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Freitag, 4. Mai 2012 - 13:00 Uhr

Raumfahrt - Boeing testet erfolgreich Kapsel-Landesystem in der Wüste von Nevada

 

 

Boeing's capsule landing system tested in Nevada
Boeing conducted a successful end-to-end test Wednesday of the landing parachutes for the CST-100 commercial crew spacecraft, the second drop test of the boilerplate capsule in a month. 
An Erickson Sky Crane helicopter hoisted the capsule to an altitude of about 14,000 feet and released it, according to a Boeing press release. 
Wednesday's drop test included two drogue stabilization parachutes and three main chutes to slow the capsule to a gentle touchdown at Delamar Dry Lake near Alamo, Nev., a former emergency landing site for the X-15 rocket plane. Crewed flights of the CST-100 will initially return to Earth at White Sands Missile Range, N.M. 
The parachutes all deployed smoothly on a timing sequence, and six airbags inflated before landing to cushion the impact of touchdown, according to Boeing. 
A drop test of the same capsule April 3 only used the CST-100's three main parachutes. 
"This second parachute drop test validates Boeing's innovative system architecture and deployment plan," said John Mulholland, vice president and program manager of Boeing commercial programs. "Boeing's completion of this milestone reaffirms our commitment to provide safe, reliable and affordable crewed access to space." 

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Freitag, 4. Mai 2012 - 12:39 Uhr

Raumfahrt - Europas nächste große Wissenschaftsmission heißt JUICE

 

 

 
Die Eismonde des Jupiter stehen im Fokus der nächsten großen Wissenschaftsmission der ESA.
 
Der „JUpiter ICy moons Explorer“ – JUICE – erhielt den Vorzug vor zwei anderen Missionen, dem neuen Observatorium für Gravitationswellen („New Gravitational wave Observatory“, NGO) und dem fortschrittlichen Teleskop für Hochenergie-Astrophysik („Advanced Telescope for High-Energy Astrophysics“, ATHENA).
JUICE ist die erste große Wissenschaftsmission (Kategorie L) des ESA-Programms „Kosmische Vision 2015–2025“.
Die Sonde wird 2022 mit einer Ariane 5 von Europas Raumflughafen in Kourou, Französisch-Guayana, aus gestartet. Sie wird den Jupiter im Jahr 2030 erreichen und über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren detaillierte Beobachtungen durchführen.
Die Galileischen Monde des Jupiter – der vulkanische Mond Io, der Eismond Europa und die aus Gestein und Eis bestehenden Monde Ganymed und Kallisto – machen das Jupiter-System zu einem eigenen Miniatur-Sonnensystem.
Es wird davon ausgegangen, dass Europa, Ganymed und Kallisto unter ihrer Oberfläche Ozeane beherbergen. Ziel der Mission ist daher die Untersuchung der Monde als potenzielle Lebensräume, womit zwei Schlüsselfragen des Programms „Kosmische Vision“ angegangen werden: Welches sind die Voraussetzungen für die Entstehung von Planeten und von Leben, und wie funktioniert das Sonnensystem?
JUICE wird eine ständige Beobachtung der Atmosphäre und der Magnetosphäre des Jupiter sowie der Wechselwirkungen der Galileischen Monde mit dem Gasriesen vornehmen.
Die Sonde wird Kallisto, dem kraterreichsten Objekt des Sonnensystems, einen Besuch abstatten und zweimal an Europa vorbeifliegen. Dabei wird JUICE die ersten Messungen der Dicke von Europas Eiskruste vornehmen und mögliche Standorte für künftige Untersuchungen vor Ort bestimmen.
Im Jahr 2032 schließlich wird das Raumfahrzeug in eine Umlaufbahn um Ganymed einschwenken und die Eisoberfläche und interne Struktur dieses Mondes einschließlich seines unter der Oberfläche verborgenen Ozeans erforschen.
Ganymed ist der einzige Mond des Sonnensystems, von dem bekannt ist, dass er sein eigenes Magnetfeld erzeugt, weswegen die Mission JUICE eine gründliche Beobachtung der einzigartigen magnetischen und Plasmainteraktionen mit der Magnetosphäre des Jupiter durchführen wird.
„Jupiter ist der Archetyp der Riesenplaneten des Sonnensystems und zahlreicher andere Sterne umkreisender Riesenplaneten“, so Professor Alvaro Giménez Cañete, der Direktor der ESA für Wissenschaft und robotische Exploration. „JUICE wird uns einen besseren Einblick in die Entstehung von Gasriesen und ihrer Trabanten sowie in ihr Potenzial für die Beherbergung von Lebensformen geben.“
„Angesichts der hervorragenden Qualität der drei in Frage kommenden Missionen war das Auswahlverfahren eine Herausforderung, und ich möchte dem Beratenden Ausschuss für Weltraumwissenschaft für seine harte Arbeit und die äußerst gründliche Durchführung dieses sehr anspruchsvollen Verfahrens danken“, meint der Vorsitzende des ESA-Ausschusses für das Wissenschaftliche Programm, Dr. Richard Bonneville.
Die heutige Bekanntgabe ist der Höhepunkt eines Prozesses, der 2004 mit dem Aufruf der ESA an die Wissenschaft begann, Europas Explorationsziele für das kommende Jahrzehnt festzulegen. Das daraus entstandene Programm „Kosmische Vision 2015–2025“ umfasst folgende vier wissenschaftliche Fragen: Welches sind die Voraussetzungen für die Entstehung von Leben und von Planeten? Wie funktioniert das Sonnensystem? Welches sind die grundlegenden Gesetze des Universums? Wie entstand das Universum, und woraus besteht es?
2007 wurde ein Aufruf zur Einreichung von Missionsvorschlägen rund um diese Fragen herausgegeben, auf den hin eine Reihe möglicher Missionen der Kategorie L geprüft wurde. „Aus drei hervorragenden Kandidaten eine Mission auszuwählen war eine schwierige Entscheidung. Alle drei versprachen wissenschaftliche Forschung von Weltklasse und würden Europa einen Spitzenplatz in der Weltraumforschung sichern“, erklärt Prof. Giménez Cañete. „JUICE ist eine notwendige Etappe im Hinblick auf die weitere Erforschung unseres äußeren Sonnensystems.“
In dem heutigen Beschluss hat der Ausschuss für das Wissenschaftliche Programm auch den hohen wissenschaftlichen Wert der Missionen NGO und ATHENA hervorgehoben, und es ist vorgesehen, die Technologiearbeiten fortzusetzen, so dass die beiden Missionen als Kandidaten für künftige Startgelegenheiten in Betracht gezogen werden können. Für 2013 ist ein zweiter Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen für große Missionen vorgesehen.
Quelle:ESA

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Freitag, 4. Mai 2012 - 08:45 Uhr

Planet Erde - NASA-ER-2-Einsatz über Grönland-Eisgletscher

 

 

NASA's ER-2 Flugzeug hat ehrgeiziges Wissenschaft-Projekt nach vierwöchentlichen Einsatz abgeschlossen. Jetzt werden die Daten ausgewertet, die durch den mehrfach eingesetzten Laser-Höhenmesser-Lichtstrahl-Experiment-Lidar (MABEL) über der Grönland-Eiskappe und umgebenden Seeeisfeldern gewonnen werden konnten.

 

Mehr darüber hier: http://www.nasa.gov/topics/earth/features/ER-2_completes_MABEL_deployment.html


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Donnerstag, 3. Mai 2012 - 08:30 Uhr

Luftfahrt - Erfolgreiche Testflüge von UAS Camcopter-S-100

 

 


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Donnerstag, 3. Mai 2012 - 00:05 Uhr

Luftfahrt - Boeing-B-747-8-Weltpremiere bei Lufthansa

 

 

Eine weitere Superlative in der Airline-Geschichte beginnt neben dem Airbus-A-380 nun mit dem Super-Jumbo von Boeing der B-747-8 welcher bei Lufthansa als erster ausgeliefert wurde. Fotos+Infos: Lufthansa


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Mittwoch, 2. Mai 2012 - 22:59 Uhr

Astronomie - Ein Blick durch die Dunstschleier im Gürtel des Orion

 

 

Ein neues Bild der Himmelsregion um den Reflexionsnebel Messier 78 – ein Stück nördlich vom Gürtel des Orion gelegen – zeigt kosmische Staubwolken, die den Nebel wie eine Perlenschnur durchziehen. Die Beobachtungen wurden mit dem Atacama Pathfinder Experiment (APEX) [1] durchgeführt. Sie zeigen den Astronomen anhand der Wärmestrahlung der interstellaren Staubkörner diejenigen Bereiche des Nebels, in denen neue Sterne entstehen.
Staub klingt nach etwas Langweiligem und Unangenehmem – nach der oberflächlichen Schmutzschicht, die die Schönheit von Objekten trübt. Das neue Bild der Umgebung von Messier 78, das die Submillimeter-Strahlung kosmischer Staubkörner sichtbar macht, führt uns dagegen anschaulich die wichtige positive Rolle des Staubs im Weltall vor Augen: Dichte Wolken aus Gas und Staub sind die Geburtsstätten neuer Sterne.
In der Bildmitte befindet sich Messier 78 (alternative Bezeichnung: NGC 2068). Im sichtbaren Licht erscheint diese Himmelsregion als so genannter Reflexionsnebel: eine Staubwolke, die fahles, blaues Sternlicht reflektiert. Solch einer Beobachtung im sichtbaren Licht sind in dem neuen Bild in orangener Farbe Beobachtungen mit APEX überlagert. APEX beobachtet bei merklich größeren Wellenlängen, bei denen das schwache Leuchten der dichten und kalten Staubklumpen sichtbar wird. Einige dieser Objekte haben Temperaturen von weniger als -250°C. Im sichtbaren Licht erscheint der Staub dunkel und verdeckt dahinter liegende Objekte. Aus diesem Grund sind Teleskope wie APEX für Untersuchungen der Staubwolken, in denen neue Sterne entstehen, unverzichtbar.
Eines der von APEX beobachteten Filamente erscheint im sichtbaren Licht als dunkler Streifen, der quer über Messier 78 verläuft. Offenbar liegt dieses dichte Staubband von der Erde aus gesehen vor dem Reflexionsnebel und verschluckt sein blaues Licht. Eine weitere in den APEX-Daten deutlich erkennbare Staubregion berührt den unteren Rand des Reflexionsnebels. Da sich hier im sichtbaren Licht kein dunkles Staubband zeigt, muss der Staub in diesem Falle hinter dem sichtbaren Nebel liegen.
Weitere Beobachtungen zeigen, dass aus einigen der dichten Klumpen mit hoher Geschwindigkeit Gas ausströmt. Diese Gasströme werden von jungen Sternen ausgestoßen, die gerade im Entstehen begriffen sind – aus dem Rohmaterial der umgebenden Gas- und Staubwolke. Entsprechend zeigt das Vorhandensein der Gasströme an, dass in den betreffenden Klumpen tatsächlich gerade Sterne entstehen.
Am oberen Bildrand befindet sich noch ein weiterer Reflexionsnebel, NGC 2071. Während die Gebiete weiter unten im Bild lediglich junge Sterne mit geringen Massen enthalten, befindet sich in NGC 2071 ein junger Stern, der deutlich massereicher ist: Er hat etwa die fünffache Masse der Sonne und befindet sich im hellsten Bereich der APEX-Daten. 
Die für dieses Bild verwendeten APEX-Beobachtungen wurden unter der Federführung von Thomas Stanke von der ESO, Tom Megeath von der University of Toledo in den USA und Amy Stutz vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg durchgeführt. Weitere Informationen zu Beobachtungen dieser Himmelsregion im sichtbaren Licht und zum kürzlich entdeckten stark veränderlichen McNeil-Nebel finden sich in eso1105.
Quelle+Fotos: ESO

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Mittwoch, 2. Mai 2012 - 22:21 Uhr

Mars-Chroniken - Große Lavaspulen auf dem Mars

 

 

Mehr darüber hier: http://www.latimes.com/news/nation/nationnow/la-na-nn-mars-lava-coils-20120427,0,2407665.story


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Mittwoch, 2. Mai 2012 - 21:47 Uhr

UFO-Forschung - Jede Woche gehen bei Mannheimer Meldestelle 10 bis 15 Handy-Filme ein

 

 

Von Ingo Senft-Werner

HIMMELSPHÄNOMENE - Jede Woche gehen bei Mannheimer Meldestelle 10 bis 15 Handy-Filme ein

(dpa). Geheimnisvolles Blinken erfüllt den wolkenlosen Himmel. Das müssen Ufos sein. Also Handy raus, filmen und ab zur Ufo-Meldestelle. Dort wächst die Bildersammlung - von Venus und Jupiter.

Mangelnde Sternenkenntnis ist der Hintergrund

Mit der Verbreitung von Smartphones nehmen die UFO-Meldungen beim Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (Cenap) in Mannheim extrem zu. „Hatten wir vor wenigen Jahren etwa 150 Meldungen im Jahr, so kommen jetzt jede Woche 10 bis 15 Handyfilmchen an mit angeblich fliegenden Untertassen“, sagte Cenap-Sprecher und Hobbyastronom Werner Walter kürzlich Freitag in Mannheim.

„Was auf den meisten Fotos und Filmen zu sehen ist, ist allerdings wirklich außerirdisch: Es sind schlicht helle Planeten und Sterne.“ Viele Menschen wüssten einfach nicht, was am Himmel zu sehen ist. „An lauen Abenden - ich nenne das immer UFO-Wetter - gehen sie dann ins Freie, schauen nach oben und wundern sich, dass es da funkelt und blinkt“, erzählte Walter.

Dann zückten sie ihr Handy und filmten mal die Venus, mal den Jupiter, schickten das Material an die Meldestelle und stellten es gleichzeitig in Internetplattformen wie Youtube. „Es ist beängstigend, welche Filmmenge da aufklickt, wenn man den Suchbegriff Ufo eingibt.“

Glühende Meteoriten lassen Telefone heißlaufen

Besonders heftig seien die Reaktionen, wenn ein größerer Meteorit oder ein Satellit beim Eintritt in die Erdumlaufbahn verglühe. „Dann stehen bei uns die Telefone nicht mehr still.“ Einige der Anrufer könnten kaum beruhigt werden. „Das hat dann schon fast etwas Therapeutisches.“ Ein beliebtes Motiv sei auch die internationale Raumstation ISS, die jedes Vierteljahr blinkend über Deutschland ihre Bahn zieht. „Gottlob wurden die kleinen Party-Fesselballons verboten, die uns in den vergangenen Jahren stark beschäftigt haben.“

Astronomie müsste auf Stundenplan der Schulen

Die Anfragen kämen nicht nur von Jugendlichen, sondern auch von älteren Menschen. „Dabei sollten die älteren Herrschaften doch wissen, was sich am Himmel abspielt.“ Die Meldungen zeigten, dass Astronomie dringend in der Schule gelehrt werden sollte. Die Lücken auf diesem Gebiet seien sehr groß.

Allerdings kann auch hier die moderne Technik Abhilfe schaffen: mit einer Sternen-App. Bevor die selbst ernannten Ufo-Jäger auf den Filmauslöser drücken, können sie sich auf diese Weise informieren, ob sie nicht doch nur einen Stern oder einen Planeten im Sucher haben.

 

Quelle: Wormser-Zeitung


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