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Freitag, 2. Dezember 2011 - 15:42 Uhr

Mars-Chroniken - Berge und unterirdische Eisfelder auf dem Mars

   
   

Neue Aufnahmen der ESA-Mars-Sonde Mars Express zeigen die Phlegra Montes-Bergkette. Radardaten weisen auf große unterirdische Wassereisvorkommen in dieser Marsregion hin, die zukünftigen Astronauten möglicherweise als Wasserquelle dienen könnte.
 
Phlegra Montes ist eine sanft geschwungene Bergkette auf dem Mars. Sie verläuft vom nordöstlichen Teil der Elysium-Vulkanprovinz bis in die nördliche Tiefebene, etwa von 30° - 50°N. Die Bergformationen sind wahrscheinlich nicht vulkanischen Ursprungs, sondern wurden vor langer Zeit durch tektonische Bewegungen aufgefaltet, im Zuge derer verschiedene Oberflächenareale zusammengeschoben wurden.

Die neuen Aufnahmen zeigen, dass fast jeder Berg kreisförmig von Gesteinsschutt umgeben ist. Vermutlich sind diese Felsbrocken im Laufe der Zeit von den Hängen abgegangen. Sie ähneln dem Geröll, das sich hier auf der Erde auf Gletschern ablagert. Es wird angenommen, dass in dieser Region unterirdische Gletscher direkt unter der Oberfläche vorhanden sein könnten. Diese Interpretation wird auch von den Daten des Radarsystems an Bord des Mars-Erkundungssatelliten MRO der NASA gestützt.

Weiter geht es hier: http://www.esa.int/esaCP/SEMLQK2XFVG_Germany_0.html 

Foto: ESA - Phlegra Montes Bergkette

 


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Freitag, 2. Dezember 2011 - 08:43 Uhr

Raumfahrt - Cassini liefert hochauflösende Bilder von Enceladus

Der Saturn-Mond Enceladus, einer der Juwelen des Saturn-Systems, funkelt eigenartig hell in den neuen Bildern, die durch NASA-Sonde Cassini erzielt wurden. Die Bilder des Mondes, die zuerste gemacht wurden von Enceladus mit Cassini' Radar der s-synthetischen Blendenöffnung, decken neue Details von einigen der Spalten des Mondes auf. Das Südpolargebiet zeigt unerwartete Beschaffenheiten im Eis. Diese Bilder, welche am 6. November 2011 erhalten wurden, sind die hochauflösensden Bilder dieser Region, die bis jetzt erreicht wurden. Der Bereich auf Enceladus beobachtet durch Cassini' s-Radarinstrument schließt nicht die berühmte " Spalte" mit ein, welche Eispartikel und Wasserdampf ausstoßen, aber umfaßt Regionen gerade einige hundert Meilen weg von den Streifen. Wissenschaftler forschen einen Bereich um 63 Grad Südbreite und 51 Grad der Westlänge, die sehr rau zu sein scheint, eine Beschaffenheit die sehr hell in den Radarbildern gezeigt wird. Weiter geht es hier: http://www.nasa.gov/mission_pages/cassini/multimedia/pia15172.html
Foto: NASA - Saturn-Mond Enceladus

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Mittwoch, 30. November 2011 - 21:59 Uhr

Raumfahrt - USAF dehnt Raumflug von X-37-Versuchsträger aus

 

Der am 5.März 2011 gestartete X-37-Versuchsträger welcher sich beim zweiten Raumflug (9 Monate) im Orbit um die Erde befindet, soll noch länger im All bleiben. USAF welche die verantwortliche Flugleitung auf Vandenberg AFB hat, gab keine weiteren Lande-Daten an nach dem der mögliche Landetermin im November verstrichen ist. Auch zu Zweck und Aufgaben des X-37-Einsatzes gab es keine weiteren Angaben.

Fotos: Boeing/USAF - X-37 der USAF von OTV1+OTV2

 

 

 

 

Und wenn der zweite X-37-Flug endet, sieht das Ganze wie auf nachfolgenden Skizze+Foto aus

 


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Mittwoch, 30. November 2011 - 21:16 Uhr

Raumfahrt - Space-Shuttle Atlantis-Home KSC-Besucher-Zentrum

NASA Space-Shuttle Atlantis neue´s Zuhause auf KSC nimmt Gestalt an und die Besucher können die Größe der Booster am Eingang vom Besucher-Zentrum bewundern.
Fotos: NASA - KSC

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Dienstag, 29. November 2011 - 22:53 Uhr

Raumfahrt - Raumfahrtpionier Walter Hohmann

 

Die wenigsten wissen das in Hardheim im Odenwald der Raumfahrtpionier Walter Hohmann geboren wurde und zu Ehren von ihm eine Europa-Rakete auf einer Anhöhe bei Hardheim gestanden hat. Zu Ehren des 1880 in Hardheim geborenen Raumfahrtpioniers Walter Hohmann wurde auf dieser Höhe, die seit dem den Namen "Walter-Hohmann-Höhe" trägt, am 15 Juni 1974 dieses Modell der Europa-Rakete im Maßstab 1:2 aufgestellt. Das Deutsche Museum in München hatte die Rakete zur Verfügung gestellt.

Walter Hohmann hat als erster die Bahnen künstlicher Raumflugkörper exakt berechnet und die Raumkapseln, Satelliten und Sonden der heutigen angewandten Weltraumforschung fliegen in "Kepler-Hohmann-Bahnen".

Die Europa-Rakete war das erste Beispiel einer vorbildlichen Arbeitsteilung in Wissenschaft und Technik, die Voraussetzung für eine erfolgreiche europäische Zusammenarbeit auf allen technologischen Gebieten ist.

Das Hauptziel der Weltraumforschung und der Raumfahrt in unserem Sonnensystem bleint die Verbesserung der Lebensbedingungen des Menschen auf der Erde, so die Worte auf der Tafel der Europa-Rakete.

Im Jahre 2000 war jedoch der Zustand dieser Rakete durch Verwitterung schon merklich fortgeschritten und so musste sie zwei Jahre später entfernt werden. Die nachfolgenden Fotos stammen vom Juni 2000 als ich selbst vor Ort war.

Verwitterungsspuren am Sockel und Boden der Europa-Rakete bereits im Jahre 2000


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Dienstag, 29. November 2011 - 19:49 Uhr

Science - Insekten-Cyborgs in der Nano-Technologie

Nano-Technologie erschafft Insekten-Cyborgs, aber noch stehen manche Hürden davor, mehr darüber hier: http://www.ns.umich.edu/new/releases/20087-insect-cyborgs-may-become-first-responders-search-and-monitor-hazardous-environs


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Dienstag, 29. November 2011 - 19:22 Uhr

Luftfahrt - NAVY testet 2. UCAS X-47B über Edwards AFB

Northrop Grumman und U.S. Navy können nun mit zwei X-47B Testflüge durchführen. Am 22.November wurde der Erstflug von zweiten X-47B erfolgreich beendet, welche einmal auf Flugzeugträgern stationiert werden sollen und unter Navy's Unmanned Combat Air System Carrier Demonstration (UCAS-D) Programm läuft. Sie flog bis auf 5.000 Feet Höhe und vollführte mehrere Runden über der Wüste.

Foto: Nortrop Grumman - X-47B


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Montag, 28. November 2011 - 23:10 Uhr

Raumfahrt - Forschung unter Schwerelosigkeit: TEXUS 48 ist gestartet

 

Am Sonntag, 27. November 2011, startete um 10:10 Uhr MEZ die Forschungsrakete TEXUS 48 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) vom Weltraumzentrum Esrange bei Kiruna in Schweden. Schwerpunkt der Mission mit dem Beinamen "CRYSTAL" (CryStage Technology Advanced Laboratory) sind Tests neuer Technologien für eine verbesserte Treibstoffversorgung in Raketenoberstufen. Dafür wurden erstmalig zwei Experimentmodule von TEXUS (Technologische Experimente unter Schwerelosigkeit) vor dem Start mit flüssigem Stickstoff betankt. Er dient als Testflüssigkeit für die Experimente. In einem weiteren Versuch erforschen Wissenschaftler das Orientierungsvermögen von Fischlarven unter Schwerelosigkeit.

Die Rakete erreichte während ihres rund dreizehnminütigen Fluges eine Höhe von 263 Kilometern. Dabei herrschte für etwa sechs Minuten annähernde Schwerelosigkeit.

Blasenfreies Zapfen im All

Die Triebwerke von modernen Raketenoberstufen werden im Weltraum oft mehrfach gezündet, um die ideale Umlaufbahn möglichst effizient zu erreichen. Zwischen diesen Antriebsphasen ist die Oberstufe der Schwerelosigkeit ausgesetzt. Während dieser so genannten ballistischen Flugphasen ist es wichtig, die Positionierung der Treibstoffe in den Tanks der Raketenstufe zu kontrollieren. Sonst kann es passieren, dass sich die Flüssigkeit im Tank verteilt, anstatt am Tankauslass verfügbar zu sein. Aus diesem Grund befinden sich in den Tanks Vorrichtungen, die den Treibstoff sammeln, die so genannten Propellant Management Devices (PMDs). Ihre Funktion beruht üblicherweise auf der Kapillarwirkung.

Auf der CRYSTAL-TEXUS-Mission werden diese PMDs nun mit ultrakalten Treibstoffen ausgiebig getestet. Die Raketenoberstufen werden klassischerweise mit flüssigem Sauerstoff, der eine Temperatur von minus 180 Grad Celsius besitzt, und mit flüssigem Wasserstoff (minus 255 Grad Celsius) betankt. Auf TEXUS 48 werden die beiden Raketentreibstoffe allerdings aus Sicherheitsgründen durch flüssigen Stickstoff (minus 200 Grad Celsius) ersetzt.

Weiter geht es hier: http://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10081/151_read-2153/

Foto: DLR - Texus-Raketestart 48


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Montag, 28. November 2011 - 17:40 Uhr

Raumfahrt - DLR an Bord von Mars-Rover Curiosity

Wissenschaftler des DLR und der Kieler Universität untersuchen erstmals Strahlungswerte auf dem Marsboden

"Curiosity", Neugierde, heißt der amerikanische Rover, der am 26. November 2011 um 16.02 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) in Richtung Mars gestartet ist. Mit zehn Instrumenten an Bord soll er Informationen liefern, wie lebensfeindlich oder auch –freundlich der Rote Planet in der Vergangenheit war – und für zukünftige bemannte Missionen sein kann. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Christian-Albrechts-Universität Kiel schicken dazu das Strahlungsmessgerät RAD (Radiation Assessment Detector) zum Mars. Das Ziel: Die Forscher wollen erstmals vor Ort messen, wie hoch die Strahlung für zukünftige Astronauten ist und in welcher Bodentiefe Lebensformen überleben könnten. Gelandet wird im Gale Crater – einem Ziel, das auch DLR-Planetenforscher Ernst Hauber in Workshops mit der amerikanischen Weltraumbehörde NASA favorisiert hat.

Der Mars-Rover der "Mars Science Laboratory"-Mission (MSL) ist ein wahres Schwergewicht: Fast eine Tonne wiegt "Curiosity", der mit einem komplizierten Schwebeverfahren auf der Marsoberfläche abgesetzt werden soll. Zwei Mal so lang und fünf Mal so schwer wie die Vorgänger "Spirit" und "Opportunity" wird der fast autogroße Rover unter anderem die Marsoberfläche mit Kameras beobachten, sich mit einem Bohrer in den Boden vorarbeiten und die Zusammensetzung von Boden- und Felsproben bestimmen und auch die Strahlung am Boden und in der Atmosphäre messen. Gerade einmal so groß wie eine Schuhschachtel ist das Instrument RAD, dessen Sensoreinheit das DLR und die Kieler Universität entwickelt und finanziert haben. Es misst zwei Jahre lang die kosmische Strahlung, die solaren Teilchen, die bei Sonneneruptionen in den Weltraum geschleudert werden, aber auch die sekundären Teilchen, die zum Beispiel bei Teilchen-Kollisionen entstehen. Schon auf dem Weg zum Mars sollen Messungen stattfinden. "Es gibt nur wenige Daten zur Strahlung im interplanetaren Raum", erläutert Dr. Günther Reitz vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin. Sobald der Mars-Rover auf dem Mars aufsetzt, werden die ersten Messungen auf dem Planeten beginnen. "Bisher gibt es nur Messungen aus einer Umlaufbahn über dem Mars – jetzt werden wir erstmals am Boden selbst diese Werte feststellen können", sagt Reitz. Mit den gemessenen Strahlungswerten sollen dann die bisherigen Modellrechnungen abgeglichen und optimiert werden.

Foto: DLR - Strahlungsmessgerät RAD (Radiation Assessment Detector)  und weiter geht es hier: http://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10081/151_read-2167/

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Montag, 28. November 2011 - 09:00 Uhr

Raumfahrt - Mars-Rover Curiosity - On Tour

 

Erfolgreicher Start von Mars-Rover Curiosity Richtung Mars.

Fotos: NASA

Foto: NASA - MSL-Trennung von Trägerrakete im Erd-Orbit

Foto: NASA - MSL-Größenvergleich


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