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Freitag, 6. Januar 2012 - 09:34 Uhr

Astronomie - ESO: 50 Jahre an vorderster Front astronomischer Forschung

Im Jahre 2012 begeht die Europäische Südsternwarte (ESO), die weltweit führende europäische Organisation für astronomische Forschung, ihr 50jähriges Jubiläum. Daher bietet sich die Gelegenheit, die erfolgreiche Geschichte der ESO Revue passieren zu lassen, wissenschaftliche und technologische Höhepunkte zu feiern und einen Blick auf die ambitionierten zukünftigen ESO-Projekte zu werfen. Im Laufe des Jahres sind eine Reihe von Aktivitäten geplant.

Am 5. Oktober 1962 unterzeichneten die Repräsentanten fünf europäischer Länder — Belgien, Deutschland, Frankreich, die Niederlande und Schweden [1] — in Paris die Gründungsvereinbarung der ESO. Damit riefen diese, Länder, die Europäische Organisation für astronomische Forschung in der südlichen Hemisphäre ins Leben, heute meist verkürzt Europäische Südsternwarte genannt. 

Das 50-jährige Jubiläum der ESO kommt genau zur rechten Zeit, denn in der europäischen bodengebundenen Astronomie herrscht Goldgräberstimmung.  Seit ihrer Gründung im Jahr 1962 hat die ESO einen langen Weg zurückgelegt. Heute spielt spielt die ESO als erfolgreichstes Observatorium der Welt eine führende Rolle in der astronomischen wissenschaftlichen Gemeinschaft”, fasst ESO-Generaldirektor Tim de Zeeuw zusammen.

Die erste Sternwarte der ESO wurde auf La Silla errichtet, einem 2400 Meter hohen Berg 600 Kilometer nördlich von Santiago de Chile. Das La Silla-Observatorium beherbergt optische Teleskope mit Spiegeldurchmessern von bis zu 3,6 Metern, darunter auch das New Technology Telescope, eine Pionierleistung im Teleskopbau und das weltweit erste Teleskop mit aktiver Optik: Die Form seines Hauptspiegels wird fortwährend computergestützt überprüft und korrigiert. Inzwischen findet diese bei der ESO entwickelte Technologie bei allen größeren Teleskopen Anwendung. Am 3,6-Meter-Teleskop der ESO ist derzeit HARPSinstalliert, das weltweit führende Instrument zur Suche nach Exoplaneten.

Als zweiten Standort errichtete die ESO das Paranal-Observatorium. Dort nahm im Jahre 1999 das Very Large Telescope(VLT) seinen wissenschaftlichen Beobachtungsbetrieb auf. Heute ist das VLT das Flaggschiff der europäischen Astronomie. Zusammen mit dem VLT Interferometer (VLTI) stellt es das einzige regelmäßig genutzte große interferometrische Teleskop der Welt dar. Auf dem Paranal befinden sich außerdem VISTA, das größte Infrarot-Durchmusterungsteleskop der Welt, und dasVLT Survey Telescope (VST), das größte Durchmusterungsteleskop für den Bereich des sichtbaren Lichts.

Auf dem Chajnantor-Plateau im Norden Chiles errichtet die ESO derzeit zusammen mit Partnern aus Nordamerika und Ostasien ein astronomisches Observatorium ganz neuer Art: ALMA, das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array, das größte astronomische Projekt überhaupt. ALMA soll mit 66 Präzisionsantennen, die wie ein einzelnes Teleskop agieren, die Grundbausteine von Sternen, Planetensystemen, Galaxien und sogar des Lebens selbst näher untersuchen. ALMA wird voraussichtlich 2013 fertig gestellt sein. Erste wissenschaftliche Beobachtungen mit einem Teil der Anlage haben bereits im letzten Jahr begonnen (eso1137).

Derzeit entwickelt die ESO ein Großteleskop der 40-Meter-Klasse für Beobachtungen im Bereich des sichtbaren und Infrarotlichts, das einmal das größte optische Teleskop der Welt werden wird: das European Extremely Large Telescope oder kurz E-ELT. Wenn es Anfang des nächsten Jahrzehnts den Betrieb aufnimmt, soll sich das E-ELT den größten wissenschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit stellen (eso1150).

Für das Jubiläumsjahr plant die ESO eine Vielzahl von Aktivitäten und Initiativen. Die ESO lädt hiermit jedermann dazu ein, sich an den Festivitäten zu beteiligen, entweder durch Mitwirkung an bereits geplantenVeranstaltungen oder durch die Initiierung weiterer Aktivitäten.

Weiter hier: http://www.eso.org/public/germany/news/eso1202/


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Freitag, 6. Januar 2012 - 09:09 Uhr

Raumfahrt - USAF Spionageflug mit X-37

 

Nach wie vor befindet sich das X-37-Mini-Shuttle der USAF im Orbit und offiziell zu einem Testflug. Dieser Testflug scheint nach britischen Forschern aber gekoppelt zu sein um die im letzten Jahr gestartete Raumstation Tiangong-1 zu überwachen. Die Flugbahn der X-37 ist recht niedrig und überkreuzt auch dabei die Umlaufbahn von Tiangong-1 und zuweilen trennt sie nur ein Zeitraumdifferenzial von 19 Sekunden. Damit kommt neben der Überwachung von Afghanistan auch die Abhör-Möglichkeit von Tiangong-1 in betracht und dürfte recht nützlich sein. Mehr darüber hier: http://www.bbc.co.uk/news/science-environment-16423881

Foto: X-37 USAF

Foto: X-37 USAF

Fotos: Tiangong-1


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Donnerstag, 5. Januar 2012 - 14:00 Uhr

Luftfahrt - UAV-Avenger im Testflug

 

Avenger-UAV wird angetrieben durch ein Jet-Triebwerk welche sie auf 400 Knoten Highspeed beschleunigt und auf eine Operation-Höhe von 50.000 Fuß für 20 Stunden-Einsätze bringt. Sie ist als Nachfolger von Predator-UAV vorgesehen und soll für Beobachtungs-Aufgaben sowie Präzisions-Luftschläge eingesetzt werden.

Fotos:Avenger-Testflug


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Mittwoch, 4. Januar 2012 - 20:21 Uhr

Astronomie - Rauchschwaden im Herzen des Omeganebels

 

Dieses neue Bild des Omeganebels, aufgenommen mit dem Very Large Telescope der ESO, zählt zu den schärfsten, die jemals von diesem Objekt vom Erdboden aus aufgenommen wurden. Es zeigt den staubreichen, rosafarbenen Zentralbereich dieses bekannten Sternentstehungsgebietes und enthüllt dabei die Detailfülle einer kosmischen Landschaft aus Gaswolken, Staub und jungen Sternen.

Die farbenfrohen Gas- und Staubmassen des Omeganebels sind Ausgangsmaterial für die Entstehung einer neuen Sterngeneration. In dem hier gezeigten Ausschnitt des Nebels erleuchten die jüngsten Sterne die Szenerie mit ihrem hellen, weißlich-blauen Licht. Wie Rauchschwaden durchziehen die Silhouetten dunkler Staubbänder das glühende Gas. Die rötlichen Farbtöne der ausgedehnten Nebelwolke, die die Bildkomposition dominieren, stammen von Wasserstoffgas, das von der intensiven Ultraviolettstrahlung der heißen, jungen Sterne zum Leuchten angeregt wird.

Der Omeganebel hat viele Namen, je nachdem was verschiedene Beobachter in der Form des Nebels zu erkennen glaubten: einen Schwan, ein Hufeisen und sogar einen Hummer. Der Nebel wurde unter anderem unter den Bezeichnungen Messier 17 (M17) und NGC 6618 katalogisiert. Er befindet sich in einer Entfernung von 6500 Lichtjahren im Sternbild Schütze. Weil es sich bei den ausgedehnten, hell erleuchteten Gas- und Staubwolken des Omeganebels um eines der jüngsten und gleichzeitig aktivsten Sternentstehungsgebiete in der Milchstraße handelt, ist er für Astronomen ein begehrtes Beobachtungsziel..

Die Aufnahme entstand mit dem FORS-Instrument an Antu, einem der vier Hauptteleskope des Very Large Telescope. Die Lichtsammelfähigkeit des großen Teleskops und außergewöhnlich ruhige Luft während der Beobachtung wirken optimal zusammen, so dass trotz durchziehender Wolken ein gestochen scharfes Bild entstanden ist [1]. Die Aufnahme gehört zu den besten, die jemals vom Erdboden aus von diesem Bereich des Omeganebels aufgenommen wurden. Sie ist eine der ersten, die im Rahmen des "Cosmic Gems"-Programms der ESO entstanden sind [2].

Weiter geht es hier:http://www.eso.org/public/germany/news/eso1201/

Foto: ESO -M-17


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Mittwoch, 4. Januar 2012 - 00:08 Uhr

Astronomie - Bolide am Heiligen Abend 1772

 

Raketenschrott, Meteorit? Wenn Experten in diesen Tagen über die Lichterscheinungen des jüngsten Heiligen Abends über Deutschland sprechen, dann gehen sie davon aus, dass eine Stufe der Sojus-Rakete verglüht ist, „Davon ausgehen“ heißt – meist im Politikerdeutsch – es nicht genau zu wissen, aber es zumindest anzunehmen.

Seeprovinz (jpw). Einmalig, seit dem Stern über Bethlehems Stall? Gewissheit herrscht auf jeden Fall darüber, dass diese weihnachtliche Lichterscheinung nicht die Einzige gewesen ist, die in der Weihnachtszeit der Seeprovinz zu beobachten war.

Von einer „raketenartigen Himmelserscheinung“ mit einem starken Leuchten, die sich sehr langsam fortbewegte, berichtete schon der Kommandant der Festung Wilhelmstein d’Etienne, ausgerechnet am Heiligen Abend des Jahres 1772.

„Ich hoffe“, schrieb d’Etienne in einem Bericht an den Fürsten, „Eure Durchlauchtige Hoheit wird nicht für übel befinden, dass ich mir die Ehre gebe, ihnen anzuzeigen, dass eine einer großen Rakete ähnlichen Erscheinung“ am 22. ungefähr um sechs Uhr morgens über dem See erschien, die sich sehr langsam fortbewegte und ein starkes Leuchten sogar in den Unterkünften verbreitete.“

Der Festungskommandant lieferte eine detaillierte Flugbahnbeschreibung nach Bückeburg: „Anfangs von Norden nach Süden, dass heißt bis in die Nähe der Festung, danach wandte sie sich von der Spitze des Ravelins No. 3 über die von Bastion No. 2 bis zu der Bastion No. 1, in dem sie auf der Höhe der Wetterfahne des Wilhelmsteins beinahe der Kette folgte.“ Schließlich habe sie ihren Weg nach Buschmanns Landwehr genommen, „wobei sie ein dem einer Rakete ähnliches Geräusch“ von sich gegeben habe.

„Es wird versichert“, so schloss d’Etienne, „dass diese Erscheinung ungefähr zur selben Zeit an mehren Orten beachtet wurde. Die Beobachtung des Festungskommandanten am dunklen Nachthimmel über dem Steinhuder Meer stammt genau aus dem Jahr 1772, als ein deutscher Forschungsreisender erstmals einen Meteoriten in Russland beschrieb. Es ist schließlich davon auszugehen, dass es sich – weithin sichtbar – zumindest vor 239 Jahren um einen eben solchen gehandelt hat.

Quelle: Schaumburger Nachrichten, 30.12.2011


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Dienstag, 3. Januar 2012 - 19:13 Uhr

Raumfahrt - Keine Warp-Geschwindigkeit möglich?

Nach aktuellen Stand der Dinge, scheint die Warp-Geschwindigkeit leider nur in der SF-Serie Star-Trek zu klappen. Wissenschaftler nahmen sich der Thematik an und kamen zu dem Schluß, das es aus Energiegründen nicht machbar wäre mit Warp-Geschwindigkeit durch das Universum zu fliegen.

Mehr darüber hier:http://www.washingtonpost.com/national/health-science/physicists-check-out-warp-speed/2011/12/21/gIQAyMbmWP_story.html


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Montag, 2. Januar 2012 - 21:03 Uhr

Luftfahrt - F-35B "Joint-Strike-Fighter"

Fotos: Lockheed-Martin - US-NAVY F-35B

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Montag, 2. Januar 2012 - 20:46 Uhr

Luftfahrt - F-35C "Joint-Strike-Fighter"

 

Fotos: Lockheed-Martin - US-MARINES F-35C


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Montag, 2. Januar 2012 - 20:28 Uhr

Luftfahrt - F-35 "Joint-Strike-Fighter" Update

 

Das Pentagon hat sich mit Lockheed-Martin auf die ersten 30 Modelle der F-35 im Kostenplan geeinigt und auch Japan wird sie übernehmen. Die USA werden sie in drei Ausführungen jeweils für USAF, US-NAVY und US-Marines einführen.

Fotos: Lockheed-Martin - USAF - F-35A

 


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Montag, 2. Januar 2012 - 18:58 Uhr

Astronomie - Weihnachtskomet Lovejoy über dem Paranal

 

Der vor kurzem entdeckte Komet Lovejoy bietet derzeit einen atemberaubenden Anblick auf der Südhalbkugel der Erde, nachdem er unerwartet seine Passage an der Sonne überlebt hat. Vom Paranal-Observatorium der ESO in Chile aus gelangen spektakuläre Aufnahmen und ein Zeitrafferfilm.

Am 22. Dezember 2011 hat ESO-Mitarbeiter Gabriel Brammer ein Zeitraffervideo des Kometen aufgenommen. Seine Schicht als Astronom am Paranal-Observatorium endete gerade, als Komet Lovejoy kurz vor der Dämmerung über den Horizont stieg.

Brammers Bildersequenz zeigt auch den bleistiftdünnen Laserleitstern des Very Large Telescope vor dem Hintergrund der Milchstraße, während die Astronomen ihre letzten Beobachtungen für diese Nacht durchführen

Brammer beschreibt das Gesehene: “Am letzten Morgen meiner Schicht wollte ich den Kometenvor Sonnenaufgang  mit meiner Kamera einfangen. Sein Schweif war leicht zu erkennen. Der Anblick von Mondsichel Komet, Milchstraße und Laserleitstern mit dem bloßen Auge war fast genauso eindrucksvoll wie er auf den länger belichteten Aufnahmen erscheint.”

Der ESO-Optikspezialist Guillaume Blanchard machte zusätzlich eindrucksvolle Weitwinkelaufnahmen von Komet Lovejoy am Paranal. ESO-Fotobotschafter Yuri Beletsky nahm das Himmelsschauspiel von Santiago de Chile aus auf. Blanchard sagt:"Dieser Komet ist ein tolles Weihnachtsgeschenk für all diejenigen, die die Weihnachtsfeiertage auf dem Paranal verbringen".

Mehr: http://www.eso.org/public/germany/news/eso1153/

Fotos: ESO

Komet Lovejoy über Santiago/Chile


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