6.06.2026

Mehr als nur der Tag der Bekanntgabe: Die Protokolle für den Ernstfall

At a Glance:
- What: The International Academy of Astronautics (IAA) has ratified updated protocols governing how scientists evaluate, verify, and announce evidence of extraterrestrial intelligence.
- Why it matters: The guidelines are the first major revision in more than 15 years and address today's realities of social media, AI-generated misinformation, deepfakes, and 24-hour news cycles.
- Led by: Professor Michael Garrett (University of Manchester), Chair of the IAA SETI Committee, with contributions from an international team of experts.
- Key change: Any potential detection must undergo rigorous independent verification before a public announcement is made.
- Expanded scope: The protocols now reflect modern SETI research, including searches for technosignatures across the electromagnetic spectrum and other emerging detection methods.
- Researcher protections: New provisions acknowledge risks such as online harassment, doxxing, misinformation campaigns, and intense media scrutiny.
- No Reply policy remains: The protocols reaffirm that no response should be sent to an extraterrestrial intelligence without broad international consultation, including through the United Nations.
- What's next: The updated Declaration will be presented to the global scientific community at the International Astronautical Congress (IAC) in Türkiye later this year, and the IAA will establish a permanent Post-Detection Sub-Committee to address legal, ethical, and societal implications of a confirmed discovery.
- Full Declaration: https://iaaspace.org/wp-content/uploads/iaa/Scientific%20Activity/iaasetideclaration.pdf
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Auf einen Blick:
Was: Die International Academy of Astronautics (IAA) hat aktualisierte Protokolle verabschiedet, die regeln, wie Wissenschaftler Hinweise auf außerirdische Intelligenz bewerten, verifizieren und bekannt geben.
Warum das wichtig ist: Die Richtlinien stellen die erste umfassende Überarbeitung seit mehr als 15 Jahren dar und tragen den heutigen Realitäten Rechnung – etwa sozialen Medien, durch KI erzeugten Falschinformationen, Deepfakes und dem 24-Stunden-Nachrichtenzyklus.
Federführung: Professor Michael Garrett (University of Manchester), Vorsitzender des IAA-SETI-Ausschusses, unter Mitwirkung eines internationalen Expertenteams.
Wichtigste Änderung: Jede potenzielle Entdeckung muss vor einer öffentlichen Bekanntgabe einer strengen, unabhängigen Überprüfung unterzogen werden.
Erweiterter Geltungsbereich: Die Protokolle spiegeln nun den aktuellen Stand der SETI-Forschung wider, einschließlich der Suche nach Technosignaturen im gesamten elektromagnetischen Spektrum sowie anderer neu aufkommender Nachweismethoden.
Schutz der Forschenden: Neue Bestimmungen berücksichtigen Risiken wie Online-Belästigung, Doxxing, Desinformationskampagnen und das enorme öffentliche Interesse der Medien.
Beibehaltung der „No-Reply“-Richtlinie: Die Protokolle bekräftigen, dass keine Antwort an eine außerirdische Intelligenz gesendet werden darf, ohne dass zuvor breite internationale Konsultationen – unter anderem über die Vereinten Nationen – stattgefunden haben.
Wie es weitergeht: Die aktualisierte Erklärung wird der weltweiten wissenschaftlichen Gemeinschaft im Laufe dieses Jahres auf dem International Astronautical Congress (IAC) in der Türkei vorgestellt. Zudem wird die IAA einen ständigen Unterausschuss für die Zeit nach einer Entdeckung (Post-Detection Sub-Committee) einrichten, der sich mit den rechtlichen, ethischen und gesellschaftlichen Auswirkungen einer bestätigten Entdeckung befassen soll.
Vollständige Erklärung: https://iaaspace.org/wpcontent/uploads/iaa/Scientific%20Activity/iaasetideclaration.pdf
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June 5, 2026, Mountain View, CA –The IAA SETI Committee announced today updated rules for evaluating and revealing the detection of extraterrestrial intelligence.
A University of Manchester astronomer has led a major international overhaul of the rules that would govern how scientists announce evidence of extraterrestrial intelligence to the world.
Professor Michael Garrett, the Sir Bernard Lovell Chair of Astrophysics, chaired a global effort to update the long-standing “post-detection protocols” used by researchers involved in the Search for Extraterrestrial Intelligence (SETI). The updated guidelines have now been formally ratified by the International Academy of Astronautics (IAA).
The revised Declaration of Principles marks the first major update to the protocols in more than 15 years and reflects a media landscape transformed by social media, artificial intelligence and the 24-hour news cycle.
Acknowledging that any credible detection of extraterrestrial technology would be a transformative event for humanity, the new Declaration establishes a rigorous framework for verification, transparency and global risk communication.
"The information environment we operate in today is vastly more complex than it was in 2010," said Garrett, Chair of the IAA SETI Committee. "In an era of deepfakes, automated misinformation, and instant global connectivity, a single unverified claim could trigger confusion or panic. These new protocols ensure that scientists maintain the highest standards of evidence before making announcements to the world."
5. Juni 2026, Mountain View, Kalifornien – Das IAA-SETI-Komitee gab heute aktualisierte Regeln für die Bewertung und Bekanntgabe der Entdeckung außerirdischer Intelligenz bekannt.
Ein Astronom der University of Manchester leitete eine umfassende internationale Überarbeitung der Regeln, die festlegen, wie Wissenschaftler der Weltöffentlichkeit Hinweise auf außerirdische Intelligenz mitteilen.
Professor Michael Garrett, Inhaber des Sir-Bernard-Lovell-Lehrstuhls für Astrophysik, leitete das weltweite Vorhaben zur Aktualisierung der seit Langem bestehenden „Protokolle für die Zeit nach einer Entdeckung“ (Post-Detection Protocols), die von Forschern im Bereich der Suche nach außerirdischer Intelligenz (SETI) angewandt werden. Die aktualisierten Richtlinien wurden nun offiziell von der International Academy of Astronautics (IAA) verabschiedet.
Die überarbeitete Grundsatzerklärung stellt die erste wesentliche Aktualisierung dieser Protokolle seit mehr als 15 Jahren dar und trägt einer Medienlandschaft Rechnung, die durch soziale Medien, künstliche Intelligenz und den 24-Stunden-Nachrichtenzyklus grundlegend verändert wurde.
In Anerkennung der Tatsache, dass der glaubwürdige Nachweis außerirdischer Technologie ein für die Menschheit einschneidendes Ereignis wäre, schafft die neue Erklärung einen strengen Rahmen für Verifizierung, Transparenz und die weltweite Kommunikation von Risiken.
„Das Informationsumfeld, in dem wir uns heute bewegen, ist weitaus komplexer als noch im Jahr 2010“, sagte Garrett, Vorsitzender des IAA-SETI-Komitees. „In einer Zeit von Deepfakes, automatisierter Desinformation und sofortiger weltweiter Vernetzung könnte eine einzige unbestätigte Behauptung Verwirrung oder Panik auslösen. Diese neuen Protokolle stellen sicher, dass Wissenschaftler höchste Standards bei der Beweisführung wahren, bevor sie ihre Erkenntnisse der Weltöffentlichkeit bekannt geben.“
Adapting to a new era of SETI research
SETI and Technosignature research have expanded significantly since the previous protocols were adopted in 2010. Scientists now investigate the entire electromagnetic spectrum, including excess infrared heat signatures from megastructures, optical laser emission, and even multi-messenger signals. The updated Declaration explicitly recognises this broader approach.
It also addresses other modern challenges, including protections for researchers, acknowledging that scientists involved in potential detection could face harassment, doxxing, or intense media scrutiny. It further acknowledges the risk of viral rumours, ensuring verified data is distinguished from hoaxes or terrestrial interference.
Anpassung an eine neue Ära der SETI-Forschung
Die Forschung zu SETI und Technosignaturen hat sich seit der Verabschiedung der früheren Protokolle im Jahr 2010 erheblich ausgeweitet. Wissenschaftler untersuchen heute das gesamte elektromagnetische Spektrum, einschließlich überschüssiger Infrarot-Wärmesignaturen von Megastrukturen, optischer Laseremissionen und sogar Multi-Messenger-Signalen. Die aktualisierte Erklärung trägt diesem breiteren Ansatz ausdrücklich Rechnung.
Sie adressiert zudem weitere moderne Herausforderungen, wie etwa den Schutz von Forschenden; dabei wird anerkannt, dass Wissenschaftler, die an einer möglichen Entdeckung beteiligt sind, Belästigungen, „Doxxing“ oder starker medialer Beobachtung ausgesetzt sein könnten. Des Weiteren berücksichtigt sie das Risiko viraler Gerüchte und stellt sicher, dass verifizierte Daten von Schwindel oder terrestrischen Störsignalen unterschieden werden.
Verification before announcement
At the heart of the new rules is a reaffirmation of a core scientific principle: “extraordinary claims require extraordinary evidence.”
Under the revised protocols, no public announcement should be made until a signal or artifact has been rigorously authenticated by independent organisations using different instrumentation.
"We do not shout “alien” the moment we see a strange blip," Garrett added. "The scientific method demands we check, check again, and then ask others to check. Only when we have reached a consensus that a signal is credible do we bring it to the world."
Verifizierung vor Veröffentlichung
Im Zentrum der neuen Regeln steht die Bekräftigung eines zentralen wissenschaftlichen Prinzips: „Außergewöhnliche Behauptungen erfordern außergewöhnliche Beweise.“
Gemäß den überarbeiteten Protokollen darf keine öffentliche Bekanntmachung erfolgen, bevor ein Signal oder Artefakt von unabhängigen Organisationen mithilfe unterschiedlicher Instrumente rigoros authentifiziert wurde.
„Wir rufen nicht gleich ‚Alien‘, sobald wir ein ungewöhnliches Signal sehen“, fügte Garrett hinzu. „Die wissenschaftliche Methode verlangt, dass wir prüfen, erneut prüfen und dann andere um eine Überprüfung bitten. Erst wenn wir einen Konsens darüber erzielt haben, dass ein Signal glaubwürdig ist, veröffentlichen wir es.“
The 'No Reply' Consensus
While the protocols outline how to share news of a discovery, they remain firm on one critical restriction: No reply should be sent.
The Declaration reaffirms the enduring principle that transmitting a response to an extraterrestrial intelligence is a decision that belongs to all of humanity and should only take place following international consultations, specifically through the United Nations.
Der „No Reply“-Konsens
Während in den Protokollen dargelegt wird, wie Nachrichten über eine Entdeckung weitergegeben werden, bleiben sie einer entscheidenden Einschränkung treu: Es sollte keine Antwort gesendet werden.
Die Erklärung bekräftigt den dauerhaften Grundsatz, dass die Übermittlung einer Antwort an einen außerirdischen Geheimdienst eine Entscheidung ist, die der gesamten Menschheit obliegt und nur nach internationalen Konsultationen, insbesondere durch die Vereinten Nationen, getroffen werden sollte.
What happens next
With the updated Declaration ratified by the IAA Board, the aim is to see the document lodged with other stakeholders, including the United Nations. A formal technical presentation of the protocols to the wider community, including the scientific press, will take place at the International Astronautical Congress (IAC) later this year in Türkiye.
“The release of these updated rules and protocols marks an important step in acknowledging both the radically different media landscape that science functions within today, and the vastly expanded efforts in terms of technology and resources being deployed in the search for intelligent life beyond Earth” said Bill Diamond, President and CEO of the SETI Institute and IAA SETI Committee member. “We applaud Prof Garrett’s leadership in developing these new protocols and the IAA for their ratification.”
The IAA SETI Committee will also establish a permanent Post-Detection Sub-Committee, bringing together experts in social science, law, and ethics, to advise on the longer-term societal implications of a confirmed discovery.
The full document is available at:








https://iaaspace.org/wpcontent/uploads/iaa/Scientific%20Activity/iaasetideclaration.pdf
Wie es weitergeht
Nachdem die aktualisierte Erklärung vom IAA-Vorstand verabschiedet wurde, ist geplant, das Dokument bei weiteren Interessenträgern – einschließlich der Vereinten Nationen – einzureichen. Eine formelle technische Vorstellung der Protokolle vor einem breiteren Fachpublikum, zu dem auch die Wissenschaftspresse zählt, wird im weiteren Verlauf des Jahres auf dem International Astronautical Congress (IAC) in der Türkei stattfinden.
„Die Veröffentlichung dieser aktualisierten Regeln und Protokolle ist ein wichtiger Schritt, um sowohl der grundlegend veränderten Medienlandschaft, in der sich die Wissenschaft heute bewegt, als auch den massiv ausgeweiteten technologischen und personellen Anstrengungen bei der Suche nach intelligentem Leben außerhalb der Erde Rechnung zu tragen“, erklärte Bill Diamond, Präsident und CEO des SETI Institute sowie Mitglied des IAA-SETI-Ausschusses. „Wir begrüßen die Führungsrolle von Prof. Garrett bei der Entwicklung dieser neuen Protokolle sowie deren Verabschiedung durch die IAA.“
Der IAA-SETI-Ausschuss wird zudem einen ständigen Unterausschuss für die Zeit nach einer möglichen Entdeckung (Post-Detection Sub-Committee) einrichten. Dieser soll Experten aus den Bereichen Sozialwissenschaften, Recht und Ethik zusammenbringen, um zu den langfristigen gesellschaftlichen Auswirkungen einer bestätigten Entdeckung zu beraten.
Das vollständige Dokument ist abrufbar unter: https://iaaspace.org/wpcontent/uploads/iaa/Scientific%20Activity/iaasetideclaration.pdf
Quelle: SETI
