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Freitag, 13. April 2012 - 09:31 Uhr

Raumfahrt - Fehlstart von Nord-Korea´s Unha-3-Rakete

 

 

Der Satellit erreicht nicht den Orbit. Südkorea, Japan und die USA vermuten den Test eines atomaren Sprengkopfs.
Allen internationalen Warnungen zum Trotz hat Nordkorea am Freitag erneut einen umstrittenen Raketenstart unternommen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums im benachbarten Südkorea explodierte die mehrstufige Rakete jedoch schon wenige Minuten nach dem Abheben in der Luft und zerbrach in mehrere Teile, die ins Gelbe Meer fielen.
Nordkorea räumte den gescheiteren Start der Rakete ein, mit dem es nach eigenen Angaben einen Satelliten ins All schießen wollte. Die USA und andere Länder sahen in dem Start den verdeckten Test einer Interkontinentalrakete, die einen atomaren Sprengkopf tragen könnte.

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Freitag, 13. April 2012 - 00:19 Uhr

Astronomie - Sternenhimmel am 8.April 2012

 

 

Fotos: ©-hjkc

 

 

 

 


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Donnerstag, 12. April 2012 - 22:24 Uhr

Astronomie - ALMA beobachtet einen Ring um den hellen Stern Formalhaut

 

 

 

Das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), ein noch im Bau befindliches neues Observatorium, hat einen Durchbruch beim Verständnis eines nahegelegenen Planetensystems ermöglicht und wertvolle Hinweise geliefert, wie solche Objekte entstehen und sich entwickeln. Die Astronomen stellten fest, dass Planeten, die den Stern Fomalhaut umkreisen, deutlich kleiner sind als bisher angenommen. Dies ist das erste veröffentlichte Ergebnis aus der ersten Phase wissenschaftlicher Arbeit mit ALMA, für die Astronomen aus aller Welt Beobachtungszeit beantragen konnten, der so genannten Early Science, auch Beobachtungszyklus 0 genannt.
Die Entdeckung beruht auf außergewöhnlich scharfen ALMA-Aufnahmen einer Scheibe bzw. eines Ringes um den Stern Fomalhaut, der sich in einer Entfernung von etwa 25 Lichtjahren von der Erde befindet. Die ALMA-Daten zeigen, dass sowohl der innere als auch der äußere Rand der dünnen Staubscheibe scharf begrenzt ist. Im Vergleich mit Computersimulationen konnten die Wissenschaftler aus dieser Tatsache darauf schließen, dass die Staubteilchen durch die Wirkung der Schwerkraft zweier Planeten in der Scheibe gehalten werden, wobei einer der Planeten den Stern innerhalb des Ringes und der andere außerhalb umläuft. Mithilfe dieser Beobachtungen lässt sich eine Streitfrage zur Natur des Systems klären, die sich aus vorangegangenen Beobachtungen ergeben hatte [1].
Die Berechnungen liefern Zahlenwerte für die Größe der angenommenen Planeten. Sie müssen demnach größer als der Mars sein, können aber maximal einige Male so groß sein wie die Erde. Damit sind die Planeten deutlich kleiner als bislang angenommen: Im Jahr 2008 hatten Aufnahmen des NASA/ESA-Weltraumteleskops Hubble den inneren der beiden Planeten zeigen können. Damals waren die Forscher allerdings davon ausgegangen, dass er größer als Saturn wäre, der zweitgrößte Planet in unserem Sonnensystem. Bei späteren Beobachtungen mit Infrarotteleskopen war es dann allerdings nicht mehr gelungen, den Planeten nachzuweisen.
Daraufhin hatten einige Astronomen angezweifelt, ob sich in den Hubble-Daten überhaupt überzeugende Hinweise auf die Existenz des Planeten finden. Die Hubble-Bilder wurden im sichtbaren Licht aufgenommen und zeigen daher auch kleine Staubkörner, die durch die Strahlung des Sterns nach außen getrieben werden – und dadurch wiederum wird das Abbild der Staubscheibe merklich undeutlicher. ALMA dagegen beobachtet nicht im sichtbaren Licht sondern bei viel größeren Wellenlängen. Sie weist daher nur viel größere Staubkörner mit einem Durchmesser von etwa einem Millimeter nach, und diese größeren Partikel werden von der Strahlung des Sterns nicht beeinflusst. So werden deutlich die scharfen Ränder und die ringförmige Struktur der Scheibe sichtbar, die genaue Rückschlüsse auf den Einfluss der Schwerkraft der zwei Planeten erlauben.
"Indem wir die Ergebnisse von Computersimulationen mit der Form der Scheibe vergleichen, die sich aus unseren ALMA-Daten ergibt, können wir die Masse und die Umlaufbahn eines Planeten in der Nähe des Ringes sehr genau bestimmen", erklärt der Leiter der Studie Aaron Boley, der als Sagan Fellow an der University of Florida arbeitet. "Wie sich zeigt, müssen die Planetenmassen sehr klein sein. Andernfalls würden die Planeten den Ring zerstören." Das erklärt auch, warum sich die Planeten in den früheren Infrarotbeobachtungen nicht nachweisen ließen.
Den ALMA-Daten nach misst der Ring vom inneren bis zum äußeren Rand rund das 16-fache des Abstands der Erde von der Sonne. Seine Dicke beträgt im Vergleich dazu nur ein Siebtel dieser Ausdehnung. "Der Ring ist viel schmaler und dünner als bisher gedacht", ergänzt Matthew Payne, ebenfalls von der University of Florida.
Der Ring befindet sich in einer Entfernung von etwa dem 140-fachen Abstand Erde-Sonne vom Stern (zum Vergleich: der Zwergplanet Pluto ist nur etwa 40 mal so weit von der Sonne entfernt wie die Erde). Das Ringsystem hat also viel größere Ausmaße als unser Sonnensystem. "Aufgrund ihrer geringen Größe und ihres großen Abstands zum Stern sind die beiden Planeten in der Nähe des Rings die kältesten Planeten, die man bislang in der Umlaufbahn um einen normalen Stern gefunden hat", fügt Aaron Boley hinzu.
Die Astronomen beobachteten das Fomalhaut-System im September und Oktober 2011, und damit zu einer Zeit, als erst ein Viertel der vorgesehenen 66 Antennen von ALMA verfügbar waren. Nach der Fertigstellung im nächsten Jahr wird die Anlage dann noch einmal deutlich leistungsfähiger sein. Dennoch war ALMA schon in der Early-Science-Phase in der Lage, deutliche Strukturen sichtbar zu machen, die allen früheren Beobachtern entgangen waren.
Weiter geht es hier: http://www.eso.org/public/germany/news/eso1216/

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Donnerstag, 12. April 2012 - 21:58 Uhr

Raumfahrt - Russischer Mond-Rover-Entwurf für 2015

 

 

Der Prototyp des russischen Mond-Vagabunden, der für den Mond-X PREIS Google-konkurriert, wird bis zum Sommer beendet, sagten Entwickler am Donnerstag. Das Selenokhod („Mond-Wanderer ") macht dann umfangreiche Prüfung, einschließlich die Vakuumkamera, das ErschütterungsTestbett und auf einer simulierten Mondoberfläche durch, die mit Kratern versehen ist, so Sergei Sedykh von Selenokhod gegenüber RIA Novosti. Mehr darüber hier:

 

Mond-Rover Selenokhod soll sich auf Skien bewegen und wenn er als Favorit hervorgeht 2015 zum Mond reisen, wie auf Zeichnungen von Selenokhod:  

 

 


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Donnerstag, 12. April 2012 - 13:16 Uhr

Mars-Chroniken - Monolith auf dem Mars entdeckt?

Oder doch nur ein normaler Flußstein, welche Ufologen mal wieder als Marsmännchen-Monolith deuten. Nichts ist es mit den Spekulationen der Ufologen, gut erklärt wird das Schattenspiel hier: http://www.space.com/15244-monolith-mars-2001-space-odyssey.html

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Donnerstag, 12. April 2012 - 09:29 Uhr

Raumfahrt - Nord-Korea Unha-3-Rakete im Satelliten-Focus

 

Aufnahmen von Digital-Globe

 

 

 

 


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Mittwoch, 11. April 2012 - 23:44 Uhr

Raumfahrt - ATV-3 Edoardo Amaldi wird entladen

Fotos: ESA

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Mittwoch, 11. April 2012 - 13:00 Uhr

Raumfahrt - Nord-Korea betankt umstrittene Unha-3-Rakete

 

Mehr darüber hier: http://blogs.voanews.com/breaking-news/2012/04/11/pyongyang-announces-fueling-of-rocket-for-space-shot-2/

 

 

 

 

 


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Mittwoch, 11. April 2012 - 08:58 Uhr

Mars-Chroniken - Trichterketten auf der Vulkanaufwölbung Tharsis

 

 

In der Vulkanregion Tharsis, die fast so groß ist wie Europa, wurde das Marshochland infolge vulkanischer Prozesse zu einem mehrere Tausend Meter hohen Schild aufgewölbt. In diesem Gebiet können zahlreiche ungewöhnliche Landschaftsphänomene beobachtet werden. Das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betriebene Kamerasystem HRSC auf der ESA-Raumsonde Mars Express nahm im vergangenen Jahr eine Reihe von geradlinigen Bruchstrukturen auf, entlang deren Verlauf sich Ketten von bis zu 1500 Meter tiefen Trichtern gebildet haben. Über die Entstehung dieser Trichterketten sind sich die Marsforscher noch uneins.
Diese, in der englischen Fachterminologie "pit chains" (deutsch: Krater-, Trichter- oder Grubenketten) genannten geologischen Formationen können im Marshochland an mehreren Stellen beobachtet werden. Solche Aneinanderreihungen einzelner rundlicher Senken bildeten sich stets entlang von Störungen (tektonischen Brüchen) in der spröden Marskruste. Die Prozesse, die zu solchen Trichterketten geführt haben, könnten ganz unterschiedlicher Natur sein: Zum einen treten diese Ketten häufig an den Flanken von flachen Schildvulkanen auf, die einen großen Durchmesser an ihrer Basis haben. Wenn ein Lavafluss an seiner Oberfläche abkühlt und erstarrt, im Inneren jedoch flüssig bleibt und wie in einer Röhre weiterfließt, entsteht ein unterirdischer Hohlraum. Erlischt die vulkanische Aktivität, kann ein Tunnel beziehungsweise eine entleerte Lavaröhre im Untergrund zurückbleiben. Im Laufe der Zeit brechen dann entlang des Dachs der Röhre einzelne Abschnitte ein und hinterlassen an der Oberfläche rundliche Senken. Auch auf der Erde gibt es solche Lavatunnel, zum Beispiel auf Hawaii.
Eine weitere Möglichkeit sind rein mechanische Vorgänge, ohne den Einfluss vulkanischer Prozesse: Durch eine Dehnung der Marskruste kommt es zu Dehnungsbrüchen, so genannten  Extensionsklüften, entlang deren Verlauf sich rundliche Senken bilden. An diesen Senken "sackt" das Material an der Oberfläche nach unten. Dass in dieser Region die Marskruste gedehnt wurde, wird durch die geradlinig verlaufenden Bruchstrukturen bekräftigt - einzelne Geländeblöcke sind infolge der Dehnung in die dadurch entstandene "Lücke" abgesackt und bilden nun markante Geländestufen. Die Dehnungstektonik kommt auch im Namen Tractus Catena zum Ausdruck (lateinisch für "auseinander gezogene Kette").
Auch die Wirkung von Grundwasser kann, als dritte Möglichkeit, nicht ausgeschlossen werden. Ähnliches ist in Karstgebieten auf der Erde - beispielsweise auf der Schwäbischen Alb mit ihren zahlreichen, Dolinen genannten Einsturzkesseln zu beobachten. Dort bilden sich im Untergrund Kavernen, die durch die chemische Wirkung von sich im Grundwasser bildender Kohlensäure entstehen, das Kalkgestein löst. Im Laufe der Zeit bilden sich so beachtliche Hohlräume, deren Decken durch die zu große Eigenlast einstürzen. Auch wenn es auf dem Mars keine Kalkgebirge gibt, könnten Lösungsprozesse zu ähnlicher Hohlraumbildung führen und anschließend, wie bei den Lavaröhren, Teile der Tunneldecke einbrechen und eine Reihe von Absenkungstrichtern bilden.
Fotos: DLR und mehr darüber hier: http://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10081/151_read-3194/

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Dienstag, 10. April 2012 - 19:48 Uhr

Planet Erde - Envisat-Satellit beobachtet rapide schmelzendes Schelfeis in der Antarktis

 

Fotos: ESA

Envisat-Satellit beobachtet rapide schmelzendes Schelfeis in der Antarktis
 
Nach mittlerweile zehn Jahren in der Erdumlaufbahn beobachtet der ESA-Satellit Envisat weiterhin das durch die Klimaerwärmung verursachte rapide Abschmelzen eines der Schelfeisgebiete der Antarktis.
 
Eine der ersten Beobachtungen nach dem Start am 1. März 2002 machte der Satellit vom Auseinanderbrechen eines großen Teiles des Larsen-B-Eisschelfes: Innerhalb weniger Tage brachen 3.200 Quadratkilometer Eis auseinander, das aufgrund der Klimaerwärmung instabil geworden war.
Jetzt, nach zehnjähriger Erdbeobachtung mit dem Advanced Synthetic Aperture Radar (ASAR), hat Envisat während des vergangenen Jahrzehnts den Verlust von weiteren 1.790 Quadratkilometern Eis im Gebiet des Larsen-B Eisschelfes aufgezeichnet.
Das Larsen-Eisschelf besteht aus drei Teilen: A (das Kleinste), B und C (das Größte). Sie erstrecken sich von Norden nach Süden entlang der Ostseite der antarktischen Halbinsel.
Larsen-A ist im Januar 1995 zerfallen. Larsen-C ist in diesem Gebiet soweit stabil, Satellitenbeobachtungen haben jedoch gezeigt, dass es dünner wird und die Schmelzphasen im Sommer länger dauern.
„Eisschelfe reagieren empfindlich auf atmosphärische Erwärmung und Änderungen der Meeresströmungen und Temperaturen“, sagte Professor Helmut Rott von der Universität Innsbruck.
„Die nördliche antarktische Halbinsel hat sich in den vergangenen 50 Jahren um etwa 2,5°C erwärmt, eine viel stärkere Entwicklung als der weltweite Durchschnitt, die den Rückgang und das Aufbrechen der Eisschelfe verursacht.“
Larsen-B hatte Anfang Januar 1995 eine Fläche von 11.512 Quadratkilometern - nach einigen Kalbungen waren es im Februar 2002 6.664 Quadratkilometer. Der Abbruch im März 2002 hinterließ nur noch 3.463 Quadratkilometer. Die Daten von Envisat zeigen, dass heute nur noch 1.670 Quadratkilometer übrig sind. 
Mehr darüber hier: http://www.esa.int/esaCP/SEM465HWP0H_Germany_0.html
 
 

 


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