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UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-98

5.04.2018

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Wenn SF zur Wirklichkeit wird

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Da schaukelt plötzlich eine "Feuerqualle" von scheinbarer Vollmond-Größe dahin, torkelt bis zu 10 Minuten durch die Luft und vergeht geräuschlos in einem kurzen Funkenschauer. Oder es drehen sich ewig "Lichtscheiben" über den Bergen am Horizont dahin, stundenlang! Und plötzlich erscheint aus dem kosmischen Nichts eine Formation von dahinrasenden Licht-Fragmenten in scheinbar geordneter Formation, sie sprühen Lichtblitze und scheinbar sind sie die Fenster an einem dahinter befindlichen, langgestreckten und tiefschwarzen Walzenkörper. All dies hört sich bizarr und wie aus einem Science fiction-Streifen entsprungen an!? Mancher alter Hase wird sagen: "Blödsinn, gibt´s doch gar nicht!" Und dennoch sind dies Beispiele aus deutschem UFO-Alltag, mit Schlagzeilen quer durch die ganze Republik (und darüber hinaus). Sie können sich nicht vorstellen, dass da tagelange (!) ein gewaltiger metallisch-gleisender Körper über einer deutschen Großstadt schwebt und scheinbar die Riesenraumschiffe aus Emmerich´s ID4 in unsere Realität einschwenken? Das Zehntausende diese Erscheinung sehen und dennoch der regionale Großflughafen sie nicht auf Radar registrieren kann und aufgeschickte Flugzeuge (z.B. ein moderner Lear-Jet) das Phantom des Himmels nicht erreicht?

 

Egal, wie Sie das sehen. Dies alles sind Ereignisse, die tatsächlich und objektiv über unseren Köpfen geschehen sind. Und jeden Moment können auch Sie wieder damit konfrontiert werden und selbst eine Begegnung mit dem (scheinbar) Unerklärlichen haben. Der nächste nächtliche Telefonanrufer kann ganz außer Atem und entnervt davon berichten, welch seltsames und phantastisches Schauspiel da zwei Handbreit neben dem Vollmond abläuft. Und der Berichterstatter mag jetzt nicht der komische alte Kautz vom letzten Astrologie-Vortrag sein, der Ihnen noch abschreckend-lebhaft in Erinnerung blieb, sondern der Leiter einer Flugkontrolle vom nächsten Flughafen oder der Polizei-Chef vom Posten in der Stadt nebenan. Genau dies ist vielen Kollegen von Ihnen schon passiert und einige hatten dann sogar das Glück eine dieser seltsamen "Lichtquallen" zu sehen, die da rot-orange-pulsierend durch die Gegend ziehen und sogar mit dem Instrument eingepegelt werden konnten. Letzthin sahen Vertreter der Salzburger Volkssternwarte selbst eine äußerst ungewöhnliche Lichterkette dahinschweben, die rein zu gar nichts paßte, was man jemals vorher sah.

 

Wie heißt es da in der Telly D1-Werbung: Guckst Du nur. Wenn Venus und Jupiter am Himmel prominent vorherrschen und vor sich hinblinkern, ja dann wissen Sie natürlich was da läuft, aber sonst? Wie oft haben Sie sich am Telefon schon freundlich bei dem UFO-Anrufer für seine Eingabe bedankt und ihm vielleicht versprochen, der Sache nachzugehen - um dann gedankenverloren an Ihre eigentliche Interessen zum Tagesgeschäft überzugehen? UFOlogen haben dann nämlich ein weiteres Opfer für sich gefunden! Die Beobachter vorgeblich und für sie subjektiv tatsächlich auch unerklärlicher Erscheinungen geben nämlich nicht immer auf, nachdem sie eine Pleite bei ihrer Sternwarte etc erfahren haben. Die Bücher der UFO-Bestseller-Autoren sind voller Berichte von Menschen, die ehemals bei der Astronomie und ihrem irdischen Bodenpersonal keine Antwort gefunden haben und sich bei den UFO-"Experten" Rat erhofften, der Mythos lebt weiter.

 

Auch als ich diese Zeilen schreibe werde ich von einem Herrn angerufen, der sogar eine unheimliche Erscheinung auf Video aufnahm und sie sogar dem Personal einer rheinländischen Sternwarte vorspielte. Dort wußte man mit dem Material nichts anzufangen, obwohl das Band eine halbe Stunde lang lief und man einen sich deutlich und hell abzeichnenden Lichtfleck am ansonsten blauen frühen Abendhimmel des August 1995 sah, wo sich nach astronomischer Rückrechnung aber kein Planet oder Stern befand. Ein Einbrennfleck in der Kamera-Elektronik wurde ausgeschloßen, eine Fremdeinspiegelung ebenfalls. Faktor UFO also? Gut, mir war das Gebilde durchaus als am Himmel stehender Wetterballon bekannt und der Zeuge mit dieser Auskunft (endlich) zufriedengestellt, sodass er nicht wieder zum Stoff-Lieferant obskurer UFO-Schwärmer wurde. In anderen Fällen lief aber alles schief, was schief laufen konnte. Dies geht sogar soweit, dass die einziehende Verschwörungs-Paranoia vom Bildschirm heruntersprang und die Menschen vor der TV-Kiste fesselte.

 

Versuch der Deutelei oder Wegerklärens

Der mündige Bürger, dazu zählen auch Journalisten oder Polizeibeamte, wird erfahrungsgemäß mit seinem UFO-Erlebnis erstmals die astronomischen Kapazitäten heimsuchen, wenn auch nicht gleich mit "Ich habe da eine Fliegende Untertasse gesehen", sondern mit Phrasen wie "Ich sah ein komisches Licht" oder "Was ist denn das merkwürdiges am Himmel" an Sie herantreten. Besonders Selbstbewußte sprechen gleich vom UFO. Die Menschen suchen bei Ihnen keinen Seelentröster, sondern sie suchen Antworten. Bei meinen Vorträgen in Ihren heiligen Hallen und anderswo kommen wieder und wieder ernstzunehmende Menschen auf mich zu die nach Jahren auspacken und ihre UFO-Sichtungen an mich herantragen. Frei nach dem Motto: Endlich, da hört mir ein erfahrener Mann zu! Ein Stereotyp begleitet diese immer wiederkehrende Szene: "Ich habe das dem Dr. oder Prof.Sowieso damals schon gemeldet gehabt, aber der hat mich für wirr gehalten und sprach von den unendlichen Weiten des Kosmos und das deswegen die UFOs nicht hierher kommen können. Aber ich habe doch dies und jenes gesehen!" Im groben Beispiel kann dies dazu führen, dass der platte Allgemeinvorwurf gegenüber der Wissenschaft aufkommt, sie würde ein großes UFO-Geheimnis verschweigen. Paßt so schön zur Akte X-Verschwörungs-Paranoia.

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Tatsächlich nützt es dem durchschnittlichen, zufälligen UFO-Beobachter auch wenig, wenn er gestern nacht irgendwelche Lichterscheinungen am Himmel über sich herumhuschen sah, er sich deswegen an Sie wendet und Sie dann akademisch von Mr.Spock´s kosmischen Fernen zu berichten wissen oder notfalls zu den allseits beliebten Deuteleien wie "Eiskristall-Wolken" oder "Autoscheinwerfer, die sich am Berghang in Inversionsschichten brechen" greifen. Ich könnte hier zahllose Beispiele von Deuteleien anführen und so manchen guten Namen schal klingen lassen, aber ich laße es besser. Auf jeden Fall gab es Mitte der 80er Jahre einen UFO-Alarm in ganz Mitteleuropa wegen eines Re-Entrys von einem russischen Raumobjekt, der von einem Wissenschaftler als "Blitzen von Solarsonnensegeln an einem Satelliten" gedeutet wurde, ein anderer Wissenschaftler von einem Max-Planck-Institut sah selbst die Erscheinung und glaubte an "eine durchgehende Atomrakete der Russen". Ein renomierter TV-Professor erklärte Anfang der 80er Jahre eine 30minütige Beobachtung von Polizisten in Darmstadt des Orion-Gürtels als Meteorit vor dem Millionenpublikum des ZDF... Letzthin sah ich aus München einen Astronomen in einer RTL-Nachrichtensendung zugeschaltet, der die meisten UFOs als Luftballons und Wolkenformationen (weg)"erklärte". Das Publikum schüttelt den Kopf, sich als elitäre Zirkel verstehende UFO-Akademiker schlagen sich vor Lachen auf die Schenkel.

 

Für viele wird diese oberflächliche Abklärung der Situation schon genügen, aber den Betroffenen nicht, die dann weitersuchen, bei UFOlogen landen und danach die Talkshow- und Boulevard-Magazin-Karriere beginnen, um wieder und wieder über ihre "wirklich unerklärlichen UFOs" zu berichten, die ihnen niemand erklären konnte oder man sichtlich falsch erklärte. Gut, vielleicht war vor zehn oder mehr Jahren dieses rasche "Wegerklären" noch eine gängige Abwimmel-Nummer, heute gieren die Massenmedien aber nur darauf, persönlich betroffene Menschen ins Rampenlicht zu zerren, die sich von Behörden und Einrichtungen veräppelt fühlen - dazu gehören auch die Einrichtungen der astronomischen Wissenschaft, Bildung und Lehre. Gut, Sie mögen sich in Ihrer Ehre gebauchpinselt fühlen, mal als "der deutsche Astrophysiker" in eine Talkshow eingeladen zu werden, wenn das Thema UFOs aufkommt und Sie als "Gegenpart" zur ufologischen Meute herhalten sollen. Niemand will Ihnen diesen Auftritt nehmen, aber wenn Sie dann nicht ausreichend präpariert sind, gehen Sie im Gespräch mit den informierten UFOlogen unter. Mehrere haarsträubende Beispiele belegen dies. Sie mögen sich gut geschlagen haben, für UFOlogen und Publikum bleibt nur der fade Geschmack übrig, Sie würden sich auf altbekannte Argumente zurückziehen und nur Allgemeinsätze einzubringen haben, die mit dem konkreten Beispiel nichts zu tun haben. Der Faktor "UFO" schlägt dann hier negativ zu Buche - und Sie sind sein unfreiwilliges Opfer. Darüber hinaus fördern Sie nur (sicherlich ungewollt) den UFO-Aberglauben.

 

Geben Sie das UFO-Thema an uns weiter!

Aus den oben genannten Gründen möchten wir Ihnen vorschlagen, bei bei Ihnen eingehenden Meldeberichten über seltsame Vorkommnisse am Himmel, die Anrufer an uns weiterzureichen. Wir übernehmen gerne den an Sie herangetragenen Job und setzen uns fachkundig mit den Meldungen auseinander. Hierzu stellen wir die deutsche UFO-Hotline 0151-18736259 zur Verfügung. Notieren Sie diese Rufnummern in Ihren Unterlagen und heften Sie eine Notiz an Ihr "Schwarzes Brett" neben dem Telefon!

Wer sind wir eigentlich?

Das Centrale Erforschungs-Netz außergewöhnlicher Himmels-Phänomene (CENAP) ist eine private, unkommerzielle und selbstfinanzierte Einrichtung ehemals in Mannheim gegründet anno 1976 durch die  Amateur-Astronomen Werner Walter und Hansjürgen Köhler.

In über vierzigjähriger Nachforschungsarbeit von konkreten UFO-Einzelfällen aus ganz Deutschland, aber auch Österreich und der Schweiz, nach Aufbau eines internationalen Korrespondenten-Netzes haben wir die allermeisten UFO-Mysterien in jener Zeit natürlich aufklären gekonnt - mehr als 5000 UFO-Zwischenfälle bisher! Von außerirdischen Raumschiffen und sonstigen exotischen Dingen war weit und breit nichts zu finden. In dieser Zeit haben wir autodidaktisch ein Hintergrundwissen über das UFO-Phänomen selbst erarbeitet, wie es seinesgleichen sucht. Da wir die einzelnen Stimulis (Auslöser) für bereits gemeldete und identifizierte UFOs in ihrer ganzen Bandbreite kennenlernten, ist es aus unserem Erfahrungsschatz heraus möglich, UFO-Vorfälle zu analysieren und zu bewerten. Zudem sind wir durch unzählige ufologische Debatten und Auseinandersetzungen auch vor Fernseh-Publikum sozusagen ´gestählt´ und lassen uns kein X für ein U vormachen.

Manchem Kollegen sind wir durch unsere Vorträge in Sternwarten und Planetarien bereits bestens bekannt, sodass auch Sie in uns Vertrauen setzen können. Wenn es also um den Faktor "UFO" geht, dann lassen Sie die Sachverständigen vom CENAP ran. Unsere selbstgestellte Aufgabe ist es, das UFO-Phänomen aufzuklären und nicht weiter zu mystifizieren - dies sollte auch in Ihrem ureigenen Interesse stehen. Daher nutzen Sie unser Angebot. Die UFO-Diskussion kann dadurch nur an Qualität gewinnen.

CENAP-Michelstadt

 

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