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Donnerstag, 2. Februar 2012 - 10:11 Uhr

Raumfahrt - Mond-Video der GRAIL-Sonden

 

Die beiden GRAIL-Mond-Sonden haben ihr erstes Video von ihrem Mond-Orbit aufgenommen und NASA stellte es der Öffentlichkeit vor. Nachfolgend ein paar Frames des NASA-GRAIL-Sonden-Videos:

Mehr darüber gibt es hier: http://www.nasa.gov/mission_pages/grail/main/index.html


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Mittwoch, 1. Februar 2012 - 23:04 Uhr

Raumfahrt - NEW HORIZONS -NASA´s Pluto-Kuiper Belt Mission-Update

New-Horizon OnTour zu Pluto, Aktuelle Mission-Update-Images (NASA)

Das Ziel von New Horizon im Blick von Hubble:

New Horizon Mission-Update zur Position am 1.Februar 2012


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Mittwoch, 1. Februar 2012 - 21:19 Uhr

Astronomie - Sternentstehungs-Höhle mit Profil

 

NGC 3324 befindet sich in einer Entfernung von etwa 7500 Lichtjahren im südlichen Sternbild Carina (der Schiffskiel, ein Teil des ehemaligen, größeren Sternbilds Argo Navis, dem Schiff des Jason). Der junge Sternhaufen befindet sich am nördlichen Rand des Carinanebels, dessen chaotische Struktur durch mehrere solcher Sternentstehungsgebiete geformt wurde (eso0905). Vor etwa drei Millionen Jahren begann in der Gegend von NGC 3324, in der besonders viel Gas und Staub zur Verfügung steht, eine Episode intensiver Sternentstehung. Dabei bildeten sich auch einige sehr heiße, massereiche Sterne, die in der Aufnahme deutlich zu sehen sind.

Die Sternwinde und die intensive Strahlung dieser jungen Sterne haben einen Hohlraum in die umgebende Gas- und Staubwolke geblasen. Deutlichstes Anzeichen dafür ist die wandartige Struktur rechts von der Bildmitte. Die Ultraviolettstrahlung der heißen, jungen Sterne entreißt dabei den Wasserstoffatomen des Gases in ihrer Umgebung die Elektronen; anschließend werden die Elektronen wieder eingefangen und fallen schrittweise in niedrigere Energiezustände zurück. So kommt ein charakteristisch purpurfarbenes Leuchten zustande, das die Ausdehnung der ionisierten Gaswolke absteckt. Weitere Farben im Bild stammen von anderen chemischen Elementen. So ist zum Beispiel zweifach ionisierter Sauerstoff für das grünlich-gelbe Leuchten der zentralen Nebelregionen verantwortlich.

Ähnlich wie bei Wolken am irdischen Himmel lassen sich auch in kosmischen Wolken mit etwas Phantasie wohlbekannte Formen und Gestalten ausmachen. In diesem Falle ähnelt der Rand der Gas- und Staubwand in der rechten Bildhälfte dem Profil eines menschlichen Gesichts, wobei der “Hügel” im Zentrum der Nase entsprechen würde – genauer: dem Gesicht der chilenischen Literatur-Nobelpreisträgerin Gabriela Mistral, nach der NGC 3324 bisweilen auch Gabriela-Mistral-Nebel genannt wird [1].

Das Auflösungsvermögen des Wide Field Imager am MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop am La Silla-Observatorium der ESO macht in diesem Bild viele dunkle Strukturen in NGC 3324 sichtbar: Staub, der das Leuchten des Gases im Hintergrund abschirmt und so Schattenrisse erzeugt, die dem Anblick des Nebels zusätzliche Struktur und Tiefe verleihen.

Auch das scharfe Auge des Hubble Space Telescope wurde bereits auf NGC 3324 gerichtet. Hubble kann zwar noch feinere Details auflösen als der Wide Field Imager, hat allerdings ein ungleich kleineres Gesichtsfeld – ein direktes Beispiel dafür, wie sich Teleskope mit unterschiedlich großem Gesichtsfeld im Zusammenspiel ergänzen können.

Mehr darüber hier: http://www.eso.org/public/germany/news/eso1207/


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Dienstag, 31. Januar 2012 - 23:33 Uhr

Raumfahrt - Erfolgreiche Null-Teilchen-Suche von IBEX-Sonde

 

 

Grafik: NASA - IBEX-Sonde

Nach 2 Jahren im All kann die IBEX-Sonde der NASA eine erfolgreiche Null-Teilchen-Jagd vorweisen! IBEX ist ein Kleinsatellit aus der "Small Explorer"-Serie der NASA. Zu seinen Artgenossen gehören damit zum Beispiel die beiden SonnenbeobachtungssatellitenTRACE (Transition Region and Coronal Explorer) und RHESSI (Reuven Ramaty High Energy Solar Spectroscopic Imager) oder der einzige derzeit aktive UV-Satellit, der Galaxy Evolution Explorer GALEX. Der Großteil der übrigen "Small Explorer"-Satelliten widmet sich allerdings der Fernerkundung der Erde, meist der Erforschung des Erdmagnetfelds und der Entstehung von Polarlichtern. Ein ähnliche Aufgabe hat auch IBEX, allerdings in viel größerem Maßstab.

IBEX soll den "Termination Shock" untersuchen, wo die Teilchen des Sonnenwindes auf interstellare Materie treffen, die also den Einflußbereich des Magnetfelds der Sonne abgrenzt, die Heliosphäre. Bislang sind nur vier Raumsonden so weit in die Außenbereiche unseres Sonnensystems vorgedrungen: die Missionen Pioneer 10 und 11, zu denen allerdings inzwischen der Kontakt abgebrochen ist, und Voyager 1 und 2. Gut 30 Jahre waren die beiden unterwegs, bis sie vor wenigen Jahren den Termination Shock in einer Entfernung von rund 90 Astronomischen Einheiten erreicht haben. Immer wieder haben sie während ihrer Reise das interplanetare Magnetfeld und die Teilchendichte des Sonnenwinds vermessen - und tun es auch heute noch, obwohl sie die magische Grenze längst überschritten haben.

Mehr darüber hier: http://www.sciencedaily.com/releases/2012/01/120131135743.htm + http://www.nasa.gov/mission_pages/ibex/multimedia/013112-briefing-materials.html


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Dienstag, 31. Januar 2012 - 21:00 Uhr

Raumfahrt - Phobos-Lander - Re-Entry - 31.Januar 2012+Update

Auf Grund aktueller Geschehen um Phobos-Lander wurde dieser Blog-Bericht auf Zeitnähe aktuallisiert! 

Der erste Versuch der Kontaktaufnahme zum havarierten Phobos-Lander ist in der Nacht zum Donnerstag misslungen. Jetzt bestehen nach Ansicht von Experten nur noch „äußerst geringe“ Chancen, ihn zu retten, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax-Kasachastan. Wegen eines Programmierfehlers konnten die Marschtriebwerke der am Mittwochmorgen vom Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) gestarteten Sonde nicht gezündet werden

Die Raumfahrtagentur Roskosmos will nach Analyse der Telemetriedaten den 13,5 Tonnen schweren und 120 Millionen Euro teuren Apparat neu programmieren, um die Triebwerke im zweiten Anlauf zu starten. Für die Versuche hat die Agentur nach eigenen Angaben nur zwei Wochen Zeit. Dann sind die Energiequellen der Sonde erschöpft, die zum Marsmond Phobos fliegen und im August 2014 Bodenproben von ihm zur Erde bringen soll.

Hoffen wir das es den Russen gelingt den Mars-Phobos-Lander auf Kurs zu bringen und er in der "Schlacht um den Mars" nicht zu den weiteren Sonden-Opfern zählt welche die Erforschung unseres Nachbar-Planeten schon gefordert hat. 

Aktueller Stand 15.11.2011 : Roscosmos hat noch nicht gänzlich die Hoffnung aufgegeben, man hat noch eine kleine Chance und so lange es diese gibt hofft man doch noch auf den Weg zu Mars-Mond Phobos zu kommen, siehe hier: http://rt.com/news/prime-time/phobos-grunt-russia-relaunch-311/

Aktueller Stand 16.11.2011: Es sind Überlegungen vorhanden Phobos-Lander im Notfall abzuschießen, mehr darüber hier: http://content.usatoday.com/communities/sciencefair/post/2011/11/shooting-down-wayward-russian-mars-mission-an-option/1 

Aktueller Stand 21.11.2011 : Das Startfenster zum Mars schließt heute und so wäre bei einer Reaktivierung nach dem 21. November nur noch ein Flug zum Mond möglich, mehr darüber hier: http://en.rian.ru/science/20111121/168876438.html

Aktueller Stand 22.11.2011 : Kein Kontakt zum Phobos-Lander  und somit wird er wohl in der Erdatmosphäre verglühen, mehr darüber hier: http://english.ruvr.ru/2011/11/22/60813010.html

Aktueller Stand 22.11.2011 : ESA will versuchen Signale von Phobos-Lander zu empfangen, mehr darüber hier: http://en.rian.ru/science/20111122/168949505.html

 

Aktueller Stand 23.11.2011 : Phobos-Lander lebt! - ESA konnte Signale von Phobos-Lander über Australien empfangen, nun gilt es für die russischen Spezialisten die kleine Chance zu nutzen, mehr darüber hier: http://www.bbc.co.uk/news/science-environment-15850516 und hier: http://en.rian.ru/science/20111123/168964040.html und hier: http://www.spaceflightnow.com/news/n1111/23phobosgrunt/

Foto: ESA-Radio-Station in Perth/Australien welche die Signale von Phobos-Lander empfangen

 

Aktueller Stand 23.11.2011 : 

ESA reagiert auf Unterstützungsanfrage aus Russland
 
Auf eine Anfrage von NPO Lavochkin, Missionsbetreiber der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, erklärte sich die ESA bereit ihr Äußerstes zu tun um mithilfe ihres Netzwerkes aus Bodenstationen Kontakt aufzunehmen.
 
 

   
   

Seit dem 9. November hat die ESA in enger Zusammenarbeit mit den russischen Ingenieuren fast täglich versucht Kontakt zu Phobos-Grunt aufzunehmen. Hierzu wurden zahlreiche Konfigurationen und Funkverbindungsmodi ausprobiert, jedoch ohne Erfolg.

Dass der Orbit der Raumsonde nicht exakt bekannt war, stellte für die Experten der ESA ein großes Probleme dar. Denn wegen ihrer Antennengröße benötigen Bodenstationen für ihre Ausrichtung normalerweise sehr genaue Informationen über die Sonden-Flugbahn.

In den letzten Tagen war die Hauptschüssel mit 15 Metern Durchmesser in Perth am Rand von einer zusätzlichen, improvisierten „Hornstrahler“-Antenne ergänzt worden. Diese streute Niedrigenergie-Signale über einen weiten Winkel in der Hoffnung den Satelliten zu einer Reaktion zu bringen. 
 
 

   
   

Die Signalenergie wurde zum Teil verringert, weil der Empfänger an Bord von Phobos-Grunt darauf optimiert ist auch tief im Weltall noch sehr schwache Signal zu empfangen.

Perth ist perfekt gelegen, weil die Sonnensegel des Satelliten beim Überflug von der Sonne angestrahlt werden und so dem System volle Energieleistung verschaffen. 
 
 
ESA-Bodenstation in Australien überträgt russische Fernsteuerungsdaten
 
Am 22. November war die Antenne in Perth zwischen 21.21 und 21.28 Uhr CET in Richtung des erwarteten Orbits der Raumsonde ausgerichtet. Dann wurden von NPO Lavochkin bereitgestellte Fernsteuerungsdaten übertragen.

“Wegen der sehr geringen Höhe erwarteten wir, dass unsere Station Phobos-Grunt während jedes Erdumlaufs nur sechs bis zehn Minuten Sichtfenster haben würde“, sagt Wolfgang Hell, Phobos-Grunt Service Manager bei ESOC. „Und der schnelle Überflug verursachte eine große Variation in der Signalfrequenz.“ 

Weiter geht es hier: http://www.esa.int/esaCP/SEM2TGZW5VG_Germany_0.html

Aktueller Stand 24.11.2011 : Falls sich die Hoffnung in die Realität umsetzen lässt und Phobos-Lander reanimiert werden kann plant Roscosmos im zweiten Schritt ihm mit einer Landung auf einem erdnahen Asteroiden eine neue Aufgabe zu geben. Auch wenn dies neue Berechnungen über Monate geben würde. Mehr darüber hier: http://en.rian.ru/science/20111124/168984266.html         

 

 

Aktueller Stand 24.11.2011 : http://en.rian.ru/science/20111124/169002288.html

 

Aktueller Stand 28.11.2011 : Russlands Führung über die letzten Raumfahrt-Rückschläge ungehalten und fordert Konsequenzen für Verantwortliche, mehr darüber hier: http://www.foxnews.com/scitech/2011/11/27/russian-president-threatens-to-punish-officials-for-space-failures/ und hier: http://www.thespacereview.com/article/1980/1

Aktueller Stand 1.12.2011 : ESA versucht weiterhin Anstrengungen der Roscosmos-Missionspezialisten zu unterstützen Phobos-Lander auf eine stabile Umlaufbahn um die Erde zu bringen, mehr darüber hier: http://www.aviationweek.com/aw/generic/story.jsp?id=news/asd/2011/11/30/08.xml&headline=ESA%20Plans%20Changes%20To%20Contact%20Phobos-Grunt&channel=space

und hier: http://www.space.com/13774-skywatcher-photos-russian-phobos-grunt-probe.html und hier: http://www.interfax.com/newsinf.asp?pg=4&id=291436

 

Aktueller Stand 2.12.2011 : Phobos-Lander endgültig im Erdorbit gestrandet und NORAD stellt absenken der Orbitbahn fest: http://english.ruvr.ru/2011/12/02/61370079.html 

Aktueller Stand 5.12.2011 : ESA gibt Kontakt zu Phobos-Lander auf, siehe hier: http://www.esa.int/SPECIALS/Operations/SEMNEO2XFVG_0.html 

Phobos-Lander wird als Re-Entry am 15. Januar 2012 in die Erdatmosphäre eindringen, mehr darüber hier: http://www.itar-tass.com/en/c154/310988.html

 

Aktueller Stand 11.01.2012: Sabotage oder Eigenverschulden an Scheitern von Phobos-Lander? Mehr darüber hier; http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=144965531 

Aktueller Stand 13.01.2012: Phobos-Lander kommt als Re-Entry über indischen Ozean oder Ostküste von Afrika herunter, mehr darüber hier: http://www.interfax.com/newsinf.asp?pg=2&id=301056 

Aktueller und letzter Stand der Dinge 16.01.2012: Phobos-Lander crashte über Pazifischen Ozean, 700 Meilen westlich von Chile, mehr darüber hier: http://www.nytimes.com/2012/01/16/science/space/russias-phobos-grunt-mars-probe-crashes-into-pacific.html?_r=2&ref=science

Abschließend 17.01.2012 nochmal eine Radarabblidung von Phobos-Lander aufgenommen von TIRA des Frauenhofer Institutes, Bericht darüber hier: http://www.fraunhofer.de/de/fraunhofer-forschungsthemen/schutz-sicherheit/infrastruktur-schuetzen/phobos-grunt.html 

TIRA

Nachtrag: 31.Januar 2012 : Importierte Schrott-Chips sollen Ursache für die Panne im All gewesen sein, sowie die starke Strahlung welche im Orbit beim Start herrschten, mehr darüber hier: http://en.rian.ru/science/20120131/171047665.html

 

 

 

 

 


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Montag, 30. Januar 2012 - 22:50 Uhr

Luftfahrt - NASA´s Grüne Flugzeug-Konzepte der Zukunft

 

Neue Ideen schärfen den Fokus für grünere Flugzeuge. NASA-Ziele für die zukünftigen Flugzeugentwürfe betreffen vor allen Dingen die Verringerung des Kraftstoffverbrauches, der Emissionen und des Fluglärms.

Fotos: NASA - Grüne Flugzeugkonzepte der Zukunft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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Montag, 30. Januar 2012 - 17:50 Uhr

Raumfahrt - Mojave - das Silicon-Valley der privaten Raumfahrt

 

In der Mojave entsteht etwas Großes für die zukünftige Raumfahrt -"das Silicon Valley der privaten Raumfahrt-Industrie." Die ersten Arbeiten daran haben begonnen und wird sicherlich der privaten Raumfahrt.Forschung einen gewaltigen Anschub geben. Mehr darüber hier: http://www.bakersfield.com/news/local/x2117245344/Mojave-becoming-aerospace-epicenter

Foto: Mojave Air & Space Port

 


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