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Sonntag, 15. September 2013 - 17:25 Uhr

Astronomie - ALMA von Hexacopter aus gefilmt

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Hexacopter nimmt das erste ferngesteuerte Videomaterial von ALMA aus der Luft auf

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Diese fremdartig wirkende Vorrichtung ist ein Hexacopter, der mit einer Kamera ausgerüstet ist, die für funkgesteuerte Luft-Kinematografie und Fotografie verwendet werden kann. Im Hintergrund breitet sich das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) über das Chajnantor-Plateau in Chile aus, kurz bevor es von oben fotografiert wurde.

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Hoch auf dem Chajnantor-Plateau in den chilenischen Anden bilden derzeit 58 Antennen, deren Anzahl demnächst auf 66 anwachsen wird, das aktuell größte astronomische Projekt: das Atacama Large Millimetre/submillimetre array (ALMA). Das wahre Ausmaß des Antennenfeldes, wie es dieses fantastische Videomaterial bereits erkennen lässt, konnte nunmehr als HD-Video aufgezeichnet werden.

Im Juli diesen Jahres wurden Luftbilder von ALMA mithilfe eines Hexacopters aufgenommen, die hochinteressante Ergebnisse lieferten. Das gleiche Gefährt, das für die Luftfotografie so konstruiert war, dass des den harschen Bedingungen in solch hohen Regionen standhalten kann, wurde nun mit einer HD-Kamera, einem Videostabilisator, GPS, einem Fahrgestell und einem Signaltransmitter ausgestattet.

Das Fluggefährt mit seinen sechs Rotorsätzen und allen Bauteilen wiegt ingesamt 2,3 Kilogramm. Was nicht nach sehr viel klingt, ist in einer Höhe von 5000 Metern über dem Meeresspiegel problematisch. Dort ist die Luft derart dünn, dass ein Objekt mit einem solchen Gewicht nicht die Höhe gewinnen kann, die es eigentlich bräuchte. Hinzu kommt der Wind, der den Hexacopter auf Geschwindigkeiten von bis zu 35 km/h beschleunigt. Kurz gesagt, ein Video – erst recht in einer solchen Qualität – ist ohne Zweifel eine große Leistung.

Der Erfolg dieses Unterfangens war von einigen innovativen Lösungen und etwas Glück abhängig. Um das Höhenproblem zu überwinden, reiste das Team sehr früh am Morgen zur ALMA-Anlage, so dass die Luft noch kälter und somit dichter war. Das Glück sorgte für einen ungewöhnlich windstillen Morgen und die Bilder konnten aufgenommen werden, bevor erneut Wind aufkam.

Fotograf Ariel Marinkovic von X-Cam, der die Ausrüstung gesteuert hat, beschreibt den Moment der ersten ALMA-Aufnahmen: „Wir waren so beeindruckt von dem unglaublichen Anblick des Chajnantor-Plateaus, das auf dem Monitor zu sehen war: Die Antennen sahen wie kleine, funkelnde Körnchen zwischen Schneeflecken aus, während ihre langsamen Drehungen wie eine Choreographie aussah, die ihren Pendants im Himmel in nichts nachstand.

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Auf diesen spektakulären neuen Bildern ist die volle Größe des Antennenfelds des ALMA-Observatoriums zu erkennen, das zur Zeit auf dem Chajnantor-Plateau im Norden Chiles von Schnee umgeben ist. Die Bilder wurden vor Kurzem von einer Kamera aufgenommen, die an einem Hexacopter befestigt war.

Der Flug, der als Guiness-Weltrekord für Multirotor-Luftfahrzeuge in großen Flughöhen angemeldet wurde, konnte dank der ferngesteuerten leichtgewichtigen Kohlefaser-Plattform verwirklicht werden. Der Hexakopter mit seinen sechs Rotorensätzen besitzt außerdem eigenständige Funktionen, die die Navigation unterstützen und dem Luftfahrzeug auch für den Fall des Signalverlusts erlauben, zum Startpunkt zurückzukehren.

Bevor wir bei der ALMA-Anlage ankamen, gab es keinen Höhenflug-Rekord für ein solches Gefährt. Der niedrige Athmosphärendruck führt dazu, dass der Auftrieb der Propeller deutlich reduziert wird“, erklärt Fotograf Ariel Marinkovic, der die Fotosession geleitet hat.

Die einzige Lösung bestand darin, das Gewicht des Hexakopters so weit wie möglich zu verringern. Hierfür wurden sowohl der Rahmen und das Fahrwerk entfernt und durch eine leichtere Anordnung ersetzt als auch eine sehr kleine Kamera von nur 200 Gramm ausgewählt, was zu einer Verringerung des Gesamtgewichtes um 1,2 Kilogramm führte.

Es gab jedoch noch eine weitere Herausforderung: Die eisigen Temperaturen (um die -3°C auf der Höhe von 5000 Metern über dem Meeresspiegel, bei der die ALMA-Antennen angesiedelt sind) können dazu führen, dass der Hexakopter bis zu 70% seiner Leistungskapazität verliert. Um dies zu verhindern, wurden die Batterien in einer Hülle aus einem Thermomaterial und Aluminium installiert.

Es war ein wahres Glücksspiel: Der Hexakopter war dafür ausgelegt etwa 4500 Meter tiefer zu fliegen als es die Höhenlage des ALMA-Observatoriums erfordert. Berechnungen haben nahegelegt, dass es nicht möglich sein könnte abzuheben“, erinnert sich Marinkovic. Nichtsdestotrotz war er der Ansicht, dass es einen Versuch wert sei: „In vorangegangenen Reisen auf 4200 Metern über dem Meeresspiegel sah ich Möwen und dachte, dass ein Vogel nicht an einem Ort fliegen würde, wo er 90% seiner Energie nur dazu verwenden muss, seine nächste Mahlzeit zu finden.“

Diese Schlussfolgerung stellte sich als richtig heraus, so dass die ersten Luftbilder von ALMA seit der offiziellen Eröffnung im März 2013 erfolgreich aufgenommen werden konnten.

Dieses Ereignis erinnerte an den Ursprung des Namens Chajnantor, der für die Atacemeño, die Ureinwohner der Region, „Platz des Aufbruchs“ bedeutet.

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Dieses Bild von ALMA zeigt einen kleinen ferngesteuerten Hexakopter mit einer Kamera, die nur 200 Gramm wiegt, kurz vor dem Start. Das Gefährt wurde verwendet um erste Luftbilder seit der Eröffnung im März 2013 aufzunehmen. Diese Flüge können einen neuen Höhenrekord für diesen Helikoptertyp darstellen, die für Flüge wesentlich näher am Meeresspiegel ausgelegt sind.

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Dieses spektakuläre Bild von ALMA wurde von einem kleinen ferngesteuerten Hexakopter mit einer Kamera von nur 200 Gramm aufgenommen. Es ist eines der ersten Luftbilder, die seit der Einweihung im März 2013 entstanden sind. Diese Flüge können einen neuen Höhenrekord für diesen Helikoptertyp darstellen, die für Flüge wesentlich näher am Meeresspiegel ausgelegt sind.

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Dieses Bild von ALMA zeigt einen kleinen ferngesteuerten Hexakopter, der eine Kamera von nur 200 Gramm verwendet, beim Abheben für die Aufnahmen. Das Gefährt wurde verwendet um die ersten Luftbilder seit der Eröffnung im März 2013 aufzunehmen. Diese Flüge können einen neuen Höhenrekord für diesen Helikoptertyp darstellen, die für Flüge wesentlich näher am Meeresspiegel ausgelegt sind.

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Frams: HEXACOPTER-Video

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Quelle: ESO


Tags: ALMA Filmed with Hexacopter 

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Sonntag, 15. September 2013 - 11:00 Uhr

Raumfahrt - ESA Astronauten bei Unterwasser-Moonwalk

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Underwater testing with Jean-François Clervoy
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ESA astronaut Jean-François Clervoy and ESA astronaut instructor Hervé Stevenin slipped into the roles of Neil Armstrong and Buzz Aldrin last week for an underwater simulation of the historic mission to the Moon.

Training astronauts underwater is an effective way of getting used to the sensations of working in weightlessness for long periods.

Last week the underwater training concept was extended by French deep-diving specialists Comex to simulate gravity on the Moon. Lunar gravity can be simulated by adjusting the astronaut’s buoyancy – our Moon has a sixth of the gravity we feel on Earth.

The Apollo 11 Under The Sea mission repeated Armstrong and Aldrin’s efforts on the Moon 44 years ago – underwater.

Initial tests were performed in one of Comex’s pools in Marseille, France before the two moonwalk simulations in the Mediterranean Sea off Marseille on 4 September.

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ESA astronaut Jean-François Clervoy collecting a rock sample underwater off the coast of Marseille, France.

During the mission, several soil samples were collected by the aquanauts with similar tools used on the Moon by the Apollo 11 crew.

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The Comex-designed Gandolfi suit adapted for underwater Lunar gravity.

 

Training astronauts underwater is an effective way of getting used to the sensations of working in weightlessness for long periods.

The underwater training concept was extended by French deep-diving specialists Comex to simulate gravity on the Moon. Lunar gravity can be simulated by adjusting the astronaut’s buoyancy – our Moon has a sixth of the gravity we feel on Earth. 

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Jean-François and Hervé wore a Comex-designed Gandolfi spacewalk training suit based on the Russian Orlan spacesuit.

During the mission, several soil samples were collected by the aquanauts with similar tools used on the Moon by the Apollo 11 crew.

Jean-Francois is an experienced astronaut who has flown on three space missions on the Space Shuttle, including travelling to Russia’s Mir space station and repairing the Hubble space telescope.

Their expertise offered valuable feedback for the engineers, operators, test conductors and support divers on the simulation programme.

Hervé, spacewalk training lead at the European Astronaut Centre in Germany, is an experienced instructor for ESA astronauts and was trained by NASA on their spacesuit in Houston as well as by the Russians at the Gagarin Cosmonaut Training Centre on the Orlan spacesuit.  

“The Gandolfi suit is bulky, has limited motion freedom, and requires some physical effort – just like actual space suits. I really felt like I was working and walking on the Moon,” said Jean-François.

Hervé added, “This suit could be adapted to improve ESA’s training at the European Astronaut Centre. Comex’s underwater training ground is also an amazing environment to simulate the Moon or even Mars. I really felt out of this world – only the colour of the water reminded me that I was on Earth.”

This underwater test was a first step towards developing European expertise in spacewalk simulations under partial gravity for exploring the Moon, asteroids and Mars.

Among the observers was Didier Schmitt, a scientific expert from the European Commission, who watched from mission control on the Comex research vessel Minibex, floating above.

Further development for planetary surface simulations in Europe will be co-financed by the EU as part of the Moonwalk project.

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ESA astronaut instructor Hervé Stevenin ready to perform soil core sampling with a core tube and a hammer underwater off the coast of Marseille.

During the mission, several soil samples were collected by the aquanauts with similar tools used on the Moon by the Apollo 11 crew.

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Comex research vessel Minibex that housed mission control for the Apollo 11 Under The Sea mission.

ESA astronaut Jean-François Clervoy and ESA astronaut instructor Hervé Stevenin slipped into the roles of Neil Armstrong and Buzz Aldrin for an underwater simulation of the historic mission to the Moon.

 

Training astronauts underwater is an effective way of getting used to the sensations of working in weightlessness for long periods.

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A moonwalk underwater in the COMEX pool.

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The EVA training wetsuit for subsea training of astronauts (photo: COMEX).

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Quelle: ESA

 


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Sonntag, 15. September 2013 - 00:02 Uhr

Astronomie - Straßenkarte von Asteroid Vesta online

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Zum ersten Mal schoss die Kamera an Bord der Raumsonde Dawn am 11. Mai 2011 ein Foto von Asteroid Vesta - damals war der Himmelskörper trotz eines Durchmessers von 530 Kilometern gerade einmal ein weißer Punkt auf der Aufnahme. Immerhin war sie damals noch 975.000 Kilometer von ihrem Ziel entfernt. Im Laufe der Mission änderte sich dies deutlich: Nach der Ankunft kreiste die Sonde schließlich sogar nur noch in einer Höhe von 210 Kilometern um den unregelmäßig geformten Asteroiden und nahm tausende von Fotos auf. Das Ergebnis der aufwendigen Mission, ein Atlas des Asteroiden Vesta, wird nun für die Öffentlichkeit online gestellt. "Diesen Atlas aus den vielen Aufnahmen zusammenzustellen, war eine mühsame Arbeit", sagt Dr. Thomas Roatsch vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), wo die gewonnen Daten während der Mission zu Karten und Höhenmodellen verarbeitet wurden.

Asteroid Vesta erwies sich für die Planetenforscher ein wenig als "Wundertüte": Drei übereinanderliegende Krater, die schnell den Spitznamen "Schneemann" erhielten,  Einschlagskrater, wie man sie bisher nicht kannte, Täler, Canyons und ein Berg, der drei Mal so hoch wie der Mount Everest ist - der Asteroid zeigt die unterschiedlichsten Formen und versetzte die Wissenschaftler ins Staunen. "Wir hatten nicht mit einer derart komplexen Geologie gerechnet. Allein die Topografie mit Höhenunterschieden von bis zu 20 Kilometern spricht für eine gewaltige Dynamik der Oberflächengestaltung, ebenso wie die Unterschiedlichkeit und Vielfalt der Einschlagskrater, die Täler und Canyons, die Vesta umspannen, und die großen Helligkeitsunterschiede des Oberflächenmaterials", sagt Prof. Ralf Jaumann vom DLR-Institut für Planetenforschung.

Extreme Geländeformen auf kleinem Raum

Aus der Datenflut der Kamera entstand nach und nach eine "Straßenkarte" von Vesta, auf der wie bei einer regionalen Landkarte ein Zentimeter ungefähr zwei Kilometern auf der Asteroidenoberfläche entspricht. Rund 10 000 Einzelaufnahmen wurden für den Atlas verwendet, um aus diesem Mosaik ein Gesamtwerk zu schaffen. "Für jedes Kartenblatt der Serie haben wir etwa 400 Aufnahmen der Kamera verwendet", erläutert Planetenforscher Thomas Roatsch, der den Atlas auf dem European Planetary Science Congress (EPSC) in London präsentiert. "Der Atlas zeigt, wie extrem das Gelände auf einem eher kleinen Himmelskörper ist. Auf dem Kartenblatt mit dem Südpol Vestas zum Beispiel ist der 18 Kilometer tiefe Krater Severina zu sehen und nur hundert Kilometer davon entfernt türmt sich ein sieben Kilometer hoher Berggipfel auf."

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Die Gesamtansicht von Vesta mit den verschiedenen Kartenregionen. (Quelle: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA.

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Raumsonde Dawn fliegt mittlerweile schon längst wieder durch den Weltraum: Noch 46 397 129 Kilometer, dann wird sie 2015 mit Asteroid Ceres ihr zweites Missionsziel erreichen. Während Vesta ein "trockener" Asteroid mit einem nur geringen Anteil Wassereis ist, erwartet die Planetenforscher mit Ceres ein "nasser" Asteroid. Beide werden aber den Forschern einen Einblick in die früheste Zeit des Sonnensystems geben, weil sie sich nicht vor 4,56 Milliarden Jahren zu Planeten formten, sondern durch Jupiters Schwerkraft davon abgehalten wurden.

Die Mission

Die Mission DAWN wird vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der amerikanischen Weltraumbehörde NASA geleitet. JPL ist eine Abteilung des California Institute of Technology in Pasadena. Die University of California in Los Angeles ist für den wissenschaftlichen Teil der Mission verantwortlich. Das Kamerasystem an Bord der Raumsonde wurde unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau in Zusammenarbeit mit dem Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin und dem Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze in Braunschweig entwickelt und gebaut. Das Kamera-Projekt wird finanziell von der Max-Planck-Gesellschaft, dem DLR und NASA/JPL unterstützt.

Quelle: DLR


Tags: Asteroid Vesta 

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Samstag, 14. September 2013 - 15:45 Uhr

Astronomie - Am 5.September Bolide über Bodensee gesichtet, in Österreich fotografiert

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6.09.2013

Experte aus dem Planetarium: "Es war ein Bolide"

Meersburg -  Wer hat Beobachtungen am Nachthimmel gemacht? Ein Meersburger schildert ein für ihn eindrucksvolles Ereignis.
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Johann Klein aus Meersburg war sehr beeindruckt, als er am Donnerstag kurz nach 22 Uhr in den Nachthimmel schaute. Eine leuchtende Kugel sei auf den Bodensee zugerast, mit einem langen Schweif. Erst erwartete er, dass der Brocken aus dem Weltall in den Bodensee stürzt. „Doch dann hätte man ja ein Zischen hören müssen.“ Ob das unbekannte Objekt noch in der Atmosphäre verglühte oder der Erde tatsächlich sehr nahe kam: Für den 62-Jährigen war es ein eindrucksvolles Erlebnis, das er gerne mit anderen Menschen teilen möchte.

Werner Kiesle vom Planetarium Laupheim bestätigte nach der Auswertung einer Beobachtungskamera, die in Ulm steht, dass um 22.11 Uhr ein Bolide in die Atmosphäre eintrat. Er war auf dem Beobachtungsfilm etwa drei Sekunden lang in südwestlicher Richtung zu sehen, von Ulm aus knapp über dem Horizont. Ein Bolide sei eine ausgewachsene Sternschnuppe, die längere Zeit am Himmel zu sehen ist, nicht nur als kurzen Moment wie bei einer Sternschnuppe, sondern mit hellem Schweif.

Mehr als eine normale Sternschnuppe

Johann Klein präzisiert, dass er das Licht mit Blick Richtung Süden zwischen zwei Häusern beobachtet habe, also doch sehr nahe am Horizont. „Vielleicht war es aber auch eine optische Täuschung und der Meteorit war doch sehr weit noch vom Bodensee entfernt“, überlegt er. Unter normaler „Sternschnuppe“ sei das Ereignis aber falsch beschrieben. Klein: „Das war mehr.“

Werner Kiesle wartet nun noch das Ergebnis weiterer Kameras ab. Mit Vergleichsbildern aus unterschiedlichen Perspektiven könne man weitere Schlüsse ziehen, etwa über den Eintrittswinkel und die Flugrichtung. Doch schon in der Auswertung des jetzigen Kamerabildes könne man erkennen, dass das Licht grün schimmert. Das deute darauf hin, dass es sich um „uraltes Material“ aus dem Weltall handelt, das sich seit der Entstehung des Sonnensystems nicht mehr veränderte. Wäre es ein heller, ins gelbliche gehender Schein, wäre es ein Hinweis darauf, dass es sich um verbrennenden Stahl, also Weltraumschrott, handelt. Werner Kiesle ist einer von vier Vorsitzenden der Volkssternwarte Laupheim, beziehungsweise des dortigen Trägervereins für das Planetarium.
 

Weitere Beobachter bestätigen ungewöhnliche Sichtung

Auf SÜDKURIER Online sowie auf der Facebook-Seite der Überlinger Redaktion schildern weitere Menschen aus der Region ähnliche Beobachtungen. Auf SÜDKURIER-Anfrage beschäftigt sich das Planetarium Laupheim nun mit dem Ereignis und versucht etwa, Beobachtungen mit Nasa- und/oder Esa-Erkenntnissen abzugleichen. Mit einem Ergebnis ist in der kommenden Woche zu rechnen.

Wer hat eine ähnliche Beobachtung gemacht?
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Quelle: Südkurier
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Update: 7.09.2013
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Weitere Zeugen des Boliden schildern ihre Beobachtung im Südkurier:
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  • Große Sternschnuppe auch am Donnerstag um ca.01:55
    Von Adam Huptas  am 06.09.2013 22:30
    Mein Hund musste leider um ca.01:45 raus. Als ich dann hinter meinem Haus stand, zwischen FN und Ailingen , sah ich um ca.01:55 ein glühendes Doppelobjekt über meinem Kopf, aus nord-westlicher Richtung, nach Osten fliegen, mit einem beeindruckenden, hellen doppelschweif. das ganze dauerte für eine Sternschnuppe viel zu lange, ca.2-3 sek. und flog sehr, sehr tief. Stellenweise dachte ich ein brennendes abstürzendes Flugzeug zu sehen. Bis es dann im Osten verglühte.
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    In Singen war es auch, aber vor einer Woche
    Von Helga Kirstein  am 06.09.2013 18:18
    Ich habe vor ca. vor einer Woche in Singen glaube war auch am Donnerstag früh um ca. 4:00 Uhr beim Südkurier austragen auch so was gesehen . Es sah aus wie ein Feuerball mit einen langen Schweif, ist dann über den wald vorbeigeflogen. Für mich war es wirlich etwas tolles, wenn man so etwas sieht.
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    Arbeitskollegen haben es auch gesehen
    Von Michael Rottler  am 06.09.2013 17:19
    Meine Arbeitskollegen sind nach der Spätschicht um ca. 22.15 Uhr von Bad Dürrheim nach Donaueschingen gefahren. Dort sah man es ganz deutlich und groß, wie ein Feuerball mit blauem Licht am Schweif, es schlug dann wohl dort irgendwo in einer Wiese ein und war dann plötzlich dunkel und still.
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    Habe es auch gesehen
    Von Ramona Blum  am 06.09.2013 16:23
    Es war so zwischen 22 und 23 Uhr. Sah erst aus wie eine Sternschnuppe aber es war viel größer und auch heller. Erinnerte an eine kleine Explosion. Dies war in der Nähe von Villingen Schwenningen
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    sprühender Schweif
    Von Martina Rieger  am 06.09.2013 15:49
    Wir waren gerade auf der Autobahn von Stuttgart Richtung Bodensee - ungfähr Höhe Tuningen- als wir eine sehr helle und tief erscheinende "Sternschnuppe" sahen. Es war ein relativ großes Objekt und hatte einen sprühenden Schweif. Wo es niederging, haben wir dann leider nicht mehr gesehen. Beeindruckend!
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    Erschrocken
    Von Tobias Gaertig  am 06.09.2013 15:46
    Ich habs gestern Abend auch gesehen, ich war fußläufig vom Stranbad Klausenhorn in Richtung Parkplatz unterwegs und konnte es von links nach rechts fliegen bzw. abstürzen sehen. War ziemlich groß und hell, ich hatte mich richtig erschrocken, aber einen "Aufprall" oder ähnliches habe ich nicht gesehen.
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    Ja, wir haben auch was gesehen
    Von Gerold Gerber  am 06.09.2013 15:17
    Meine Frau und ich saßen gestern ebenfalls um diese Zeit auf unserem Balkon in Radolfzell. Plötzlich fuchtelte meine Frau wild, zeigte zum Himmel und rief: "Guck mal!" Ich sah auch noch was Leuchten. Ich dachte aber, da hat mal wieder einer eine private Silvesterknallerei am Start, wie es so häufig der Fall ist hier.
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    Hab auch was gesehen
    Von Albert Riester  am 06.09.2013 15:14
    Ich wohne in Billafingen und habe am Do. um ca 22.15 etwa 30° über dem Horizont in etwa südlicher Richtung ein Objekt gesehen was an Silvesterraketen erinnerte. Ich war im Wohnzimmer und das Licht war an und trotzdem konnte ich es klar und deutlich sehnen. Ich sah eine kurze aber sehr helle Leuchtspur die sich dann in mehrere kleinere aufteilte, wie durch eine Explosion und dann schnell erlosch. Die Richtung in der sich das Objekt bewegte war etwa von Ost nach West. Ich würde mich freuen wenn das noch andere bestätigen würden.
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    Große Sternschnuppe auch am Mittwoch
    Von JoAnne Eppner  am 06.09.2013 13:14
    Komischer Weise dachte ich das selbe auch am Mittwoch Abend. Es muss circa zur selben Uhrzeit gewesen sein. Etwa gegen 22-23 Uhr. Ich war auf dem Balkon in Meersburg am telefonieren und habe noch zu meiner Freundin am Handy gesagt ich habe gerade eine riesige Sternschnuppe gesehen.
    Eigentlich habe ich noch nie eine so große Sternschnuppe gesehen. Vor allem keine die so rot glüht/leuchtet. 
  • Update: 8.09.2013
  • Der Bolide vom Donnerstag wurde in Österreich von Herr Koberger aufgenommen und so können wir hiermit den BESUCHER AUS DEM ALL präsentieren:
  • Foto: Koberger/Austria

Update: 14.09.2013

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Feuerkugel am 5. September 2013 - 21:37 MESZ
auch Beobachter haben diese Feuerkugel visuell gesehen
Rolf Löhr/Hochsteinalm bei Altmünster: vergleichbar 200 Watt Strahler
Harald Strauss/Sternwarte Gahberg: N nach S Richtung Brunnkogel, kurzer Schweif aber sehr hell (blau, grün, weiß) - nicht sehr schnell aufgenommen von Erwin Filimon mit der All-Sky-DSLR
auf der Sternwarte Gahberg mit Fisheye Peleng 8 mm - Canon 350 D - 30 sec belichtet

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Und eine weitere Feuerkugel wurde ebenfalls 5 Tage später über Österreich aufgenommen die der vom 5.September in Erscheinungsform in nichts nachsteht:

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Feuerkugel am 10. September 2013 - 0:12 MESZ - Epsilon Perseid
aufgenommen von Erwin Filimon mit der All-Sky-DSLR
auf der Sternwarte Gahberg mit Fisheye Peleng 8 mm - Canon 350 D - 30 sec belichtet
Diese Feuerkugel war die hellste von insgesamt 4 Feuerkugeln - die bis 0:16 Uhr MESZ aufgenommen werden konnte. Die Nachleuchtspur war fotografisch bis 0:21 nachweisbar.

Quelle: Sternwarte Gahberg


Tags: Meteorit über Bodensee Himmelsphänomen über Bodensee Bolide über Meersburg Bodensee 

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Freitag, 13. September 2013 - 10:00 Uhr

Astronomie - SkyNet - T2

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Celebrating two years of successful citizen astronomy research
TheSkyNet is celebrating its two year anniversary today with the official launch of a new research project, as well as a range of improvements and new features to make contributing to astronomical research at home more enjoyable, and even easier.
Launched on September 13th 2011, theSkyNet is a community computing project dedicated to astronomy, initiated by the International Centre of Radio Astronomy Research (ICRAR) in Perth, Western Australia.
By using the idle processing power of thousands of computers connected to the Internet, theSkyNet simulates a powerful single machine and processes data collected by telescopes around the world.
Today theSkyNet launches T2 – Transform 2 – a new version of its website that brings new citizen science and membership features. At theskynet.org members can view the credits they’ve earned by processing data, trophies they’ve been awarded as part of their contribution, the actual galaxies they’ve processed data from and can join alliances to process together.
As part of T2, theSkyNet is also officially launching a new scientific project – theSkyNet POGS, which started testing almost a year ago. TheSkyNet Pan-STARRS1 Optical Galaxy Survey, or theSkyNet POGS, processes data gathered by various telescopes around the globe to measure the properties of thousands of galaxies, such as stellar mass and star formation rate.
TheSkyNet POGS is the first-ever Australian project to be available to the public on the popular distributed computing software BOINC.
“Today marks the official launch of theSkyNet POGS, and its integration into theSkyNet’s main website, where users can now view their stats, as well as the stunning galaxy images their computer has helped process,” said theSkyNet Project Scientist Kevin Vinsen.
Thanks to some 3500 users, and with 50 more joining every day, theSkyNet POGS has already processed an impressive 7000 galaxies since it started testing; and as the number of computers in the project grows with its official integration into the website, the team behind it aims to process over 100,000 galaxies.
“Processing this amount of data with a research computer would normally take 10 years, but the way theSkyNet POGS is going we’ll be done in less than three,” said Vinsen.
T2 also sees a raft of new features on theSkyNet’s completely revised website. TheSkyNet members earn credits as they process data, either individually or as part of alliance. As members earn credits and climb up the rankings, they accumulate unique trophies and rewards as an incentive to participate.
As part of its second anniversary celebrations, TheSkyNet has developed a whole new range of trophies for its members, as well as adding the images of the galaxies they have processed to the website, which users can download as part of individual galaxy reports showing their contribution.
“We are introducing one of the most extensive systems of user statistics in the distributed computing world,” said Alex Beckley, theSkyNet web developer. “Users will be able to see how much they are really contributing to science, and will be able to map the actual galaxies they have worked on in the sky, something that’s exclusive to theSkyNet.”
Since its launch two years ago, theSkyNet has increased to over 11,000 members processing data for astronomers, donating the equivalent of a mid level supercomputer to science. TheSkyNet now crunches at between 20 and 35 TFLOPS.
In its first two years, theSkyNet focussed on its original project – theSkyNet SourceFinder - which processes radio astronomy data to find and map new sources of radio waves for astronomers to study. In that time, theSkyNet SourceFinder has optimised the way systems automatically search for radio sources in astronomy data. Because of theSkyNet SourceFinder’s work, future data from telescopes like CSIRO’s Australian SKA Pathfinder (ASKAP) will only need a tenth as much processing to find all the radio sources.
TheSkyNet SourceFinder continues to process simulated radio astronomy data to help refine this process even further, hoping to cut processing time for the next generation of radio telescopes down even more.
“Our members are an amazing group, the combined computing power they donate would cost hundreds of thousands of dollars if purchased from a supercomputer. We’re incredibly grateful for their efforts,” said Vinsen.
“In recent years, distributed computing has emerged as a powerful way for the public to help researchers process the vast amounts of data collected by their experiments.”
“In astronomy, as ever bigger arrays of telescopes conduct vast surveys of the sky, huge amounts of data are collected that impose new challenges for the science community. Solving this Big Data problem is one of the core areas of study at ICRAR. We’re helping develop the infrastructure needed to transport, store and process the data from next generation telescopes such as the Murchison Widefield Array, CSIRO’s ASKAP, and the future SKA,” said Vinsen.
TheSkyNet is already working on making other research projects available to its members, such as processing actual data from ASKAP and solar data from the recently launched Murchison Widefield Array (MWA) SKA precursor.
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Tags: SkyNet - T2 

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Donnerstag, 12. September 2013 - 23:44 Uhr

Astronomie - Hubble entdeckt größte Anzahl von Sternhaufen im massiven Galaxienhaufen Abell 1689

 

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Hubble Uncovers Largest Known Population of Star Clusters
Peering deep into the heart of the massive galaxy cluster Abell 1689, NASA's Hubble Space Telescope has nabbed more than 160,000 globular clusters, the largest population ever seen.
The image at left, taken by Hubble's Advanced Camera for Surveys, shows the numerous galaxies that make up Abell 1689. The box near the center outlines one of the regions sampled by Hubble, containing a rich collection of globular clusters.
The monochromatic view at right, taken at visible wavelengths, zooms into the region packed with globular clusters. They appear as thousands of tiny white dots, which look like a blizzard of snowflakes. The larger white blobs are entire galaxies of stars.
Globular clusters, dense collections of hundreds of thousands of stars, are the homesteaders of galaxies, containing some of the oldest surviving stars in the universe. Almost 95 percent of globular cluster formation occurred within the first 1 billion or 2 billion years after our universe was born in the big bang 13.7 billion years ago.
Hubble's Advanced Camera for Surveys snapped these images from June 12 to 21, 2002, and between May 29 and July 8, 2010.
Quelle: NASA

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Donnerstag, 12. September 2013 - 13:58 Uhr

Raumfahrt - Erfolgreicher Start von EUROCKOT-Gonets-D1M-Satelliten

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Rockot Launches 3 Russian Gonets-D1M Satellites Successfully
On September 11, 2013 at 23.23 hrs UTC, a Rockot launcher successfully deployed 3 Russian government Gonets-D1M satellites into an orbit of about 1500 km altitude and 82.5 degrees inclination from the designated  Rockot launch site Plesetsk Cosmodrome.
This was the eighth launch of a Rockot with the Breeze-KM upper stage for the Russian government (“Federal Launch”) since 2005 and the second such  launch of a Rockot in 2013.
In addition, Eurockot has performed a total of 10 launches of Earth observation, scientific  and communication satellites for international customers since and will continue with the simultaneous launch of the three Swarm spacecraft for the European Space Agency (ESA) scheduled for November 2013.
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Russia has orbited three communications satellites, a Defense Ministry spokesman said Thursday.
“The Rokot carrier rocket, launched today at 03:23 a.m. Moscow Time [23:23 GMT Wednesday] from the Plesetsk state space launch site, successfully put three Gonets-M communications satellites into the final orbit in due time,” Col. Alexei Zolotukhin said.
The launch followed a nine-month suspension due to attempts to fix a glitch in the rocket’s booster, Zolotukhin said Wednesday.
All launches of Rokots were suspended in January after the rocket’s Briz-KM booster failed to deliver three military satellites into their designated orbits, resulting in the loss of one of the satellites.
© RIA Novosti.
The light payload Rokot launch vehicle
The light-class Rokot launch vehicle is a modified version of the Russian RS-18 (SS-19 Stiletto) intercontinental ballistic missile. It uses the two original lower stages of the ICBM, in conjunction with an upper-stage block containing the Briz-KM booster and space-bound payloads.
According to the Russian Defense Ministry, prior to the current launch, a total of 16 Rokot launches were carried out from the Plesetsk site since the first launch on May 16, 2000.
The Gonets-M satellites will be part of Russia’s low-orbit grouping of telecoms satellites designed to provide communications services for remote areas of Russia.
Before today’s blastoff, the grouping consisted of three Gonets-M and two Gonets-D1 satellites.
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Quelle: EUROCKOT

Tags: EUROCKOT-Gonets-D1M 

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Donnerstag, 12. September 2013 - 13:39 Uhr

Raumfahrt - Start von Proton-M mit Astra-2E

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Roscosmos to postpone next space launch pending Baikonur clean-up

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Russia's Federal Space Agency Roscomos wants to postpone the next launch of the Proton-M rocket planned for September 17, its deputy chief, Sergei Savelyev, told a commission into the aftermath of the failed last rocket launch from Baikonur cosmodrome in Kazakhstan.
"We ask not to launch the Proton on September 17 until the area where the previous Proton collapsed is cleaned of toxic substances,” Kazakh Minister of the Environment Nurlan Kapparov said.
"We said in mid-August that until the problem of complete detoxification of the territory is achieved there can be no talk of launching the next Proton. Kazakhstan has not changed its position," the minister said.
Concentration of contaminating substances in the area of the Proton collapse still exceeds permissible norms despite considerable improvements achieved, the minister noted.
"We understand your position, we have heard you," the deputy Roscosmos chief said, adding he would inform his boss about the results of the discussion.
Earlier, Roscomos Chief Vladimir Popovkin said that the launching of the next "Proton" had been scheduled for mid-September.
Roscosmos asked the government of Kazakhstan for assistance in settlement of problems connected with future space launchings of the Proton-carrier rocket from Baikonur, Savelyev said. "Taking into account the importance of the use of the Proton for purposes of the implementation of the national space program, I appeal to the government of Kazakhstan, asking to render assistance in settlement of problems connected with the future space launchings," Savelyev told the commission into the aftermath of the failed rocket launch from Baikonur on July 2.
"We continue efforts to eliminate the after-effects of the rocket collapse. The positive dynamics of the clean-up made it possible to believe that it will be done by joint efforts," Savelyev said.
Earlier Wednesday, Federal Space Agency (Roscosmos) chief Vladimir Popovkin said Russia will likely launch the next Proton carrier rocket in late September, 
Popovkin noted that the launch would take place only after the previous Proton failure was fully investigated.
A space expert told ITAR-TASS earlier that Russia would resume Proton launches after a thorough probe into the latest rocket crash in July.
“I have very serious doubts about the launch of the European satellite Astra-2E aboard the Proton carrier rocket scheduled for September 15 and announced by International Launch Services on its website,” the expert said.
“A thorough investigation has to be conducted first to prevent such situations in the future and make sure that all instructions have been fulfilled and only then continue working with the carrier rocket,” he said.
The Proton- M carrier rocket with three GLONASS satellites on board collapsed at Baikonur on July 2. The rocket crashed at a distance of approximately 2,500 meters from the launching pad.
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Russia's space agency Roscosmos has asked the government of Kazakhstan to help resolve problems over future space launches of the Proton carrier rocket from Baikonur cosmodrome, the agency's deputy chief Sergei Savelyev said on Wednesday.
"Taking into account the importance of using Proton to implement the national space program, I appeal to the government of Kazakhstan to render assistance..." Savelyev told a commission investigating consequences of the Proton-M rocket failure at Baikonur on July 2.
"We continue efforts to eliminate the aftermath of the rocket collapse. The positive dynamics of the clean-up made it possible to believe that it will be done by joint efforts," Savelyev said.
The Proton rocket carrying three GLONASS satellites collapsed at Baikonur about 2,500 metres from the launch pad.
Quelle: ITARTASS

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Donnerstag, 12. September 2013 - 11:00 Uhr

Astronomie - John Billingham, Sucher nach Außerirdischen, stirbt mit 83

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11.08.2013

John Billingham, Seeker of Extraterrestrials, Dies at 83

Dr. John Billingham, who as a NASA official in the 1970s helped persuade the federal government to use radio telescopes to scour the universe for evidence of extraterrestrial intelligence, even as critics mocked the idea, died on Aug. 4 in Grass Valley, Calif. He was 83. 

His death was confirmed by his sons, Robert and Graham.

Dr. Billingham, an Englishman who earned a medical degree at Oxford and helped design spacesuits for astronauts in the 1960s, never found the evidence he was looking for. But he did help establish the validity of the quest.

“We sail into the future, just as Columbus did on this day 500 years ago,” Dr. Billingham said on Oct. 12, 1992, when after two decades of planning and maneuvering NASA formally began its search for extraterrestrial intelligence, known by the acronym SETI. “We accept the challenge of searching for a new world.”

The effort, which Dr. Billingham led as chief of the life sciences division at NASA’s Ames Research Center in California, involved using huge radio telescopes to search for radio signals — either deliberate intergalactic flares or incidental noise — emitted by other technologically advanced civilizations that might be billions of years old and billions of light-years away.

“The whole picture is that we are the newcomers on the block, that they’re out there, other civilizations that are much older than we are,” Frank Drake, a radio astronomer who in 1960 started seeking signals from beyond the solar system, said in an interview. “Anybody we find would probably be way ahead of us in longevity and probably in sophistication.”

Yet a year after NASA began the project, SETI lost its federal financing amid Congressional assertions that it was a waste of taxpayer money — “a great Martian chase” in the words of one critic, Senator Richard H. Bryan, a Nevada Democrat.

Dr. Billingham retired not long after, but neither he nor SETI was finished.

Operating as the nonprofit SETI Institute, based in Mountain View, Calif., Dr. Billingham and a team of scientists cobbled together financing from universities and high-tech billionaires to keep the effort going. The Allen Telescopic Array, jointly owned by the institute and the University of California, Berkeley, is named for Paul G. Allen, a co-founder of Microsoft, who gave $25 million to the cause.

Although the federal government no longer pays SETI scientists to search for intergalactic radio signals, federal grants have helped pay for some of the SETI equipment used in recent years. Government emphasis has shifted toward another endeavor Dr. Billingham supported, which is also pursued by scientists at the institute: the rapidly expanding field of astrobiology, which includes searching for extraterrestrial life at the most microbial level, not just forms that might transmit radio signals.

Dr. Billingham first learned of astrobiology, then called exobiology, in 1968, through the work of the astronomer and author Carl Sagan and others.

“It changed my whole life,” he once wrote.

Three years later, he recruited Barney Oliver, the research chief of Hewlett-Packard, to host a symposium at which they and others sketched out a plan for using a $10 billion array of giant radio telescopes to search for extraterrestrials. They called it Project Cyclops.

“We are almost certainly not the first intelligent species to undertake the search,” they wrote in a proposal that spanned more than 200 pages. “The first races to do so undoubtedly followed their listening phase with long transmission epochs, and so have later races to enter the search. Their perseverance will be our greatest asset in our beginning listening phase.”

Dr. Billingham was born on March 18, 1930, in Worcester, England. He completed his medical studies at Oxford in 1954 and later spent six years as a medical officer in the Royal Air Force. He joined NASA in 1963, becoming chief of its environmental physiology branch later that year at the Johnson Space Center in Houston. He moved to the Ames Research Center in 1965 and spent the next several years in NASA’s biotechnology divisions while he built support for SETI.

In addition to his sons, he is survived by four grandchildren. His wife, the former Margaret Macpherson, also a physician, died in 2009.

SETI was not formally incorporated into Dr. Billingham’s official job title at NASA until March 1991, when he became chief of the space agency’s Office of the Search for Extraterrestrial Intelligence. When financing was eliminated three years later, he became a senior scientist at the SETI Institute.

One of Dr. Billingham’s concerns was how to respond to a radio signal from space. To answer the question, he helped draft the “Declaration of Principles Concerning Activities Following the Detection of Extraterrestrial Intelligence.” The document allowed that a proper response would depend on the signal received. Only so much advance planning is possible.

“A lot of people think this is silly, but we need to give a lot of thought to a reply,” Dr. Billingham said in 1992. “It is not a question just for scientists and engineers. Already we agree on one rule: Don’t reply unless you have undertaken extensive international consultation.”

Quelle: The New York Times

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Update: 12.09.2013

John Billingham
John Billingham, who has died aged 83, was a former RAF officer who headed Nasa’s Search for Extraterrestrial Intelligence (Seti) programme at the Ames Research Center in California.
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The hunt for intelligent extraterrestrial life began in 1956 when Frank Drake, a young astronomer at the University of California at Santa Cruz, pointed a 25ft radio telescope at the Pleiades, 440 light years from Earth, and saw two spikes on the read-out that should not have been there. Though the spikes proved to be a false alarm, Drake realised that if there was intelligent life out there, capable of sending signals, the new technology of radio telescopy could pick them up.
In 1970 Billingham, an expert in space medicine at Nasa’s Ames Research Center, commissioned an engineering study that proposed the agency should establish a Seti programme. The project, christened Project Cyclops, envisioned an array of antennae that would scan multiple frequencies. Though Nasa never formally proposed Project Cyclops (its $10 billion price tag proved its undoing), it began funding small projects to study extraterrestrial intelligence, and in 1976 Billingham was appointed head of the Extraterrestrial Research Division at Ames.
However Nasa’s Seti programme was beset by problems from the start. In 1978 Senator William Proxmire of Wisconsin, famous for his “Golden Fleece” awards (given to government projects that he deemed wasteful), awarded a “Golden Fleece of the Month” to Nasa’s Seti initiative and persuaded Congress to reject a $2 million appropriation for the project. In 1982, after some discreet lobbying, Billingham managed to insert Seti into a federal budget proposal, thereby arousing the wrath of Senator Proxmire. To the rescue came the astronomer and popular science writer, Carl Sagan, then at the height of his fame. As a result of his lobbying, Proxmire, who fancied himself a progressive, dropped his opposition to the programme.
During the 1980s Nasa devoted very little money to Seti, but in 1990 Billingham got the go-ahead for a $100 million 10-year Seti project with two distinct parts. The first was an all-sky survey that would scan the heavens for extraterrestrial signals. The second was a targeted search that would take time to examine individual star systems. Its inauguration was Columbus Day, October 12 1992, the symbolic beginning of a new age of exploration. “We sail into the future, just as Columbus did on this day 500 years ago,” Billingham announced grandly. “We accept the challenge of searching for a new world.”
But the press and public, cynical after decades of UFO “sightings”, had broadly concluded that, outside of The X files, Star Trek and The War of the Worlds, there really was no one “out there”. Much fun was had at Billingham’s expense when it emerged that Nasa was discussing an international protocol to guide politicians on how they should respond in the event of aliens making contact. “Maybe Leonard Nimoy and William Shatner should talk to them,” one newspaper suggested. “They always did a great job on Star Trek with that 'We are from different worlds but respect your culture’ speech.”
But Billingham was having none of it: “A lot of people think this is silly, but we need to give a lot of thought to a reply,” he explained. “It is not a question just for scientists and engineers.”
Unfortunately for Billingham, other politicians were willing to fill the gap left by Proxmire, who had retired from the Senate in 1989. In 1990 Silvio Conte, a congressman from Massachusetts, decried the search for “little green men with misshapen heads” at a time “when good people of America can’t find affordable housing”. Holding up headlines such as “Space Aliens Stealing Our Frogs” and “Magic Ray from UFO Cures 22 People”, Conte noted that, if Billingham was looking for extraterrestrials, it would be a lot cheaper to buy a tabloid.
Although Nasa’s Seti programme survived Conte’s barbs, it did not survive the opposition of Senator Richard Bryan of Nevada. In 1993, at the height of the national concern over budget deficits, Bryan persuaded the Senate to end federal funding.
Bryan had killed Nasa’s Seti, but he had by no means killed Seti itself. Operating as the Seti Institute, a non-profit institute based in Mountain View, California, Billingham and a team of scientists cobbled together financing from universities and from private benefactors to keep the programme going and to build the Allen Telescopic Array (after Paul Allen, a co-founder of Microsoft, who gave $25 million to the cause).
Though it has detected no little green men as yet, the Seti Institute has achieved respectability through discoveries in other areas — notably so-called extremophiles and exoplanets. Extremophiles are microbial organisms that can survive in extreme environments — such as inside nuclear reactors, in rock or in super-hot deep-ocean vents. Their existence — unknown until a few years ago — shows that life can survive in many more places than scientists used to think possible. Exoplanets are simply planets outside our solar system. These were assumed to exist, but one was not actually detected until 1995. Now astronomers are finding hundreds more.
These discoveries have led to a new field of astrobiology, the speculative study of life beyond Earth which includes searching for extraterrestrial life at the most microbial level, while the exoplanets are being investigated by Nasa’s Kepler mission, launched in 2009. As well as listening out for signals from ET, today’s Seti Institute is running projects in planetary science, exobiology, and related areas.
But Billingham always lived in hope that man would one day find intelligent life on other planets. In 2007 he resigned from an extraterrestrial study group set up by the International Academy of Astronautics, concerned over a lack of public discussion about the possible consequences of sending signals deep into space. “We’re talking about initiating communication with other civilisations, but we know nothing of their goals, capabilities or intent,” he warned. “Who will speak for Earth if aliens do reply? Are we inviting Armageddon?’’
John Billingham was born on March 18 1930, in Worcester. After studying Medicine at Oxford University, he spent six years as a medical officer in the RAF before joining Nasa in 1963 as head of its environmental physiology branch at the Johnson Space Center in Houston, helping to design spacesuits for astronauts. He moved to the Ames Research Center in 1965 and spent the next few years in Nasa’s biotechnology divisions while he worked on Seti. He formally became head of Nasa’s Office of the Search for Extraterrestrial Intelligence in 1991. When funding was withdrawn in 1993 he became a senior scientist at the Seti Institute.
His wife, Margaret, died in 2009. Their two sons survive him.
John Billingham, born March 18 1930, died August 4 2013
Quelle: The Telegraph

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Donnerstag, 12. September 2013 - 09:54 Uhr

Astronomie - ASU Wissenschaftler entdecken organische Moleküle in Meteoriten

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Sutters-Mill-Fireball-2012

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An important discovery has been made concerning the possible inventory of molecules available to the early Earth. Scientists led by Sandra Pizzarello, a research professor in the Department of Chemistry and Biochemistry in ASU's College of Liberal Arts and Sciences, found that the Sutter’s Mill meteorite, which exploded in a blazing fireball over California last year, contains organic molecules not previously found in any meteorites. These findings suggest a far greater availability of extraterrestrial organic molecules than previously thought possible, an inventory that could indeed have been important in molecular evolution and life itself.
The work is being published in this week’s Proceedings of the National Academy of Sciences. The paper is titled “Processing of meteoritic organic materials as a possible analog of early molecular evolution in planetary environments,” and is co-authored by Pizzarello, geologist Lynda Williams, NMR specialist Gregory Holland and graduate student Stephen Davidowski, all from ASU.
Coincidentally, Sutter’s Mill is also the gold discovery site that led to the 1849 California Gold Rush. Detection of the falling meteor by Doppler weather radar allowed for rapid recovery so that scientists could study for the first time a primitive meteorite with little exposure to the elements, providing the most pristine look yet at the surface of primitive asteroids.
“The analyses of meteorites never cease to surprise you ... and make you wonder,” explains Pizzarello. “This is a meteorite whose organics had been found altered by heat and of little appeal for bio- or prebiotic chemistry, yet the very Solar System processes that lead to its alteration seem also to have brought about novel and complex molecules of definite prebiotic interest such as polyethers.”
Pizzarello and her team hydrothermally treated fragments of the meteorite and then detected the compounds released by gas chromatography-mass spectrometry. The hydrothermal conditions of the experiments, which also mimic early Earth settings (a proximity to volcanic activity and impact craters), released a complex mixture of oxygen-rich compounds, the probable result of oxidative processes that occurred in the parent body. They include a variety of long chain linear and branched polyethers, whose number is quite bewildering.
This addition to the inventory of organic compounds produced in extraterrestrial environments furthers the discourse of whether their delivery to the early Earth by comets and meteorites might have aided the molecular evolution that preceded the origins of life.
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A portion of the asteroidal Sutter's Mill meteorite used in this study.
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Quelle: asu-news

Tags: organische Moleküle in Meteoriten 

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