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UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-58

3.03.2006

Wiesbaden: Schon wieder UFO-Alarm wg "Stilles Feuerwerk"

Freitag, 3.3.06: Kurzer Erfahrungsbericht zum "voreiligen" UFO-Alarm

Gegen 9 h an jenem heftig verschneiten Freitagmorgen des 3.März rief mich ein Journalist an, welcher gerne wissen wollte "was es mit den roten Lichtpunkten" über Wiesbaden aus der vorausgegangenen Nacht auf sich, die die Polizei meldete und niemand bisher wisse was da los war. Wusste ich auch nicht, davon hörte ich gerade zum ersten Mal. Also ging ich in I-Net und wurde bei Wetterzentrale.de fündig, ein Teilnehmer aus Mittelhessen hatte diese Meldung eingebracht:

> Mysteriöse Lichtpunkte geben Behörden in Wiesbaden Rätsel auf

Wiesbaden - Wandernde Lichtpunkte am Abendhimmel haben der Polizei in Wiesbaden Rätsel aufgegeben. Meteorologen wurden befragt, die Flugsicherung und selbst die Europäische Weltraumagentur ESA - niemand habe eine Lösung gewusst. Wie die Polizei mitteilte, suchte sie sogar mit einem Hubschrauber nach dem Ursprung der etwa zweistündigen Erscheinung - ohne Ergebnis. Scheinwerfer einer Discothek seien es in jedem Fall nicht gewesen. Auch Wiesbadener Bürger hätten das Licht gesehen und gemeldet.<

Nach: Freitag, 03. März 2006, 2:07 © RZ-Online GmbH

Über die Yahoo-News fand ich in der Online-Ausgabe der ´Frankfurter Neuen Presse´ dann dies von dpa: "UFOs am Nachthimmel? Wiesbaden (dpa) Wandernde Lichtpunkte am Abendhimmel haben der Polizei in Wiesbaden am Donnerstag Rätsel aufgegeben. Meteorologen wurden befragt, die Flugsicherung und selbst die Europäische Weltraumagentur ESA - niemand habe eine Lösung gewusst. Wie die Polizei mitteilte, suchte sie sogar mit einem Hubschrauber nach dem Ursprung der etwa zweistündigen Erscheinung - ohne Ergebnis. Scheinwerfer einer Discothek seien es in jedem Fall nicht gewesen. Auch Wiesbadener Bürger hätten das Licht gesehen und gemeldet."

Alsbald rief mich eine Redakteuerin der B.Z. aus Berlin an um wegen dieser dpa-Meldung (die ihrer Angabe nach auch AP in Umlauf war) nachzufragen. Ich verdeutlichte ihr, dass diese Meldung ziemlich substanzlos in Sachen "Phänomen-Beschreibung" war und sie nichts hergibt, was auch nur den Ansatz für eine Deutung geben könnte. Weder wurde genau dargestellt um was es sich phänomenologisch bei der Erscheinung handelte, noch wie sie überhaupt ausschaute, sich tatsächlich am Himmel verhielt, wie lange sie genau sichtbar war und in Frage stand, ob nun die Polizei selbst die Erscheinung sah oder nur auf Bürgeranrufe reagiert hatte, noch nicht einmal die Uhrzeit war ausgewiesen. Damit kann ja wirklich niemand etwas anfangen. Die unkorrekte Ausführung (geradezu schlampig zu nennen und zudem unprofessionell) führte bei mir zu mehr Fragen als überhaupt ´Antworten´ damit gegeben waren. Also - ran an die Recherche um zu sehen was da am Himmel überhaupt los gewesen war. Mit den mageren Agenturmeldungen jedenfalls war kein Blumenstrauß zu gewinnen. Mich ärgerte dies eigentlich mehr als alles sonst. Wie diese Meldung überhaupt so in Umlauf kommen konnte...? Begreife dies wer will.

Also versuchte ich mein Glück bei der Pressestelle der Polizei in Wiesbaden, doch dort war bis 10:30 h Dauerbesetzung des Anschlusses angesagt. Also rief ich die Zeitung ´Wiesbadener Kurier´ an und erfuhr dort, das an jenem Morgen bereits sich zwei Damen zum betreffenden Phänomen gemeldet hatten. Beide waren in Wiesbaden-Frauenstein angesiedelt und beschrieben "bis zu 30 kleine Lichter" die "in Ketten" bzw "langgezogenen Formationen" von rechts nach links durch den dunklen Nachtimmel gezogen waren - "irgendwann kurz nach 21 h". Bald darauf hatte ich auch bei der Polizeipressestelle Glück und erreichte POK Hoffmann: Jener gab gleich Entwarnung, weil sich das Ereignis inzwischen als "stilles Feuerk mit Ballonen" zur Veranstaltung "Erfahrungsfeld der Sinne" am Freudenberg herausgestellt hatte. Tatsächlich waren "mehrere Dutzend Meldungen" ab 21:20 h bei der Polizei aufgelaufen und da eine "Art Bedrohungslage durch die Meldungen" sich abzeichnete, war die Polizei schließlich zu Boden und in der Luft unterwegs um nach den Erscheinungen und ihrem Hintergrund zu suchen. Wenn auch ergebnislos, während parallel einher die genannten Nachfragen bei anderen Behörden liefen. Nachdem nun aus dem Kreis der Veranstalter von den "UFO-Meldungen" an diesem Morgen im Radio vernommen worden war, stellte jener der Polizei gegenüber die wahren Hintergründe für das Spektakel am Himmel dar. Also - Fall erledigt und der gleiche Auslöser wie im Sommer 2005 über Wiesbaden. Inzwischen erhielt ich auch via eMail verschiedene Nachfragen zu dieser Meldung, welche inzwischen auch die österr. APA verbreitete.

Dementsprechend gab ich eine aufklärende Pressemitteilung heraus. Binnen 1 1/2 Stunden war die Sache damit für mich abgehakt. Wie ich um 12 h dann erstmals auf der HR3-Videotextseite 121 sah ("Geheimnisvolle Lichter über Wiesbaden"), wurde die Sache inzwischen aber auch so schon geklärt, gut so: "Die Polizei registrierte mehr als 80 Anrufe... Es stellte sich schließlich heraus, dass es sich um Ballons mit Leuchtmitteln handelte. Teilnehmer eines ´Erfahrungsfeldes der Sinne´ hatten sie aufsteigen lassen, teilte die Polizei mit." Auch der ZDF-VT (S.142) meldete: "Heliumballone sorgten für UFO-Ängste in Wiesbaden ... Die vermeintlich übersinnliche Erscheinung entpuppte sich am Morgen als Programmpunkt eines Managerseminars. Für drei Minuten hätten die Kursteilnehmer mit 50 leuchtenden Heliumballons ihr ganz eigenes Sternbild in den Himmel gezaubert. Leider hatte der Veranstalter vergessen, sein ´stilles Feuerwerk´ bei den Behörden anzumelden." Beim Pro7-Videotext (S.133) hieß es dagegen: "Ausserirdische über Wiesbaden? UFOs sind Manager-Sternbild ... UFO-Angst brach aus. Dabei sah man am Horizont nur 50 Heliumballons mit bunten Leuchtstäben, mit denen die Teilnehmer eines esoterisch angehauchten Managerseminars ihr Sternbild in den Himmel zaubern wollten." Beim Kabel1-VT (S.122) lag zu dieser Zeit noch die ursprüngliche dpa-Meldung vor, da gab es noch kein Update.

Eine Wiesbadener Korrespondentin teilte mir alsbald mit was dieser ´Wiesbadener Kurier´ inzwischen frisch in seiner Online-Ausgabe aufgesetzt hatte und einige Informationen enthielt die zum ´Stillen Feuerwerk´ neu waren:

>Stilles Feuerwerk über Wiesbaden

Weder UFOs noch geheimnisvolle Lichtzeichen schwebten gestern Abend über der Stadt Wiesbaden. Es gab vielmehr ein ganz besonderes Ereignis im Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne und des Denkens im Schloss Freudenberg: Ein stilles Feuerwerk. Das Erfahrungsfeldteam hat zusammen mit einem Schweizer Erfinder eine Technik entwickelt, bei der ein Feuerwerk in völliger Stille und Ruhe am Himmel erscheint. Bei dieser Technik können auch Kinder ein Feuerwerk genießen. "Das war auch der Grund für unsere Suche nach einer Alternative - ein Bild am Himmel, an dem sich Alle erfreuen können. Es gibt keine Knallerei und keine Raketen", so Matthias Schenk vom Erfahrungsfeldteam. Etwa 5 Minuten lang leuchtete gestern Abend ein "neues Sternbild" mit 50 Lichtpunkten über Wiesbaden. Diese Technik wird u.a. im Schwarzwald von Holzfällern benutzt um ihre Holzplätze anzuzeigen. Das stille Feuerwerk fand zum 4. Mal statt. Die ersten drei Male hat der Wind das Sternbild in Richtung Frauenstein und Mainz bewegt und da gab es weniger Aufregungen. Matthias Schenk: "Wir werden zukünftige Feuerwerke bei der Polizei und bei der Feuerwehr anmelden und die Rundfunkstationen informieren. Und zum nächsten stillen Feuerwerk werden wir dann alle Wiesbadenerinnen und Wiesbadener einladen." <

Roland Horn machte uns dann noch auf eine T-Online.de-Meldung aufmerksam, die noch mehr Details zum Geschehen enthielt: >Wesen vom anderen Stern waren Heliumballons - "99 Luftballons hielt man für Ufos aus dem All..." ... Die Führungskräfte eines Saftherstellers hatten im hoch gelegenen Ortsteil Freudenberg zunächst gemeinsam zehn Obstbäume in den eisigen Boden gepflanzt und dann die Ballons mit den daran gehängten Leuchtstäben fliegen lassen, wie der Radiosender FFH recherchierte. Weil es sehr kalt war, stiegen die Ballons 100 Meter und höher und waren weit in der Stadt zu sehen. ... Die Anrufer hätten von schnell blinkenden Lichtern und wandernden Lichtpunkten berichtet. Die Ordnungshüter nahmen die Anfragen sehr ernst, weil sich auch durchaus glaubwürdige Zeugen wie Polizisten und Feuerwehrleute meldeten. ... Noch am Freitagmorgen spekulierte der Deutsche Wetterdienst, ein Wintergewitter mit Blitzen in höheren Luftschichten könne das Phänomen ausgelöst haben. ... 

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5.04.2006

Historische Noten der UFOlogie aus dem CENAP-Archiv:

April-UFO-Meldungen von vor 55 bis vor 20 Jahren: Fliegende Untertassen in der Presse

An den Grenzen der Geschwindigkeit war der Titel eines Berichts von Paulheinz Middeldorf in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 16.April 1956 über die damals aktuellen Flug-Rekorde zweiter amerikanischer Flieger. Oberstleutant Charles Yeager und Major Arthur Murray waren unter jenen Testpiloten, "die einige der erregendsten Rekordmarken unserer Zeit gesteckt haben". Yeager, der damals als 33jähriger Kommandeur eines amerikanischen Geschwaders im deutschen Hahn war, hatt im November 1953 bereits im Raketenflugzeug X-1A von Bell eine Geschwindigkeit von 2.655 km/h erreicht; Murray, 37jähriges Stabsmitglied des Nordatlantik-Paktes in Paris, erreichte mit einer Maschine der selben Serie im Juni 1954 eine Höhe von dreißig Kilometern. Die beiden waren höher gestiegen und schneller geflogen, als je ein Mensch zuvor - sie haben die Schallmauer durchbrochen. Nun hatten Middeldorf Gelegenheit gehabt mit den beiden Männer während eines Rundfunksendung in Frankfurt zu sprechen. So kam man irgendwie automatisch auch auf die Fliegenden Untertassen. "Trotz aller Bereitschaft, an technische Wunder zu glauben, zeigten sich die beiden Piloten doch in einer Frage als Ungläubige, in der Frage der Fliegenden Untertassen. Sie hätten, so versicherten sie, noch keinen Menschen gesprochen, der je mit Bestimmtheit irgendwelche gesehen habe. Auch sie selbst seien bei ihren Vorstößen in die Stratosphäre noch keiner dieser technischen Märchengestalten begegnet. - Immerhin können die beiden Piloten zusammen auf über zehntausend Flugstunden zurückblicken", stellte der Journalist fest.

Ein Film über Fliegende Untertassen hieß es via AP aus Hollywood und die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 25.April 1956 informierte: Unter dem Titel "Unbekannte Flugobjekte" ist Pressevertretern am Montag in Hollywood ein Film vorgeführt worden, der nach Angaben der Produzenten Greene und Rouse aus offiziellem Filmmaterial des amerikanischen Verteidigungsministeriums zusammengestellt worden ist. Der Film zeigt unter anderem Aufnahmen vom 15.August 1950, auf denen zwei vertikal fliegende sphärische Objekte zu sehen sind, sowie Filmaufnahmen des Cheffotografen der Marine, die am 2.Juli 1952 in der Wüste von Utah gemacht wurden. Sie zeigen sieben bis sechszehn weiße Flecken von der Form zweier aufeinandergeklappter Untertassen. Wie in dem Film gesagt wird, sind die Sachverständigen des Verteidigungsministeriums zu der Ansicht gekommen, dass es sich bei diesen Objekten weder um Flugzeuge noch um Ballons oder Vögel handeln könne. Ihre Identität sei offiziell unbekannt.

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Für 18 Mark ein 50 Meter langes Rätsel meldete bezugnehmend auf dpa die Frankfurter Rundschau am 1.April 1966: Diesmal schien es ganz sicher zu sein. Jedermann in der kalifornischen Stadt Pasadena konnte das seltsame fliegende Objekt mit seinen blinkenden roten Lichtern am Himmel herumschwirren sehen. Die Einwohner bombardierten die Polizei mit Anrufen, daß sie die "Fliegende Untertasse" mit eigenen Augen in "phantastischer Geschwindigkeit" über der Stadt hatten dahinrasen sehen. Vor der Polizei entpuppte sich der "Flugkörper vom anderen Stern" aber als ein Ballon für rund 18 Mark, mit dem einige Studenten ihre Zeitgenossen zum Narren gehalten hatten. Einer der Konstrukteure der "Fliegenden Untertasse" gab vor den Polizeibeamten zu, daß der nur etwa 2,40 Meter große Gasballon mit allerlei blinkenden Sachen, flirrenden Blättern, glänzenden Aluminiumfolien und Signallichtern versehen worden war, um auf Radarschirmen das unbekannte Objekt als ein 50 Meter langes Rätsel erscheinen zu lassen.

Über "Fliegende Untertassen" wird heute der Ausschuß des Repräsentantenhauses für die bewaffneten Streitkräfte der Vereinigten Staaten debattieren. Seit 1947 wurden über dem nordamerikanischen Territorium mehr als 10.000 angebliche UFOs gesichtet. (Frankfurter Rundschau, 5.April 1966)

Die kosmischen "Brüder in der Vernunft" - Astronomen rechnen mit außerirdischem Leben/Der geheimnisvolle Radiostern namens "Sta-102" hieß es am 6.April 1966 in einem Bericht von Eugen Hintsches in der Frankfurter Rundschau: Ist die Entstehung von vernunftbegabtem Leben nur einem einzigartigen Zufall zu verdanken, der in der unermeßlichen Weite des Weltalls auf die Erde beschränkt blieb? Oder gibt es unter den im Blickfeld der Astronomen liegenden Milchstraßensystemen mit ungefähr hundert Milliarden Sonnen Planeten, auf denen ebenfalls intelligente Wesen wohnen? Mit solchem Fragenkomplex beschäftigen sich seit geraumer Zeit amerikanische, britische und sowjetische Wissenschaftler. Sie überlegen, wie Kontakte mit außerirdischen Lebewesen hergestellt werden können. Seit der berühmte sowjetische Evolutionstheoretiker Alexander I.Oparin seine Thesen von der Entstehung des Lebens aus anorganischen Stoffen formulierte, sind die meisten Astronomen von der Existenz außerirdischer Lebewesen überzeugt. Nach ihren Schätzungen gibt es allein in der Milchstraße, zu der unser Sonnensystem gehört - und das ist nur eine von Milliarden Galaxien - etwa tausend Millionen Planeten mit erdähnlicher chemischer Struktur und einer Atmosphäre, auf denen sich intelligente und möglicherweise sogar menschenähnliche Wesen entwickelt haben könnten. Freilich ist nicht anzunehmen, daß die irdischen Maßstäbe für Leben auch auf fremden Planeten gelten. Führende Wissenschaftler vertreten zum Beispiel die Ansicht, vernunftbegabte Wesen könnten auch ohne Sauerstoff unter extremer Hitze oder Kälte existieren, Bedingungen also, die für Menschen tödlich wären. Die Frage, wie eine Verbindung der Erdbewohner mit solchen nach sowjetischer Lesart "kosmischen Brüdern in der Vernunft" aufgenommen werden kann, beschäftigt nun in steigendem Maß die Wissenschaft.

An vermeintlichen Kontaktversuchen aus dem Weltraum hat es bisher nicht gefehlt. Wenn der spektakulären These der beiden sowjetischen Forscher Genrich Altow und Valentina Schurawlewa Glauben geschnekt werden darf, war es 1908 ein gewaltiger Energiestrahl von den kosmischen "Vernunftbrüdern", der - offenbar viel zu stark bemessen - mit einer ungeheuren Explosion die heute noch sichtbaren Krater im Umkreis von 20 Quadratkilometern in die sibirische Taige riß. Auch andere rätselhafte Himmelserscheinungen (von teilweise allerdings so utopischem Charakter wie etwa die "Fliegenden Untertassen") werden vielfach auf gleiche Weise gedeutet. Diese einseitigen Verbindungen zum Universum änderten sich 1932, als der amerikanischen Ingenieur Karl Guthe Janska vom Laboraorium der Ball Telephone Company zufällig die aus dem Weltraum kommende Radiostrahlung entdeckte - und zwar kam sie von einem Teil der Milchstraße, der im Sternbild Schütze liegt. Schon bald war es den Erdbewohnern dann nicht nur möglich, die elektromagnetischen Ausstrahlungen kosmischen Ursprungs mit einer Wellenlänge zwischen einigen Millimetern und mehreren hundert Metern zu beobachten und auszuwerten; sie konnten auch Nachrichten durch ein - im Vergleich zum relativ schmalen Wellenbereich des sichtbaren Lichts (0,4 bis 0,75 Mikron) - riesiges Fenster zum Weltall, das "Radio-Fenster", senden. Derartige Unternehmen sind indessen - vor allem wegen der großen Entfernungen - Grenzen gesetzt. technisch könnte gegenwärtig bei weltumfassender Zusammenarbeit bestenfalls ein Dauersignal in der Stärke von einer Milliarde Kilowatt ausgestrahlt werden. Für kosmische Verhältnisse ist das außerordentlich wenig. Deshalb müssen sich Radioastronomen, solange die irdischen Energiequellen noch zu schwach sind, wohl oder übel damit begnügen, den Weltraum auf Funkzeichen von intelligenten Lebewesen abzuhorchen. Im herbst 1960 unternahm eine amerikanische Forschungsgruppe im Rahmen des Projektes "Ozma" den Versuch, Funksignale von etwaigen Bewohnern erdnaher Fixsterne aufzufangen. Dazu richteten Dr.Frank D.Drake und Dr.Struve das 27-Meter-Radioteleskop des Observatoriums Greenbank in Westvirginia auf die elf Lichtjahre entfernten Himmelskörper Epsilon im Sternbild Eridanus und Tau im Walfisch. nach einigen Monaten brachen sie jedoch das Unternehmen erfolglos ab. Die Wahrscheinlichkeit, in dieser Entfernung vernunftbegabte Lebewesen anzutreffen, erwies sich als zu gering. Nach Ansicht der Sternforscher beträgt nämlich der durchschnittliche Abstand zwischen bewohnten Welten ungefähr tausend Lichtjahre. Um eine solche Entfernung zu überbrücken, würde es zwar genügen Empfänger- und Antennenleistung der großen Radiosonden um das Sechsfache zu vergrößern. Aber: ein Funksignal zu diesen fremden Sternen wäre 1000 Jahre unterwegs, und eine Antwort könnte bestenfalls in 2000 Jahren empfangen werden. Diese wenig ermutigenden Aussichten veranlaßten den sowjetischen Physiker und Mathematiker Dr.Nikolai Kardaschow zu der Spekulation, es gäbe möglicherweise extraterrestrische Lebewesen auf höherer Entwicklungsstufe als der irdischen Zivilisation, die schon längst damit begonnen haben, Funksignale ins All zu senden. Dr.Kardaschow schlug vor, die möglichen außerirdischen Entwicklungsformen in drei Grundtypen einzuteilen:

A.) Zivilisationen I, deren technologisches Niveau dem der Erdbewohner entspricht;

B.) Zivilisationen II, die Energiemengen beherrschen, wie sie von der Sonne ausgestrahlt werden;

C.) Zivilisationen III, die mit Energien vom Ausmaß einer Galaxie operieren.

Nach den Wahrscheinlichkeitsrechnungen von Dr.Kardaschow könnten Radioastronomen mit ihren modernsten Geräten die Funksignale der in Entfernungen bis zu zehn Millionen Lichtjahren möglicherweise existierenden Zivilisationstypen II und III empfangen - vorausgesetzt, daß diese Wesen rechtzeitig mit dem Funken begonnen haben. Den Erdwissenschaftlern bleibt demnach nichts anderes übrig, als geduldig auf solche Zeichen zu warten. "Was ist aber", so schrieb kürzlich eine britische Zeitung sarkastisch, "wenn aber die potentiellen außerirdischen Wesen auf einer anderen Frequenz senden, als wir empfangen oder überhaupt nicht senden?" Außerdem, wie will man deren Signale vom ständigen Strom natürlicher Radiostrahlung unterscheiden? In welche Richtung und auf welche Wellenlänge sollen die Radioastronomen ihre Antennen einstellen? Und: Ist es denn wenigstens wahrscheinlich, daß intelligente Wesen fremder Sterne mit den Erdbewohnern überhaupt Verbindung aufnehmen wollen? Auf diese Fragen gibt es bisher noch keine befriedigende Antwort. Trotzdem sind die Radioastronomen bei ihrer Suche nach den außerirdischen "Brüdern in der Vernunft" optimistisch. Anlaß dazu ist die Entdeckung der geheimnisvollen Radioquelle "Sta-102" im Sternbild des Pegasus. Wie der sowjetische Astronom Genadi Scholomizki berichtete, sendet der schätzungsweise sieben bis acht Millionen Lichtjahre von der Erde entfernte Himmelskörper ungewöhnlich starke Radiowellen aus, die jeweils nach einer Periode von hundert Tagen schwächer oder stärker werden. Untersuchungen des britischen Jodrell-Bank-Observatoriums ergaben, daß "Sta-102" wesentlich kleiner ist als alle bisher bekannten Radiosterne des Universums. Nach Art der Funkwellen zu schließen, müßte seine Oberfläche die sogar für kosmische Maßstäbe unglaublich erscheinende Temperatur von hundert Billiarden (das ist eine Eins mit 17 Nullen) Grad Celsius haben. Für die seltsam pulsierende Radiostrahlung fanden die Wissenschaftler jedenfalls bisher noch keine Erklärung.

Sie vermuten, daß es sich bei "Sta-102" um eine neue Sternart, vielleicht sogar um einen Superstern handelt, dessen ungewöhnliche Signale willkürlich erzeugt werden. Was aber, wenn das zutrifft? Wenn eines Tages die Funkverbindung mit intelligenten außerirdischen Lebewesen hergestellt ist? - Der kalifornische Wissenschaftler Dr.Albert Hibbs stellt sich das besonders drastisch vor: "Das Risiko einer Antwort ist schrecklich. Vielleicht sind wir für die anderen feinstes Rindfleisch." Daß außerirdische Sternbewohner Englisch oder Russisch verstehen, ist ebensowenig anzunehmen wie, daß ihre Sprache von Menschen ohne weiteres begriffen würde. Beim Fehlen jeglicher Gemeinsamkeit dürfte der Inhalt einer Botschaft deshalb beim Empfänger lediglich die Fähigkeit zu logisch-abstraktem Denken voraussetzen - in der Annahme, daß die Gesetze dafür im gesamten Universum gelten. Wer riesige Sender- und Empfangsanlagen baut, sollte eigentlich auch mit Zahlen umgehen können. Deshalb wird die erste irdische Funksendung ins All vermutlich aus Zahlen bestehen. Dabei ist denkbar, daß bestimmte rechnerische und physikalische Konstanten, zum Beispiel die Kreiszahl "pi" oder die Primzahlen, auch im Kosmos verstanden werden. Der Leiter des Projekts "Ozma", Dr.Drake, entwarf eine aus zwei Grundsymbolen (Eins und Null) bestehende Sendung von insgesamt 551 Zeichen. Dieses Produkt aus den beiden, Primzahlen 19 und 29 kann nun zu einem Rechteck mit 19 Zeichen nebeneinander und 29 Zeilen untereinander zusammengesetzt werden. Bei richtiger Aufteilung erscheinen dann, lediglich durch das Ausdrücken der Eins in Schwarz und der Null in Weiß, die Umrisse eines Menschen, das Schema des irdischen Planetensystems und das Schalenmodell des Sauerstoff- und Kohlenstioffatoms. Eine derartige Erkennungsbotschaft ist aber bisher weder gesendet noch etwa empfangen worden. Sie wird wahrscheinlich auch auf absehbare Zeit in den Schreibtischschubladen der Radioastronomen liegenbleiben.

Die Untertassen lassen grüßen - Australien bekam Besuch aus England und aus dem All hieß es in einem Artikel von Gert D.Wolff am 20.April 1966 in der Frankfurter Rundschau: Die Bevölkerung des Fünften Erdteils, Australien, ist in diesen Tagen ein wenig "nervy"! Was sich nämlich in den letzten Wochen alles so ereignet hat, ist selbst für robuste australische Gemüter zu viel. Nicht, daß der Rücktritt von premierminister Robert (Bob) Menzies so schwer zu verkraften wäre. Da sind die Cricketergebnisse des gerade in Adelaide abgehaltenen Länderkampfes gegen England schon aufregender. Nein, es sind die Besuche, die Australiens Seelenfrieden zu erschüttern drohen. Da ist einmal der Besuch von Prinz Charles, dem englischen Thronfolger. Der Prinz wird für kurze Zeit in der "Snob-Fabrik" Timbertop seinen Studien nachgehen und zwar "aussie-style". Kaum ist diese ungewöhnliche Ehrung verdaut, muß sich die Nation schon wieder auf den Besuch der "Stones" vorbereiten. All das wäre ja wohl noch kein grund "nervy" zu werden. Schließlich hat man schon einige Routine in Empfängen solcher Art. Wie jedoch soll man Besucher empfangen, die sich nicht vorher angemeldet haben, und von denen man nicht einmal weiß, wer sie sind und woher sie kommen? Denn wer kann schon sagen, woher sie kommen, die "Fliegenden Untertassen"? Bei ihrem jüngsten Besuch wurden sie nicht nur gesehen, sie hinterließen auch ihre "Visitenkarte"! Tully, eine verschlafene Kleinstadt, nördlich von Brisbane/Queensland, erwachte dieser Tage zu hektischem Leben. Der Lehrer, Hank Pennin, behauptete, eine Fliegende Untertasse gesehen zu haben. Er sei mit dem Traktor entlang der Lagune gefahren, als er die grünlich-glühende Scheibe gesehen habe. Kurz darauf entdeckten zwei Farmer die mysteriösen "Nester" nahe besagter Horseshoe-Lagune. Zuerst drei dich beieinander, dann später weitere zwei. Es handelt sich dabei um kreisförmige Flächen von entwurzeltem und in Uhrzeigerrichtung plattgedrücktem Schilfgras von etwa zehn Meter Durchmesser. Die fünf Nester sehen völlig gleich aus. Ihre Flächen heben sich klar von dem übrigen Schilfwald ab. Ein ungeheurer Luftdruck muß diese Nester verursacht haben. Wirbelwinde, in der Gegend von Tully sind zwar keine Seltenheit, scheiden jedoch mit Bestimmtheit aus, da in den letzten Wochen keine gesichtet wurden.

Die Sumpflandschaft um Tully ist Krokodilgebiet. Erst vor kurzem wurde ein drei Meter langer "Killer" beobachtet. Sofort gingen Vermutungen in diese Richtung: Die "Flying Saucer Nests" seien nichts weiter als Spielplätze von liebestollen Krokodilen, hieß es. Auch diese Version wurde von Experten abgetan. Man sieht sich mittlerweile gezwungen, die Untertassen-Theorie zu akzeptieren: Daß es sich nämlich um "Parkplätze" unbekannter Flugobjekte handelt. Die RAAF (Australische Luftwaffe) hat sofort eine offizielle Untersuchung eingeleitet und Proben des plattgedrückten Grases auf Radioaktivität prüfen lassen. Selbst die Möglichkeit, daß Witzbolde am Werk waren, scheidet aus. Das Arbeiten in dieser undurchdringlichen Sumpflandschaft hätten ihnen allen Spaß im voraus verdorben und vor allen Dingen: es hätte Spuren hinterlassen. Die Bewohner von Tully und ein etwa tausendköpfiges Heer von Neugierigen warten jetzt allabendlich an der Lagune auf die Wiederkehr der Untertassen. Aus allen Gebieten Australiens meldeten sich jetzt in einer Art Kettenreaktion Stimmen, die Ähnliches erlebt und beobachtet haben wollen und jetzt den Mut zum Reden finden. Besondere Genugtuung empfand ein Mann in Sydney, Mr.Dennis Crowe, der vor einem Jahr Aufsehen erregte, als er sein seltsames Erlebnis der Presse mitteilte. Vor seinem Haus in Vanvluse hatte er morgens um halb vier Uhr einen Spaziergang zum nahen Strand gemacht. Aus etwa 50 Meter Entfernung habe er einen grünlich-glühenden, scheibenförmigen Flugkörper gesehen - Typ "Fliegende Untertasse" -, dessen Durchmesser etwa 10 Meter betrug. Er habe sehen können, wie sich der Flugkörper scheinbar mühelos vom Strand hob und unter leisem Zischen in Richtung See verschwand. Mr.Crowe ging damals sofort nach Hause und zeichnete die Untertasse aus dem Gedächtnis nach. Da er technischer Zeichner war und während des Krieges bei der englischen Marine gedient hatte, besaß er eine gute Beobachtungsgabe für technische Einzelheiten. Nach Veröffentlichung seines Berichtes in der Zeitung, wartete Mr.Crowe auf die Reaktion der Öffentlichkeit. Anstatt der erwarteten Diffamierungen erhielt er viele Anerkennungsschreiben aus allen Teilen des Landes. Ein weiterer Besucher beunruhigt Australiens Gemüter. Soeben berichtet die Marine von einem mysteriösen U-Boot, das 50 Meilen vor Sydney geortet wurde. Es ignorierte mehrfach Befehle zum Auftauchen und fuhr mit einer selbst für moderne U-Boote ungewöhnlichen Geschwindigkeit seinen Verfolgern davon. Wer weiß, welche Besuche den Australiern noch bevorstehen. Demnächst kommen also erst einmal wieder die "Rolling Stones".

Jetzt fliegen sie wieder kabelte UPI und der Berliner Tagesspiegel berichtete am 28.April 1966: Die Saison der Fliegenden Untertassen ist wieder gekommen. Unbekannte Flugobjekte (UFOs) haben sich am Wochenende über der Stadt Chambery in den französischen Alpen gezeigt. Wie die Polizei mitteilte, haben drei Schulbuben ein leuchtendes Flugobjekt über den Alpen gesehen, dem kurze Zeit später ein zigarrenförmiger Flugkörper folgte. Hinter der "Riesenzigarre" seien dann noch zwölf kleinere ähnliche UFOs gefolgt. Die Fliegenden Untertassen sollen rot, gelb und grün geleuchtet haben. Zwei Schullehrer bestätigten die Beobachtungen der Jungen. (Gleich anschließend kam folgende News: Keine Fliegenden Untertassen: US-Verteidigungsminister McNamara hat vor einem Kongreßausschuß die Beweiskraft von Unterlagen dementiert, die sich mit der Möglichkeit einer Existenz von "Fliegenden Untertassen" beschäftigen.)

Ende April 1966 gab es folgende Meldung in der Frankfurter Rundschau: Fliegende Untertassen...tauchen immer wieder auf. Unlängst gerieten die Nauheimer aus dem Häuschen. In Richtung Groß-Gerau war ein leuchtender Flugkörper zu sehen. Gelegentlich geriet er in kreisende Bewegung, hatte keine Positionslampen, dafür aber einen Lichtschweif. Viele Nauheimer sahen es, eine Täuschung war es unmöglich, und das ganze geschah nicht etwa am 1.April, sondern in diesen Tagen, präzise am Abend des 22.April. - Inzwischen stellte sich heraus, daß das kein UFO war. Auf dem Gelände der Groß-Gerauer Zuckerfabrik steht ein hoher Baukran, und ganz oben hängt eine starke elektrische Lampe. Das war der "Flugkörper" und der Schweif war der Lichtschimmer auf teilen des Krans. Groß-Gerau hat also keine Chance, im Pentagon zu den Akten "UFO" gelegt zu werden.

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Forschung nach Leben im All kam es mit ddp aus Moskau und am 3.April 1976 schrieb die Frankfurter Rundschau: Mit der Erkundun g außerirdischer Zivilisation beschäftigt sich ein Komitee der Internationalen Akademie für Astronautik in Moskau, dessen Vorsitzender der tschechoslowakische Wissenschaftler Rudolf Pecek ist. In einem Interview mit der Moskauer Wochenzeitung Nedelja bezeichnete er am Freitag diese Forschung als "logische Fortsetzung der Kosmonautik". Das Forschungsprogramm des internationalen Komitees sieht die Entwicklung von Geräten und Apparaturen vor, um kosmische Signale "künstlicher" Herkunft herauszufinden. Bisher - so erklärte der Wissenschaftler der Nedelja - verfügt die Wissenschaft über keinerlei Beweise, daß in der Galaxis Zivilisationen vorhanden sind. Alle bisher aus dem kosmischen Raum aufgefangenen Signale stammten einwandfrei nicht von anderen Zivilisationen.

Was verschweigt die Luftwaffe? So wurden Zeugenaussagen manipuliert - Befehl aus Washington - UFO-Zentrale bald in Deutschland? hieß es so am 18.April 1976 in der BILD-am-Sonntag: Zunächst wird uns breit der Vorfall aus Portage County in Ohio vom frühen Morgen des 16.April 1966 nahegebracht, als die Polizeibeamten Dale F.Spaur und Wilburg Neff eine vorgebliche "Fliegende Untertasse" jagten, die dann von der US Air Force als Sichtung der Venus erklärt wurde. Hierzu wird Professor Hynek zitiert: "Das ist typisch. Das Verteidigungsministerium hatte den Befehl gegeben, für alles eine Erklärung zu finden. Ich habe es doch immer wieder erlebt: Wann immer ein Fall problematisch wurde, wann immer etwas hinter einem solchen Fall zu sein schien, mußte über ihn geschrieben werden ´psychologischer Fall´ - und damit wurde er zu den Akten gelegt." [Hierbei wurde scheinbar von Autor Wolfgang Will zusammengestückelt und gestreckt wie es nur geht: Weil, was hat die Fehldeutung der Venus mit einem Fall der Kategorie ´psychologischer Fall´ zu tun, worunter man reine Phantasien ablegte? Außerdem dem deutlichen Versuch durch den Autor hier Stimmung und Suggestion zu erzeugen, kann man dahinter nichts anderes entdecken.] Nur weil die Portage County-Sichtung auf die Venus zurückging, stellte sich der Autor auch folgende, unsinnige Fragen: Verschweigt die US-Luftwaffe Tatsachen? Soll die Öffentlichkeit nichts beunruhigt werden? Weiß Washington, wissen die Regierungen mehr, als sie zugeben wollen? Wie auch immer, Professor Hynek wird nochmals zitiert: "Ich hoffe, daß wir bald auch ein UFO-Zentrum in Europa haben, das Beobachtungen registriert und untersucht, das dann mit uns zusammenarbeitet. Ich würde die Schaffung einer solchen Zentrale in deutschland begrüßen, an ihr sollten auch Wissenschaftler mitarbeiten, Astronomen etwa wie ich." [Aus diesem Traum wurde nichts.] Wolfgang Will schließt seine Serie also so mit netten Worten ab: "Fliegende Untertassen": Auch derjenige, der nicht an die "kleinen grünen Männchen" zu glauben vermag, wird -wenn er sich ernsthaft und objektiv mit der Materie beschäftigt- zugeben müßen, daß es "unbekannte Flugobjekte" gibt. Müßten, sollten wir nicht alle ein Interesse daran haben, dieses Phänomen zu erklären?

Am 18.April 1976 gab es auch ersten Leserzuschriften, die BamS unter "UFOs - heißes Eisen unserer Zeit" abdruckte: Herbert Mang, DUIST-UFOloge aus Immenstadt: "Hut ab! Es ist ja fast nicht zu glauben, daß sich eine deutsche Zeitung an das Thema UFOs wagt. Diese Serie wird zweifellos eine Sturmflut mit sich bringen. Es geht um das heißeste Thema unserer Zeit. Wie sehr hat man gerade in den letzten 10 Jahren versucht, dieses Thema herunterzuspielen. Aber Gott sei Dank gibt es ja noch Menschen auf dieser Welt, die über dem Alltagsgequassel stehen und sich den Aufgaben widmen, die -wie Wolfgang Will anführt- in drei bis vier Jahren akut sein könnten." Axel Ertelt, Prä-Astronautiker aus Halver: "Mit Erstaunen las ich den ersten Teil Ihrer Artikel-Serie. Mit Erstaunen deshalb, weil eine der führenden deutschen Sonntagszeitungen über dieses brisante und heiße Eisen berichtet. Auch der zweite Teil war ein hervorragender Bericht - für meine Begriffe sogar der beste. Ich kann nur hoffen, daß die folgenden Teile im gleichen Stil und genauso objektiv geschrieben werden. Ich hoffe, daß dieser Serie in Zukunft weitere Reportagen über das gleiche Thema folgen werden." Na dann, wenn dies eine rein objektive Berichterstattung war, konnten ja Millionen Leser zufrieden sein und bekamen Hoffnungen untergejubelt, die sich als unberechtigt herausstellten. Inzwischen sind mehr als zwanzig Jahre vergangen und wir wissen es besser. Dennoch haben in ihrer Zeit derartige Artikel-Serien, auch schon wegen ihres Umfangs, einen suggestiven Einfluß auf das Publikum und prägen die Vorstellungen der Öffentlichkeit in eine ganz bestimmte Richtung aus. Dies war in den 50ern so, in den 70ern und in den 90ern.

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Quelle: CENAP-Archiv

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