China's Fengyun-4A meteorological satellite.

Record-breaking year

The Fengyun-4A mission was China's 20th orbital launch of 2016, including one failure, Gaofen-10. 20 launches in a calendar year is a national record for China, while matching the 19 successful launches for 2012 and 2015. 

China will attempt another 3-4 launches in December in an intense finish to a record-breaking and breakthrough year.

In November, China launched its largest ever rocket, the Long March 5, which will allow the country to construct a large, modular space station and launch deep space missions, including a 2017 lunar sample return and an ambitious Mars mission in 2020.

China's largest ever rocket, Long March 5, lifts off from Wenchang on November 3, 2016.
Above: Long March 5, lifts off from Wenchang on Nov 3, 2016.

China's first satellite, Dong Fang Hong-1, was launched on a Long March 1 rocket on April 24, 1970. Saturday's launch was the 242nd overall for the Long March rocket series. 

Quelle: gbtimes


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Sonntag, 11. Dezember 2016 - 09:00 Uhr

Astronomie - Amateur Astronom hilft bei Geheimnis von einzigartigen Pulsar Binary System

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TORONTO, A professional astrophysicist and an amateur astronomer have teamed up to reveal surprising details about an unusual millisecond pulsar (MSP) binary system comprising one of the fastest-spinning pulsars in our Galaxy and its unique companion star.

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Artist’s rendition of a typical millisecond pulsar binary system in which the shape of the companion star (l.) is deformed by the gravitational pull of the pulsar (r.) seen emitting beams of radiation. Credit: NASA

Their observations, to be published in the Astrophysical Journal in December, are the first to identify “star spots” on an MSP’s companion star. Plus, the observations show that the companion has a strong magnetic field, and provide clues into why pulsars in some MSP binaries switch on and off.

John Antoniadis, a Dunlap Fellow with the Dunlap Institute for Astronomy & Astrophysics, University of Toronto, and André van Staden, an amateur astronomer from South Africa, analyzed observations of the brightness of the companion star made by van Staden over a 15-month period, with his 30cm reflector telescope and CCD camera in his backyard observatory in Western Cape. The analysis revealed an unexpected rise and fall in the star’s brightness.

In a typical MSP binary, the gravity of the pulsar distorts the shape of the companion star, pulling it into a teardrop-shape. As it circles the pulsar, we see a cyclical rise and fall in the companion’s brightness. The companion is brightest at two points in its orbit, when we see its broad, tear-shaped profile; it is dimmest midway between those two points, when we see its smallest, circular profile. Naturally, the light curve measuring the brightness rises and falls in step with the companion’s orbital period.

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André van Staden in his home observatory with his 30cm reflector telescope. Credit: André van Staden

But Antoniadis and van Staden’s observations revealed that the brightness of the companion wasn’t in sync with its 15-hour orbital period; instead the star’s peaks in brightness occur progressively later relative to the companion’s orbital position.

Antoniadis and van Staden concluded that this was caused by “starspots”, the equivalent of our Sun’s sunspots, and that the spots were lowering the brightness of the star. What’s more, the spots were much larger relative to the companion star’s diameter than our Sun’s sunspots.

They also realized that the companion star is not tidally locked to the pulsar—as the moon is to the Earth. Instead, they concluded that the companion’s rotational period is slightly shorter than its orbital period, resulting in the unexpected light curve.

The presence of starspots also led the collaborators to infer that the star has a strong magnetic field, a prerequisite of such spots.

A dedicated non-professional astronomer for many years, van Staden has a particular interest in pulsars and in 2014 came across Antoniadis’ research website listing MSP binaries with optical companions.

“I noted that the binary system MSP J1723-2837 is well suited for observing from South Africa,” van Staden says, “and that a light curve had not yet been determined for this particular system.”

“I also realized that observations were scarce because professionals do not have the luxury of using professional instruments for continuous observations. On the other hand, non-professionals can make these long-term observations.”

“The dataset was unlike anything I had ever seen,” says Antoniadis on receiving van Staden’s data, “both in terms of quality and timespan. And I urged André to continue observing for as long as possible.”

Observations such as van Staden’s are critical in answering questions about the evolution and complex relationship between the MSP and its companion in “black widow” and “redback” binaries—pairs of stars in which the pulsar, like its arachnid namesake, devours its companion.

In a typical scenario, a newly formed neutron star feeds off of gas gravitationally pulled from the companion. As the pulsar gains mass, it also gains angular momentum and spins faster.

Eventually, the neutron star is rotating hundreds of times a second. At this point, it enters the next phase of its evolution. The neutron star begins to emit beams of intense radiation that we see as a rapidly pulsating signal: a pulsar is born.

At this point, the pulsar also begins to give off intense gamma-ray radiation and a strong stellar wind that staunch the flow of material from its neighbour. The companion is no longer being cannibalized by the pulsar, but it has only traded the means by which it is being consumed. Now the radiation and wind from the pulsar are so intense they begin to erode the doomed star.

As complex as these MSP binary systems are, they have only gotten more perplexing in recent years with observations that pulsars turn off and return to a state in which they are feeding off material from their companion—and that they can make this transition multiple times.

It has been suggested that the pulsar’s stellar wind and radiation may be behind the transition. But an additional result from Antoniadis and van Staden’s observations is that the stellar wind from the pulsar is not affecting the companion.

Typically, a pulsar’s strong stellar wind and intense radiation output create a “hotspot” on the pulsar-side of the companion. It is as if the star has a “day” and “night” side. But the presence of the hotspot was not detectable in the data. This could mean that the wind is either absent entirely or is blowing in a direction other than toward the star.

Either way, this suggests that the companion’s magnetic field—and not the pulsar’s stellar wind and radiation—may be the mechanism that turns off pulsars.

Supplementary notes:

1) The MSP lies 2500 light-years away, in the direction of the constellation Sagittarius. It rotates 540 times per second. The distance between the two stars is roughly 2 million kilometres, or 1/30th the distance between the Sun and Mercury. The pulsar is 1.3 times the mass of the Sun; the companion is 0.4 times the mass of the Sun.

2) Eclipsing MSPs are classified based on the mass of their companion star: “Black widow” companions are a few hundredths the mass of the Sun; the more massive “redback” companions range from 0.2 to 0.7 times the mass of the Sun.

Quelle: University of Toronto


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Samstag, 10. Dezember 2016 - 22:00 Uhr

Raumfahrt - Mars-Curiosity-Chroniken - Curiosity-News Sol 1484-1501

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NASA's Mars rover Curiosity acquired this image using its Mars Hand Lens Imager (MAHLI), located on the turret at the end of the rover's robotic arm, on October 9, 2016, Sol 1484 of the Mars Science Laboratory Mission, at 02:28:56 UTC.

When this image was obtained, the focus motor count position was 14694. This number indicates the internal position of the MAHLI lens at the time the image was acquired. This count also tells whether the dust cover was open or closed. Values between 0 and 6000 mean the dust cover was closed; values between 12500 and 16000 occur when the cover is open. For close-up images, the motor count can in some cases be used to estimate the distance between the MAHLI lens and target. For example, in-focus images obtained with the dust cover open for which the lens was 2.5 cm from the target have a motor count near 15270. If the lens is 5 cm from the target, the motor count is near 14360; if 7 cm, 13980; 10 cm, 13635; 15 cm, 13325; 20 cm, 13155; 25 cm, 13050; 30 cm, 12970. These correspond to image scales, in micrometers per pixel, of about 16, 25, 32, 42, 60, 77, 95, and 113.

Most images acquired by MAHLI in daylight use the sun as an illumination source. However, in some cases, MAHLI's two groups of white light LEDs and one group of longwave ultraviolet (UV) LEDs might be used to illuminate targets. When Curiosity acquired this image, the group 1 white light LEDs were off, the group 2 white light LEDs were off, and the ultraviolet (UV) LEDS were off. 

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This image was taken by Mastcam: Right (MAST_RIGHT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1484 (2016-10-08 21:56:43 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Left (MAST_LEFT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1485 (2016-10-09 23:43:31 UTC).

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This image was taken by ChemCam: Remote Micro-Imager (CHEMCAM_RMI) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1485 (2016-10-09 21:13:45 UTC). 

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This image was taken by Navcam: Right B (NAV_RIGHT_B) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1485 (2016-10-09 23:52:16 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Left (MAST_LEFT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1486 (2016-10-11 02:48:59 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Right (MAST_RIGHT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1487 (2016-10-11 23:07:08 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Right (MAST_RIGHT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1487 (2016-10-11 23:11:20 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Right (MAST_RIGHT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1487 (2016-10-11 23:13:30 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Right (MAST_RIGHT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1487 (2016-10-11 23:16:12 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Right (MAST_RIGHT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1487 (2016-10-11 23:18:44 UTC).

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This image was taken by Navcam: Right B (NAV_RIGHT_B) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1487 (2016-10-12 02:03:17 UTC).

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This image was taken by Navcam: Right B (NAV_RIGHT_B) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1487 (2016-10-12 02:06:13 UTC).

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NASA's Mars rover Curiosity acquired this image using its Mars Hand Lens Imager (MAHLI), located on the turret at the end of the rover's robotic arm, on October 14, 2016, Sol 1489 of the Mars Science Laboratory Mission, at 08:59:20 UTC.

When this image was obtained, the focus motor count position was 13182. This number indicates the internal position of the MAHLI lens at the time the image was acquired. This count also tells whether the dust cover was open or closed. Values between 0 and 6000 mean the dust cover was closed; values between 12500 and 16000 occur when the cover is open. For close-up images, the motor count can in some cases be used to estimate the distance between the MAHLI lens and target. For example, in-focus images obtained with the dust cover open for which the lens was 2.5 cm from the target have a motor count near 15270. If the lens is 5 cm from the target, the motor count is near 14360; if 7 cm, 13980; 10 cm, 13635; 15 cm, 13325; 20 cm, 13155; 25 cm, 13050; 30 cm, 12970. These correspond to image scales, in micrometers per pixel, of about 16, 25, 32, 42, 60, 77, 95, and 113.

Most images acquired by MAHLI in daylight use the sun as an illumination source. However, in some cases, MAHLI's two groups of white light LEDs and one group of longwave ultraviolet (UV) LEDs might be used to illuminate targets. When Curiosity acquired this image, the group 1 white light LEDs were on, the group 2 white light LEDs were on, and the ultraviolet (UV) LEDS were off. 

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This image was taken by Mastcam: Left (MAST_LEFT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1489 (2016-10-14 00:48:25 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Right (MAST_RIGHT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1489 (2016-10-14 00:53:56 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Right (MAST_RIGHT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1489 (2016-10-14 00:57:52 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Left (MAST_LEFT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1489 (2016-10-14 03:10:10 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Right (MAST_RIGHT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1491 (2016-10-16 05:36:46 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Left (MAST_LEFT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1492 (2016-10-16 22:19:23 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Left (MAST_LEFT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1492 (2016-10-16 22:34:13 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Left (MAST_LEFT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1492 (2016-10-16 22:34:27 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Left (MAST_LEFT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1492 (2016-10-16 22:39:10 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Left (MAST_LEFT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1492 (2016-10-16 22:44:10 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Left (MAST_LEFT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1493 (2016-10-18 03:05:03 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Left (MAST_LEFT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1494 (2016-10-19 04:21:24 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Right (MAST_RIGHT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1494 (2016-10-19 06:07:47 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Left (MAST_LEFT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1494 (2016-10-19 06:15:24 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Left (MAST_LEFT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1495 (2016-10-20 06:12:21 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Right (MAST_RIGHT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1495 (2016-10-20 06:13:48 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Right (MAST_RIGHT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1495 (2016-10-20 06:14:26 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Right (MAST_RIGHT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1497 (2016-10-22 06:22:08 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Right (MAST_RIGHT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1497 (2016-10-22 06:21:25 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Right (MAST_RIGHT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1498 (2016-10-23 06:40:33 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Left (MAST_LEFT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1499 (2016-10-24 06:49:16 UTC).

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This image was taken by Navcam: Left B (NAV_LEFT_B) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1499 (2016-10-24 08:39:04 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Right (MAST_RIGHT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1500 (2016-10-25 10:08:15 UTC).

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This image was taken by Mastcam: Left (MAST_LEFT) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1500 (2016-10-25 10:08:28 UTC).

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This image was taken by Navcam: Left B (NAV_LEFT_B) onboard NASA's Mars rover Curiosity on Sol 1500 (2016-10-25 10:12:52 UTC).

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Fotos: NASA

 


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Samstag, 10. Dezember 2016 - 19:00 Uhr

Raumfahrt - Mars-Rover Curiosity´s CNES Chemcam

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CNES Aufnahmen von Mars-Rover Curiosity´s Chemcam bei Zusammenbau: 

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Blick auf Curiosity-Instrumente

und Chemcam nachfolgend:

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Quelle: CNES


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Samstag, 10. Dezember 2016 - 17:30 Uhr

Astronomie - Zunehmender Mond über Odenwald

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Am frühen Abend und noch klarer Himmel gleich ausgenutzt zum Spechteln, erste Cirrus tauchen schon auf...

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Fotos: ©-hjkc


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Samstag, 10. Dezember 2016 - 15:16 Uhr

UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-55/2

Fortsetzung von UFO-History Teil-55/1...

Schlecht informiert sind die Autoren dann sowieso noch zum UFO-Phänomen allgemein. (1) So wird die "Area 51" uns so dargestellt: "Heutzutage besteht sie übrigens nur noch aus ein paar dem fortschreitenden Verfall preisgegebenen Ruinen, von Geheimhaltung oder einem streng geheimen Zutrittsverbot keine Rede." Aber wir erfahren auch, das es viele ehrliche UFOlogen gibt, die "Opfer von Gaunern" werden. Dem kann man einfach nicht widersprechen! Geradezu lustig wird es mit dem Fall George Adamski, dem amerikanischen Ur-Kontaktler wenn man so will. Jener habe kein Scoutship von der Venus gesehen bzw fotografiert oder sei mit ihm geflogen, sondern es war natürliche die deutsche Do-Stra (eben der richtige "Haunebu") und natürlich war es eine deutsche Besatzung mit der Adamski Kontakt hatte. Er habe nur im Zusammenspiel mit dem CIA dies dann als außerirdische Erfahrung ausgegeben, da diesem Geheimdienst natürlich schon seit dem Krieg bekannt war, dass die Flugscheiben bzw Fliegenden Untertassen von irgendwelchen "Restdeutschen" besetzt und geflogen werden um sich damit unangreifbar und ungeniert über Amerika zu bewegen. Die Ohnmacht gegenüber den Do-Stra´s konnte man natürlich der amerikanischen Nation gegenüber nicht eingestehen und so wurde über den Nationalen Sicherheitsrat der USA das Alien-Gerücht ausgestreut, "bei den UFOs handle es sich um Raumschiffe außerirdischer Besucher"! "Das entsprechende Papier der CIA gelangte später via Indiskretion an die Öffentlichkeit" und Adamski spielte einfach nur mit. Dies ist eindeutig total falsch und eine Lüge für sich. (2) Unfug betreffs der ganzen Adamski-Legende sowieso. In einem Nebensatz enthüllen es die Autoren selbst, wenn sie es auch auch anders meinen: "Der Blödsinn kennt eben hin und wieder keine Schranken." Der ´Beweis´ wonach Adamski in Wirklichkeit insgeheim für die CIA arbeitete sei sein Koautor des ersten Buches "Fliegende Untertassen sind gelandet!" gewesen: Desmond Leslie, ein Verwandter von Winston Churchill - das sage doch schon alles aus und belege die "fast vollständige Verschleierung" der Wahrheit. Womit sich beweist, dass Ettl/Höhler auch die dazu gehörige reale Hintergrundgeschichte gar nicht kennen. Schnallen Sie sich nochmals fest: Die beiden Schreiberlinge erklären sogar das Adamski auch ein Untertassen-Modell für seine Fotos verwendete, klar - es diente zu Demonstrationszwecken da er es genau nach dem originalen Do-Stra nachbaute und das war ja schließlich echt. Deswegen sei natürlich es auch "geradezu naheliegend" gewesen eiun solches Modell anzufertigen und somit ist dies auch "nichts Unehrenhaftes". Ob Adamski nun seine Fotos gefälscht hat oder nicht, "ist im Grunde sogar von untergeordneter Bedeutung. Auch ein irgendwie nach deutschen Vorlagen gebasteltes Modell würde noch ein Beleg für die Realität der Vorlage sein. So hat George Adamski auf alle Fälle einen wichtigen Baustein zum Gefüge der logischen Schlußfolgerungsmöglichkeit geliefert - wenn nicht gar einen Beweis für die Sache." An diesem Punkt verlangen die beiden Autoren vom Leser wieder, "die Bereitschaft mit weit offenem Geiste an die Dinge heranzugehen". Ich dagegen glaubte nun wirklich eher daran, dass das Buch sich als Nazi-Flugscheiben-Satire in Wirklichkeit versteht und nur getarnt daherkommt. Ettl/Höhler tun nur so, als meinten sie es ernst, in Wirklichkeit veräppeln sie sogar die ganze UFOlogie ihrer selbst wegen! Anders kann es ob solchemn offensichtlichen und kaum mehr zu toppenten Unsinn gar nicht sein!

(1) = So wird auf S.48 ausgeführt: "Gesagt werden kann, dass von allen einigermaßen ernstzunehmend bezeugten UFO-Erscheinungen in den USA nur eine einzige gewalttäig war. Dieses Ereignis lag im Jahre 1948, als von Versöhnung noch wenig die Rede war. Laut Beschreibung jener Flugscheibe, die eine P-51 abschoß, scheint es sich um einen Turbokreisflügler gehandelt haben, der sich gegen das Jagdflugzeug verteidigt hat." Reiner Humbug und kein ´Haunebu´. Hierbei handelt es sich um den legendären Fall von Mantell, der ein ihm nicht bekannten Skyhook-Stratosphärenballon als ´Fliegende Untertasse´ (fehl-)erkannte und bei der ´Verfolgung´ dessen abstürzte. Dennoch, sie stehen für die "Grauen" ein, die es "vielleicht" gibt: "Sie sind, wie Rudolf Steiner sagen würde: Erdgeister, Wesen aus einer jener Zwischenspähren... Sie sind menschenähnlich - und sind es doch wiederum nicht. Ihr angestammter lebensraum ist eine Sphäre zwischen Diesseits und Jenseits... Einige Gruppen dieser grauen Erdgeister möchten scheinbar gerne andauernd in unserer Stofflichkeit leben können. Sie streben daher gewissermaßen nach einer biologischen Vermenschlichung." ´Fast´ die wahre Natur getroffen, aber ihr dann doch ausgewichen um zu Mystifizieren. Und wieder der Rückgriff auf einen Mystiker - Rudolf Steiner. Auf normaler Ebene bewegen sich die Schreiben offenbar nicht.

(2) = Wie sich solche Ideen schnell verbreiten und mal wieder nicht geprüft werden kann man in dem Papier von Gernot L.Geise (EFODON-Synesis Nr.4/2001), "Die UFO-Problematik rational betrachtet" (ausgerechnet), nachlesen: "Die Problematik bei dem ganzen UFO-Thema besteht darin, dass seit den ersten Sichtungen der Neuzeit gegen Ende des 2. Weltkrieges alles in einen großen Topf geworfen wurde, was irgendwie auf den ersten Blick unerklärlich war. Dazu gehören Sichtungen von Wetterballons, Kometen und anderen Himmelskörpern, Wolken, hoch fliegenden Flugzeugen, Raketentrümmern, Meteoriten, Kugelblitzen und was der Dinge mehr sind. Dazu gehören jedoch auch strengst geheim gehaltene reichsdeutsche Flugscheiben-Entwicklungen und ebenso streng geheime militärische Flugkörper-Entwicklungen der beiden Nachkriegs-Supermächte. Und beiden letzten Punkte waren der Hauptgrund für die sofort einsetzende und bis heute andauernde Verschleierungspolitik, die einher ging mit der Lächerlichmachung des ganzen Themas. Die deutschen Flugscheiben aus den vierziger Jahren durfte es nicht geben, weil es nicht sein durfte, dass Deutschland gegen Ende des 2. Weltkrieges Fluggeräte besaß, die denen der Siegermächte haushoch überlegen waren. ... Merkwürdigerweise hat man gleich die ersten Sichtungen - sofern sie nicht verleugnet wurden - Außerirdischen untergeschoben, denen man, zumindest in den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg, kriegerische Absichten zuschrieb. Aus dieser Zeit stammen auch eine ganze Reihe von Spielfilmen, die dieses Thema behandeln, und die mit dazu beitrugen, alle unbekannten Flugkörper ominösen Außerirdischen zuzuschanzen, die in böser Absicht die Menschheit versklaven wollen. Die UFOs, die ja eigentlich nur ein Sammelbegriff für alle unidentifizierten Flugobjekte sind, wandelten sich immer mehr zu außerirdischen Raumschiffen. Wenn heute von UFOs geredet wird, dann nur noch in diesem Sinn. Das ganze UFO-Problem wäre nicht entstanden, wenn die Supermächte - insbesondere die USA - nicht ihre Verschleierungspolitik betrieben hätten."

Quelle: CENAP-Archiv

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1.02.2006

Historische Noten der UFOlogie aus dem CENAP-Archiv:

Februar-UFO-Meldungen vor 55 bis vor 20 Jahren: Fliegende Untertassen in der Presse

"Look" lüftet das Geheimnis der "Fliegenden Untertassen" kabelte am UP aus New York und die Neue Zeitung vom 12.Februar 1951 enthüllte: Dr.Urner Liddel von der amerikanischen Forschungsanstalt erklärt in der am Dienstag veröffentlichten neuen Ausgabe der Zeitschrift LOOK, dass die sogenannten "Fliegenden Untertassen" nichts weiter als "Luftanker" seien seien, an denen sich Versuchsballons befänden. Diese Versuchsballons würden, wie Liddel fortfährt, im Rahmen des Regierungsprogramms zur Erforschung kosmischer Strahlung genützt. Sie erreichten große Höhen und oft Geschwindigkeiten von 350 Stundenkilometern.

Geheimnis der "Fliegenden Untertassen" gelüftet - Das amerikanische Flotteninstitut gibt bekannt: Große Ballons zur Erforschung des Weltalls - Öffentlichkeit ist beruhigt meldete am 24.Februar 1951 der Münchner Merkur unter Bezugnahme seiner US-Korrespondenten zusammenfassend aus New York: Seit Jahren spuken die "Fliegenden Untertassen" durch den amerikanischen Äther - leuchtende runde Körper, die mit unwahrscheinlicher Schnelligkeit durch die Lüfte sausen und vorgeblich von Abenteur suchenden Fliegern gejagt werden, nach der Meinung der einen die neuste Geheimwaffe der Vereingten Staaten, nach der Ansicht anderer die Vorboten eines Sowjetangriffs auf die westliche Erdhälfte. Die Vision mancher Mitbürger ging noch weiter: sie sahen bereits Raumschiffe vom anderen Planeten, und eine -später allerdings dementierte- Meldung wollte wissen, dass ein solches Raumschiff mit einem seltsamen, leider toten Wesen an Bord irgendwo in der Arktis aufgefunden worden sei [basierend auf der Scully-Hoax-Geschichte war vielleicht dies mit ein Stimuli für die noch weitaus später aufkommenden Gerüchte über Untertassen-Abstürze]. Hollywood, stets auf der Suche nach packenden Themen, begann einen Film im hohen Norden zu drehen, dessen Mittelpunkt ein solches Raumschiff sein sollte. Die Produzenten baten die amerikanischen Luftstreitkräfte um Mitarbeit, erhielten jedoch eine ablehnende Antwort: da die Existenz sogenannter "Fliegender Untertassen" vom Verteidigungsministerium entschlossen bestritten worden sei, könne die Luftwaffe keinesfalls bei der Herstellung dieses reinen Phantasiefilms helfen. Aber allen Dementis zum Trotz sahen solide Bürger, die unter Eid aussagten, dass sie weder betrunken gewesen seien noch unter Halluzinationen litten, von Zeit zu Zeit immer wieder leuchtende Körper durch den Himmel sausen - und nun kam die Enthüllung: das amerikanische Flotteninstitut gab in einem nüchternen Bericht bekannt, dass Gegenstände, die das Publikum als "Fliegende Untertassen" bezeichne, tatsächlich existieren. Jahrelang hat das Institut Forschungen im Luftraum mit besonderen Ballons durchgeführt, die den Namen "Skyhooks" (Himmelshaken) tragen und die dem menschlichen Auge von der Erde aus tatsächlich als leuchtende Teller erscheinen. Diese Ballons haben einen Durchmesser von 30 Metern und erwecken den Eindruck, als ob sie mit einer Geschwindigkeit von 300 Stundenkilometern durch die Luft sausen. Als die Experimente mit den Ballons begannen, hätten sie geheimgehalten werden müssen, erklärt das Institut. Dies sei nun nicht mehr notwendig, so dass das Publikum über die "Fliegenden Untertassen" aufgeklärt werden könne. Die Ballone sind mit feinen Beobachtungsinstrumenten ausgerüstet und steigen bis zu 30.000 Meter hoch. In dieser Höhe, wo die Atmosphäre aufhört, werden Messungen im Weltall vorgenommen. Man weiß, dass dort dauernd in aller Stille starke Atomexplosionen sttfinden, und man will dem Weltall ablauschen, wie diese Explsoionen zustande kommen.

Der Leiter des Forschungsamtes, Dr.Urner Liddel, erklärt, dass die Versuche bereits erfolgreich gewesen seien. Es habe sich vor allem darum gehandelt, zu erforschen, wie das Atom für nützliche Zwecke gespalten werden könne; das Institut befasse sich nicht mit Atombomben-Studien. Die Ballons enthalten als Instrumente eine sogenannte Wolkenkammer, ein Radiogerät, einen Geiger-Zähler und einen Photoapparat. Bisher wurden 270 Plastikballons ins All geschickt. Die größte Schwierigkeit besteht darin, die Instrumente, die mit Fallschirmen versehen sind, wieder aufzufinden. Berichte aus Laienkreisen über das Auftauchen "Fliegender Untertassen" erleichterten oft die Suche. Da das Aufsteigen von meteorologischen Ballons der Öffentlichkeit nichts Neues ist, errregte es keine Überraschung, wenn solche Instrumente gefunden wurden. Die Forschungen wurden so geheim durchgeführt, dass nicht einmal die Militärflugplätze unterrichtet werden durften. Vor zwei Jahren geschah es, dass eine "Fliegende Untertasse" über einem Flugplatz in Kentucky gemeldet wurde. Drei Armeeflieger stiegen auf, um Jagd auf das verdächtige Objekt zu machen. Sie sahen den Flugkörper deutlich, erlagen aber von ihrer verhältnismäßig geringen Höhe der optischen Täuschung, dass es sich mit einer Geschwindigkeit von 500 Stundenkilometern fortbewege. Zwei der Jagdflugzeuge kehrten nach Erreichen einer Höhe von 6.000 Metern zurück, Fliegerhauptmann Thomas Mantell setzte jedoch die Verfolgung fort und stürzte ab. Die Instrumente in dem zerstörten Flugzeug zeigten an, dass er eine Höhe von 10.000 Metern erreicht hatte. Alle Meldungen über die Sichtung "Fliegender Untertassen" - im ganzen über zweitausend - wurden von dem Institut genau geprüft. Da die Ballons selbst ernsthaften Berichterstattern unbekannt waren und exakte Schätzungen unbekannnter Körper im Luftraum unmöglich sind, wichen die Beobachtungen weit voneinander ab. Das Institut konnte jedoch feststellen, dass es sich setsts um seine Ballons handelte. Die Lüftung des Geheimnisses der "Fliegenden Untertassen" beruhigt die amerikanische Öffentlichkeit in starkem Maße. Wer das Phänomen beobachtete hatte und von seinen Mitbürgern nicht ernst genommen worden war, kann seinen Kopf wieder hoch tragen und stolz verkünden: "Ich hab´s euch ja gesagt." Etwas lächerlich erscheint nur jener Rundfunk-Kommentar, der die Landesverteidigung der Unaufmerksamkeit bezichtigte, weil er aus guter Quelle wissen wollte, dass es sich um sowjetische Versuchgsraketen handelte, die in Kürze als Atombomben auf Amerika niedergehen würden. Übrigens verspricht das Flottenforschungsamt, in Kürze weit größere "Himmelshaken" ins Weltall zu schicken, um es bis zu 40.000 Metern und darüber hinaus zu erforschen.

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Fliegende Untertassen bleiben ein Rätsel hieß es in einer UP-Meldung aus New York, die Der Tagesspiegel am 8.Februar 1956 abdruckte: Das Rätsel der sogenannten "Fliegenden Untertassen" bleibt vorläufig ein Rätsel. Sie sorgfältigsten Untersuchungen seitens der kompetentesten Behörden haben die Existenz von geheimnisvollen Flugkörpern aus dem Weltraum nicht bewiesen, aber sie haben gleichzeitig auch nicht beweisen können, dass es die sogenannten "Fliegenden Untertassen" nicht gibt. Das ist das Ergebnis, zu dem der frühere Leiter der Forschungssonderbateilung der amerikanischen Luftwaffe, Edward J.Ruppelt, in einem jetzt in Amerika veröffentlichten Buch über die "unbekannten Flugobjekte" kommt. Ruppelt, dessen Buch auf 315 Seiten eine Fülle wissenschaftlich verbürgten Materials enthält, wie es der Öffentlichkeit bisher nie zugänglich war, leitete als früherer Abwehroffizier von 1951 bis zum September 1953 das "Projekt Blaubuch", mit dem die amerikanische Luftwaffe versuchte, das Geheimnis der "Untertassen" zu ergründen. Das von den höchsten amerikanischen Regierungsstellen angeordnete Unternehmen wird noch heute weitergeführt.

Gibt es "Fliegende Untertassen"? Amerikanischer Abwehrchef kommt zu keinem Ergebnis berichtete UP aus New York und die Frankfurter Neue Presse berichtete deswegen eingangs das selbe wie obige Meldung auch am 8.Februar 1956, dann wird aber weiter ausgeführt: Ruppelts "Bericht über unbekannte Flugobjekte" gibt zum ersten Male von autorisierter Seite Einzelheiten dieser Forschungsarbeit wieder, und er enthält vermutlich alles Wissenswerte über die UFOs; was mit Rücksicht auf etwaige Geheimhaltungsvorschriften gesagt werden darf. Ruppelt bekennt in seinem Buch, dass er weder "UFO-gläubig" noch "UFO-ungläubig" ist. Er kann nicht vorbehaltlos an die Existenz der "Fliegenden Untertassen" glauben, weil er zu oft erlebte, wie "hundertprozentig verläßliche" Berichte in der peinlich genauen Untersuchung in nichts zerfielen und die beobachteten "Weltraumfahrzeuge" sich als Vögel, Lichterscheinungen und eine Vielzahl falsch angesprochener, ganz gewöhnlicher Gegenstände entpuppten. "Aber", fährt er fort, "immer wenn ich skeptisch werde, muß ich an die anderen Berichte denken, die vielen Berichte erfahrener Piloten und Radaringenieure, Wissenschaftler und anderer Leute, die wissen, was sie sehen. Diese Berichte wurden gründlichst untersucht, und doch blieb eine Unbekannte [diese Konstante kann übrigens mit Schwächen des Menschen benannt werden] übrig." Der Fortschritt der Wissenschaft wird nach der Ansicht Ruppelts dazu beitragen, dass die Antwort des Rätsels einmal gefunden wird, denn Fachleute "arbeiten sich schon immer näher an den Nachweis heran, dass die UFOs vielleicht alle lediglich falsch angesprochene, bekannte Gegenstände sind - oder dass die Erde vielleicht von Weltraumschiffen besucht wird. Erst die Zeit wird es erweisen. [Zumindest letzterer Punkt hat sich auch auch vierzig Jahre später noch immer nicht ergeben, dagegen fand der vorstellige Punkt wieder und wieder Bestätigung!]" Er weist darauf hin, dass "selbst die amerikanische Luftwaffe niemals die Möglichkeit der Existenz von Schiffen aus dem Weltraum bestritten hat, dass aber die UFO-Berichte absolut keinen authentischen Nachweis dafür liefern, dass es tatsächlich solche Schiffe aus dem Weltraum gibt."

Ihren Höhepunkt erlebte die Forschungsarbeit Ruppelts, als im Januar 1953 eine streng geheimgehaltene Konferenz führender Wissenschaftler einberufen wurde [dies ist das erste öffentliche Eingeständnis für die existenz des Robertson-Panels], die als eine Art "Oberster Gerichtshof" über das Ergebnis des "Projektes Blaubuch" zu befinden hatte, die also die Antwort finden sollte, die Ruppelt und seine Mitarbeiter nicht hatten finden können. Da saßen einer der "Väter" der Wasserstoffbombe, zwei berühmte Physiker, ein bekannter Radarspezialist, Militärfachleute, ein in aller Welt anerkannter Astronom und ein Raketenfachmann, und ihnen allen legte Ruppelt die 1593 Beobachtungsfälle vor [stimmt nicht, es waren nur eine Handvoll der besten der bis dahin unerklärten Meldungen]. Genau 26,9 Prozent aller Berichtsfälle ließen sich einfach nicht [von Blue Book bis zu diesem Zeitpunkt, auch allein schon deswegen weil es viel zu viele Meldungen gab] erklären. Unerklärlich blieb auch, warum die Beobachtungsfälle regelmäßig im Juli ihre größte Zahl erreichten [Sommer-Ferien-Saison, Sommerlochthema, schönes Wetter] und kurz vor Weihnachten [da haben die Menschen andere Interessen und das Wetter ist in aller Regel für Beobachtungen nicht geeignet] rapide abfallen. Es ist nach wie vor rätselhaft, warum die meisten Beobachtungen aus der Umgebung von "technisch interessanten" Anlagen, wie Atomenergieanlagen, Häfen und Rüstungsfabriken, gemeldet werden [hier gibt es eine erhöhte Wachsamkeit durch spezielles Sicherheits- und Wachpersonal], die Zahl der Beobachtungen in den Großstädten demgegenüber viel geringer [wer schaut da schon in den Himmel bzw kann es überhaupt tun?] und bei Militäranlagen noch geringer ist [meist gibt es außer einem Stacheldrahtzaun und einem Haupteingang mit Posten hier auch kaum jemand, der Wache hält]. Das widerlegt nach Ansicht Ruppelts die Theorie, dass die Beobachtungen von UFOs eine reine Sache der Hysterie sei, denn in diesem Falle müßten Beobachtungsdichte und Bevölkerungsdichte in etwa übereinstimmen. Die Wissenschaftler kamen schließlich zu folgendem Urteil: "Als Gruppe glauben wir nicht, dass es unmöglich ist, dass ein anderer Himmelskörper von intelligenten Wesen bewohnt ist. Wir glauben auch nicht, dass es unmöglich ist, dass diese Wesen einen Entwicklungsstand erreicht haben, der es ihnen ermöglicht, zur Erde zu gelangen. In den Berichten über die sogenannten ´Fliegenden Untertassen´ gibt es aber nichts, das darauf hindeuten würde, dass dies tatsächlich der Fall ist." An dieser Stelle schließt Ruppelt seinen Bericht. Es gibt bisher keinen Beweis dafür, dass es die UFOs [in Form außerirdischer Raumschiffe] wirklich gibt. Aber das Gegenteil ist bisher ebensowenig erwiesen.

Der Streit um die Stratosphäre - Ist das Rätsel der "Fliegenden Untertassen" gelöst? hieß es am 15.Februar 1956 in der Waldeckische Landeszeitung in einem Korrespondentenbericht aus New York: Wie tief man auch in die Erde bohren mag, theoretisch bis zum Mittelpunkt des Planeten, das bleibt Hoheitsgebiet des Landes, in dem man gräbt. Das ist völkerrechtlich anerkannt. Die weite See dagegen wird bis auf den schmalen Streifen der Ufergewässer als frei angesehen. Ob die Hoheitsrechte im Luftraum nach der einen oder anderen Analogie gelten sollen, ist Gegenstand eines politischen Streits zwischen Amerikanern und Russen, und könnte darüber hinaus Gegenstand einer interessanten Debatte unter Völkerrechtslehrern werden. Obwohl nämlich dem gesunden Menschverstand nicht einleuchten mag, was dabei für ein Problem auftreten könnte, bekannte ein so erfahrener Jurist wie der amerikanische Außenminister Dulles, die Frage sei für ihn zu schwer. Denn nur das eine ist Fachleuten wie Laien unmittelbar klar: Bis zu einer gewissen Höhe des Luftraumes, in dem Flugzeuge unter normal kontrollierbaren Geschwindigkeiten verkehren, sind die territorialen Hoheitsrechte unumstritten anerkannt. In größeren Höhen aber herrschen besondere technische Bedingungen: ständige West-Ost-Strömungen [die Jet-Streams der Stratosphäre] tragen jeden Gegenstand, sofern sein spezifisches Gewicht nur leicht genug ist, der Sonne entegegen. ballistische Geschosse oder Lenkraketen, die in diesen Raum eindringen, mögen bald ganze Kontinente überfliegen, ohne den dazwischenliegenden Ländern sichtbaren Schaden zu tun. Schließlich wird in absehbarer Zukunft ein künstlicher Erdsatellit den ganzen Umfang des Planeten umkreisen und viele Länder unter sich lassen, ohne dass doch eines davon ihn abhalten könnte. Denn darauf kommt es nach der Analogie des Seerechts doch an: Lufthoheit besteht nur, wo sie verteidigt werden kann. Die theoretische Lufthoheit kleiner Länder, die keine eigene Luftwaffe besitzen, ist in den letzten zwanzig Jahren sozusagen systematisch verletzt worden. Nur ihre Fähigkeit zur Vergeltung auf anderen Gebieten verschafft in Friedenszeiten ihrem Herrschaftsanspruch den Respekt der Großmächte. Seit der Entwicklung der Raketentechnik aber müssen die Großmächte selber um die Reinheit der Luft über ihren Häuptern besorgt sein. Die Gefahren der Lässigkeit im Stratosphärenschutz sind offensichtlich. Fremde Vehikel mögen Propaganda tragen und der Spionage dienen; selbst wenn sie nur, wie anscheinend die amerikanischen Sphärenballone, der Wetterforschung dienen, so könnten doch wertvolle Informationen über die Durchführbarkeit eines Blitzangriffes daraus entnommen werden.

Treten solche Vehikel [klipp und klar: Stratosphärenballone] in größerer Zahl auf, verwirren sie die Radarlenkung, die jedes größere Land jetzt seinem Flugwesen gewährt. Schlimmer noch, ein Irrtum der Radarbeobachter könnte harmlose Fluggeräte für bedrohliche Einflieger ansehen und automatische Abwehr- oder gar Vergeltungsmaßregeln auslösen. In einem Zeitalter, wo derartige Mißverständnisse tödlich ausgehen können, läßt sich daher die Freiheit der Stratosphäre nicht mehr so leicht als Rechtsgrundsatz aufstellen, wie einst die Freiheit der Meere. Schon muß ja auch in den niederen Regionen die bisherige Rechtsgrenze einer technischen Grenze weichen. Das Ufergewässer ist in einer Minute durchflogen; mit Radargeräten kann Spioange von zehn Seemeilen Entfernung aus betrieben werden, und mindestens so weit wünschen die Russen ihr Hoheitsrecht in die See hinaus geltend zu machen. Nach einigen Zwischenfällen haben die amerikanischen Erkundungsflüge diese Grenze respektiert; die Luftwaffe hat nicht den Versuch gemacht, sich das Recht, im Pazifik zu fliegen, wo es ihr paßt, zu ertrotzen. Ebenso hat Mr.Dulles diesmal den russischen Protest gegen die amerikanischen Wetterballone mit der Versicherung beantwortet, man werde in Zukunft nach Möglichkeit diese Erkundungsflüge von Staaten fernhalten, die dagegen Einspruch erheben - "nicht weil sie ein Recht dazu haben, sondern weil wir die Beziehungen nicht verschlechtern wollen." [Politik der Deeskalation ob Stratosphären-Spionage-Ballone und der dadurch entstandenen "Zwischenfälle"!] Das war weise gehandelt und gesprochen. Bei dieser Gelegenheit gaben Dulles und Beamte des Luftministeriums auch einige Aufklärungen über technische Einzelheiten, die vielleicht das Rätsel der sogenannten "Fliegenden Untertassen" lösen.

Seit langem war klar, dass die amerikanische Luftwaffe die Meldungen über diese merkwürdigen Erscheinungen nicht mehr als sehr senstaionell betrachtet, sondern über ihre Ursachen mehr Auskünfte geben konnte, als sie vorgab. Es scheint nun, dass die "Untertassen" Stücke aus plastischem Material sind [Roswell läßt grüßen, wir erinnern an die "große Quantität folienartigen Materials" am Fundort], die von diesen Wetterballonen übrigbleiben, wenn sie ihren Dienst getan haben oder aus Sicherheitsgründen zum Zerplatzen gebracht wurden. Die Ballone müssen eine Höhe von 30.000 bis 50.000 Fuß (10 bis 20 Kilometer) erreichen, um nicht den Flugverkehr zu stören und um die Region der ständigen West-Ost-Strömung zu gelangen; dort treten sie die lange Wanderung an, in deren Verlauf ihre Instrumente meteorologische Daten sammeln und die Wolkenbildungen unter ihnen fotografieren [und bei freiem Himmel freilich auch das strategisch-interessante Gelände darunter, welch ein Zufall]. Diese Daten, sagte Dulles, würden den Vertretern aller Nationen im kommenden Geophysikalischen Jahr zugänglich gemacht werden. Die Instrumente lassen sich nach automatischer Zerstörung des Ballons an Fallschirmen nieder und enthalten in mehreren Sprachen Anweisungen, wo man sie gegen Belohung abgeben könne. Einige Tausend dieser Ballone sind im Laufe der Jahre in die Höhe gesandt worden, aber Dulles sagte nicht, wie viele zurückkamen. Aus Albanien, Rußland und China sind inzwischen Beschwerden eingelaufen, man habe Fallschirme mit darangehängten Fotoapparaten und Sendegerät gefunden, doch tragen diese Aussagen nicht notwendig den Stempel der Wahrheit, sondern wiederholen in verzerrter Form die Angaben der amerikanischen Luftwaffe. Albanien beispielsweise will "explosive Ballone" beobachtet haben - ein Irrtum, der offenbar auf die amerikanische Information zurückgeht, die Ballone würden zur Explosion gebracht, wenn sie die nötige Höhe verlören. Im übrigen zeigten sich die amerikanischen Stellen verwundert darüber, dass Regierungen, die vor geraumer Zeit auf das Wetterballonprojekt aufmerksam gemacht und zur Mitarbeit eingeladen wurden, nachträglich um ihre "Lufthoheit" besorgt zu sein vorgeben.

¸ Überaus keck kann man die US-Politik nennen, hier diskutiert man um Lufthoheitsverletzungen durch Spionage-nützliche Stratosphärenballons, während gleichsam am Groom Lake in Nevada die Area 51 hochgezogen wurde, um dort die U-2 in den Himmel zu bringen! Dulles gab sich leutselig in Sachen der technisch-überholten Stratosphärenballons für Spionagezwecke und schickte insgeheim das supergeheimste Flugzeug bis dahin, die U-2, hinter den Eisernen Vorhang. Wie üblich, auch dieses Faktum beweist einmal mehr, dass die geheimdienstliche Tätigkeit nach außen hin immer ein zweischneidiges Schwert ist und keine klare Lüge, aber auch keine deutliche Wahrheit enthält. Raffinierte Brisanz bekommt die ganze Affäre durch, wenn man weiß, dass der Bruder von US-Außenminister Dulles, Allen Dulles, gerade CIA-Chef war und aus einem dem Kongreß unbekannten Geheimfond die U-2 finanzierte.

Unbekannte Flugobjekte über Paris, so am 21.Februar 1956 der UP-Bericht des Tagesspiegel: Die Radargeräte auf dem Kontrollturm des Pariser Flugplatzes Orly haben ein unbekanntes Flugobjekt registriert, das die doppelte Größe eines normalen Verkehrsflugzeuges hatte. Nach den Berichten der Flugplatzleitung ist das seltsame Himmelsgefährt gegen 23 h über den Dächern von Paris aufgetaucht, wo es eine Zeitlang unbeweglich in der Luft hing und dann mit schätzungsweise 2.500 Kilometern in der Stunde in den nächtlichen Himmel verschwand. Eine ähnliche Beobachtung hat der Pilot einer Verkehrsmaschine der "Air France" gemacht, der fast zur selben Stunde auf dem Flug nach London über seinem Flugzeug eine flackernde Flamme sah, die bald darauf von den Wolken verschluckt wurde.

Der Fliegende-Untertassen-Jäger soll nun Wirklichkeit werden. Jedenfalls stellt sich der amerikanische Zeichner Guerney Miller dieses Gerät so vor. Immerhin aber hat die amerikanische Luftwaffe iner kanadischen Gesellschaft den Auftrag gegeben, eine Maschine zu bauen, die der allgemeinen Vorstellung von einer Fliegenden Untertasse entspringt. Ob das, was dabei herauskommt, dann auch wirklich fliegt, muß die Zukunft beweisen, die uns immer näherrückt. - So der Text zu einem UP-Bild (einer Zeichnung), welches am 21.Februar 1956 in der Frankfurter Rundschau verwendet wurde und die futuristische Version des AVRO-Car über Manhatten dahinzischen zeigt. Der Pessimismus des UP-Autoren sollte sich Jahre später tatsächlich bewahrheiten.

"Fliegende Untertassen" keine Hirngespinste/US-Air Force gab erste Fotos frei/Versuchsflüge bereits im Gange/Eine schnell rotierende Turbinenscheibe meldete W.H.Fonck am 28.Februar 1956 in Mannheimer Morgen: "Wir stehen vor einer neuen Epoche der Luftfahrt, in der Flugkörper von ungewöhnlicher Konstruktion am Himmel erscheinen." Das ist die Quintessenz einer Verlautbarung, die der US-Staatssekretär für die Luftstreitkräfte, Donald A.Quarles, vor der amerikanischen Öffentlichkeit abgab. Quarles interpretierte mit diesen dürren Worten die Veröffentlichtung des ersten, bisher streng geheimgehaltenen US-Air Force Fotos [Grafik] einer "Fliegenden Untertasse", die sich zur Zeit bei den Avro-Canada Werken im Bau befindet. Der Untertassen-Rummel, der jahrelang die Spalten der Zeitungen füllte, dürfte damit zu Grabe getragen sein. "In den meisten Fällen, bei denen von gesichteten Untertassen die Rede war, handelte es sich um Täuschungen und Naturerscheinungen, nicht aber um Besuch von fremden Sternen", äußerte Quarles, und gab aber gleichzeitig zu, das der erste - noch von Propellern getriebene - kreisförmige Flugkörper bereits vor Jahren erprobt worden sei. Zweifellos werden sich auch zahlreiche Beobachtungsmeldungen auf diese "echte Untertasse" bezogen haben [¸ wofür es aber keinerlei Hinweis in Form von Fallmaterial gibt!]. Der zweite Diskus-Flugkörper, der zur Zeit in den streng verschlossenen Werkhallen von Avro zusammengebaut wird, besitzt jedoch Düsenantrieb und ist größeren Geschwindigkeiten gewachsen. Das Entscheidende der neuen Konstruktion aber: Sie startet und landet senkrecht und bringt es fertig, in der Luft zu stehen, ja sogar seitwärts und rückwärts zu fliegen. Das ist ein gewaltiger Fortschritt. Das schnellste aller Verkehrsmittel konnte nämlich bisher in Gefahrenfällen nicht einfach bremsen, es mußte weiter fliegen, in gutem und schlechtem Wetter, bei Motordefekten, Bränden oder Vereisung. "Solange es nicht möglich ist, Luftfahrzeuge im Flug abzubremsen, notfalls bis zum Halten, solange hängt die Sicherheit des Flugwesens an einem dünnen Faden", ist die Meinung führender Fachleute. Gewiß, Hubschrauber bringen dieses Manöver zuwege, aber sie sind ausgesprochene Langsamflieger. Der "Avro-Diskus" dagegen schafft Geschwindigkeiten, die höher als der Schall sind. In wenigen Sekunden kann er aber seine rasende Fahrt bei Null herabsetzen.

Sein Konstruktionsgeheimnis: Eine schnell rotierende Turbinenscheibe (siehe Abb. [eine Skizze des Traum-Objektes am Himmel im Größenvergleich zu einem traditionellen Flugzeug]), die dem Läufer einer Dampfturbine ähnelt. Auf der Unterseite des Diskus entsteht dadurch ein intensiver Überdruck oder Auftrieb, viele Male stärker als beim üblichen Starrflügelflugzeug. Auf der Oberseite dagegen macht sich ein starker Unterdruck oder Sog bemerkbar. Diese Luftkräfte sind so gigantisch, dass eine "Fliegende Untertasse" vom Fleck weg steil nach oben startet. Diese Eigenschaft imponiert den Militärs am stärksten: Ein Abwehrjäger nach diesem Prinzip könnte von jedem beliebigen, improvisierten Startplatz weg sich erheben und im direkten steilen Anflug Kurs auf anfliegende Gegner nehmen. Während also für den Auf- und Abstieg der rotierende Turbinenring dient, sorgen übliche Strahltriebwerke für den schnellen Vorwärtsflug. Die Kabine im Zentrum des Flugkreisels bleibt natürlich starr in einer Achse, das gesamte Mitteilteil rotiert nicht mit. Über die weiteren Einzelheiten, Größe, Flugleistungen usw breitet die US-Air Force allerdings noch den Schleider militärischer Geheimhaltung.

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Erstaunlicher Weise schlug sich das Aufbegehren in einer damals existierenden weltanschaulich-orientierten, obskuren Zeitschrift namens Neues Europa nieder. Aus der Nr.3 vom 1.Februar 1961 zitieren wir aus den Artikel "Taonitas und Ashtar Sheran über die geheimnisvolle Botschaft vom 21.November 1957". Taonitas, der Kommandant der Jupiter-Weltraumflotte, übermittelte an Frau Frieda Hohenegger-Parker die Botschaft, daß er dafür verantwortlich sein, das man eine Miniatur-Untertasse aus Kupfer von 35 Pfund Gewicht am 21.November 1957 im Yorkshire Moor in der Nähe von Scarborough fand, in welchem 17 außerirdische Schriftrollen enthalten waren, in denen Hieroglyphen eingeritzt waren. Auch Hauptkommander der Venus-UFO-Flotten, Ashtar Sheran, meldete sich bei der Dame, nachdem er eine "Groß-Manifestation von UFOs und IFOs [sic!] im Jahre 1961" ankündigte, nachdem "empfingsgemäß die Kontaktler einen weitaus größeren Anhängerkreis hinter sich als die Wissenschaftler der Weltraumforschung haben. Die Kontaktler sprechen einem großen Teil der irdischen Menschheit aus dem Herzen, auch wenn ihre Behauptungen manchmal noch so phantastisch und unglaubwürdig klingen." Dies wurde dann eine "eindeutige Sache" mit "einwandfreien, sachlichen und unangreifbaren Beweisen" genannt, die über das hinausgeht, was "mediale Durchgaben" ansonsten absondern und nie als "Beweise bewertet werden können".

Damit standen "Die UFO-Kontaktler vor ihrer großen Bewährungsprobe" (Neues Europa Nr.4/15.Februar 1961). Und damit kamen die UFO-Freunde (UFOlogen) in zunehmender Bedrängnis: "Es wird sich 1961, spätestens aber 1962, entscheiden, ob es tatsächlich UFO-Kontaktler gibt oder ob alles, was diese bahupten, in das Reich der Metaphysik verwiesen werden muß. Diese Entscheidungen werden 1961/62 von gerichtlicher Seite herbeigeführt. Organe der Staatswanwaltschaften in Wien, München und Wiesbaden sind bereits eingeschaltet worden, um im Zuge von Strafprozessen u.a. auch amtlich zu klären, ob bei den Verkündigungen der Kontaktler Gutgläubigkeit angenommen werden kann oder ob ihre Darlegungen als Vorspieglung falscher Tatsachen, wenn nicht gar als Betrug auszulegen sind. Auf jeden Fall steht fest, daß bis zur Stunde noch kein einziger Kontaktler klare, unanfechtbare Beweise für seine Behauptungen zu erbingen vermochte... In Wien wird zur Zeit der Prozeß gegen Karl Meckis, den engsten Mitarbeiter von Michalek, vorbereitet. bekanntlich kan es zwischen den beiden in Rom zu einer turbulenten Auseinandersetzung, die dazu führte, daß sich Karl Meckis von Michalek alias Franz Weber trennte, Italien verließ und sich als Bürger Österreichs der österreichischen Polizei stellte. Er weiß über die Hintergründe Michaleks und dessen großangelegten Betrug bis in die letzten Details Bescheid, zumal er an zahlreichen Verfügungen, Kommentaren und Dokumentationen selbst mitgewirkt hat." Die Staatsanwaltschaft München hat ein Verfahren eingeleitet, welches zur Klärung der Affäre beitragen soll, Michalek besaß Kontakte zu Urun und Ase (letzterer freilich Staatschef des Planeten Venus). Autor Albert Laurent forderte so genervt in der Zeitschrift Neues Europa ein: Beweise und keine weiteren Märchen! Die Leitung des DUIST-Kongresses hatte "den Bogen überspannt und deckte alles, was die verschiedenen Kontaktler zum Ausdruck brachten". Laurent bezog sich auf Schäfer, der ein Vorwort von Regierungs- und Kriminaldirektor a.D. Willy Gay eingebracht hatte, worin folgendes steht: "Der Verfasser hat in seiner amtlichen Tätigkeit diese (neue) Art des Betruges kennengelernt: er hat seinen Umfang erkannt und die Größe der Gefahren, die dem Leichtgläubigen drohen. Sie bestehen nicht allein in dem oft nur geringen materiellen Schaden, sondern nicht selten in den weitaus gefährlicheren seelischen und gesundheitlichen Schädigungen der Opfer."

Dr.Herbert Schäfer auf S.54 selbst: "Durch die Erziehung zum selbstständigen Denken ist keine Garantie gegeben, daß nicht beim Verschwinden des Hexenaberglaubens ein anderer Aberglaube seine Stelle einnehmen wird, so etwa in getarnt-technisierter Form die Überzeugung vim Wirken pathogener Erdstrahlen (anstelle unterirdischer Dämonen) oder der Aberglauben von der Existenz der ´UFOs´ (anstelle fliegender Geister), wie sie u.a. die ´Deutsche UFO-Studiengesellschaft´ Wiesbaden propagiert." Interessant: Aufgrund der Apostrophierung hin erstattete der Leiter der DUIST, Karl Veit, eine Gegen-Strafanzeige gegen Dr.Schäfer wegen Beleidigung und Verächtlichmachung. Was bisher fast unbekannt blieb: daraufhin hatten andere Persönlichkeiten, die am Wiesbadener UFO-Kongreß 1960 teilnahmen, ihrerseits Dr.Schäfer unterstützt und ihrerseits Strafanzeige gegen Karl Veit erstattet. Da ferner auch in Wien und in München bzw Traunstein Gerichtsverfahren gegen UFO-Kontaktler etc vorbereitet wurden, war dies schon eine Art Generaloffensive gegen alles, was damals mit UFOs zusammenhing. Dies ist den UFO-Fans von heute wahrscheinlich gar nicht bekannt, da dort weder Hintergrund-Recherchen der Interessierten stattfinden noch die progestimmten Insider/Kenner auf diese schwarzen Flecken hinweisen wollen.

"Ernüchternde Götzendämmerung - Traum von den Fliegenden Untertassen ist ausgeträumt: Aberglaube von lichtblonden Technikern aus dem All zieht nicht mehr!" meinte Paul Mevissen am 6.Februar 1961 im Weser-Kurier, er sollte sich in diesem leider Punkt getäuscht haben. Mevissen jubelte zu früh, wenn er davon berichtete, daß die UFO-Hysterie "sich gelegt" habe, wie er damals schrieb. Hier sein Bericht:

"Die Fliegenden Untertassen fliegen nicht mehr. Eine in den letzten Jahren gelegentlich aufgetauchte Hysterie hat sich gelegt. Kein Wunder, denn allmählich dämmert es selbst den Leichtgläubigen, wie man sie gefoppt hat. Inzwischen jagt die Polizei hinter den Nutznießern des Weltraumschwindels her. Clevere Manager sind in Betrugsverfahren verstrickt (soweit eine psychiatrische Behandlung nicht angebrachter war), und nun befaßt man sich auch im Bundeskriminalamt mit dieser jüngsten Form einer Weißen-Kragen-Kriminialität. In einer von der ´Kriminalistik´ veröffentlichten Stellungsnahme erklärt Dr.Helmut Schäfer vom Bundeskrinimalamt, wie es in unserer modernen Zeit zu einer Verschiebung des Aberglaubens von althergebrachten Symbolen zu den Fliegenden Untertassen kommen konnte: ´Die außerirdischen Retter in zeiten psychischer Notlagen und des Versagens irdischer Heillehren kommen vom Himmel, nicht mehr beflügelte Engel, sondern lichtblonde Techniker in Fliegenden Untertassen. Die Flying Saucer Story ist eine moderne Saga.´ So hat ein gewisser Carl A.Anderson ungestraft eine Begegnung mit ´Kumar´ behaupten dürfen. Carl A.Anderson, farblos bis auf seine Krawatte, ein typischer ´Mensch von der Stange´, schildert seinen Freund Kumar, der direkt vom Mars zu ihm geeilt sei, in den verwegensten Farben. Eine königliche Gestalt, natürlich mit einem goldenen Wundergürtel, an dessen Schnalle er nur zu drehen braucht, um sofort unsichtbar zu werden. Erhob sich nach dieser Erzählung schallendes Gelächter im Publikum? - Aber nein! Vielmehr hingen die Blicke in Lederjoppen und Knopfstiefelchen gezwängter Fräuleins mit wildem Fanatismus an diesem Märchenerzähler. Da gibt es kaum einen in der besagten ´Gemeinde´, der die Funktion einer simplen Taschenlampe erklären kann - aber im Wissen von den mit Lichtgeschwindigkeit reisenden Untertassen lassen sie sich von keinem überbieten. Sie glauben, weil sie glauben wollen.

´Es ist nahezu aussichtslos´, meint Dr.Schäfer, ´eine Aufklärung dieser Personenkreise zu versuchen. Sie werden auch nach der Überführung des Okkulttäters im Zentrum des Geschehens von der Richtigkeit ihrer Meinung, ihres Glaubens überzeugt bleiben.´ Nichts scheint zu einfälltig, um nicht hingenommen zu werden. Der Amerikaner George Adamski schrieb zwei Bücher über seine Begegnung mit Wesen von anderen Sternen, Childers, ebenfalls Amerikaner, will sogar 21mal zu Raumflügen mitgenommen worden sein - in den Mondkratern hat dieser phantasievolle Mann sogar blühende Städte entdeckt. Dieser blühende Unsinn wird nur noch von Reinhold Schmidt aus Kalifornien überboten, den die Planetarier angeblich zu einem Besuch auf dem Satur und 2000 anderen Sternen eingeladen haben. Schmidt, in eine Nervenheilanstalt gesteckt, wurde unverzüglich nach seiner Entlassung nach Wiesbaden eingeladen. Er benutzte keine Untertassen, sondern die von seinen Anhängern finanzierte fahrplanmäßige Luftpassage, um dort auf dem 4.Internationalen UFO-Kongreß, über den wir seinerzeit berichteten, die bevorstehende Ankuft ´Fliegender Untertassen´ zu prophezeien. Es kamen aber keine.

Die Untersuchungen Dr.Schäfers ergaben, daß in Deutschland drei Untertassen-Bewegungen nebeneinander her liefen: 1.) der ´Medieale Friedenskreis´ der Familie Speer in Berlin [zu welchem übrigens Anny Veit ehemals gehörte und dort als Schreibmedium wirkte]. Eine vorwiegend spiritistisch interessierte Gruppe, die bei Kerzenlicht auf mediale Eingebungen wartete; 2.) die Wiesbadener Gruppe des ´Privatgelehrten´ Karl Veit, die mehrere tausend Anhänger zählte oder noch zählt. Sie arrangierte den 4.Internationale UFO-Kongreß. Inzwischen hörte man, es sei wegen Verdachts des Betrugs ein Ermittlungsverfahren anhängig, das noch nicht abgeschlossen ist; 3.) die ´Oberhoheitliche Weltregierung´ des ´Venus-Präsidenten´ Karl Michalek alias Weber, der zusammen mit seinem Spezi Mekis die Landung einer Flotte Venus-Untertassen ankündigte, Posten für eine künftige Weltregierung verteilte und Spenden von nahezu 200.000 Mark kassierte. Während Mekis in Wiener Neustadt sitzt und in Traunstein ein Prozeß gegen die untergeordneten Drahtzieher vorbereitet wird, widersetzt ´Präsident´ Karl Michalek sich einer Auslieferung nach Deutschland. Alelrdings ist es für die Polizei oft sehr schwierig, Ermittlungen auf diesem Gebiet vorzunehmen, da sowohl ´Täter´ als auch ´Opfer´ häufig konfuse Erklärungen von sich geben. Dr.Schäfer empfiehlt deshalb folgende Faustregeln:

1.) Die Existenz sogenannter UFOs ist nicht bewiesen oder wahrscheinlich gemacht. 2.) Die UFOs zeigen sich nur wissenschaftlich nicht ausgebildeten Laien, nicht aber einschlägig ausgebildeten Fachleuten [so einfach ist es nicht, wie dies hier gestrickt wurde, was ´einschlägig ausgebildete Fachleute´ in Sachen UFOs wohl sein sollen, bleibt ein Mystrium für sich]. 3.) Die UFO-Anhängerschaft setzt sich vorwiegend aus Frauen, aber aus Männern in den Jahren körperlicher Umstellungsprozesse zusammen. 4.) Die Berichte über das Auftauchen von UFOs wirken ansteckend. 5.) Die Führergruppe der UFO-Anhänger setzt sich in der Regel aus Personen zusammen, die psychiatrisch interessante Auffälligkeiten zeigen. Zur Führungsgruppe gehören ferner Personen, die einen ´religiösen Missionierungsauftrag´ in sich spüren. Und schließlich der agile Managertyp, der die finanziellen Möglichkeiten eiskalt erkennt und ausnützt. 6.) Zu den Methoden dieser ´Führungsschicht´ gehört es, prominente Persönlichkeiten einzuladen und sie möglichst zu positiven oder mindestens nicht negativen Äußerungen zu veranlassen. Beim UFO-Kongreß in Wiesbaden waren von Professor Oberth bis zum Mathematiker Professor Dr.Lyra Personen erschienen, die vielleicht nicht ahnten, daß sie als Renommiergäste dienen sollten [dann haben sie aber eine gehörige Portin Blauäugigkeit mitgebracht, da die DUIST derweilen bestens bekannt war]. 7.) Finanziell einträglich wird die Organisation durch Spenden.

Den letzten freilich beißen dann die Hunde. In diesem Fall die oft durch nichts belehrbare Schar der Mitläufer, die zwischen Heilserwartung und Erlösersehnsucht schwebt und, von Erzählungen über mächtige Lichtfreunde und Jenseitsgestalten geblendet, die Sache ´um der guten Sache willen´ unterstützen. Die Fliegenden Untertassen, als jüngstes Glied einer dem Aberglauben entsprossenen Sehnsucht, fliegen vorerst nicht mehr. Was folgt demnächst?"

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Sowjets wollen Kontakte mit Sternbewohnern aufnehmen meldete UPI wieder aus Moskau und die Frankfurter Rundschau vom 3.Februar 1966 schrieb so: Kontakte zu den Bewohnern anderer Sterne -falls es diese gibt- sollen durch ein umfgangreiches internationales Forschungsprogramm ermöglicht werdne, das sowjetische Astronomen am Mittwoch vorgeschlagen haben. Der sowjetischen Nachrichtenagentur TASS zufolge haben die Wissenschaftlicher diesen Plan dem Generalsekretär der Internationalen Astronautischen Vereinigung unterbreitet. Nach Ansicht der sowjetischen Astronomen sollte die Forschungsarbeit anfangs auf Sterne konzentriert werden, die nicht weiter als 1000 Lichtjahre von der Erde entfernt sind oder innerhalb einer der drei nächstgelegenen Galaxien liegen. So könne die Zahl der eventuell für Radio-Astronomen interessanten Sterne auf zehn Millionen beschränkt werden. Das "Abtasten" aller dieser Sterne mit nur einem ausreichend starken Empfänger würde nach Ansicht der Wissenschaftler etwa 20 Jahre dauern. Deshalb sei die Hilfe zahlreicher astronomischer Forschungszentren für die Dauer von etwa fünf Jahren erforderlich. Dabei sollte die Sucharbeit zunächst auf die Wellenlängen der 10,5-, 5,2- und 2,6-Zentimeter-Bänder begrenzt beliben. TASS zufolge schlagen die sowjetischen Astronomen außerdem eine gleichzeitige Erforschung weiter entfernt liegender Sterne vor.

Guter Hoffnung, daß diese von von entwickelte "Fliegende Untertasse" eines Tages auch tatsächlich fliegen wird, ist der kalifornische Universitätsprofessor Paul Moller. Eine von ihm gebastelte erste "Untertasse" wurde bereits im Frühjahr 1965 erfolgreich erprobt - , sie erhob sich 60 Zentimeter über den Erdboden. Die Pläne und Details seiner zweiten Entwicklung hält der Herr Professor geheim, weil er kein Patent darauf hat. Sein Flugprojekt Nr.2 soll einmal senkrecht starten können und die Bewegunglichkeit kleinerer Flugmaschinen erreichen. Zwecks finanzieller Unterstützung für weitere Entwicklungsarbeiten will sich Prof.Moller an die amerikanische Luftfahrt- und Weltraumbehörde (NASA) wenden. Unser UPI-Beild zeigt Moller in seiner "Fliegenden Untertasse" in Davis, Kalifornien. So der Text zum Bild der Moeller-Untertasse am 4.Februar 1966, welche die Frankfurter Rundschau verwendete. [¸ Erstaunlich, wie lange Moller schon mit allem Enthusiasmus an seiner fliegenden Utopia-Kiste baut und wie er im Zuge der Jahrzehnte immer neue Konstruktionen schuf. Ende der Neunziger ist er aber immer noch keinen Schritt weitergekommen, um seine selbstständig operierende Fliegende Untertasse für den Ein-Mann-Hausbetrieb in die Wirklichkeit umsetzen zu können.]

"Unwahrscheinlich fremdartig" - Vermutungen über Marmenschen/Bericht amerikanischer Forscher hieß es via UPI aus Washington am 16.Februar 1966 und die Frankfurter Rundschau schrieb: Eine Gruppe amerikanischer Wissenschaftler hat am Dienstag auf die Möglichkeit hingewiesen, daß der Mars von "unwahrscheinlich fremdartigen Wesen" bewohnt sein könnte. Die Abteilung für Raumwissenschaft der amerikanischen Akademie der Wissenschaften empfahl in einem Bericht an die amerikanische Weltraumfahrtbehörde (NASA), das erste für eine Lasndung auf dem Mars im Jahr 1973 bestimmte Raumfahrzeug mit Fernsehkameras auszurüsten, die den etwaigen fotografischen Beweis für die vermutete Existenz solcher Wesen zur Erde senden könnten. Der Bericht mit dem Titel "Raumforschung - Anweisungen für die Zukunft" ist das Ergebnis einer wissenschaftlicehn Konferenz im vergangenen Sommer. Niemand weiß, ob sich auf dem Mars je Leben entwickelt hat. Einige Wissenschaftler bezeifeln es. Andere halten es für möglich, daß sich Molekularrorganisationen bis unmittelbar vor den Beginn organischer Lebewesen entwickelt haben. Wieder andere glauben, daß hochentwickelte Lebewesen vorhanden waren, aber ausgestorben sind. Alle diese Theorien gehen jedoch von der Annahme einer Entwicklung des Lebens analog dem auf der Erde aus. Die Bedingungen auf dem Mars sind jedoch nicht die gleichen wie die auf der Erde. "Eine der interessantesten und erregendsten Möglichkeiten ist das Vorhandensein lebender Systeme, die auf einer anderen Biochemie basieren, als die von Erd-Organismen", heißt es in dem Bericht. Alle bisher vorgeschlagenen Tests zur Entdeckung etwaigen Lebens auf dem Mars gingen von der Annahme aus, daß dortige Lebewesen prinzipiell gleich sind wie auf der Erde. Mit diesen tests sei man nicht der Lage, andersartige Wesen festzustellen. Aus diesem Grunde sollte durch Kameras der "direkte oder indirekte Nachweis von Leben" erbracht werden. Biochemische Tests würden keinen schlüssigen Beweis über das Nichtvorhandensein sein Leben auf dem Mars erbringen.

Vermutungen über Marsmenschen hieß die Überschrift eines Leserbriefes von Dorothea Liesegang, Lohrhaupten, am 28.Februar 1966 in der Frankfurter Rundschau: Die Meldung vom 16.Februar, daß auf dem Mars unwahrscheinlich fremdartige Lebewesen wohnen könnten, erinnerte mich an ein Erlebnis 1928 auf dem Rummelplatz der Leipziger "Klein-Masse". In einer Schaubude wurde eine Mars-Frau gezeigt mit einem bildschönen Kopf, aber einem entsetzlich langen Hals, nicht dicker als ein Strick. Der Ansager hielt eine lange Rede und behauptete, die Marsfrau "Astride" vom Mars mitgebracht zu haben. Das seltsame Wesen besaß weder Körper noch Gliedmaßen. Der Ansager behauptete, die Marswesen brauchten weder Arme noch Füße, denn sie säßen dort zwischen wunderschönen Blumen. Um seine Vorführung noch schauriger zu machen, rief er: "Meine Damen und Herren, bleiben Sie noch! Denn jetzt kommt das schönste: Astride wird gefüttert!" Er nahm den Kopf mit dem mehr als meterlangen Hals und setzte ihn auf das Ende einer Schiene, auf deren anderes Ende er ein Stück Zucker legte. Mit einem schaurigen "Rrrrrr-!" rutschte der schöne Kopf bis zum anderen Ende der Schiene, wobei sich der Hals der ganzen Länge nach ausstreckte, bis er bei dem Zuckerchen angelangt war, das der Ansager ihr in den Mund steckte. Dann rutschte der Kopf mit dem gleichen, schrillen geräusch wieder zurück. ich habe damals Tränen gelacht über das angebliche Mars-Wesen und damit bei einigen naiven und gläubigen Zuschauern Entrüstung geweckt. [¸ Gaukler gab es also schon immer, die ein Publikum fanden, ob damals auf Jahrmärkten mit Mars-Frauen, Freaks und sonstigen Zurschaustellungen oder heute via Video und Fernsehen über Alien-Autopsien und Alien-Interviews, im kern bleibt es immer das selbe, nur das Medium hat sich mit der Zeitenwende verändert.]

Am 2.März 1966 druckte die Frankfurter Rundschau einen weiteren Leserbrief zum selben Thema von G.Schröder, Frankfurt, ab: Die Veröffentlichung des Leserbriefes in der Ausgabe vom 28.2. mag als Erinnerung an eine, wenn auch erst 40 Jahre zurückliegende, so doch längst vergangene Zeit angebracht gewesen sein. Wenn aber, wie etwa der letzte Satz vermuten lassen kann, die heutige Weltraumforschung und die von Wissenschaftlern für möglich gehaltenen Lebensformen außerhalb unserer Erde lächerlich gemacht werden sollen, dann muß doch der Unterschied zwischen Jahrmarktsunsinn und Forschung herausgestellt werden. Die astronomische Forschung hat schon seit langem die Möglichkeit gelten lassen, daß Leben außerhalb unserer Erde existiert. Die menschliche Phantasie hat sich damit lebhaft beschäftigt, und es lag nahe, daß Jahrmarktsgaukler ein Geschäft damit zu machen suchten. Inwieweit sie noch 1928 unter Erwachsenen damit wirklich "gläubige Zuschauer" fanden, mag dahingestellt sein. Jedenfalls fiele heute gewiß niemand mehr darauf herein. Etwas ganz anderes aber ist es, wenn Wissenschaftler hypothetische Erklärungen zum Beispiel über Leben auf dem Mars abgeben. Daß leben auf anderen Weltkörpern besteht, sei es auch außerhalb unseres eigenen Planetensystems, und daß es vielleicht in Formen auftritt, die wir nicht kennen, kann gar nicht angezweifelt werden, jedenfalls nicht von vernünftigen ernsthaften Menschen. Die Naiven und Phantasten sind jene, die daran immer noch zweifeln und weiterhin glauben, daß diese Erde der Mittelpunkt des universellen Geschehens ist. [¸ Doch da täuschte sich, leider, G.Schröder: Auch in den 60er Jahren, in den Siebzigern oder auch Neunzigern gab und gibt es genug gläubige, erwachsene UFO-Konsumenten, die auf die Verkündungen der UFOlogie hereinfallen.]

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Leningrad: Ein Satellit verglühte am Himmel berichtete dpa und die BILD übernahm es am 14.Februar 1976: Viele tausend Menschen in Leningrad sahen Mittwochabend ein UFO: Funkensprühend zog es langsam über den dunklen Himmel, erhellte die Nacht, ein zischendes Geräusch war zu hören. Das faszinierende Schauspiel dauerte zehn bis zwölf Sekunden. Einige russische Wissenschaftler halten den unbekannten Flugkörper für einen verglühenden Satelliten, andere für einen mittleren bis großen Meteoriten.

Quelle: CENAP-Archiv


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Samstag, 10. Dezember 2016 - 15:15 Uhr

UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-55/1

22.01.2006

"Das deutsche UFO-Phänomen"

Spinnereien hoch Drei in Buchform gepresst

Immer wieder tauchen innerhalb der "UFO-Szene" Gerüchte über "Flugscheiben" auf, die angeblich im Dritten Reich entwickelt worden sein sollen. Der folgenden Text bringt etwas Licht ins Dunkel. Zunächst muss aber gesagt werden, dass die heutigen "Reichsflugscheiben"-Vorstellungen um ´Haunebu´ und ´Vril´ (1) bzw Do-Stra recht frisch sind während die Originalstory vom "Flugkreisel" bzw "Kreisflügler" handelt. Bei den deutschen Flugkreiseln sollte es sich um Fluggeräte handeln, die durch ein um einen zentralen, nicht mitdrehenden Rumpf umlaufendes Rotor- oder Scheibensystem in der Lage sein sollten, sowohl senkrecht zu starten und zu landen als auch mit ungewöhnlich hoher Geschwindigkeit horizontal oder schräg in jeder beliebigen Richtung zu fliegen - womit ein solches Gerät für militärische Einsatzzwecke natürlich hochinteressant sein musste. In den ab 1950 veröffentlichten Zeitungs-Berichten wurden im wesentlichen zwei verschiedene Modelle solcher Flugscheiben sowie eine als V 7 bezeichnete Flak-Mine erwähnt. Einer dieser Flugkreisel sollte von einem Flugkapitän Schriever, der andere von einem Dr.-Ing. Miethe entworfen und gebaut worden sein. Beiden Flugkreiseln wurden fantastische Flugleistungen nachgesagt. Nach diesen Berichten wurde die Idee zu dem Schrieverschen Flugkreisel im Frühjahr 1941 geboren, ein Modell - vermutlich dem bekannten Kinderspielzeug nachempfunden - im Juni 1942 geflogen und damit, nach Schrievers Ansicht, die Richtigkeit seiner Überlegungen bestätigt. Im August 1943 soll der Erfinder mit drei Vertrauten auf einem BMW-Platz bei Prag eine Grossausführung seines neuen Fluggerätes gebaut und das ursprünglich mit Luftschrauben ausgerüstete Gerät im Sommer 1944 auf Strahltriebwerke umgerüstet haben. Im April 1945 war die Fliegende Untertasse angeblich zur Erprobung fertig, konnte aber vor Kriegsende nur noch einen Probelauf, keinen Erstflug, durchführen und musste am 9. Mai 1945 gesprengt werden, wonach sich sein Erbauer samt Unterlagen nach Westen absetzte. In den ersten Jahren nach dem Kriege, als noch keine wirklich authentischen Dokumente über die Geheimwaffenentwicklungen des 3. Reiches verfügbar waren, hatten Aufschneider, Fantasten und verkrachte Erfinder herrliche Zeiten, denn jede, auch die unmöglichste Story wurde gierig "geschluckt". Nur so ist es zu erklären, dass zahlreiche Meldungen, wie die über die ominösen Flugkreisel, kritiklos veröffentlicht und ebenso bereitwillig von vielen auch geglaubt wurden. Von manchen offenbar sogar noch heute, wie eine in der April-Ausgabe 1972 der Werkszeitschrift der Vereinigten Flugtechnischen Werke-Fokker GmbH, Bremen, veröffentlichte, als Ulk gemeinte Notiz gezeigt hat.

(1) "Vril" taucht zum ersten mal in Bulwer Lyttons Roman "The Coming Race" auf. "Edward (George) Bulwer-Lytton (* 25. Mai 1803 in London; † 18. Januar 1873 in Torquay) war einer der bedeutendsten Romandichter im 19. Jahrhundert in England. Bekannt ist Bulwer-Lytton besonders für sein Spätwerk "The Coming Race". In diesem beschreibt er eine unterirdisch lebende Gesellschaft, die eine geheime Kraft beherrscht. Dieser Mythos lebte später in der (fiktiven) Vril-Gesellschaft fort und wurde nationalistisch bis rassistisch entfremdet. In Radioessays, mit der Übersetzung zweier Werke und durch die aufnehmende Verarbeitung in eigenen Prosawerken unterstrich Arno Schmidt in den letzten Jahren seines Schaffens die Bedeutung von Bulwer-Lytton." Bulwer Lytton läßt in seinem Roman, seinen Protagonisten, einen amerikanischen Helden, im Inneren der Erde lebende Wesen begegnen, die er "Vril-Ya" nannte. Bulwer Lytton gehörte einem Geheimen Orden an, verfügte über tiefgründiges mystisches Wissen, so heißt es, doch weiß man nicht viel über die Quellen, aus denen er seine Informationen bezog. Link zu: Bulwer Lytton: http://home.t-online.de/home/benina... . Allerdings besteht eine Verbindung Bulwer Lyttons zum "Order of the Golden Dawn", der Muttergesellschaft des "Thule-Ordens". Link dazu: http://home.t-online.de/home/benina... Nun waren aber weder "Golden Dawn" noch die Nazis die ersten, die versuchten das Geheimnis der Kraft des Vril zu entschleiern. Diese Ehre gebührt Helena P. Blavatzky, die "The Coming Race" augenscheinlich gelesen hatte und sich davon beeinflussen ließ, was möglicherweise den Anstoß gab, das Buch zu schreiben, das sie sechs Jahre später unter dem Titel "Isis Unveiled" veröffentlichte. Schließlich stellt die Blavatzky fest, daß Bulwer Lytton die Kunstnamen seines Buches wahrscheinlich durch Zusammenziehen existierender Worte erschuf und zieht den durchaus nicht abwegigen Schluß, daß "Vril" von "viril" hergeleitet wurde. Ihre Überzeugung von der Existenz des Vril kulminierte in ihrem zweiten Buch "The Secret Doctrine". Andere Untersuchungen zeigen auf, das "Vril" eigentlich ein alter indischer Begriff für die gewaltigen Energien, die einem bei Beherrschung des Aetherischen Körpers zur Verfügung stehen und die Lebenskraft im menschlichen Körper steuern. Es ist, wie Bulwer Lytton sagte "das große alldurchdringende Fluidum" das von den hinduistischen Mystikern "Kundalini" genannt wurde...

Soweit also die Urgeschichte, welche sich genauso auch zwei/drei Jahrzehnte in der Gerüchteküche so hielt, obwohl sie höchst unglaubwürdig war. Und daher auch in der sich aufbauenden und organisierenden weltweiten UFOlogie keine wirkliche Rolle spielte und von Anfang an eine Nischen- bzw Randexistenz einnahm. Auch weil die Ausführungen dazu technische Unmöglichkeiten beinhalteten. Luftfahrt-Historiker hielten dies alles sowieso für Blödsinn. Schließlich entdeckte man das Sachs-Gerät als "Fliegenden Bierdeckel". Dies raubte dem "Flugkreisel"-Gerücht den Atem. Hinzu kam: Trotz aller Kriegswirren sind die Unterlagen von Speers Ministerium vollständig erhalten geblieben, ebenso wie die stenografisch aufgenommenen sogenannten Milch-Gespräche und die peinlichst genauen Angaben über Rohstoffverteilung, Personaleinsatz, Projektfortführungen usw. enthaltenden Kriegstagebücher der verschiedenen Rüstungskommandos. Merkwürdigerweise enthält keine dieser Dokumentensammlungen, von denen die Milch-Besprechungen über 40´000 Seiten umfassen und das KTB des RK VIII den Zeitraum vom 15.8.1939 - 31.12 1944 lückenlos abdeckt, auch nur den geringsten Hinweis auf den Schrieverschen Flugkreisel, die Mietresche Flugscheibe oder die Flakmine V 7. Mit anderen Worten: es hat keines dieser Geräte gegeben, sie sind weder gebaut worden, geschweige denn zum Flug gekommen. Doch dann änderte sich bzw veränderte sich die ganze Geschichte - und wurde offenkundig zunehmend weiter ausgesponnen um dann als eigenständiger Mythos die Leute zu begeistern. In der UFO-Szene tauchen seit Jahren immer wieder Gerüchte über angeblich aus dem Dritten Reich stammende Flugscheiben auf, die als „Haunebu“–Entwicklungen bezeichnet werden. In Kombination mit diesen Beiträgen wird oftmals auch revisionistisches Gedankengut „an den Mann gebracht“... Damit verbreitete sich ein neues herangereiftes Konzept aufgrund einer ´alten´ Idee. Viele neue Mitspieler stiegen darauf ein und werkelten hart um dieses neue Konstrukt hochzuziehen. Eine neue ufologische Idiotie machte sich breit...

Am 13.November 2005 machte ein Teilnehmer von Allmystery.de das Thema "Aliens - Galaktische Nazis?" auf ("Was würde passieren wenn wir irgendwann Kontakt haben und sich herausstellen würde das die Aliens ein Haufen galaktischer Nazis sind die nur die Galaxie ´säubern´ wollen?"). Die meisten User machten Witze darüber und nahmen es nicht ernst, aber es gab auch solche nachdenkenswerte Eingaben wie jene: "Fact ist das uns die Medien nicht das zeigen was wirklich Fact ist. Alles wird zensiert. Da ich gerne den Dingen auf den Grund gehe interessiert mich nur die Wahrheit. Vieles zu diesem Thema habe ich schon gelesen und seit Jan van Helsing, obwohl er als gefährlich eingestuft ist, hat sich vieles für mich verändert. Gefährlich eingestuft weil er die Wahrheit spricht. Es ist alles nach zu vollziehen. Erhoft euch nichts von Regierungen die verarschen uns sowieso besonders die USA." Damit sind wir schnell beim beliebten Verschwörungsthema ´The Secret History of the World´ angelangt, was wohl viele Menschen reizt um aus dem Alltag auszubrechen. Wenn man will, kann man sogar die Prä-Astronautik und den Forteanismus hier herbeizitieren, da es auch dort um die geheime Weltgeschichte so oder so geht.

Zuvor war das Thema "SS - Schwarze Sonne und VRIL" aufgemacht worden. Und schon gab es solche Einträge wie: "Das Thema ist schon heikel, aber eins der spannensten aus dieser Zeit. Es wurde berichtet, das damals die ersten interstellaren Raumschiffe gebaut wurden. Vieles wurde vertuscht, verheimlicht und gestohlen. Amerika wäre nie in der Raumfahrt so weit, hätte es nicht die deutschen Entwicklungen nutzen können." Bei Alien.de dagegen wurde am 2.11.05 das Thema "These von den Nazi-Ufos nicht haltbar!" eingebracht. Begründung hier: "Ein Beispiel dieses hinters Licht führen derer, die die Materie von ´Grund auf´ untersuchen, ist Andrew Tully der >Die Superspione< schrieb, wahrscheinlich einer der frühesten Berichte über die NSA. (1) Er und viele die ihm folgten schlugen vor, dass das UFO ein ´Geheimdienst´-Gerät ist und dass es aus den Geheimnissen der Nazis heraus entwickelt wurde, die im Projekt Papierklammer in die USA gebracht wurden. Richard Dolan zeigt Beweise und klärt uns über den Gedanken, dass die UFO-Aktivität menschliche, technologische Aktivitäten sein könnten, wie es naive Verschwörungstheoretiker vorschlagen, auf. Er sagt, dass ´alle Hinweise auf ein definitives NEIN hinzeigen´. Er zeigt dann auf, dass jede Person die das UFO-Problem wirklich studiert sieht das es ein Problem der Invasion der Ausserirdischen auf unserem Planet GIBT. Jede offizielle Studie über UFO´s überzeugte die Forscher, dass die Ausserirdischen die Erklärung für die Daten waren. Doch diese Daten wurden abgestritten und wenn das Abstreiten nicht mehr funktionierte, wurden diese durch den Lärm, die Tarnung, die heutzutage in der UFO-Forschung, ´New Age´- und Humanpotential-Bewegung vorherrschen, überdeckt. Glauben wir dass dies Zufall ist?"

(1) = National Security Agency. Am 16.November 05 nahm sich Leonard David dem Thema UFOs und NSA bei Space.com an - http://www.space.com/news/051116_ns... : "X Files Opened: The National Security Agency´s UFO Investigations Unearthed". UFO-Fans glauben sonach, dass wenn die US-Regierung betreffs UFOs nichts zu verbergen habe, warum versteckt sie dann so viele UFO-Dokumente oder schwärzt die ausgegebenen Akten in bestimmten Teilen? Steven Aftergood, Direktor des ´Project on Government Secrecy´ in der unabhängigen und sehr regierungskritischen Federation of American Scientists in Washington, D.C. erklärte dies so: "Gut, die Regierung mag einiges zu verbergen haben, aber dies hat nichts mit ausserirdischen Besuchern zu tun. Sondern mit dem Schutz von irdischen Informationsquellen und Sachen die rund um den Schutz der Persönlichkeitsrechts angesiedelt sind." Will heißen: Namen von NSA-Mitarbeitern, NSA-Techniken und ausländische Kontakte (Quellen). Dazu muss man auch die Aufgabe der NSA sehen - sie entschlüsselt ausländische Kommunikationen auf Geheimdienst- und Militärebene. Dabei fing man natürlich auch gelegentlich Kommunikationen über "helle Lichter, leuchtende Objekte und unidentifizierten Flugzeugen" auf. Man hat dies einfach wie viele andere Dinge auch schlichtweg registriert. Interessant auch die ´Filer´s Files´ Nr.47/2005 ebenso vom 16.11.05. Hier wird berichtet, dass eine weitere FOIA-Anfrage in Sachen "UFOs über Atomwaffen-Silos" im Spätherbst 1975 beim National Military Commannd Center in Washington, DC ein Dokument freibrachte, welches zum Thema "AFB Penetration" auswarf. Am 29.Oktober 1975 wurde da verzeichnet: "Wir wurden unterrichtet, das ein oder womöglich zwei unidentifizierte Hubschrauber von Kanada herkommend niedrig über der Loring AFB in Maine erschienen und mindestens eine dieser Maschinen in unmittelbarer Nähe einer Waffensilos landete. Versuche mit einem Hubschrauber der National Guard den oder die eindringenden Helikopter zu identifizieren blieben erfolglos. Wir kamen zu spät und die fremden Helios waren schon wieder verschwunden. Daraufhin wurde NORAD über den Zwischenfall vom SAC informiert und man bat darum, dass die kanadischen Behörden den oder die Eindringliche ausfindig machen und identifizieren. Ein ähnlicher Zwischenfall wurde an Loring am Abend des 28.Oktober 1975 gemeldet. C.D.Roberts Jr., Brigadier General, USMC, Deputy Director for Operations NMCC."

Smile now. Doch zurück zu dem "deutschen UFO-Phänomen", den Nazi-Untertassen, der ´Reichsflugscheibe´ - einem populären Mythos der rechten Szene die die NS-Zeit nicht angemessen repräsentiert und mit diesen "Wunderwaffen" die Ära nur unter dem heimlichen Motto "Der Gröfaz flüchtete in die Antarktis" verschönern will. Besondere Beachtung verdient so immer auch ´Jan van Helsing´s´ Schaffen als er ´UFOs made in Germany´ besonders populär machte und aus der ehemaligen Alien-UFO-Szene eine der der Verschwörungen machte. Ernst Zündel (1) und HUGIN hatten zuvor ein Schattendasein mit ihren entsprechenden Ideenwelten und Spinnereien geführt, jetzt aber schlug über van Helsing dieser ganze Untergrund-Mist hoch und erzeugte Flutwellen in der UFO-Szene die seither nie mehr wieder so wurde, wie sie vorher war und eine Transformation erlebte.

(1) = Van Helsing hat sich eindeutig bei jenem Deutsch-Kanadier bedient, um seine eigene Vorstellung dann darauf weiterzuspinnen. Zündel war 1975 mit seinem Buch "UFO`s: Nazi Secret Weapon?", der Ideengeber für die reichsdeutschen Flugscheiben, wonach Hitler nichts weniger als fliegende Untertassen baute und damit heimlich zusammen mit dem Nazi-Goldschatz in die Antarktis, zum sogenannten "Neuschwabenland" entschwand, um von dort aus ein neues Reich aufzubauen. Zündel war auch ein cleverer Geschäftsmann und soll über seinen Samisdat-Verlag Reisen für $ 10.000 zu "Hitlers antarktischen UFO-Basen" angeboten haben. Er veröffentlichte auch unter dem Pseudonym Christof Friedrich alias Machern die beiden Bücher >Ufos: Nazi-Geheimwaffen?< und >Hitler am Südpol<.

>Das deutsche UFO-Phänomen<, das Büchlein näher betrachtet

>Wir können zum Hauptthema unseres Buches ehrlicher Weise nur sagen: Wahrscheinlich, vemutlich, oder: wir nehmen an... Wir wenden uns der Geschichte deutscher UFOs zu, der schwer glaubhaft erscheint und für den es kaum griffige Belege gibt."<

Ralf Ettl und Günter Höhler veröffentlichten bei dem unbedeutenden Nischenbuchverlag ´causa nostra´, Verlag Günter Höhler, Küps/Ofr., den Band >Das deutsche UFO-Phänomen: Ein Grenzgang an das anscheinend Unbegreifliche< im Mai 2005 unter ISBN 3-9810358-1-X. Unbegreiflich, vorausgeschickt, ist eigentlich das Büchlein selbst. Um was es hier geht sind mal wieder die ´Nazi-Flugscheiben´, gähn. Die deutschen UFOs, "meistens als Flugscheiben bezeichnet" werden hier der Einfachkeit halber weiter als UFO bezeichnet weil sie "unkonventionelle Flug-Objekte" sind. Ein bemerkenswerter Worttrick, genauso wie UFOs als gerne von UFO-Promotern geschickt zu "unbekannten Flugobjekten" sowie "unidentifizierbaren Flugobjekten" versemmelt werden. In dieser Reihe steht auch diese Nummer. Darüber hinaus werden auch die in Deutschland gesehenen UFOs eigentlich gar nicht als Flugscheiben gesehen. Ein solch schlecht aufbereitetes Büchlein habe ich selten gelesen, auch wenn es ein paar Hintergrundsachen preisgibt - die aber nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun haben (schlußendlich aber doch). Vorausgeschickt sei auch, dass das Werk vollgespickt ist mit Bildern von Haunebus, VRILS und eben den Nazi-Flugscheiben. Bei fast allen sind jedoch Fragezeichen direkt daneben angesetzt. Durchweg sind jene Bildchen, von denen ich einige noch niemals zuvor gesehen habe, mit der "Qualitätsbewertung": "ob die Aufnahme echt ist, läßt sich schwer sagen"; "das Bild ist besonders unklar"; "zuverläsige Bestättigungen dafür ließen sich jedoch nicht finden"; "wir verwenden die Aufnahme sofern sie echt ist"; "nachfolgendes Foto zeigt eventuell ein UFO-Gerät"; "diese Aufnahme kann Zeugnis geben, auch wenn ihre Echtheit alles andere als sicher ist" - dennoch soll all dies bevorzugt dazu dienen, "um eine plastische Vorstellung der Geschehnisse zu jener Zeit" dienen und sich alles "zu einem stimmigen Bild fügt", darüber brauche man "nicht nachzudenken" weil es ja alles ausreichend belegt ist. Zudem wird genau so übles Bildmaterial geboten welches plötzlich als aus einer ungenannten "sehr ernstzunehmenden Quelle" stammen soll. Man braucht da gar nicht weiter ins Detail zu geben, allein schon hier fühlt sich spätestens jeder vernünftige Leser verarscht. Was soll dies? Auch ob der Erklärung wonach nur "hin und wieder Absonderliches" in dem BoD-Band enthalten sei und "zwischen Phantasmen und mitunter einer Portion fragwürdiger Weltanschauung" sich doch "oft viel Interessantes" findet, was mit der "sicheren Überprüfung in den meisten Fällen unmöglich" deklariert wird? Während man gleichzeitig die eigentliche Behauptung aufstellt, dass dieses Buch "noch immer eines der brauchbarsten Produkte zu diesem Thema" sei. Also, was soll dies? Egal, wie angeblich das Material auf diesem ganz und gar speziellen Gebiet durch "geheimdienstlichen Materials" verseucht wurde, was einmal mehr mehr einfach nur Ablenkung ist um die Geschichte interessant zu machen und ihr mehr Dampf zu geben. Genau dies scheint mir Spielmaterial der Autoren selbst zu sein um die irre Story aufzubacken.

Es gibt künstliche Versuche die "Reichsflugscheiben" in den geschichtlichen Luftfahrt-Kontext zu setzen und zu Mythologisieren. So wundern sich die Autoren warum "die wichtigsten UFO-Konstruktionen" nicht in der Luftfahrt-Historie Verwendung fanden und man überall vermied davon zu sprechen, "dass es funktionstüchtige UFOs made in Germany gegeben hat. Warum ist das so?" Ein "konkretes Vergleichsbeispiel" soll es beantworten: "Vor rund 20 Jahren galt es noch als zutiefst unseriös, zu behaupten, die deutschen Nurflügelflugzeuge, wie etwa die Horten-Typen, habe es wirklich gegeben. Wer das zu publizieren wagte, riskierte, als ´Spinner´ beschimpft zu werden, sofern nicht gar außerdem noch als ´Nazisymphatisant´. Mittlerweile verhält es sich darum ganz anders. Zahlreiche Bücher sind über das Thema erschienen und noch viel mehr Fachzeitschriftenartikel." Die Horten-Segelflieger standen dagegen nie im Zweifel, nur die dazu dann vor etwa 20 Jahren einsetzenden Spinnereien über ausgehenden Nazi-UFOs in Kreisen wie HUGIN etc wurden dann als solche bezeichnet. Seither sind eben tatsächlich über diese Nazi-Untertasssen viele Bücher und ufologische Fachzeitschriftenartikel erschienen. Nur: die sind trotzdem nicht ernst zu nehmen. In Sachen Luftfahrthistorie und Wirklichkeit der "Haunebus" etc sagte dies gar nichts aus! Hier wird Blendmaterial ausgegeben, um das Thema wichtiger und bedeutsamer zu machen als es ist. Natürlich gibt es echte Luftfahrt-Literatur die das Thema aufgreift, doch rund um den "Fliegenden Bierdeckel" von A.Sachs, dem einzigen echten "Rundflügel-Flieger" den es je gab. Und dieses Propeller-Fliegerschen war weit davon entfernt ein "Düsenkreisflügler" (angeblich 42 Meter im Durchmesser!) zu sein, wie ihn angeblich Ende 1944 bis Anfang 1945 die BMW-Werke bei Prag in einzelnen Stücken aus "billigem Blech" gebaut haben sollen und von Göring und Speer unterstützte Projekte gewesen sein sollen, was nach den Autoren "doch aufhorchen lassen muss" - auch wenn dies alles schließlich dann doch nur "angenommen wird". Diese alsbaldige starke Relativierung von dem was vorher als "ganz sicher gilt" ist ein durchgehender roter Faden durch das gänze Bändlein. Das BMW-Objekt soll nach anderen Quellen aber ein "Überschall-Hubschrauber" gewesen sein.

Ansonsten meinen die Autoren, dass die Leser "die Bereitschaft, mit weit offenem Geiste an die Dinge anzugehen" einzubringen haben, um dies alles zu verzeren. Zu gut deutsch: Wer am meisten bereit ist sich was zusammenzuspinnen, der ist hierfür ideal als Kundschaft. Nachdenken ist da und dort in der UFOlogie sowieso seltenes Gut. Wodurch sich das Wort der Schreiber schon mal nur als Rhetorik-Trick erweist. Wahrhaft, ein seltsamer Grenzgang an das Unbegreifliche - und zwar allein schon wegen dem Büchlein selbst was einfach nur Papierverschwendung darstellt. Die angeblich "objektiven greifbaren Fakten" zur Nazi-Flugscheibe eliminieren sich selbst durchgängig in dem Band, weswegen ich die ganze Geschichte eigentlich eher als großen Spass der Autoren ansehe. Auch wenn sie daherkommen und erklären: "Die Wahrheit steckt verborgen zwischen lauter Lügen, Finten und Ablenkungsmanövern." Die Ironie dazu: "Dies meint aber vielleicht eine andere Wirklichkeit als die anscheinde." Als Märchen. Irre ist schon das Zugeständnis der Schreiberlinge, wonach es zu ihrem Thema "kaum objektiv greifbare Fakten gibt" und die "Geschichte deutscher UFOs, schwer glaubhaft erscheint und für die es kaum griffige Belege gibt". Damit hat es sich eigentlich schon selbst erledigt. Warum die beiden Verfasser dann dennoch langwierig das Thema weiterziehen ist mir unverständlich, obwohl alles schon gesagt ist. Soll dies jetzt Zynismus am Leser sein, der so dumm ist dies zu verkonsumieren? Tatsächlich scheint mir dies fast so, als wenn dies die geheime Botschaft des Buches ist! Alles andere wäre ziemlich daneben und "out of this world", um es mal ganz harmlos zu sagen.

Wie "sicher" die Autoren sind, erfährt man recht flott mit der unendlichen Anreihung von Begrifflichkeiten wie "aber vielleicht", "dürfte sich", "wahrscheinlich", "vermutlich", "äußerst rare Unterlagen" - und damit "stehe auf irgendeine Weise alles sicherlich fest" und sei "wohl ausreichend" genug um darüber "nicht nachzudenken" müssen. Und ganz und gar konkret auf S.109: "Näheres dazu kann heutzutage aber natürlich niemand sagen." Dies "mag also genügen" um die Menschen über die "eventuellen Kräfte" bei den Flugscheiben aufzuklären. Verwirrmethode um aus der "bloßen Theorie" eine "leicht vorstellbare Tatsache nach dem gesunden Menschenverstand" zu machen und zum Thema alles "ein Bild stimmig ins andere fügen zu lassen". Auch wenn die "eindeutigen Informationen rar sind" und Dutzende unbelegter Gerüchte es durchsetzen und da und dort trotzdem genau dies als "konkreter Hinweis" zu irgendeinem Bild ausgegeben wird, weil es "eventuell ein UFO-Gerät" zeigt. Argument: "Alles Große ist einfach! Die Wahrheit ist zumeist - unkompliziert!" in diesem Feld der Mixtur aus natürlicher Einfachkeit und künstlich erzeugter Komplexität. Oftmals müssen die Schreiber zu ihrem Buch nur sagen: "Wahrscheinlich, vermutlich, oder wir nehmen an...", wie sie selbst eingestehen. Laufend geht es um nicht-genannte "Quellen", die aber Material abliefern, zu dem man nichts weiter sagen kann und deren Authenzität sich "nicht feststellen läßt" oder "obwohl der Mann ehrlich wirkt, muß seine Geschichte doch mit Vorsicht genossen werden". Ja, "hieb- und stichfest beweisen, mit unstrittigen Dokumenten belegen, können wir von alldem relativ wenig" - was auch nur ne nette Ausweichaktion ist um nicht klipp und klar sagen zu müssen: Wir können gar nichts beweisen! Deswegen verlangt das Bändlein von den Lesern auch die Bereitschaft "mit weit offenem Geiste an die Dinge heranzugehen". Was ich ganz und gar gerne glaube. Das ist die traurige Wahrheit. Eine Wahrheit die angeblich "auch in einem an sich unpolitischen Buch wie diesem hier kurz erwähnt werden muß". Soso.

Unpolitisches Buch, zu dessen Kernaussagen sich sowieso "zuverlässige Bestätigungen nicht finden ließen"??? Dies muß aufhorchen und genauer hinschauen lassen, ob dem wirklich so ist. S.83: "Vergessen wir nicht: Dieser Kampf (= Zweiter Weltkrieg) ist auch ein Überlebenskampf gegen den berüchtigten und krankhaften Hass gegen die Deutschen gewesen." Inzensiert durch F.D.Roosevelt, der "rechtzeitig starb" und dies durch die Hand von Abwehrchef Admiral Wilhelm Canaris: "Der deutsche Überlebenskampf mußte trotzdem weitergehen, denn Churchill war noch lebendig." Zudem wollten ja die "Anführer der feindlichen Staaten erklärtermaßen das deutsche Volk als Ganzes zu vernichten trachteten." Eindeutig ist dies Geschichts-Revisionismus. Genauso wie die Darstellungen wonach "jene Mächte, die schon durch die Diktate von St.Germain und Versailles so viel Unheil über Europa gebracht hatten und dadurch die eigentlichen Verursacher des Zweiten Weltkriegs waren" der Hitler-Nazionalismus entschuldigt wird. (Das "Diktat" war schlichtweg die Entwaffnung Deutschlands ob des angezettelten Ersten Weltkriegs.) Daher war der Krieg für Deutschland voller "schicksalsschwerer Tage" und "viele waren bereit, für Volk und Heimat ihr Leben zu geben, Millionen haben es getan. An Freiwilligen für extreme Sonderkommandos mangele es nicht" wird als Heldentat noch hervorgehoben. Von der Waffen-SS die mit marodierenden Mordkommandos quer durch die deutschen Städte in den letzten Tagen zogen um "Verräter" aufzuhängen oder zu erschießen ist dabei nicht die Rede. (1) Sondern hier geht es dann ablenkend vor der eigentlichen Problematik um die VRIL-Sonderkommandos. Für die speziellen Fans ergibt sich daraus auch die "griffige Logik" für das deutsche UFO-Thema, was nur Kleinmütige nicht verstehen können. Klar. Andererseits machen die beiden Schreiber deutlich, dass das Ganze ihrer Darstellung "zumindest nicht gänzlich von der Hand gewiesen werden kann" - und damit widerrufen sich sich ja schon selbst zu mehr als die Hälfte! Die Geschichtsrevisionisten sind weiterhin geschichtlich-mentale Umweltverschmutzer weil sie behaupten das 4/5 aller historischen Feststellungen zum Zweiten Weltkrieg sowieso "gänzlich wertlos für jede ernsthafte Betrachtung" nach ihrer eigenen eigenwilligen Betrachtung seien. Deswegen verzichten sie selbst auf alle "angeblich" historische Quellen zum Zweiten Weltkrieg, "aus denen bloß getrübtes Wasser rinnt oder gar Jauche sprudelt". Will eindeutig heißen: Die Historie des Zweiten Weltkrieges ist überall falsch dargestellt.

(1) = Auf S.98 wird geschickt politisch-ausweichend agiert: "...Die Katastrophe nahm ihren Lauf. Und an dieser Stelle müssen gerade national-gesinnte Deutsche sich fragen, wer damals Verrat beging! War das nicht eine totalitäre Staatsführung, die in bodenloser Ignoranz auf sämtlichen Irrwegen blieb? Ein Regime, dass sogar Landsleute jüdischen Glaubens, die im Ersten Weltkrieg für Deutschland gekämpft hatten, in Konzentrationslager pferchte, hatte den Anspruch, sich deutsch zu nennen, schon lange verloren. Allein die Zwangslage des Kriges bewirkte, dass Erneuerung unmöglich war." Hört sich zunächst ´gut´ ist, ist es aber keineswegs! Vom Holocaust wird wird ganz raffiniert abgelenkt und KZs einfach nur als Gefangenenlager ausgegeben - auch weil NICHT begründet wird, warum es diese gab... Eine Aussage wie, dass die Briten Erfinder der Konzentrationslager waren vernebelt dies nur, weil damit Kriegsgefangenenlager der üblichen Art gemeint ist und dies nichts mit dem Nazi-KZs zu tun hat, die VERNICHTUNGSSLAGER waren. Also eine ganz andere schlimme Sache. Eine Verharmlosung findet hier statt. Zudem begegnet hier uns ein altes "rationales" Denkgebilde, wonach deutsche Juden eigentlich nicht in KZs einzusperren und schließlich umzubringen seien, sondern wie im Ersten Weltkrieg viel "besser" als Kampftruppen im Zweiten Weltkrieg "genutzt" werden sollten. Genau diese kranke Denke steckt hier dahinter, wird aber rhetorisch bewusst umschifft um nicht auffällig für den Index zu werden! Dazu gehört auch, dass die Schreiber damit ablenken zwar auch sich mühen den Anschein zu erwecken, dass die "Nazi-Führungs-Clique" daneben lag - aber nur in der Strategie, wenn z.B. die Düsenjäger von Hitler verschlafen wurden und es der ganzen NS-Führung "gänzlich betreffs Luftrüstung an Weitsicht fehlte". Dies allein ist die Kritik an Hitler. Zu seinem Regime dagegen kein Wort.

Angeblich gäbe es nur "hin und wieder Absonderliches" in dem Thema, zwischen Phantasmen und fragwürdiger Weltanschauung - was noch eine Untertreibung ist, und das "oft viel Interessantes" was hier aufzufinden sei. Da muss man genauer hinschauen, wie immer. Die beiden Schreiber bekunden einmal an der Filmprojekt der "Wernher von Braun-Story" herangetreten zu sein. Während dieser Phase und den diesbezüglichen Recherchen öffneten sich "weitere Türen", so Dank Rolf Engel und David Irving. Hiernach ergab sich plötzlich ein ganz neues Thema - eben die Nazi-Untertassen. Und zwar sei von der Firma Fairchild Industries, welche die deutsche Firma Dornier ("und damit eventuelle Archivreste bezüglich des Geräts Do-Stra, als der geplanten Serienausführung des Haunebu II") übernahm, weiteres Material bekannt geworden - obwohl sofort die Ausflucht stattfindet, dass die eigentlichen Quellen des Buches doch andere sind, und zwar aus drei Erdteilen. "Darunter auch aus so machen, die dem Normalsterblichen in aller Regel verschlossen bleiben. Wir aber hatten Recommendation", lesen wir hier und es wird versprochen, dass da kistenweise sich Material ergab - betreffs "Fliegenden Untertassen". Doch was dies für Material war - dies steht in den Sternen. Von irgendjemand kauften die Schreiber dieses Material für 7.500 US-Dollar auf. "Wo Geld ist, dorthin kommen Angebote, und bei uns war Geld", erfahren wir - gleichsam aber auch: "Die sichere Überprüfung war in in den meisten Fällen unmöglich." Bzw: "Über die mit Düsenantrieb ausgestatteten Flugscheiben gab es relativ wenig. Diese schienen überhaupt erst durch andere, frühere, gänzlich unkonventionell angetriebene Rundflugzeuge, Flugkreisel oder Luftscheiben, inspiriert worden zu sein." (1) Also, was soll´s? Dies ist doch nur Schaumschlägerei! Wie auch immer, für die Autoren ist der verstorbene Wilhelm Landig "ein trefflicher Ansprechparter" ehemals gewesen. Klasse...

(1) = Jeder der hier mit klarem Verstand hinschaut, rollt doch recht schnell mit den Händen vorm Bauch über dem Teppichboden etc. Weil - was wird hier eigentlich genau gesagt? Gar nichts nämlich. Die Überführung aus einem Nebel in ein ganzes Nebelfeld findet hier statt.

Über Landig lernten sie den ihn Wien lebenden Norbert Jürgen Ratthofer kennen, "einen auf seine Weise genialen Mann". (1) In jeder Zeit, die nicht datiert wird, bekamen die Schreiberlinge auch drei Broschüren offenkundig von der HUGIN-Truppe (getarnt als "Gesellschaft für politisch-philosophische Studien e.V.") aus Wetter an der Ruhr, die die esoterische UFOlogie mit einer rechtsextremen Schlagseite belegte und sogar in der ´Nationalzeitung´ Werbung für Publikationen namens "Geheime Wunderwaffen - und sie fliegen doch!" schaltete (wer wirklich genau dahintersteckt kam nie wirklich heraus, eine Type namens ´Roger Chapman´ tauchte zwar auf, aber dies war sicherlich ein Alias-Name) zur Hand. Natürlich sei dies "stark politisch durchsetzte", "aber hinsichtlich der Materialergänzung aus allgemein zugänglichen Quellen von Wert". Hintergrund: Die dortigen Quellen waren solch gewichtigen Zeitschriften wie ´Die andere Realität´ oder ´Das Neue Zeitalter´ etc - die Boulevardpresse und Zündels Mist. Und auf dieser Basis entstand einst das Video "UFO - Geheimnis des Dritten Reichs", bei dem aber der hauptsächliche Geldgeber von der "Royal Atlantis Films" (= Gerd Burdes) "Abänderungen" vornahm. Doch dort blieben die richtigen Informationen dennoch bestehen und nach wie vor ist jenes Video "noch immer eines der brauchbarsten Produkte zu diesem Thema". Hm. Dazu bedarf es einer weiterführenden Betrachtung, wie immer auf diesem Gebiet - und jenseits dessen, was die Promoter auswerfen um die große Irritation auszugeben. Sowie die Lust am Spekulieren weiter fördern, was ein fundamentaler Hauptbestandteil auch dieses ganz und gar speziellen "UFO"-Themas ist.

(1) = Ratthofer schreibt über den späteren Verbleib der Haunebu-Entwicklungen in seinem Buch »Zeitmaschinen« wie folgt: "Die Haunebu I, II und III Raumflugkreisel und die Vril-I Raumflugscheiben selbst blieben jedoch ab Mai 1945 zunächst spurlos verschwunden... In diesem Zusammenhang ist es höchst interessant, daß der reichsdeutsche Haunebu III nach seinem neunzehnten Testflug dann am 20. April 1945 von »Neuschwabenland« aus, einem riesigen damals offiziell reichsdeutschen Territorium in der Ostantarktis, zu einer Raumexpedition zum Mars gestartet sein soll, über deren Ausgang jedoch nichts bekannt ist... Ein Jahr später, 1946, sorgten dann jedoch plötzlich über Skandinavien zahlreiche Sichtungen von Leuchtobjekten unbekannter Herkunft und eindeutig künstlichen Ursprungs für erhebliche Aufregung bei den Alliierten in Ost und West. ... Man schreibt weiter, dass diese »UFOS« in der Regel nicht den reichsdeutschen Entwicklungen glichen. In diesem Punkt bin ich anderer Meinung. Gut dokumentiertes Fotomaterial beweist, dass speziell die Haunebu II-Version sogar sehr häufig seit 1945 gesichtet wurde. Wenn Sie sich, wie ich, ein Jahrzehnt durch die UFO-Fachwelt gekämpft haben, werden Sie ebenfalls feststellen, dass eine aussergewöhnlich hohe Prozentzahl der Fälle, bei denen es zu persönlichen Kontakten mit Insassen von sogenannte UFOs gekommen ist, es sich um besonders schöne Exemplare der Spezies »Arier« handelte, blond und blauäugig, und diese entweder fließend deutsch oder eine andere Sprache mit deutschem Akzent sprachen. (Für Insider seien hier der Adamski-Fall 1952, der Cedric Allingham-Fall 1954 und der Fall von Howard Menger 1956 erwähnt). Man erzählt auch, das Farbfotos eines bemannten gelandeten und wieder gestarteten Flugdiskus existieren, der sowohl ein Balkenkreuz wie auch ein Hakenkreuz aufgemalt bat, die in den siebziger Jahren von einem Nachtwächter in Westdeutschland aufgenommen wurden." Und genau darauf bezieht sich später dann wieder ´Jan van Helsing´, wodurch der Kreislauf geregelt wird. Van Helsing: "Verstehen Sie nun, warum das Thema der UFOs in den Massenmedien, besonders in Deutschland, als Humbug abgetan wird? Nach diesem deutschen Background ist klar, daß die von den Illuminati durch die zionistisch-anglo-amerikanische Lobby kontrollierte Medien- und Nachrichtenwelt keine Kosten scheut, den deutschen Bürger vom Nachforschen auf diesem Gebiet abzuhalten."

Hintergrund, der echte und der aus dem Diesseits: Im März 1989 veröffentlichte das rechts-orientierte Monatsjournal ´Code´ den Titelbeitrag "UFO: Geheimnis um deutsche Flugscheiben". Hierbei ging es natürlich um die V-7, zu der man für damals DM 175 sogar einen Videofilm (85 Minuten) mit "einzigartiger Faszination" bestellen konnte, um die "Fakten und Hintergründe zur V-7 offenzulegen". Ein Nazi-UFO-Video, welches den Mythos verfestigen sollte. Die Rechte liegen bei einer ominösen Wiener "Tempelhofgesellschaft", hergestellt wurde das Machwerk bei "Abraxas", einem Filmstudio bei Wien. Kontakte liefen über die "Akademie der Sterngeborenen" in Kössen. Die Kontaktadressen, bei denen der Interessierte die Nazi-UFO-Videos kaufen kann, wechseln oft recht schnell. Eine zeitlang war es die "MGA Austria/Royal Atlantis Films" im plötzlich deutschen Chemnitz, 1995/96 schien sodann neben dem "Damböck Versand", dem "Andromeda Versand" und der "Herold Verlagsauslieferung" (Oberhacking) der "Sternentor Verlag" im deutschen Gauting auf, der ab 1997 in Grassau zu finden war. Eine bereinigte (= entschärfte) Fassung/Version hiervon erschien dann um dem Index zu entgegen bei Polygramm neu und lag in allen Kaufhäusern zum Kauf bereit. Damit wird aber erstmals klar wer hinter der angeblichen Originalproduktion stand: Ettl und Höhler - alias "Tempelhofgesellschaft".

Komische Sichten bei den Enthüllungen. So berichten die Schreiber: "Gehen wir in diesem Sinne von einer Schilderung aus jüngerer Zeit aus, von der niemand außer den erzählenden Personen weiß, ob sie wahr oder erfunden ist. Für die Wahrheit spricht, dass das geschildertr Erlebnis nie publik gemacht und verwertet wurde." (???, was ist dies für eigen merkwürdiges Argument). Hiernach habe eine Familie nen Waldspaziergang unternommen, und hierbei tauchte eine Fliegende Untertasse auf, die der Sohn der Familie mit seinem Handy fotografierte. Doch eine Freundin der Familie, die sich schon mit dem UFO-Thema der speziellen Art wie hier vorgetragen beschäftigt hatte, bekam hiervon Wind: "Sie kannte aus dem Internet ähnliche UFO-Abbildungen und erklärte, dies sei der ´Adamski-Typ´, der aber wahrscheinlich ´Haunebu´ heiße und möglicherweise gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland gebaut worden sei." Über diese junge Dame bekamen ausgerechnet die beiden Autoren (genannt "interessierte Kreise") ebenso Wind von der Geschichte. Natürlich sei der Fall ein "echtes Zeugnis", einfach weil die Zeugen "nicht den geringsten Wunsch" besaßen, "irgendeinen Profit aus der Angelegenheit zu schlagen, auch nicht die Bereitschaft, das bewusste Foto für eine Veröffentlichung bereitzustellen. Dies spricht für Ehrlichkeit." Darüber muss man einmal mehr nüchtern Nachdenken. Da haben wir irgendjemand, der zum Freundeskreis eine UFOlogin zählt, und nicht nur irgendeine UFOlogin, sondern eine die sich den V-7-UFOs zugeneigt fühlte. Und die plötzlich auch die Zugang zu den Autoren fand, die man wirklich im Internet suchen muss, wenn man sie selbst nicht kennt. Dies ist also schon zielführend gewesen. Interessant ist auf jeden Fall, dass das Foto nicht veröffentlicht wurde - wohl einfach weil es zu schlecht ist und zu billig gemacht, wie ich jetzt vermute. Dies hat ja nichts mit ´Ehrlichkeit´ zu tun. Mit UFO-Fotos ist in aller Regel sowieso kein großes Geld zu machen. Bilder dagegen nicht herauszugeben hat mit der Angst und Furcht zu tun, dass man recht schnell dieses Material als Trickfotos enttarnt. Viel eher schaut die ganze Nummer schließlich so aus, wenn die Geschichte überhaupt echt ist, dass hier eine Nazi-Flugscheiben-nahe UFOlogin hereingelegt wurde. Egal, dies ist einfach nur ein Gerücht - und genau davon lebt dieses ganze Büchleinb. Konkret wird gar nichts.

Tachyonenkonverter, Ufos und Raum-Zeit-Module sowie Geheimgesellschaften: "Do-Stra", vorher niemals gehört, obwohl dies ein "auf so kurise Weise berühmt gewordener deutscher UFO-Typ" sein soll: Die Firma Dornier soll das "Dornier-Stratosphärenflugzeug" in kleiner Stückzahl hergestellt haben, die "Einsatzvariante" des Geräts Haunebu II, welches nur experimentell war. Aus hochwertigen Stahl und 26 Meter im Durchmesser. Dessen Schöpfer wirkten nicht im Auftrag des Reichsluftfahrtministeriums (RLM) oder einer anderen staatlichen Institution, sondern in einer kleinen Firma namens "Antriebstechnische Werkstätten", welche 1934 bereits in München gegründet wurden und ein Versuchsgelände in der Nähe von Oberschleißheim bei München besasen. Zeitweilig verdiente man dort das Geld durch die Verbesserung von Motoren, sowohl Elektro- wie auch Ottomotoren. Dies war die Basis des kleinen Unternehmens. Im Herbst 1937 ging es dann nach Brandenburg. Dort gab es Kontakte zur Flugzeugfirma Arado, die den Werkstätten für wenig Geld ein verhältnismäßig großes Areal verkaufte, weil Arado das Gelände nicht nutzte. Dort nun entstand das "Vril-Gelände", wo man bis Anfang Mai 1945 die Do-Stra baute. Und zwar auf Geheiß der Vril-Gesellschaft, die aus der "Altdeutschen Gesellschaft für Metaphysik" hervorging - ein Sammelpunkt für unkonventionelle Ideen und Auffassungen verschiedenster Art. Und so braucht es eigentlich gar nicht zu verwundern, wenn eine der phantastischsten Ideen, die jemals von Menschen gedacht wurden, in diesem Kreise auf fruchtbaren Boden viel: Dr. Schumanns Idee einer "Jenseitsmaschine"... Es sollte eine Maschine zur "Transmutation von Diesseitsmaterie in Jenseitsmaterie und wieder zurück" sein. Eine Maschine zur Überwindung von Raum und Zeit, von Leben und Sterben; eine Maschine, mit der man "die Welten der Götter" sollte besuchen können, um GEWISSHEIT ÜBER DIE EWIGE WAHRHEIT zu erlangen. Hatte Sebottendorff über die "Mani SoIa" nachgedacht und mit Hilfe des Heiligen Speers (Marduks/Odins) den Weg in das Jenseits gesucht, so gedachte der Techniker Schumann, die Dinge mit technischem Mitteln anzugehen.

Ähm, "näheres dazu kann heutzutage aber natürlich niemand sagen", auch wenn ellenlang genau dazu schwadronniert wird und man problemlos viele dutzend Buchseiten überblättern kann ohne dabei etwas zu verpassen was uns der Sache wirklich näher bringt. Erst viel später erfährt man (S.192), dass die Entwicklungsstelle IV der Technischen Truppe der SS (vorgestellt als ´Schwarze Sonne´ (1) statt nationalsozialistische Schutzstaffel, eine eigenständige paramilitärische Organisation innerhalb der NSDAP, der Nationalsozialistischen deutschen Arbeiterpartei, die maßgeblich am Holocaust beteiligt war) mit Hauptsitz in Wiener Neustadt irgendwie mit der ganzen Geschichte zu tun haben soll, weil man dort an alternativen Energiequellen arbeitete um von Rohöl unabhängig zu werden. An sie sei 1936 von den Vril-Leuten das gesamte technische Material nebst kompletten Konstruktionsunterlagen für Haunebu veräußert worden, und zwar für die damals enorme Summe von 40.000 Reichsmark. Dort wiederum entwickelte man daraus die Do-Stra mit dem Vril/Schumann-Antrieb ob seiner Schwingungsaffinität als Kern der Sache, was aber nichts mit der "Freien Energie" zu tun habe. Nach anderen "Reichsflugscheiben"-Quellen nannte sich der Antrieb dann "Thule-Tachyonator" (wobei es das Problem gibt, dass die Tachyonen erst 1969 entdeckt und so benannt wurden - sie sind übrigens hypothetische Elementarteilchen, die schneller als die Lichtgeschwindigkeit sind (2)). Tachyonen-Konverter dagegen findet man auf zwielichten Esoterik-Seiten massenhaft als Instrument zur "Wunderheilung". Und die kriegt man in jedem Eso-Laden um die Ecke. Und zwar ganz erstklassige mit Bergkristallkonverter, mit einer Spule aus reinem Kupfer und Orgon-Komprimierer. Da hat wohl jemand Wilhelm Reich, der von der Lebensenergie Orgon spricht, ein wenig über die Schulter geschaut. Auf jeden Fall, so wird versprochen, ermöglicht der Tachyonenkonverter mentale Zeitreisen in jedes Jahrhundert deiner Wahl. Seit ca. 1990 werden übrigens von einigen Herstellern in den USA und der Schweiz Geräte, Kosmetika und andere Produkte für den Heilbereich "tachyonisiert". Eine messbare oder offensichtlich erkennbare Veränderung ist mit der Prozedur nicht verbunden. Die Anwendung der Tachyonen-Produkte soll Selbstheilungskräfte stimulieren. Neben Missempfindungen wie Stress, Erschöpfung und Entschlackung wird von den Anbietern auch bei chronischen Erkrankungen eine Tachyonentherapie empfohlen. Diese soll sich ordnend auf den Organismus auswirken.

(1) = Das Geheimnis der Schwarzen Sonne. Über den Mythos der „Schwarzen Sonne“ wird in der jüngsten Zeit mehr als früher gesprochen und geschrieben. Dabei scheint der sensationellste Aspekt in der Behauptung zu liegen, NS-Kreise hätten tief greifende geheime Erkenntnisse damit verbunden und namentlich der SS sei jene „Schwarze Sonne“ quasi heilig gewesen. Darin steckt vermutlich einiges an Phantasie. Auf alle Fälle kann dies nicht als ein zentraler Aspekt dieser Mythe gelten. Es mag zutreffen, dass es okkultistisch (esoterisch) orientierte Kreise zu jener Zeit in Deutschland und Österreich gab, die sich mit dem Mythos der „Schwarzen Sonne“ mehr oder weniger intensiv auseinandergesetzt haben. Darunter mögen auch NS-Anhänger und insbesondere SS-Angehörige gewesen sein. In jener Zwischenkriegszeit gab es gewissermaßen eine vielschichtige „Esoterikwelle“ (damals sprach man von Okkultismus), die in den verschiedensten sozialen Gruppen Anhänger fand. Als äußerst unwahrscheinlich muss gelten, dass der offizielle Nationalsozialismus sich die „Schwarze Sonne“ und den mit dieser verbundenen Mythos zueigen gemacht haben sollte. Dies würde, nach allen gesicherten Erkenntnissen über die NS-Ideologie, kaum in deren Denk-Systeme hineingepasst haben - jedenfalls nicht in jene, die sich offen-kundig und praktisch auswirkten. Es müsste also so etwas wie eine „Sekte“ innerhalb des Nationalsozialismus gewesen sein, wenn die Hinwendung zur „Schwarzen Sonne“ und deren Mythos tatsächlich stattgefunden haben sollte, es müssten sogar quasi Systemgegner in den eigenen Reihen bestanden haben.

Das Faktum, dass in der seinerzeit SS-Eignen Wewelsburg ein Fußbodenornament in Form der „Schwarzen Sonne“ vorhanden ist, sagt für sich allein noch nicht viel aus. Es könnte auch das Werk eines Architekten sein, der womöglich persönliche Intentionen verwirklichte, die von den meisten nur als dekoratives Element empfunden wurden. Aber jenes Ornament ist weder schwarz noch violett (wie es korrekt sein müsste) sondern grün, was dafür spricht, dass die seinerzeitigen Burgherren entweder nicht besonders gut über die Bedeutung der „Schwarzen Sonne“ im Bilde waren - oder aber bewusst einen Bezug zu jener Jenseitssphäre herstellen wollten, welche die Babylonier und Assyrer das „grüne Land“ nannten: Die Generalschwingungsebene des Jenseits an sich. Sie ist ein Sinnbild der reinen Strahlungskraft des göttlichen Lichts. Dieses Licht steht im Gegensatz zur widergöttlichen Finsternis. Es ist das Natürliche im Gegensatz zum Widernatürlichen. Über die Erde ergießt es sich in den lichten Zeitaltern. Die Grundlage dieses Lichts ist die kosmische Sexualität, die Verbindung der Ilu-Kräfte Weiblich und Männlich. Der nachverfolgbare Ursprung der „Schwarzen Sonne“ liegt in Babylonien, und zwar im alt-babylonischen Reich, welches König Sargon I. (Sar-Kyan von Agade) gründete. Vermutlich trifft es auch zu, dass Kaiser Friedrich II. aus dem Orient einen assyrischen Talisman mit der „Schwarzen Sonne“ darauf erhielt, womit dieses Symbol in das abendländische Europa gelangt sein dürfte. Die „Schwarze Sonne“ bedeutet lichte Kraft, Erkenntnis und Weisheit, Erneuerung und natürliche Hochkultur. Insofern kann sie als Sinnbild eines interkosmischen Kampfs zwischen dem Licht und der Finsternis gelten. Die Strahlen der magischen Sonne bringen das Morgenrot der Liebesgöttin in unsere Welt. Diese Magische Sonne ist aber auch die Quelle des geistigen Kampfs der lichten Kräfte des Neuen Zeitalters in der Auseinandersetzung mit den finsteren, gewalttätigen Mächten des vergehenden Fischezeitalters. So kann ihre Jahrtausende alter Mythos wohl am besten begriffen werden.

(2) = Van Helsing machte daraus die ganz große Geheim-Nummer und dies wirkte offenkundig ´ansteckend´. Tachyonen werden übrigens in großen Anlagen der Hochenergiephysik untersucht, den sogenannten Teilchenbeschleunigern. Sie kosten nicht nur sehr viel (etwa vier Milliarden Euro), sondern verbrauchen riesige Energiemengen für die Forschung (500 Gigaelektronenvolt und mehr). Solche Anlagen lassen sich überhaupt nicht geheim halten. Sie werden international sehr sorgfältig überwacht, weil sie auch zur Anreicherung von Uran benutzt werden können und somit auch kernwaffenfähiges Plutonium erzeugen können. Soviel zu Jan van Helsing´s Vorstellungen von den geheimen Forschungen mit diesen Teilchen. Wenn also jemand Kenntnisse über Tachyonen besitzen sollte, so kann dieses Wissen nur durch die Hochenergiephysik erforscht sein. Warum aber sollte jemand dieses Wissen geheim halten? Er würde sich selber um den Nobelpreis bringen.

Den ersten Testflug mit dem "Gerät RFZ" (Rundflugzeug) nahm Vril-Freund Lothar Weiz vor, der im Ersten Weltkrieg schon Testpilot der Doppeldecker gewesen war. Problematisch sei die wirksame Steuerung gewesen, aber Wilfried Schumann entwickelte daraufhin die "Magnetimpulssteuerung" und schon wurden die abenteuerlichsten Flugmanöver möglich, wie wir sie alle den UFOs zugeschrieben kennen. Aha. Als ganz sicher "echt eingestuft" werden könne aber ein geheimes "Dornier-Werksfoto" am Bodenseee was die Schreiber abbilden, aber keine abgesicherte Quelle dazu benennen. Ein auf das Foto aufgeklebter "Deklartionszettel" bezeugte die Echtheit. In Wirklichkeit ist dies wild aus dem Internet herausgefischt, natürlich ohne Quellenbeweis. Vorher sollen die Fliegenden Untertassen noch Experimentalflieger gewesen sein, erst bei Dornier erfuhren diese Objekte als "Do-Stra" Serienreife - bis hin zum Haunebu III mit einer Größe von 71 Metern im Durchmesser als wahres Schlachtschiff der Lüfte; "oder richtiger ausgedrückt: Für das Weltall und für den gesamten Luftraum, der Erde". (1) Naja, "zuverlässige Bestätigungen dafür ließen sich jedoch nicht finden". Schon wieder eine erhebliche Einschränkung zu dem was behauptet wird! Vieles in dem Buch ist selbst ein Widerruf für und auf sich selbst! So ist die Sache zwischen Dornier und den "Antriebstechnische Werkstätten" mir unverständlich, der Zusammenhang wird nirgend´s wirklich erläutert. Wie gesagt, das "wahrscheinlich", "aber vielleicht", "dürfte sich", "vermutlich", "Unterlagen äußerst rar" macht die ´Argumentation´ aus, aber trotzdem stehe dies alles "auf irgendeine Weise sicherlich fest", alles sei "aber wohl ausreichend" sodas man darüber "nicht nachzudenken" brauche. Es mag also genügen, dass dies alles "eventuell" ausreicht. Zudem bestehe die ganze Flugscheiben-Debatte aus "Dutzenden unbelegter Gerüchte", was wohl wahr ist! Verrückt für sich genug, da ja damit quasi alles wieder praktisch zurück genommen wird. Die UFO-Untertassen "sind nun einmal deutschen Ursprungs", Basta! Mir erscheint dagegen die ganze "Logik" überhaupt mehr als fragil. Eigentlich kann ich dem Wirrwarr gar nicht folgen. Meine ´Schwingungsebene`reicht dazu eindeutig nicht aus. ;-)

(1) = Bis vor wenigen Jahren gab es angeblich Zweifel an diesen Objekten betreffs ihrer Maße. Einfach weil es fehlende "ernstzunehmende Bildzeugnisse" gab und noch mehr aus logischen Erwägungen im Lichte der notorischen Rohstoffknappheit dies unmöglich erschien. Eine solche Maschine hätte etwa so viel an Material verschlungen wie die Produktion der Panzer einer ganzen Division. Hinzu kam Himmler´s Wunsch nach einer eigenen SS-Luftwaffe, was durch Göring abgewürgt wurde. Wer soll also die Rohstoffzuteilung ermöglicht haben? Sicher ist, dass die Waffen-SS durch Himmler fraglos mit dem Besten vom Besten versorgt wurde. Aber ein solches Monster-Gerät? Hinzu kommt die Frage in Angesicht der feindlichen Luftüberlegenheit, ein derartiges monströses Gerät zu bauen - über 70 Meter im Durchmesser und so hoch wie ein mehrstöckiges Haus. Für die Autoren ist trotzdem klar: "Unmöglich war zu jener Zeit offenbar gar nichts." Also gab es das Teil auch, auch wenn sich "über die Echtheit sich wenig aussagen läßt". Warum dann überhaupt erwähnen? Trotzdem: "Will man einer Reihe von nicht gesicherten Unterlagen glauben so wäre es tatsächlich gelungen." Die "Unterlagen" sind Quellenbehauptungen wie z.B. jemand aus Japan. Aber dies alleine sei schon "bemerkenswert genug". Naja, Geschichtenerzähler, Phantasten und Spinner gibt es ja überall in der Welt. Und sie alle sind "Quellen"..., hier wird Wortspielerei betrieben - wieder und immer wieder. However für Ettl/Höhler kann die "skizzierte Situation" "zumindest nicht gänzlich von der Hand gewiesen werden". Aber jede Spinnerei kann von ihnen ja nie von selbriger Hand gewiesen werden. Und dies ist bemerkenswert genug.

"Auf alle Fälle müssen die heutzutage noch sporatisch auftauchenden UFOs irgendwo herkommen! Da es sich bei diesen sicher nicht um Außerirdische handelt, ist die Basis des Ganzen im Irdischen zu suchen, daran kann gar kein Zweifel bestehen... Die ersten Erscheinungen solcher Art, von denen nachweislich die Rede sein kann, gehen zweifelsfrei auf den Zweiten Weltkrieg und die damalige deutsche ´Wunderwaffen´-Produktion zurück... Die intensive Phase währte rund zehn Jahre, etwa von 1947 bis 1957. Von da an dürfte der natürliche Materialverschleiß die UFO-Aktivität mehr und mehr eingebremst haben", erfahren wir verblüfft. Es fehlte einfach an Ersatzteilen und auch an Erz für hochwertigen Stahl. "Deshalb war ers beispielsweise nicht möglich, haltbare Turbolader für Flugzeugmotoren in größerer Stückzahl zu bauen. Woher hätten die hochwertigen Rohstoffe für UFOs in den Jahren 1943 bis 1945 kommen sollen? Es mangelte daran in allen Bereichen!" Eben, damit bleibt allein schon deswegen keine Luft für übermächtige Flugscheiben-Konstruktionen wie diese ominöse Do-Stra mit mindestens 26 Meter Durchmesser...an anderer Stelle war es gar ein Monster von ca 45 Metern Durchmesser - der Vril 7. (1) Nebenbei schreibt das Duo auch, das 1941 Hitler den Befehl ausgab, keine Zeit in die Entwicklung neuer Waffen zu investieren, "die nicht binnen eines Jahres fertig sein konnten". Sie werfen so Hitler "mit diesem desaströsen Befehl" vor, "den auch Leute wie Göring und Keitel mit trugen", damit das Aus für neue U-Boote und ebenso das Aus "für die laufenden Arbeiten an neuen Jagdflugzeugen" bewerkstelligt zu haben und "damit den kriegsentscheidenen Verlust der Luftherrschaft" eingeläutet zu haben. Verrat am Vaterland! Und noch mehr auf S.98: "Düsenjäger wurden um Jahre verschlafen... Dieser Seitenblick auf die Luftrüstung zeigt, dass es in der NS-Führung gänzlich an Weitsicht fehlte. Das ´Konzept UFO´ wäre von offizieller Seite schwerlich verwirklich worden." Sie merken dabei gar nicht, sich selbst das Wasser für ihre Reichsflugsscheiben abzugraben. Und die BILD-Headline vom 6.Dezember 2004 ("Hitler ließ heimlich UFOs bauen") hat sich damit sowieso erledigt.

(1) = Auf S.222 erfahren wir so: "Bezüglich der Herstellungsweise wie auch der Produktionsorte gibt es viele Spekulationen und wenig Informationen. Die Produktionsstätte lag sicher in Brandenburg. Oberirdisch gab es dort nur eine anscheind baufällige Scheune, die gegnerischen Flugzeugen nicht wie ein lohnendes Ziel vorkommen konnte. Alls Wichtige trug sich unterirdisch zu. Dabei darf man sich jedoch keine Fabriksanlage ausmalen, nur das Triebwerk wurde ja vollständig an Ort und Stelle gebaut. Alles übrige wurde in Einzelteilen zugeliefert, in der Anlage des ´Vril-Geländes´ fand lediglich die Endmontage statt. Zulieferungen erfolgten zum Teil höchstwahrscheinlich aus Dresden, zu einem anderen Teil möglicherweise aus Krefeld via Binnenschifffahrt. Als sicher darf ferner gelten, dass die Fertigungsweise der Zelle verhältnismäßig einfach und kostengünstig war. Das Vril-7 bestand äußerlich aus Stahlblech. Über nennenswerte Panzerung verfügte es nicht." Hm, auch dies hat seine mächtig-prächtigen Lücken. Zum einen müsste da ja ob der gewaltigen Untertassen-Ausmaße eine mächtige unterirdische Anlage vorhanden gewesen sein und zum anderen sollten ja Produktionsorte für die Untertassen-Hülle (welche ja auch wahrhaft mächtig gewesen sein soll) in Dresden und Krefeld vorhanden gewesen sein die Zugang zu entsprechendes Ausgangsmaterial besessen haben mussten. Und dies in schwierigen Zeiten - mal ganz abgesehen davon, dass die entsprechenden Firmen auch gar nicht genannt werden. Hinzu kommt aufgrund des Hüllen-Volumens die Notwendigkeit von entsprechend monströsen Lieferfahrzeugen. Soetwas ist ja absolut über-auffällig auf Land- wie Seeweg. Und dies alles soll an den Nazi-Geheimdiensten unbemerkt vorüber gegangen sein? Die ganze Operation muss schlichtweg eine große Infrastruktur der absolut auffälligen Art mitgebracht haben. Wodurch die ganze Geschichte schon wegen der mangelnden "Regierungs-Unterstützung", wie gesehen, schon unmöglich wird. Es wäre ja so, als wenn typische James Bond-Abenteuergeschichten mitten in unserern Städten Alltag wären - und wir bekämen davon nie und nichts was mit. Und wie die abgeschmackte Billig-Version eines Indiana Jones-Abenteuer kommt mir die ganze Geschichte sowieso daher.

Von Seifenblasen und so, wirklich. Übrigens erklären die beiden Schreiberlinge uns auch was es mit den Foo Fighters auf sich hatte. Sie hießen in Wirklichkeit "Seifenblasen" und "Fliegende Schildkröte" und sie waren keine Geheimwaffen im eigentlichen Sinne, sondern "von denkbar einfacher Art: Es handelte sich um Ballone verschiedener Größen, in denen sich Spiralen aus dünnem Draht befanden. Die Entwicklung dieser ´Seifenblasen´ ging wahrscheinlich auf die Firma DSF zurück. Ihr Zweck - die Radargeräte der feindlichen Pfadfindermaschinen zu stören." Stiegen mehrerer dieser harmlosen Ballone auf, wurden sie um so stärker "als wundersame, unerklärliche Dinge betrachtet". Einige dieser Objekte stiegen bis in die Ionosphäre auf und trieben noch jahrelang durch die Lüfte, einige von ihnen um den halben Erdball, "um noch mehrfach als unheimliche unbekannte Flugobjekte für Aufsehen zu sorgen." Hört sich mal wieder nett an, ist aber so auch wieder an allen Punkten falsch. Es reicht schon Lametta aus um Radar erheblich zu stören, einfach nur Lametta an Ballons gehängt und keine Drahtspiralen im Ballonkörper drinnen - was völlig unpraktisch und unnötig kompliziert wäre. Ich bin mir auch sicher, das einige Foo Fighters wirklich nur Miniaturheißluftballone waren, andere wieder astronomische Objekte. Aber Stratosphärenballons die um die Erde kreisten (dazu noch jahrelang!) und aus deutscher "Foo Fighter"-Produktion stammten sind Unfug, auch wenn der Punkt späterhin mit dem Projekt Mogul (Roswell) sowie einem seperaten US-Marine-Projekt für die USA wieder interessant wird, wenn auch in gänzlich anderem Zusammenhang. Und dann schreiben Ettl/Höhler frech noch: "Über die Foo Fighter und die konventionellen deutschen UFOs gibt es ausreichend sachliche Literatur..."

Forstezung: UFO-History Teil 55/2

 


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