Astronomie - Osterkomet: Seltenes Schauspiel erwartet

31.03.2026

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Diese Teleskopaufnahme zeigt "C/2026 A1". (Quelle: NASA / ESA / CSA JWST MIRI; Qicheng Zhang et

al.)

Ein neu entdeckter Komet rast auf die Sonne zu und könnte an Ostern ein seltenes Schauspiel bieten. Zuvor steht dem Himmelskörper aber eine extreme Bewährungsprobe bevor. Astronomen sind begeistert: Beim im Januar entdeckten Kometen "C/2026 A1", auch "Maps" genannt, handelt es sich um einen sogenannten Sonnenkratzer (Englisch: Sungrazer) der Kreutz-Gruppe. Das berichtet unter anderem das US-Magazin "Forbes".

Solche Kometen kommen der Sonne sehr nahe und haben in der Vergangenheit bereits ein Spektakel am Himmel ausgelöst.

Einer der bekanntesten Kometen aus der Gattung ist "C/1965 S1" ("Ikeya-Seki") aus dem Jahr 1965. Seine Sonnenannäherung machte ihn zum hellsten Kometen des 20. Jahrhunderts. Er raste damals ineinem geringen Abstand von knapp 450.000 Kilometern an der Sonne vorbei und war am Tage mit bloßem Auge sichtbar.

In den nächsten Tagen wird "Maps" der Sonne sogar noch näher kommen. Sein geringster Abstand zur Sonnenoberiäche, auch Perihel genannt, wird am 4. April 2026 etwa 162.000 Kilometer betragen. Astronomen gehen davon aus, dass er dann kurzzeitig so hell wie die Venus strahlen wird und in den Tagen danach möglicherweise auch tagsüber sichtbar sein könnte.

"Maps" könnte auch verdampfen

Der geringe Abstand zur Sonnenoberiäche macht aber ein anderes Szenario ebenso wahrscheinlich. Die Annäherung an die glühend heiße Sonne und deren enorme Gravitationskräfte könnte "Maps" nicht überstehen und einfach verglühen, so die Befürchtung.

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Sollte er den Vorbeiiug jedoch bestehen, könnte der Schweif des Kometen, der aus Staub und Eis besteht, ein Schauspiel am Osterhimmel werden. Dieser Schweif wäre dann auch von der Nordhalbkugel der Erde aus zu sehen und befände sich direkt neben der Sonne.

Wie lässt sich "Maps" beobachten?

Wie der Österreichische Astronomische Verein auf seiner Seite schreibt, könnte es sich lohnen, "in der hellen Abenddämmerung des 4. und 5. April kurz nach Sonnenuntergang im Westen nach dem Kometen Ausschau zu halten".

Mit steigender Sonnenentfernung werde der Komet schnell schwächer. Mit einem Fernglas, das auch Feldstecher genannt wird, sollte der Osterkomet "rund eine Woche vor beziehungsweise nach dem Periheldurchgang" sichtbar sein, heißt es.

Ein Hinweis: Wer versucht, den Kometen zu beobachten, sollte vorsichtig sein. Ein direkter Blick in die Sonne kann schwere Augenschäden verursachen – auch dann, wenn man nur kurz hinschaut. Weder Sonnenbrillen noch Ferngläser bieten einen ausreichenden Schutz. Spezielle Sonnennnsternisbrille oder Schutzfolien sollten zur Beobachtung genutzt werden.

Quelle: t-online.de

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