Blogarchiv
UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-288

cenap-infoline-titel-394

cenap-archiv-titel-238

1.08.2008

Historische Noten der UFOlogie aus dem CENAP-Archiv:

Fortsetzung von Teil-287:

 

"Eine Begegnung der dritten Art fehlt noch in der UFO-Sammlung: Das Centrale Erforschungsnetz für außergewöhnliche Phänomene hat Hauptsitz in Mannheim" berichtete Achim Scheckenbach am 16.August 1983 in der ´Rheinpfalz´:

Angefangen hat alles am 5.September 1973. Damals saß der 17jährige Werner Walter gegen 21 h mit einem Schulfreund zusammen in Mannheim-Vogelstang, man plauderte, genoß den lauen Spätsommerabend. Plötzlich hielt der Freund im Gespräch inne, schaute angestrengt auf den Abendhimmel und machte sein gegenüber auf ein seltsames Objekt aufmerksam: Ein trapezförmiger Körper, der nur an seinen Konturen rötlich glühte, zog über den Horizont - und verschwand plötzlich, als "habe jemand das Licht ausgeknipst". Das war Werner Walters erster Kontakt mit einem Phänomen, das er bis heute nicht erklären kann. Vor zehn Jahren jedenfalls wollte der damals 17jährige genauer wissen, was er da beobachtet hatte. Er rief Redaktionen von Tageszeitungen an, erfuhr hier jedoch, dass keine Sichtungen gemeldet worden waren. Um seinem "UFO" (Unbekanntes Flug-Objekt) auf die Spur zu kommen, begann Werner Walter damit Archivmaterial aus Zeitungen mit UFO-Sichtungen zu kopieren. Fachbücher wurden gelesen, natürlich auch die Werke Erich von Dänikens, aber das war dem Schüler bald zu spekulativ. Nach drei Jahren Sammeln und Lesen gründete der mittlerweile 20jährige Einzelhandelskaufmann zusammen mit dem Mannheimer Hans-Jürgen Köhler CENAP, das Centrale Erforschungsnetz außergewöhnlicher Phänomene. Das gemeinsame Ziel hieß, mehr über das UFO-Phänomen herauzufinden, sich nicht einfach mit dem abzufinden, was da in teilweise verzerrter Art in Zeitungen verschiendster Art wiedergegeben wurde. Jeder UFO-Fall sollte untersucht werden. Mit dieser Vorgabe gingen Walter und Köhler, die bald auch Kontakte nach Wiesbaden, Heilbronn, Hamburg, Berlin und Lüdenscheid schufen, ans Werk. Wurde irgendwo eine UFO-Sichtung gemeldet, versuchten die mittlerweile 15 CENAP-Mitglieder an die Adressen der Beobachter heranzukommen, Interviews zu machen. Ein spezieller Fragebogen, der usprünglich von der amerikanischen Luftwaffe entwickelt und verwendet worden war, diente als Muster. In einem Computerzentrum in Dänemark konnten und können die Fakten ausgewertet werden.

Damit aber hatten die Amateur-Forscher nur die Darstellung der Beobachter. Sie wollten aber mehr, befragten Polizei, Flugsicherung, Sternwarte, Militär - soweit möglich - und Wetterwarte, trugen dann alle Informationen zusammen und versuchten, eine Erklärung zu finden. In den sieben Jahren seit Bestehen der Organisation wurden so weit mehr als 6.000 Zeitungsausschnitte archiviert, einige tausend Diapositive und Fotos zusammengetragen, für mehrere hundert Mark sogar aus den inzwischen freigegebenen Archiven von FBI und CIA als Kopien aufgekauft. In der Bundesrepublik und in Österreich wurden bis heute von CENAP rund 250 Begegnungen bis zur dritten Art gemeldet und verfolgt. Wobei Begegnungen der ersten Art - die Sichtung unbekannter Flugobjekte - am häufigsten vertreten waren. Die Landung einer "Untertasse" (Begegnung der zweiten Art) oder gar die Kontaktaufnahme mit fremden Wesen (dritte Art) wurde auch einige Male verfolgt. "Aber", so Werner Walter, "das waren alles unseriöse Hinweise, teilweise sogar von Psychopathen gemeldet, die über ihre UFO-Kontakte nur wieder ins Gespräch mit anderen Menschen kommen wollten." Insgesamt kamen Walter, Köhler und seine Mitstreiter - die meisten übrigens astronomisch vorgebildet - zu dem Schluß, dass das UFO-Phänomen wohl eher eine Frage sei, mit der sich Soziologen und Psychologen befassen sollten, aber nicht Physiker. Von den Begegnungen der ersten Art wurden fast neunzig Prozent aller Beobachtungen nachts wahrgenommen. 97 Prozent aller Erscheinungen konnten von CENAP als Verwechslungen mit Flugzeuglichtern, Ballons, Satelliten, Sternen oder gar dem Mond erklärt werden. Wobei sogar geübte Beobachter - etwa Polizeibeamte oder Piloten - sich optisch täuschen ließen. Aber drei Prozent blieben ungeklärt übrig. Doch Werner Walter und seine Freunde wollen diese verbliebenen sieben Fälle nicht mit dem Wort UFO in einem Zug nennen, sondern reden lieber von UAP, ungeklärten atmosphärischen Phänomenen. Diese sieben Fälle stammen zudem voin seriösen Beobachtern, die alle Objekte gesehen haben, die teilweise durch ungewöhnliche Geschwindigkeiten oder durch seltsames Leuchtverhalten die Aufmerksamkeit erregt haben. Diese Beobachtungen widersprechendabei allem Bekannten.

Natürlich gibt es viele, die sich mit gefälschten Fotos interessant machen wollen. Doch auch ein Foto-Spezialist arbeitet für CENAP - und er hat die meisten der angeblich echten Dokumente als falsch entlarvt. Werner Walter und seine Freunde haben selbst mit einer nachts in die Luft geschleuderten und mit Blitzlicht fotografierten polierten Radkappe eines VW-Käfers eindrucksvolle Aufnahmen geschossen, die bei vielen UFO-Gläubigen wohl als einmalige Beweise gelten würden. Aber diese beinahe schion religiöse Befassung mit dem Thema UFO widerstrebt den CENAP-Mitgliedern. Jeden Monat erscheint übrigens ein "Report", Kontakte mit dem Ausland sind intensiv und sollen noch verstärkt werden. Jetzt fehlen der Organisation noch Helfer, die vor allem fremdsprachig firm genug sind, um auch Zeitungsberichte aus Südamerika, der Sowjetunion usw zu übersetzen. Und natürlich ist CENAP sehr an Beobachtungen außergewöhnlicher Phänomene interessiert, so würde Werner Walter auch gerne in Kontakt mit jenen Anrufern treten, die unserer Redaktion Hinweise auf UFO-Sichtungen vor einigen Tagen gegeben haben (wir berichteten darüber). Die Adresse: Werner Walter, Eisenacher Weg 16, Mannheim-Vogelstang. Höhepunkt der Arbeit soll zischen dem 9.und 11.September ein UFO-Kongress in Mannheim-Wallstadt werden. Fachgebundene Gespräche, Dia-Vorträge, Diskussionen, Ausstellung des gesammelten Materials und natürlich auch ein gemütliches Beisammensein sollen im Gemeindesaal in der Königshofer Strasse 17 die Kontakte zu anderen UFO-Gruppen verstärken. Vielleiocht gibt es dann für den Amateurforscher Werner Walter nach so vielen Enttäuschungen wieder einmal ein Erfolgserlebnis...

+ Abgedruckt wurde auch ein Foto aus dem CENAP-Archiv, dazu der Text: Ein UFO über Nürnberg. Dieses eindrucksvolle Dokument wurde jedoch von den CENAP-Amateurforschern schnell als Fälschung entlarvt. Der Fotograf hatte sein als echt gemeldetes "UFO" aus Papier ausgeschnitten, auf das Fenster geklebt und dann einfach gegen den Hintergrund abgelichtet.

 

"UFO-Konferenz in Wallstadt/"UFO-Alarmzentrale" in Mannheim wird vorgestellt" meldete am 26.August 1983 die ´Rhein-Neckar-Zeitung´:

Angefangen hatte alles an einem Abend im September 1973, als Werner Walter und Heinrich Schwierz über Mannheim-Vogelstang einen unidentifizierbaren, trapezförmigen Gegenstand am Horizont vorbeihuschen sahen. Geheimnisumwitterte UFO-Phänomene hatten es ihnen schon vorher angetan; nun bekamen sie aber den letzten Anstoß, den vermeintlich "unerklärbaren" Phänomenen systematisch auf den Grund zu gehen. Das Ergebnis ist das CENAP - "Centrales Erforschungs-Netz außergewöhnlicher Phänomene", eine Institution, die sich seit nunmehr zehn Jahren mit UFO-Erscheinungen beschäftigt und alljährliche UFO-Konferenzen abhält; so auch heuer vom 9.-11.September im Gemeindesaal in der Königshofer Str.17 in Mannheim-Wallstadt, wo Gäste aus der ganzen Bundesrepublik und dem benachbarten Ausland erwartet werden. Im Gegensatz zu blinden UFO-Gläubigen legen CENAP-Mitglieder Wert auf eine nüchterne Betrachtungsweise der UFO-Problematik und verweisen darauf, dass nur etwa drei Prozent aller Meldungen auf diesem Sektor nach wie vor unerklärlich sind, darin jedoch keine Manifestation Fliegender Untertassen zu sehen sei, sonder nur schlichte Erscheinungen des Typs "Unbekannte Atmosphärische Phänomene" (UAP). Da sich CENAP als private, unkommerzielle Institution zur Registrierung von UFO- und UAP-Erscheinungen versteht, möchte es sich als zentrale Anlaufstelle für UFO-Meldungen bundesweit publik machen, - kurz, als "UFO-Alarm-Zentrale Mannheim". (Kontaktadresse: Werner Walter, Eisenacher Weg 16, 6800 Mannheim 31, Tel.0621/701370.) Auf die CENAP-Ratschläge sollen auch Vertreter der Medien und Behörden zurückgreifen können, wenn sie gerade mit irgendwelchen UFO-Erscheinungen beschäftigt sind. Zunächst einmal war und ist CENAP selber auf die Erkenntnisse von allen möglichen Behörden in UFO-Fragen angewiesen. Dazu wurden große Mühen aufgwendet, zahllose Anfragen ins In- und Ausland verschickt, bis hin zum Washingtoner Nationalarchiv, dem amerikanischen Geheimdienst CIA sowie dem FBI, von wo sie zahlreiche - bisher "geheim/vertraulich" eingestufte - Dokumente erhalten hätten.

+++

Blick in das CENAP Foto-Archiv zur "UFO-Konferenz" in Mannheim-Wallstadt im September 1983:

1983-09-cenap-konferenz-1

1983-wallstadt-ab

Werner Walter im Gespräch mit Besucher aus München

1983-wallstadt-ac

Dia Vortrag von Colman Von Keviczky mit "schweren Beweisen" welche uns schon damals nicht überzeugten.

1983-wallstadt-ad

Werner Walter, Hansjürgen Köhler beim Gespräch mit SUFOI-Mitglieder aus Dänemark

1983-10-kji-colmanwwhkkw-2

Von oben Links: Jochen Ickinger, Hansjürgen Köhler, Roland Gehardt, M.Schmitz/CENAP-Luxemburg,

Werner Walter, Colman Von Keviczky/USA, Klaus Webner

Quelle: CENAP-Archiv

1149 Views