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Sonntag, 13. November 2016 - 19:25 Uhr

UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-47

19.10.2005

Falsches UFO am Osthimmel

Astronomen und UFO-Forscher erwarten schon Schlimmes!

Centrales Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene, CENAP 

und

Michael Hammer-Kruse, Kiel

 

Falsches UFO am Osthimmel - Astronomen und UFO-Forscher erwarten schon Schlimmes!

Kiel/Mannheim. In den letzten Nächten bescherte uns der "Goldene Oktober" manche klare Nacht. Das war für etliche Menschen Anlaß, sich über das "rötlich schimmernde UFO" zu wundern, das jetzt jeden Abend langsam am Osthimmel aufsteigt. Bei vielen sorgte es schon für Aufregung bis hin zum "UFO-Fieber". Astronomen und UFO-Phänomen-Nachforscher sind jetzt schon genervt, weil der eigentliche Höhepunkt der unheimlichen Beobachtungen erst noch ansteht: In den Nächten des heutigen Dienstag und kommenden Mittwoch wird sich das Objekt in der Nähe des Mondes befinden.

Michael Hammer-Kruse ist aktiver Amateurastronom und Besitzer des einzigen mobilen Planetariums in Norddeutschland. Als Berater beim von Werner Walter begründeten Centralen Erforschungs-Netz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP)in Mannheim kennt er die Situation. Dort laufen in den letzten Tagen verstärkt vermeintliche UFO-Berichte aus der bundesweiten Bevölkerung auf. Sie alle betreffen unseren Nachbarplaneten im Weltall: Mars, der rote Planet, wird in den nächsten Wochen in Opposition stehen. Er scheint dann auffällig hell und kann während der ganzen Nacht beobachtet werden. "Uns graust es jetzt schon vor den vielen Fehlmeldungen, die diese himmlische Konstellation zur Folge haben wird, wenn die Leute einmal mehr glauben, ein unheimliches UFO im Mond-Orbit auszumachen", so Hammer-Kruse vorab, um darüber aufzuklären, was in diesen Nächten am Himmel wirklich los ist. Niemand brauche sich deswegen in Science Fiction-Fantasien zu ergehen. Viel aufregender sei es, sich das himmlische Schauspiel im Fernglas anzuschauen oder in einem Planetarium näher erklären zu lassen.

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19.10.2005

UFO-Alarm - der Mars macht die Leute mobil

Wie ein sehr großer Stern, nur orange-rötlich... - das kleine "Goldene Ei"

Der ganze Oktober 2005 war wahrhaft wettermäßig ein "Goldener Oktober" gewesen, oftmals waren die Nächte superklar gewesen. Schon seit Anfang des Monats erhielt ich etwa einmal pro Woche Beobachtungsmeldungen von Leuten aus ganz Deutschland, die genau das selbe Objekt am Himmel sahen, wie nachfolgende Ausführung für die Nacht des 15.Oktober gilt. Am Sonntagvormittag erreichte mich ein Herr aus Saarbrücken, der ab 22:30 h in der vorausgehenden Samstagnacht soetwas wie "ein extrem großer Stern" niedrig am Osthimmel ausmachte, "der für sich wie eine superkleine rote Sonne" aussah. Stundenlang sei dieser dann gesehen worden wie er langsam und gemächlich zum Himmel aufstieg. Aus Essen meldete sich bald darauf eine Dame, welche ebenso ab etwa 23 h einen "fast rötlich-schimmernden Lichtpunkt" am Himmel, "dort wo die Sonne aufgeht", ausmachte. Über Stunden hinweg schaute sie immer wieder einmal dahin und unmerklich war er dabei zum Himmel aufgestiegen. In etwa genau so berichtete mir dies eine junge Frau aus der Nähe von Salzgitter diesen "sehr großen Stern, der nur orange-rötlich leuchtete", sie habe mit der Videokamera versucht dies aufzunehmen, nur war das Ergebnis schlecht gewesen.

Bald gingen weitere Meldungen bzw Nachfragen ein. Leverkusen: Ein Herr M. war ganz aus dem Häuschen, weil er um 22:30 h gerade von einer Vereinsfeier zurückkam und vor seinem Haus nochmals hochschaute um am östlichen Himmel einen "ruhigen rötlich-eingefärbten Schimmerpunkt" auszumachte, der absolut "anders ausschaute als alles anderem am Himmel, was da weiß vor sich hinblinkt". Irgendwie nahe kam es ihm schon vor. Eine halbe Stunde später schaute er nochmals aus dem Fenster - "und da war es noch immer". Daraufhin suchte er im Internet nach einer "UFO-Meldestelle" und fand mich, rief sofort an - während das Objekt NOCH IN SICHT war, "wenn auch etwas höher als vorhin am Himmel". Bei Suhl: Eine ältere Dame schaute gerade aus dem Fenster, um zu gucken wie ihre sie besuchende Tochter im PKW wieder abfuhr und sie ihr nachwinkte. Dabei schaute sie nochmals zum "Sternhimmel" hoch und bemerkte dabei einen "orangenen Lichtpunkt, der so komisch ausschaute, wie ein kleines ´Goldenes Ei´". Nachdem dieser bis 23:30 h immer noch am Himmel war ging sie ins Net und fand mich und rief sofort an. Sie war verblüfft vom Mars zu hören, "weil sie davon noch nichts in der Zeitung gehört hatte. Sowas müssen die doch melden, da kommt man sonst auf ganz komische Ideen!" !!! Wohl wahr! Naja, sie war schließlich amüsiert und bedankte sich sogar für die Aufklärung.

Nebenbei: Auch eine Frau aus Garmisch berichtete, beim Blick zum südwestlichen Abenddämmerungshimmel hin, "so schön im Abendrot knapp überm Horizont", 15 Minuten lang einen "rückwärts-runtergehenden Flugzeugscheinwerfer" zu sehen was ihr ganz "gespenstisch" vorkam, eben weil dies so absolut geräuschlos und langsam ablief. In diesem Falle klar - die Venus.

Daraufhin berichtete Jens Lorek, das lt. ´Kosmos-Himmelsjahr 2005´ (1) der Mars in der Nacht vom 19. auf den 20.10. ca.5 Grad nördlich ("oberhalb") des Mondes stehen werde und damit klar eine "UFO-trächtige Situation" auslösen kann. Dies checkte ich sofort mit meinem Astroprogramm Starry Nights und siehe da, auch am Abend zuvor gab es eine schöne Begegnung zwischen Mond und Mars! Und dies mitten im "Goldenen Oktober", der 2005 wahrhaft diesen Begriff verdiente. Daraufhin verfasste ich eine PM ("UFO-Falschalarm wegen dem Planeten Mars am späten Abend - Unheimliche Begegnung mit dem Mond am Dienstag und Mittwoch: Schauen Sie hin") , die ich am Montagmorgen, 17.10., an Agenturen sowie einigen Zeitungen der Region verschickte - und die niemand aufgriff.

(1) = Nebenher eine Anekdote aus dem Leben: Am 9.9.05 berichtete RA Lorek mit dem Thema "UFO-Suche vom Schreibtisch aus" betreffs der Astroschau auf 2006 hin auf der CENAP-Liste: "Heute Mittag rief meine Buchhandlung an, dass das Kosmos-Himmelsjahr 2006 da wäre. Also meinen Mädels den Rest des Tages freigegeben, Anrufe auf AB umgeleitet und das ´Himmelsjahr´ gekauft, um es nach ´ufologischen´ Konstellationen zu durchforsten. 1. Generell: Es sieht nicht nach Sensationen aus. 2. Venus ist das ganze Jahr 2006 Morgenstern, und morgens werden keine UFOs gesehen. Oder doch? Jedenfalls weniger als abends. Nur im Februar und März 2006 leuchtet Venus richtig auffallend hell und kommt höher als zehn Grad über den Horizont. 3. KEINE Nahbegegnungen von Planeten. KEINE Nahbegegnungen zwischen Jupiter und Mond oder Venus und Mond am Abendhimmel (Ihr erinnert euch an die "STAR-WARS"-Konstellation [Jupiter bei Mond] am 19.5.2005, dem Tag der Premiere von STAR WARS Ep. III)). 4. Nur Mars kommt am Abend (20 Uhr) des 8. Jan. 2006 auf 0,8 Grad Abstand an den Mond heran, aber zu der Zeit hat Mars kaum 0,0m Helligkeit, ist also nicht gerade strahlend."

Weitere Meldungen eines "Fremdkörpers" nahe dem Vollmond vom späten Abend des 18.Oktober 05: Aus dem liechtensteinischen Feldkirch berichtete mir ein Herr, wie er gegen 21:30 h nochmals in den Hof ging um nach einer kaputten Lampe zu schauen. Dabei blickte er zum Himmel hoch und sah "links unterhalb dem Vollmond" ein "goldenes, kleines Ei" stehen. "Wie festgenagelt", aber absolut befremdlich, "wegen seiner Größe und Farbe". Nachdem er seine Gattin darauf aufmerksam machte, und die sich auch keinen Reim darauf machen konnte, riefen sie das Radio deswegen an und bekamen meine Rufnummer. Um 23 h erreichten sie mich und hatten das Objekt in Sicht. Ich raus auf den Balkon, obwohl schon wissend was los ist, ja ganz eindeutig - Mars. Verblüfft war ich wegen der Wiederkehr des Vergleichs mit dem "kleinen goldenen Ei"!

23:20 h - Frau M. aus Norden (Norddeich): Sie hatte mich via I-Net ausfindig gemacht, weil sie seit 22 h "fasziniert den Mond und seinen Sputnik" (!) beobachte und dies ihr seltsam vorkam "und noch niemals zuvor gesehen" - dabei ist sie 58 Jahre alt und "ein halbes Leben lang mit ihre Mann auf der See beim Nachtfischen". Ihre Tochter hat versucht mit einer Videokamera das "Teil" aufzunehmen, doch außer dem grellen Mond war da nichts drauf - "ob dies etwas mit Tarneigenschaften zu tun hat?" fragte sie mich halb belustigt, aber auch halb ernsthaft-verzweifelt. Ich konnte mit ihrer Tochter Gabi sprechen und sie bestättigte mir den Aufnahmeversuch von dem "Sputnik", aber alles sei wegen dem Mondlicht "völlig überstrahlt". Inzwischen habe sie es nochmals versucht, aber bei ihrer "alten Neckarmann"-Kamera für ehemals 999 DM seien keine besonderen Einstellungen möglich. Der Mond kommt ziemlich grell raus, aber das "Teil" ist nicht zu sehen, "obwohl es ganz doll da unten neben ihm steht".

Kurz nach 24 h erreicht mich ein Herr W. aus Weiden i.d.Operpfalz und entschuldigte sich "vielmals für den späten Anruf" (was eher selten vorkommt) nachdem er mich via I-Net-Suche über die Bamberger Skeptiker der GWUP und meinem Vortragstermin bzw weiterführenden Link dort auffand. Er habe gegen 22 h nochmals den Müll rausgetragen und dabei hochgeschaut und dabei perplex links unterhalb dem Mond "etwas gesehen, was da normaler Weise nicht ist". Er spekulierte darüber, dass das die ISS "oder sowas sei". Obwohl es ihm selbst merkwürdig vorkam, weil sich dies Objekt nicht bewegt - und "genau dies ist ja das Komische!" Auch beim Anruf habe er das Gebilde noch in Sicht. Er war völlig "fertig" als er erfuhr, was dies da ist - und: "Auf sowas sollte man doch in der Zeitung einen aufmerksam machen...war aber nix!"

Noch näher rückt der Rote Planet dem Vollmond am späten Abend vom 19.auf den 20.Oktober auf die Pelle, wie unsere Grafik ausweist. Da ist dann "Alarmstufe Rot" gegebenen, jedenfalls dort wo der sich zuziehende Himmel frei ist. Im Übrigen ist die astronomische Forschergemeinde völlig aus dem Häuschen, da derweilen auf unserem Nachbarn im Weltall ein Staubsturm tobt.

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25.10.2005

Gespenstisch grüner UFO-Lichtball über Süddeutschland

Grüner Feuerball über Baden-Württemberg, Franken und Bayern schreckte die Leute

25.Oktober 05: Um Punk 8 h morgens rief Gernot H. aus einem Dorf nahe Kirchheim an. Wie er ausführte habe er in der vergangenen Nacht "gegen 1:45 h im Bett gelegen und plötzlich kam durch das Fenster ein taghelles grünes Licht". Er stand wegen dem unheimlichen Ereignis sofort kerzengerade im Bett und war sofort alarmiert putzmunter, durchs Fenster sah er eine "mächtige Feuerkugel, grün-weiß-blau, durch den Himmel flitzen". Dann war wie abgeschaltet alles schon wieder vorbei. H., der danach nicht mehr einschlafen konnte: "Wenn das alles zusammen 5 Sekunden gedauert hat, aber es war für mich wie eine Ewigkeit." Deutlich stand der bei seinem Anruf noch ´unter Strom´, wie man so schön sagt. Dabei ist der über 50 Jahre alt und Beruf Landwirt. Vom Stadtrand Münchens meldete sich ein Herr, die "irgendwann kurz vor 2 h" von der Toilette zurückkehrte und gerade aus dem Fenster schaute, als er von Osten her einem "mächtigen dumpf-grünen Schein" wahrnahm, "der aber auch alles aushellte - ehrlich, das war wie im Science Fiction!" Dann sah er von oben herab für 2/3 Sekunden eine Art "prächtige Leuchtkugel" quer zum Horizont rasen. Er war ebenso noch unter dem Eindruck der Sichtung und sein "Gigantisch, Gigantisch, Gigantisch!" hallte mir noch den ganzen Tag im Ohr nach. Das muss ja wahrhaft prächtig gewesen sein. Ein PKW-Fahrer aus Hardheim berichtete mir daraufhin von einer "grünen Lichterkette am Himmel die dort zerbrach", als er gerade aus dem Wagen ausstieg und genau "gegen" Osten hin dies beobachtete, naja - über die Richtung war er sich nicht sicher. Binnen Sekunden war dann auch schon alles wieder "ganz normal". So gegen 1:45 h soll es hier gewesen sein, absolut geräuschlos lief das Schauspiel dort ab. Eine Dame aus Erding zuckte ebenso zusammen, weil sie glaubte "eine Sorte grünliche Schweißbrennerflamme" über den Himmel ziehen zu sehen - "ein Spektakel, bei dem man an seinem Verstand zweifelt, aber es war wirklich da!". Irgendwann vor 2 h soll es hier gewesen, als sie gerade den Fernseher auschaltete um zu Bette zu gehen und dabei nochmals aus dem Fenster blickte. Ein Herr Maier aus Dillingen kam "vor 2 h" gerade nach Hause, als er seinen "Hof in grünes Licht gebadet sah" und einen "prächtigen Lichtball mit fettem Schweif" durch den Himmel huschen sah, von dem er sicher war - "dass das doch nicht normal ist".

Eine völlig unerwartete Dualität der Ereignisse von Anfang Oktober in Kärnten und Tirol, Österreich! Da war ich wahrhaft baff. Wieder einmal ein fetter GRÜNLEUCHTENDER Bolide. Kurz vor 10:30 h informierte ich die CENAP-Liste hiervon und erhielt gleichsam eine eMail von Dieter Heinlein beim Feuerkugel-Netzwerk, der von einem Beobachter inzwischen ebenso benachrichtigt worden war und sofort diese Alarmmeldung ausgab. Ihr Inhalt:

"Hallo Dieter, ich habe soeben einen Boliden gesichtet. Standort: 93455 Traitsching (15 km südlich von Cham). Uhrzeit: 01:41:30 +- 1 Min (habe gerade keine Funkuhr zu Hand). Ich fummle am Teleskop herum (Blickrichtung Boden ) als ich kurz (1 Sek) in grell grünes Licht getaucht werde, wie wenn jemand neben mir Schweißen würde, bloß in grün. Während ich mir "Kann ja nicht sein, dass ich schon wieder nen Boliden sehe..." denke, drehe ich mich um und blicke nach oben. Bis dahin tritt schon kein Schattenwurf mehr auf. Ich sehe den Rest der Bolide, erst hell grün und dann in feinen orangen Flittern (ca. Marshelligkeit) verglühen, fast wie eine Feuerwerksrakete. Keine größeren Fragmente sondern eher wie ein Funkenregen. Die Bewegung war ziemlich schnell (10° in ca. einer Sekunde). Die Rauchspur (nur im Endbereich) war 2-3 Min lang zu sehen, zu hören war leider nichts. Das Verlöschen war ungefähr in der Raute aus Beta Ceti, Eta Ceti, Zeta Ceti und HIP 8102, leider ist es etwas dunstig in der Richtung, so dass ich die Sterne auf Anhieb kaum sah. Startpunkt weiß ich nicht, die Flugrichtung ging GROB von Mars in das beschriebene Endgebiet, leider hab ich nur ca. 15° Bahn gesehen, so dass ich es nicht genauer erkannt habe. Von Flugrichtung und Helligkeit war das hier imho UNGEFÄHR mit dem Neuschwansteinfall vergleichbar, ich kann aber schlecht abschätzen, sowas hat man ja nicht so häufig."

Eine aufregende Sache, zweifelsohne. Also war es Zeit ins I-Net zu gehen um sich mal umzuschauen, ob da auch was auf den Seiten der ´üblichen Verdächtigen´ was getan hatte. Bei Wetterzentrale.de wurde ich gleich mal fündig, als ein Zeuge um 1:57 h hier schon eintrug: "Taghelles GRÜNES Licht soeben über Ehingen" war der Beitrag eines Zeugens und hier sein Text: "Hallo, soeben sind hier die Marsmenschen gelandet!!! Ich liege im Bett, träume vor mich und und blicke zum Fenster raus. Plötzlich wird des Nachthimmel taghell von einem sehr stark leuchtenden grünen Licht erleuchtet. Zeitpunkt der Erscheinung: 01:42 h. Dauer: 2-3 Sekunden, dann nochmals kurz nachleuchtend für eine Sekunde. WAS WAR DAS?!" Auch beim Astrotreff.de gab es eine Meldung, hier auch sofort eingetragen: "Bolide um 1:41 MESZ! Hallo, gerade eben habe ich den wohl hellsten und grössten Boliden erlebt, seitdem ich gen Himmel schaue. Ich war beim Okularwechsel, als es plötzlich um mich herum hell wurde (helles, bläuliches Licht, ähnlich wie beim Schweissen, natürlich nicht sooo hell). Als ich in die Richtung sah, konnte ich noch ein großes Stück grellheller Lichtschnur sehen, welche etwa südwestlich von Orion das Ende ihrer Reise erreicht hatte. Das beste daran: Die Spur leuchtete noch mindestens eine viertel Minute lang nach (Orange, z.t. gesprenkelt, fast glitzernd, unterbrochen), bis der Zauber dann leider vorüber war. Das war wirklich enorm, Boliden habe ich bereits mehrfach beobachtet, aber der Brocken war wirklich der Hammer schlechthin!!! Grob beschrieben kam das Teil "zwischen Mars und Orion herunter", daher müssten einige Marsbeobachter das auch gesehen haben!? Hat noch jemand ausser mir dieses Spektakel beobachtet? Ich könnte mir jetzt noch dafür in den A... beissen, dass ich just in dem Moment nach einem anderen Okular kramen musste...." Ein anderer Teilnehmer bald darauf: "Guten Morgen, 1:41 h stimmt. Ich bin hier in München. War gerade am Einschlafen als ich durch geschlossene Augen plötzlich die Lanschaft für etwa eine halbe Sekunde draußen erkennen konnte (Richtung Schlafzimmerfenster = Osten). Eine Spur habe ich nicht gesehen, obwohl Orion in diese Richtung liegt." Hier meldete sich auch der Kollege, welcher bereits das Feuerkugelnetz unterrichtete.

Ein Beobachtungskorridor von Baden-Württemberg, Franken nach Bayern machte sich also auf. Da erreichte mich eine eMail von Antje M. aus Pforzheim mit dem Betreff "Himmelsbeobachtung letzte Nacht", hier der Bericht von ihr:

"Ich habe letzte Nacht zwischen 1:30 und 2:00 Uhr etwas gesehen am Nachthimmel, was ich mir nicht erklären kann. Die Erscheinung dauerte höchstens 5 Sekunden und war dann wieder weg. Ich stand auf meinem Balkon und schaute in Richtung Südosten, wo urplötzlich und geräuschlos ein grellweißes "Objekt" am Himmel erst immer größer wurde und dann "herunterfiel", und dabei einen langen ebenfalls grell-weißen Schweif bekam, es war auch ein schwach-grünliches Licht dabei, allerdings kaum wahrnehmbar. Weil es so still war, konnte ich sogar hören (!!), wie es verglühte und dabei leicht zischte, etwa so, wie wenn man eine brennende Zigarette in Wasser wirft. Nachdem das Licht erloschen war, konnte ich dennoch sehen, wie etwas vom Himmel fiel, bis es hinter einem Haus verschwand, das mir die Sicht versperrte.

Mein erster Gedanke war: War das eine Sternschnuppe? Die kenne ich jedoch anders. Nun, vielleicht habe ich nur bisher noch keine aus derart nächster Nähe gesehen, nämlich so nah, dass ich sie sogar hören kann. Es war jedenfalls absolut beeindruckend. Und ich habe jetzt noch eine Gänsehaut, wenn ich daran zurück denke. Oder könnte es ein Objekt gewesen sein, ein Asteroid vielleicht, der an der Erde vorbeiflog und nur kurz die Atmosphäre gestreift hat, was die Lichterscheinung erklären könnte?? Ein Ufo war es jedenfalls sicherlich nicht, ich glaube, die verglühen nicht ;-) Achso, ja - ich habe diese Beobachtung in der Pforzheimer Südweststadt gemacht. Sollte ja vielleicht noch erwähnt werden. Es wäre schön, wenn Sie in der Lage wären, mir irgendetwas genaueres dazu mitzuteilen, ich würde es mir gern einfach erklären können, was ich da gesehen habe."

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27.10.2005

Update: Fette Feuerkugeln über Old Germany

Die aktuellsten News (plus Medienkritik) betreffs den letzten himmlischen Ereignissen

Grüner Feuerball über Baden-Württemberg, Franken und Bayern schreckte die Leute

25.Oktober 05, eine sich entwickelnde Geschichte ob dem milden ´Goldenen Oktober´ mit wunderbarem Wetter und milden Temperaturen: Um Punk 8 h morgens rief Gernot H. aus einem Dorf nahe Kirchheim an. Wie er ausführte habe er in der vergangenen Nacht "gegen 1:45 h im Bett gelegen und plötzlich kam durch das Fenster ein taghelles grünes Licht". Er stand wegen dem unheimlichen Ereignis sofort kerzengerade im Bett und war sofort alarmiert putzmunter, durchs Fenster sah er eine "mächtige Feuerkugel, grün-weiß-blau, durch den Himmel flitzen". Dann war wie abgeschaltet alles schon wieder vorbei. H., der danach nicht mehr einschlafen konnte: "Wenn das alles zusammen 5 Sekunden gedauert hat, aber es war für mich wie eine Ewigkeit." Deutlich stand der bei seinem Anruf noch ´unter Strom´, wie man so schön sagt. Dabei ist der über 50 Jahre alt und Beruf Landwirt. Vom Stadtrand Münchens meldete sich ein Herr, die "irgendwann kurz vor 2 h" von der Toilette zurückkehrte und gerade aus dem Fenster schaute, als er von Osten her einem "mächtigen dumpf-grünen Schein" wahrnahm, "der aber auch alles aushellte - ehrlich, das war wie im Science Fiction!" Dann sah er von oben herab für 2/3 Sekunden eine Art "prächtige Leuchtkugel" quer zum Horizont rasen. Er war ebenso noch unter dem Eindruck der Sichtung und sein "Gigantisch, Gigantisch, Gigantisch!" hallte mir noch den ganzen Tag im Ohr nach. Das muss ja wahrhaft prächtig gewesen sein. Ein PKW-Fahrer aus Hardheim berichtete mir daraufhin von einer "grünen Lichterkette am Himmel die dort zerbrach", als er gerade aus dem Wagen ausstieg und genau "gegen" Osten hin dies beobachtete, naja - über die Richtung war er sich nicht sicher. Binnen Sekunden war dann auch schon alles wieder "ganz normal". So gegen 1:45 h soll es hier gewesen sein, absolut geräuschlos lief das Schauspiel dort ab. Eine Dame aus Erding zuckte ebenso zusammen, weil sie glaubte "eine Sorte grünliche Schweißbrennerflamme" über den Himmel ziehen zu sehen - "ein Spektakel, bei dem man an seinem Verstand zweifelt, aber es war wirklich da!". Irgendwann vor 2 h soll es hier gewesen, als sie gerade den Fernseher auschaltete um zu Bette zu gehen und dabei nochmals aus dem Fenster blickte. Ein Herr Maier aus Dillingen kam "vor 2 h" gerade nach Hause, als er seinen "Hof in grünes Licht gebadet sah" und einen "prächtigen Lichtball mit fettem Schweif" durch den Himmel huschen sah, von dem er sicher war - "dass das doch nicht normal ist".

Eine völlig unerwartete Dualität der Ereignisse von Anfang Oktober in Kärnten und Tirol, Österreich! Da war ich wahrhaft baff. Wieder einmal ein fetter GRÜNLEUCHTENDER Bolide. Kurz vor 10:30 h informierte ich die CENAP-Liste hiervon und erhielt gleichsam eine eMail von Dieter Heinlein beim Feuerkugel-Netzwerk, der von einem Beobachter inzwischen ebenso benachrichtigt worden war und sofort diese Alarmmeldung ausgab. Ihr Inhalt:

"Hallo Dieter, ich habe soeben einen Boliden gesichtet. Standort: 93455 Traitsching (15 km südlich von Cham). Uhrzeit: 01:41:30 +- 1 Min (habe gerade keine Funkuhr zu Hand). Ich fummle am Teleskop herum (Blickrichtung Boden ) als ich kurz (1 Sek) in grell grünes Licht getaucht werde, wie wenn jemand neben mir Schweißen würde, bloß in grün. Während ich mir "Kann ja nicht sein, dass ich schon wieder nen Boliden sehe..." denke, drehe ich mich um und blicke nach oben. Bis dahin tritt schon kein Schattenwurf mehr auf. Ich sehe den Rest der Bolide, erst hell grün und dann in feinen orangen Flittern (ca. Marshelligkeit) verglühen, fast wie eine Feuerwerksrakete. Keine größeren Fragmente sondern eher wie ein Funkenregen. Die Bewegung war ziemlich schnell (10° in ca. einer Sekunde). Die Rauchspur (nur im Endbereich) war 2-3 Min lang zu sehen, zu hören war leider nichts. Das Verlöschen war ungefähr in der Raute aus Beta Ceti, Eta Ceti, Zeta Ceti und HIP 8102, leider ist es etwas dunstig in der Richtung, so dass ich die Sterne auf Anhieb kaum sah. Startpunkt weiß ich nicht, die Flugrichtung ging GROB von Mars in das beschriebene Endgebiet, leider hab ich nur ca. 15° Bahn gesehen, so dass ich es nicht genauer erkannt habe. Von Flugrichtung und Helligkeit war das hier imho UNGEFÄHR mit dem Neuschwansteinfall vergleichbar, ich kann aber schlecht abschätzen, sowas hat man ja nicht so häufig."

Eine aufregende Sache, zweifelsohne. Also war es Zeit ins I-Net zu gehen um sich mal umzuschauen, ob da auch was auf den Seiten der ´üblichen Verdächtigen´ was getan hatte. Bei Wetterzentrale.de wurde ich gleich mal fündig, als ein Zeuge um 1:57 h hier schon eintrug: "Taghelles GRÜNES Licht soeben über Ehingen" war der Beitrag eines Zeugens und hier sein Text: "Hallo, soeben sind hier die Marsmenschen gelandet!!! Ich liege im Bett, träume vor mich und und blicke zum Fenster raus. Plötzlich wird des Nachthimmel taghell von einem sehr stark leuchtenden grünen Licht erleuchtet. Zeitpunkt der Erscheinung: 01:42 h. Dauer: 2-3 Sekunden, dann nochmals kurz nachleuchtend für eine Sekunde. WAS WAR DAS?!" Auch beim Astrotreff.de gab es eine Meldung, hier auch sofort eingetragen: "Bolide um 1:41 MESZ! Hallo, gerade eben habe ich den wohl hellsten und grössten Boliden erlebt, seitdem ich gen Himmel schaue. Ich war beim Okularwechsel, als es plötzlich um mich herum hell wurde (helles, bläuliches Licht, ähnlich wie beim Schweissen, natürlich nicht sooo hell). Als ich in die Richtung sah, konnte ich noch ein großes Stück grellheller Lichtschnur sehen, welche etwa südwestlich von Orion das Ende ihrer Reise erreicht hatte. Das beste daran: Die Spur leuchtete noch mindestens eine viertel Minute lang nach (Orange, z.t. gesprenkelt, fast glitzernd, unterbrochen), bis der Zauber dann leider vorüber war. Das war wirklich enorm, Boliden habe ich bereits mehrfach beobachtet, aber der Brocken war wirklich der Hammer schlechthin!!! Grob beschrieben kam das Teil "zwischen Mars und Orion herunter", daher müssten einige Marsbeobachter das auch gesehen haben!? Hat noch jemand ausser mir dieses Spektakel beobachtet? Ich könnte mir jetzt noch dafür in den A... beissen, dass ich just in dem Moment nach einem anderen Okular kramen musste...." Ein anderer Teilnehmer bald darauf: "Guten Morgen, 1:41 h stimmt. Ich bin hier in München. War gerade am Einschlafen als ich durch geschlossene Augen plötzlich die Lanschaft für etwa eine halbe Sekunde draußen erkennen konnte (Richtung Schlafzimmerfenster = Osten). Eine Spur habe ich nicht gesehen, obwohl Orion in diese Richtung liegt." Hier meldete sich auch der Kollege, welcher bereits das Feuerkugelnetz unterrichtete. Aus Metzingen ein anderer User: "Ich bin Auslieferungsfahrer bei Nacht. Um ca. 1.41 Uhr wurde es hell, wie Ihr beschrieben hattet. Ich schaute zum Himmel. Sah dann etwas mit einer Rauchfahne. Mir dabei der Schauer denn Rücken runtergelaufen."

Ein Beobachtungskorridor von Baden-Württemberg, Franken nach Bayern machte sich also auf. Da erreichte mich eine eMail von Antje M. aus Pforzheim mit dem Betreff "Himmelsbeobachtung letzte Nacht", hier der Bericht von ihr:

"Ich habe letzte Nacht zwischen 1:30 und 2:00 Uhr etwas gesehen am Nachthimmel, was ich mir nicht erklären kann. Die Erscheinung dauerte höchstens 5 Sekunden und war dann wieder weg. Ich stand auf meinem Balkon und schaute in Richtung Südosten, wo urplötzlich und geräuschlos ein grellweißes "Objekt" am Himmel erst immer größer wurde und dann "herunterfiel", und dabei einen langen ebenfalls grell-weißen Schweif bekam, es war auch ein schwach-grünliches Licht dabei, allerdings kaum wahrnehmbar. Weil es so still war, konnte ich sogar hören (!!), wie es verglühte und dabei leicht zischte, etwa so, wie wenn man eine brennende Zigarette in Wasser wirft. Nachdem das Licht erloschen war, konnte ich dennoch sehen, wie etwas vom Himmel fiel, bis es hinter einem Haus verschwand, das mir die Sicht versperrte. Mein erster Gedanke war: War das eine Sternschnuppe? Die kenne ich jedoch anders. Nun, vielleicht habe ich nur bisher noch keine aus derart nächster Nähe gesehen, nämlich so nah, dass ich sie sogar hören kann. Es war jedenfalls absolut beeindruckend. Und ich habe jetzt noch eine Gänsehaut, wenn ich daran zurück denke. Oder könnte es ein Objekt gewesen sein, ein Asteroid vielleicht, der an der Erde vorbeiflog und nur kurz die Atmosphäre gestreift hat, was die Lichterscheinung erklären könnte?? Ein Ufo war es jedenfalls sicherlich nicht, ich glaube, die verglühen nicht ;-) Achso, ja - ich habe diese Beobachtung in der Pforzheimer Südweststadt gemacht. Sollte ja vielleicht noch erwähnt werden. Es wäre schön, wenn Sie in der Lage wären, mir irgendetwas genaueres dazu mitzuteilen, ich würde es mir gern einfach erklären können, was ich da gesehen habe."

Unter dem Eindruck dieser Meldungen verfasste und verschickte ich eine PM, die ich eifrig gegen Mittag ausgab um das Ereignis aufzuklären ("Gespenstisch grüner UFO-Lichtball über Süddeutschland - Feuerball-Bolide ließ Beobachter zusammenzucken"). Doch darauf reagierte niemand, obwohl dies eine aufregende Geschichte war.

Inzwischen gab es weitere Meldungen zum Geschehen, was also wahrhaft ein massiver Sichtungsfall - und dies trotz der Uhrzeit - war.

Im AKM-Forum stellte Mark Vornhusen (der Glückspilz der Szene, anders kann ich es gar nicht mehr nennen) am Nachmittag diese Meldung vor:

>Hallo, meine Überwachungskamera hat die Meteorexplosion heute Nacht festgehalten. Leider ist die Feuerkugel selber nicht durch das Bildfeld der Kamera gegangen, aber die starke Aufhellung des Himmels ist sichtbar. Die Kamera belichtet jedes Bild 2.5 Sekunden lang und liefert ein kontinuierliches Videosignal, dessen Bild sich dann nur alle 2.5 Sekunden ändert. Meine Software grabbt jede Sekunde ein Bild aus dem Videostream und kumuliert für 30 Sekunden die Bilder zu einem Endbild der hellsten Pixel, das dann gespeichert wird. Bei dem Meteor wurde genau während der 2.5 Sekunden, in denen die starke Aufhellung auf dem live Video zu sehen war, das Endbild gespeichert. Das kann ich daran sehen, dass das helle Bild gleich zweimal vorhanden ist. Daraus lässt sich die genaue Uhrzeit des Meteors mit 23:41:20s UTC +- 1s ermitteln. Hier das Video: http://www.parhelia.de/storm/2005/m... (Microsoft MPEG 4 AVI) Standort: CH-Gais, Blickrichtung Norden, Lechner Farbmintron, f0.75/6mm Panasonic Objektiv:<

Ein weiterer Beobachter daraufhin dort: "Ich war heute Nacht um die Zeit in Freising mit dem Fahrrad unterwegs. Genau in dem Moment, wo ich über die Isarbrücke fahre, wird es um mich herum vielleicht für eine halbe Sekunde beinahe taghell. Das Licht hat eine blau-weisse Farbe, ähnlich die eines Blitzes. Nach einem kurzen Schreckmoment schaute ich dann nach oben, wo ich den letzen Rest des Boliden verglühen sah. Er zog eine dicke Rauchwolke hinter sich her und wirkte recht nahe. Das Ding flog südlich von Freising in Richtung SSW. Geräusche habe ich nicht gehört, aber mit Fahrtwind in den Ohren hätte das auch schon lauter sein müssen. Ich habe so etwas zum ersten Mal gesehen und fand das ziemlich beeindruckend."

Inzwischen gingen die Meldeeingänge weiter. Aus Sulzbach berichtete eine Frau "etwas nach 1:30 h" von einem erkrankten Familienmitglied nach Hause zurückgekehrt zu sein, als sie gerade die Haustüre aufschloß "mitten im Schauerlicht gestanden zu haben, da war es plötzlich so wie taghell, aber ganz und gar in einem komischen Licht, das war gruselig". Und schon zog eine "weiß-blau-grüne Christbaumkugel" gegen Westen dahin, von ihr aus gesehen - "links oben, nach rechts unten". Hintenweg "glimmte und flammte es, auch wenn dies sicherlich nicht der richtige Ausdruck ist". Binnen Sekunden war alles "geschehen". Ihr war als sei ein Rauschen in der Luft gewesen, war sich aber nicht wirklich sicher. Bei Feuchtwangen legte sich gerade ein älterer Herr, irgendwann "weit nach 1 h", zu Bett. Kurz vor dem Einschlafen schaute er nochmals zum Fenster, als ein "vorüberziehender Lichtvorhang grünlich-weißes Licht" hereinwarf, sodass er ein gutes Stück seines Schlafzimmers wie am Tage sehen konnte und der gegenüberliegende Schornstein einer Firma deutlich zu sehen war, obwohl der "zweihundert Meter weit weg ist und normaler Weise von hier aus im Bett gar nicht gesehen werden kann". Er sah nur diesen Schein für eine Sekunde und war sofort hellwach. Er ging zum Fenster, sah aber nichts außer "pure Dunkelheit, wissen Sie - wir leben hier abseits". Zu Mittag erzählte er dies seinem Sohn, der erstaunt war, "weil ich solche Sachen noch nie erzählte". Via Internet besorgte er dann meine Rufnummer, was übrigens für viele der Zeugen hier galt.

Überraschend besuchte mich Hansjürgen Köhler gegen 16 h um zu sehen, was es überhaupt so alles an Neuigkeiten gibt und auch um das Video vom österr.Sat1-Frühstücksfernsehen zum grünen Österreich-Feuerball von vor drei Wochen anzuschauen. Gerade als das Video lief meldete sich Herr H. aus Esslingen. Jener war um 1:30 h nochmals mit dem Hund hinaus "auf ein Feld gegangen, weil er nicht schlafen konnte". "Plötzlich wurde es da taghell, aber in Grün" und total geräuschlos blitzte ein großer Feuerball wie aus dem Nichts auf und der Hund heulte. Am Himmel zog die Erscheinung von links oben nach rechts unten binnen Sekunden dahin und verwandelte sich in "eine Art gigantisches Feuerwerk" aus dem ein vielfarbiger Schweif hervorbrach. Immer noch war absolut gar nichts zu vernehmen. "Ich stand wie vom Blitz gerührt da, aber da kam nichts mehr", so der Schwabe. Der Mann hatte dann den Morgen und Mittag über im Radio die Nachrichten verfolgt, aber da war deswegen gar nichts zu hören gewesen. Schließlich ging er ins I-Net und suchte sich durch. Für ihn wirkte es wie "ein Raumschiff". Bald darauf klingelte es schon wieder, aber als ich mich meldete, wurde sofort wieder eingehängt. Ein paar Minuten später das gleiche Spiel, und einige Minuten später nochmals, aber dieses Mal blieb der Anrufer mutig dran. Es war ein Mann aus Weissenborn, der sich gleich entschuldigte, weil ihn vorher den Mut verlassen hatte als ich mich meldete - "da ich mir lächerlich vorkam, aber mich dann doch zusammenriß, weil ich doch wissen will was los war". Im Kern berichtete er auch nur das, was wir bereits schon wissen. Doch ein Aspekt schnappte ich mir gleich und fragte nach, warum es ihm so schwer fiel sich sofort zu ´bekennen´. Seine Antwort: "Na man weiß ja nie bei wem man sich meldet und schon kann einem einer ein UFO oder soetwas anhängen. Es gibt ja soviel Spinner." Auch er war schließlich über das I-Net an mich gekommen, aber hatte gar nicht registriert, dass das Centrale Erforschungsnetz AUSSERGEWÖHNLICHER HIMMELSPHÄNOMENE eigentlich eine UFO-Gruppe ist. Bemerkenswert - so oder so.

Gegen 18 h erreichte mich ein Ludwigshafener Zeuge, der aufgrund des RHEINPFALZ-Artikels an diesem Tag zur Venus mich ausfindig machte. Er war auch irgendwann nach 1:30 h auf den Balkon eine letzte Zigarette schmauchen gegangen. Sein Blick geht Richtung Mannheimer-Regionalflughafen - und da sah er etwas hoch am Himmel, was zunächst wie "ein ziemlich flotter Flugzeugscheinwerfer aussah" und direkt auf ihn zukam, dann "färbte sich der ganze Himmel hellauf ein" und das daraus sich schälende Objekt wurde bei ausgestrecktem Arm Tennisball-groß, wurde grün-blau. Bildete einen Schweif nach hinten weg aus, "der teilte sich dann dreiecksartig auf" und schon verschwand es zum Horizont hin vergehend. Kein Mucks, nichts weiter. Und alles war wieder wie immer. Alles in allem: "Keine 10 Sekunden." Damit erweiterte sich plötzlich die Beobachtungs-Zone sogar auf Rheinland-Pfalz. Der kosmische Besucher muss ja mächtig-prächtig gewesen sein.

Dann fand ich beim Astroinfo.de-Forum den Beitrag "Hellblaues Licht heute Nacht. Meteorit oder Bolide?" Ein Teilnehmer berichtete: "Heute am 25.10.2005 um 1.45 Uhr wurde es für ein paar Sekunden hell. Ich schaute mich um. Sah da am Himmel irgendwas mit einer Rauchfahne. Das ganze war bei Geislingen an der Steige. Ich hab beim Radiosender SWR 3 angerufen und nachgefragt ob noch mehr Hörer dies berichtet hatten. Ja." Reaktionen darauf: "Uffff, also spinnen wir doch nicht. Meine Freundin und ich haben dasselbe Phänomen ebenfalls mitverfolgt, nur haben wirs in grün wahrgenommen. Für eine Sternschnuppe erschien es uns viel zu hell und zu nah... Wenn wer weiss was das war bittet postet was , wir brennen vor Neugierde." Hier gesehen in Feldkirch/Vorarlberg. "Ich hab das auch um diese Zeit in Zürich gesehen. Es war grünlich, und das Nachglühen war für etwa 5 Sekunden noch zu sehen. Dachte es müsse viel näher gewesen sein, aber da ihr das in Feldkirch auch gesehen habt... Leider trage ich keine Kamera mit, wenn ich in den Ausgang gehe... Schade, aber war ein schönes Ereignis!" - "Kann die Beobachtung auch bestätigen. Wohne ca. 80 km östlich von München und hatte grade Nachtdienst. Es war so um 1:45 h glaub ich. Plötzlich helles Licht irgendwie grünlich, dachte zuerst an eine Leuchtkugel oder sowas. Als ich nach oben sah war da eine weißbläuliche Spur am Himmel für ein paar Sekunden. Als es dann verschwand konnte ich noch kurz eine Art Rauchfahne sehn. Und das ganze trotz dünnen Wolkenschleiern. Die Spur war wohl irgendwie so breit wie der Kondensstreifen eines Jets wenn er schon gut ausgefranzt ist. Tolles Erlebnis, mein erstes in dieser Klasse."

Hiernach ergänzte ich meine erste PM mit den Neuigkeiten und verschickte sie als Update nochmals auf einem breiteren Level - was aber zu keinen Reaktionen bei den angesprochenen Redaktionen von Nachrichtenagenturen und Zeitungen im betroffenen Großraum führte. Bald darauf erhielt ich eine weitere eMail über das Feuerkugelnetzwerk mit einer weiteren Sichtung und ihrem knappen Bericht: "Heute in den frühen Morgenstunden um 01:41 Uhr war im Chiemgau, an meinem Wohnort Trostberg und gleichzeitig in einem 17 km entfernten Ort eine Lichterscheinung zu beobachten. Für einige Sekunden war mein Zimmer taghell erleuchtet, die gleiche Erscheinung 17 km entfernt. Dies wurde durch ein Telefongespräch während dieser Zeit bestätigt, auch taghelle Beleuchtung des Raumes." Beim Astrotreff.de meldete sich ein Beobachter aus Nonndorf, Niederösterreich, so: "Damit ist auch mir nun klar, was beim Aufnehmen von Mars der tatsächliche Grund für diese Leuchterscheinung war. Ich sah kurz vom Notebookschirm in Richtung Südhimmel auf, als ich dabei zufällig eine starke Himmelsaufhellung wie bei einem Wetterleuchten bemerkte. Da es relativ warm war, dachte ich dabei wirklich an eine Blitzentladung in einiger Entfernung und wunderte mich noch über das verrückte Wetter. Leider war ich scheinbar schon zu müde um da richtig zu kombinieren. Und habe daher auch nicht den weiteren Himmel betrachtet sondern weitergearbeitet. Auf die Uhr habe ich natürlich auch nicht gesehen. Aber die Zeit um etwa 01h41 MESZ passt sehr gut. So kann ich diese Erscheinung zumindest bestätigen."

Über die NAA-Liste meldete sich später Josef Laufer von der Volkssternwarte Würzburg: "Hat jemand heute früh (Di, 25.10.2005) um ca. 01.45 Uhr eine Feuerkugel gesehen? Mir liegt eine Beobachtung aus der Gegend Würzburg vor: ein Blitz, und anschließend verglühte etwas sehr hell und mit einer verhältnismäßig lange nachleuchtenden Spur." Auc h Matthias Gräter von der Nürnberger Sternwarte wies aus: "Ich hab heute zwei Meldungen von Bürgern südwestlich von Nürnberg bekommen. Muss echt hell gewesen sein. Die eine Beobachterin berichtet sogar von Geräuschen wie bei einem Flugzeug, allerdings kein Knall. Der Blitz muss enorm gewesen sein, es soll kurzzeitig taghell gewesen sein." Silvia Kowollik hiernach: "Dr. Woysch, ein Mitarbeiter der Sternwarte Stuttgart hat was gesehen, hier sein Bericht:

Di, 25.10.2005, ca 1.42 h : Farbige Sternschnuppe über Stuttgart

Gegen 1.42 h fiel eine sehr helle Sternschnuppe, die wirklich sehr helle Farben zeigte, fast den ganzen Regenbogen hintereinander. Sie dauerte nur eine gute Sekunde, und ich konnte mir die Farbwechsel gar nicht richtig merken. Sie sah so aus, wie auf den besten Farbfotos von solchen Schnuppen: wohl zuerst blau, dann grün, dann gelb und später rot. Alles in sehr kurzer Zeit hintereinander. Sehr intensiv in der Farbgebung! Danach noch eine sich aufblähende weisse Spur, zuerst recht hell, dann schnell verlöschend. Dauer etwa drei bis fünf Sekunden. Diese Zeit habe ich versucht mitzuzählen. Die Sternschnuppe begann etwa zwei bis drei Faustbreiten links neben der unteren Hälfte des Orion, etwa ein Drittel unter den Gürtelsternen. Sie fiel in eine Richtung nach links unten, die recht ordentlich parallel zu den beiden oberen Sternen des Orions orientiert war. Ihre Länge war rund eineinhalb Mal so lang wie der Abstand der beiden oberen Sterne des Orion. Von den Farben war der Feuerball beim ITT am 1.10.2005 lange nicht so eindrücklich !"

Bei Astroinfo.at vom Astronomischer Arbeitskreis Salzkammergut kam es zu diesen Meldungen: "Wolfram Wöß, Linz: heute Nacht (25. Oktober, 01:41 Uhr MESZ) habe ich eine Feuerkugel gesichtet, die zunächst als heller expolosionsartiger kugelförmiger Blitz aufleutete (um ein Vielfaches heller als der Vollmond) und dann in einer Strichspur verglühte. Die Strichspur war heller als derzeit der Mars und relativ breit (ähnlich einem Kondensstreifen eines Jet). Die Strichspur verschwand gleichmäßig bereits nach 2-3 Sekunden. Einzelne Partikel verglühten noch glizernd, wie man es von einem Feuerwerk kennt. Einen Knall der Explosion habe ich nicht gehört. Die Länge der Strichspur war ca. 10-15°. Zeitgleich war das Aufleuchten der Feuerkugel auch in Innsbruck zu sehen (ich telefonierte gerade zu dieser Zeit mit jemanden aus Innsbruck). Auch dort war offensichtlich die Helligkeit deutlich über der Helligkeit des Vollmondes."

Peter Goletz, Astron. Arbeitsgruppe Laufen, Deutschland: "Ich habe gerade Nachtdienst und konnte heute (25.10.) früh gegen 01.35 h eine Leuchterscheinung indirekt beobachten. Zur angegebenen Uhrzeit befand ich mich gerade in der Zentrale der JVA Laufen-Lebenau (Bayern, nähe Oberndorf/Salzbg.) und habe am PC eine Meldung verfasst, als der im Hintergrund befindliche Überwachungsmonitor des Eingangsbereichs der Anstalt urplötzlich zwei- bis dreimal hell aufleuchtete. Aufgrund des starken Kontrastes (Nachtbeleuchtung/helle Lichtblitze) konnte am Monitor kurzzeitig nichts mehr erkannt werden. Zuerst dachte ich ein Gewitter - die Nacht war erstaunlich warm, aber kurz vorher bei der Außenstreife war noch klarer Himmel anzutreffen - so schnell gehts nun auch wieder nicht. Vielleicht ein elektronisches Problem der Kamera/Monitor?. Als mich die Kollegen zur vollen Stunde ablösten, meinten diese daß gerade ein Flugzeug abgestürzt ist oder ein ´Meteorit´ hinter ihnen erschienen ist. Selbst beobachtet haben sie nur plötzliche mehrfache kurzzeitige Tageshelle. Als sie zum Himmel aufsahen war zum angegebenen Zeitpunkt eine mehrere Minuten lang nachleuchtende turkis bis grünlich auffällig verwirbelte leuchtende (Halb-Mond!) Spur zu sehen. Bei nachfragen erklärten sie mir die ungefähre Position mit ´unterhalb des hellen rötlichen Sterns (Mars)´. Die Spur begann ´etwas´ südlich von Mars in Richtung Westhorizont. Geräusche waren nicht zu vernehmen. Da die Kollegen sich in Richtung Südosten bewegten, konnten sie den Vorgang nicht von Anfang an beobachten. Genaueres war leider aufgrund des mangelnden astronomischen Wissens nicht herauszukriegen."

Janine S. aus Zürich meldete sich ganz spät in der Nacht auch wegen der Erscheinung: "Hab nach Montag-auf-Dienstag-Nacht (als ich den Feuerball sah) keine Ruhe mehr gekriegt und bin mich im Internet vergewissern gegangen, ob ich den nicht spinne... Ja! Habe den Feuerball (zusammen mit meiner Mutter) von Luzern aus gesehen (und er war wirklich riesig; nicht zu vergleichen mit dem Video aus Gais)..." Im AKM-Forum war noch von Heinlein zu erfahren. "Von dem Boliden am 24./25. Oktober um 1.41 MESZ gibt es eine Registrierung per Videokamera: wieder einmal von Familie Lusteck aus Murnau (die auch den Neuschwanstein-Fall aufgezeichnet hat). Und nun die schlechte Nachricht: Dieser Bolide wurde von unseren EN-Kameras fotografisch NICHT erfasst, da die Schaltzeit (mondphasenbedingt) um 23.30 MEZ bzw. 0.30 MESZ bereits endete." Janine S.`s Mutter vom der Sekretariat der Kantonsschule Luzern meldete sich am nächsten Tag seperat bei mir und berichtete: "Meine Tochter und ich waren in meinem Büro - direkt am Vierwaldstättersee - noch an der Arbeit - als wir wie gebannt auf dieses Himmelsspektakel aufmerksam gemacht wurden. So eine riesige ´Sternschnuppe´ haben wir beide noch niemals gesehen. Nachdem wir die Grösse dieses Dings mit riesigem Schweif betrachten konnten, warteten wir auf einen Knall - weil wir an einen grossen Feuerwerkskörper dachten. Aber es passierte nichts - also muss es eine riesengrosse Sternschnuppe gewesen sein. Eine Sternschnuppe mit grüngelborangenem Schweif - einen Moment hatte er für mich gar die Farben des Regenbogens (ausser einem Blau) in sich."

Am 26.Oktober kam jene Frage beim Astrotreff.de auf: "Ich frag mich warum in den Medien (Fernsehen, Radio und Tageszeitungen) nichts gekommen ist!?" Und ein weiterer Beobachter des Geschehens meldete erst am 27.10.: "Hallo zusammen, fünf meiner Kollegen und ich waren in der Oberpfalz (Roding, Schierling, Regensburg) unterwegs und haben auch diese Erscheinnung gesehen. Einige haben sie in Richtung Süden (? - es war fast überall leicht neblig) gesehen. Trotzdem wurde von zweien eine Rauchspur beobachtet bzw. eine Leuchtspur. Einer erzählte von einem ´Kondensstreifen breiter als von einem Flugzeug´. Ist schon faszinierend, ich hatte den Eindruck alle Streifenwagen in Regensburg machen das Blaulicht an." Ein anderer Zeuge bei Astroinfo.de: "Ich habs auch gesehen in der Oberpfalz bei Roding. War gerade mit einem Kumpel im Auto unterwegs. Weiss jetzt schon jemand was es genau war? Hab etwas derartiges noch nie gesehen."

Eine weitere prächtige Feuerkugel-Erscheinung am Mittwochmorgen!

26.Oktober 05. Um 8.30 h meldet sich Hansjürgen Köhler um zu berichten, er habe soeben eine Meldung über eine "helle Himmelserscheinung" von einem Zeugen "irgendwo hinter Frankfurt" erhalten, die an diesem Morgen dort gesehen wurde und den Himmel grün aushellte. Was ist denn nur am Himmel los?

Also machte ich mich auf um im Internet mal nachzuschauen und siehe da, die erste diesbezügliche eMail war unter dem Betreff "Beobachtung am 26.10.05" von Herrn M.M. aufgelaufen: "Nachdem ich heute morgen eine Beobachtung gemacht habe, habe ich im Internet nach neuen Meldungen zu Kometen, Sternschnuppen, Himmelskörpern gesucht und bin auf Ihre Pressemeldung zu den Beobachtungen vom 25.10.05 gestossen. Eine ähnliche Beobachtung, wie die in der Mitteilung geschildert, habe ich heute morgen, am 26.10.05, gegen 6:40 Uhr gemacht, als ich auf der Autobahn 59 Richtung Köln fuhr. Der grünlich-weiße, sehr helle Körper flog ostwärts, hinterließ einen langen Schweif und war meines Erachtens rund zwei Sekunden zu sehen. Da die Autobahn stark befahren war, müssen auch andere diese Beobachtung gemacht haben. Ich werde mich im Kollegen- und Bekanntenkreis erkundigen, ob jemand ebenfalls diese Beobachtung gemacht hat."

Auch bei Wetterzentrale.de gab es schon einen Eintrag von einem Beobachter aus Emsdetten (nördl.von Münster): "Hier gerade riesen Sternschnuppe...". Der Report: "Sternschnuppe ist untertrieben. Als ich so um 6.40 Uhr die Werkstatt aufschloß und die Tür öffnete zog von West nach Ost ein ´Feuerball´ über den Himmel. Er hinterließ eine grünliche Leuchtspur die bestimmt 5sek. zu sehen war. Ich kanns mir einbilden, aber ich glaube auch sowas wie ein Pfeifen oder Zischen gehört zu haben. In der Spur war ein richtiger Funkenregen... Einfach geil." Im AKM-Meteor-Forum berichtete ein Zeuge: "Sichtung Bolide: 26.10.2005, 06:39:00 MESZ, Standort: Münster (Westf), Dauer: 3 sec, Verlauf: Draco->UrsaMajor, Farbe: hellgrün. Gleichmäßiges Licht, kein Geräusch, kein Zerbrechen beobachtet. Helligkeit: deutlich über Mondhelligkeit." Beim Astrotreff.de berichtete eine Mitarbeiterin der Sternwarte Limburg: "Habe ihn gesehen! Allerdings schätze ich die Zeit auf 6:37 Uhr. Flugrichtung NO, ein fettes Ding, grün und deutlich als brennender Ball erkennbar. Ort, Waldesch auf der B327." Bei Astronomie.de berichtete ein Zeuge unter "Super-Bolide am Morgenhimmel" von seiner Sichtung: "Von meinem Standort aus ( 50,85° / 13,067° ) war der Fall bei leicht dunstiger Durchsicht ( keine Sterne, nur leichtes und vereinzeltes Blinken sichtbar ) urplötzlich und mit hoher Leuchtkraft sichtbar. Die Himmelsrichtung kann ich genau mit W - NW angeben. Ich habe auf dem Balkon gesessen und meinen Kaffee getrunken und eine Zigarette geraucht als plötzlich ein derart heller Bolide ca. 35° über Horizont seine Spur zog. Das ganze dauerte nur wenige Sekunden aber, wie oben schon beschrieben, mit intensiver Leuchtkraft. Die Spur zog seine Bahn in den Farben Gelb und zum Kern hin Grün und Blau. Es kann eigentlich fast nicht unbemerkt geblieben sein....auch nicht bei mit Tunnelblick verharrenden Autofahrern. Ca. 10° über Horizont zerplatzte dann der Bolide in zwei größere und ein kleineres Teil und verlosch darauf hin genau so plötzlich, wie er am Morgenhimmel auftauchte. Funkenregen habe ich nicht feststellen können. Auf was weist die Farbe BLAU bei einem Boliden hin? Gelb und Grün sind mir mittlerweile bekannt, aber eben das Blau nicht. Kann mir das bitte jemand beschreiben und erklären?"

Kaum hatte ich mich aus dem Netz abgeklemmt meldete sich eine Dame aus Euskirchen, die gerade beim Zeitungsaustragen "aufschreckte, weil ein weißlich-grüner Schein quer über den Himmel schoß und dann ein "mächtiges Objekt mit Funkenwurf" zwei Sekunden lang quer über den Himmel raste. Geräuschlos hier, aber auch "kurz vor 6:45 h". Danach war es mit telefonischen Meldungen wie abgeschnitten.

Die große Enttäuschung. Himmelsphänomene und UFOs - inzwischen ist das journalistische Aufgreifen dieser Themen selbst zur Begegnung der dritten Art geworden. Dieses aktuelle Tages-Geschehen war mal wieder die Abfassung und Versendung einer PM an Presseagenturen in das betroffene Gebiet hinein Wert. Geschrieben, und raus gings. Ob das Geschehen jemand interessieren würde, um die Öffentlichkeit zu unterrichten? Ich machte es mit großem Zweifel, auch wenn sie sich einmal mehr hier eigentlich eine interessant sich entwickelnde Geschichte um eine ´Power-Erscheinung´ zeigte. Aber man muss dem auch nüchtern ins Auge schauen. UFOs und Himmelserscheinungen ziehen nicht mehr als Medienmeldung (auch wenn die letzten ganz Großen diesbezüglich in den letzten Jahren eindeutig von CENAP kamen, geanauso wie das letzte ganz große UFO-Buch 1996 von mir kam - danach war der Markt irgendwie ´kaputt´ - sollte ich inzwischen mit einer gewissen Medienüberpräsenz ob wieder und wieder erklärten UFO-Meldungs-Erklärungen in den Medien auch diesen Markt ´erledigt´ haben?), wer da noch verbissen zweifelt hat selbst Schuld oder macht es aus uninformierter Dummheit heraus (die dazu mit dem Scheuklappen noch gepflegt wird). Es gibt nur noch das sich selbst erhaltende Propaganda-Instrument des Internets für nurmehr wenige UFO-Interessierte, die sich dem Joch der exotischen UFOs als Alien-Raumschiffe etc noch schönreden bzw ideologisch ´schönsaufen´. Und dies ist ihre schwere eigene Hypothek, weil es die ganze UFO-Frage nurmehr behindert und nicht hilft zu klären, lösen. Der große Ausreißer war wohl die Feuerball-Erscheinung über Kärnten und Tirol gewesen. Aber ansonsten ist im Medienbusiness UFOs am Himmel jetzt auch erledigt, nachdem es schon kein Thema längst bei den Buchverlagen mehr ist. Sind die Medien vielleicht sogar froh die UFOs und ihre dauerhaften banalen Erklärungen los zu sein? Gell, dies ist jetzt ein provozierender Absatz gewesen, aber es nützt nichts, man muss in Betrachtung der Gegebenheiten darum heftige Gedanken machen. UFOs etc sind offenkundig keine attraktive Darstellung mehr Wert. Wenn man so will - der ganze UFO-Kram/-Kahn ist kein großes gesellschaftliches Problemfeld mehr und geht durch die Sch..., wenn schon die ´scientific community´ seit jeher deswegen die Hände über dem Kopf zusammenschlug. Ja, mir erscheint dies als ein "spezifischer Defekt". Wenn schon immer sich Wissenschaftler nicht wirklich und dauerhaft mit UFOs beschäftigten, so verlieren nun auch die Journalisten verstärkt ihr Interesse. Selbst "positive UFO-Meldungen" (siehe vor kurzem der "Fenstersprung" in Frankreich von einem Typen auf der Flucht vor "Aliens") kommen schon lange nimmer durchgreifend durch, obwohl soetwas noch vor einigen Jahren der Leckerbissen für alle bunte Seiten in einer zumindest Kurzmeldung war. Was hier eintritt ist eine große Distanz zu all dem - grundsätzlich. Eine UFO-Grundskepsis hat sich hier aufgebaut. Wichtig dabei ist, dass die ´Wissenschaft´ als solche in den Medien boomt - hat nicht letzthin Pro7 die Sendung "Galileo" von 30 auf 60 Minuten aufgepumpt? Macht nicht RTL II intensiv in Sachen "coach me". Hat nicht Kabel Eins jeden Sonntag plötzlich eine "Discovery-Dokumentation" im Angebot? Etc. UFOs und UFO-Aufklärung sind keineswegs dabei das Thema. Und sogar eher schwer als "Beifahrer". Mit einer angestiegenen Erwartung des Publikums betreffs Qualität und Glaubwürdigkeit hat dies m.E. nach weniger zu tun, sondern oftmals mit aufgeblähter warmer Luft, wenn man sich an die ZDF-Doku zu angeblichen UFO-Rätseln letzthin erinnert. Oftmals hat dies mit dem Großbegriff "Wissenschaft im Dialog" nichts zu tun.

Am Abend schaltete ich meinen Rechenknecht ob des langweiligen TV-Programms an und wanderte durchs Netz, aber zuerst einmal rief ich meine eMails ab. Und da gab es diese Meldung von Andreas F.: "Ich möchte Sie nur darüber informieren, dass ich heute morgen zwischen 06:35-06:40 h einen hell leuchtenden Feuerball über Köln habe ziehen sehen. Da ich auf der Autobahn A1 auf dem Weg zur Arbeit war habe ich das ganze Schauspiel nicht voll mitbekommen, aber als der Feuerball aus der Sichtweite war konnte mann noch eine Art Blitz sehen, erleuchteter Horizont. Das Schauspiel hat nicht mehr als 5-8 Sekunden gedauert. Ein Arbeitkollege der mit dem Fahrrad zu dieser Zeit unterwegs war, konnte dies mir auch bestätigen. ... Ich habe auf Grund meiner Beobachtungen versucht weitere Informationen über die Lichterscheinung im Internet zu erfahren. Google war mir dabei Hilfreich und ich habe zu den Stichworten UFO und Köln einen Beitrag gefunden der das aktuelle Datum getragen hatte, in diesem Bericht war auch ihr Name genannt und die Homepage CENAP. Auf der HP von CENAP habe ich dann ihre E-Mail Adresse gefunden. Da ich aufgrund der Beobachtung einem Mitteilungsdrang unterlegen bin, habe ich Kurzentschlossen Ihnen geschrieben." Und jene von Udo A.: "Ein Arbeitskollege hat mir heute von einer deutlich grün leuchtenden Kugel mit langem gelben Schweif berichtet, die er auf der Fahrt von Westerburg nach Montabaur (Westerwald) gesehen hat, so etwa die oben angegebene Zeit, ca. 6:40 h. Die Erscheinung habe er mehrere Sekunden lang verfolgen können."

Bei Wetterzentrale.de meldete ein Beobachter zur Geschichte aus Sachsen-Anhalt: "Im Raum südlich Magdeburg haben ich und drei weitere mir bekannte Personen, die ebenso auf dem Weg zur Arbeit waren, eine grüne stark leuchtende Erscheinung gesehen. - Zeit: 26.10.05 etwa zwischen 06:38 Uhr und 06:40 Uhr; - sichtbar ab ca. 20 bis 25 Grad Höhe in Richtung NWW; - steil abfallend; - etwa 1 -2 Sekunden sichtbar. Von der Richtung her könnte der Ort des Niedergangs im Raum Braunschweig/Hannover gelegen haben." Bei Astronomie.de gabs dies: "06:38 Uhr, ich war mit meinem Zug kurz vor Hanau. Da kam er angeschossen! Sehr hell, grüne Farbe, Rauchspur und der Bolide verlor einige ´Funken´, ähnlich einer Sylvesterrakete beim Start. Ich sah ihn von der Seite. Er flog recht niedrig Richtung Nordost. War ein phantastischer Anblick!" Das Richtungs-Einschätzungs-Problem wurde hier durch den Erstmelder auf dieser Plattform daraufhin angesprochen: "Ich komme langsam ins Grübeln. Bei allen Beiträgen hier und anderswo bin ich der Einzige, welcher den Boliden in Richtung W-NW hat fallen sehen." Ein Zeuge aus Kamen: "Habe ihn auch heute morgen gesehen, so um 6:38/6:39 h. Er kam aus Westen (Richtung Mars) und flog nach NO. Konnte ihn leider nur kurz sehen, da ich mit dem Auto zur Arbeit fuhr (Kurz vor Hamm/NRW) und es waren viele Bäume im Weg. Er war sehr hell und die Farbe war grünlich. Ein echt atemberaubender Anblick. Mein erster Bolide." Ein Beobachter aus Kleve: "Auch ich habe die fette Feuerkugel heute morgen auf dem Weg zur Arbeit gesehen. Hier meine Aufzeichnung dazu. Himmel sternenklar, bis auf einige wenige Schleierwolken. Große Feuerkugel im Nordosten, halbhoch bei Draco beginnend, unterhalb von eta UMa vorbei in Richtung Bootes in Horizontnähe. Sehr heller Bolide, geschätzt ca. -8mag (vielleicht auch noch heller), mehrere Grad lang, für einen Meteor relativ langsam, deutliche Ausdehnung auch in der Breite, in der Farbe grünblau, erinnerte an eine Sylvesterrakete, am Ende der spitz zulaufende Leuchtspur splitterten gelbe ´Funken´ ab, der Bolide endete in einem Zerfall in mehrere Stücke unter schnell verlöschendem gelben Funkenregen, Leuchtdauer insgesamt ca. 4-5 sec."

Bei Astroinfo.de berichtete ein Zeuge aus Gelsenkirchen: "Als ich heute morgen (ca 6.30 Uhr) mit meinem Hund in Gelsenkirchen spazieren ging, habe ich einen Kometen oder sowas gesehen. Das Ding war weiß bis hellblau und hatte sowas wie einen Feuerschweif hinten dran (bitte nicht lachen, bin ja kein Experte). Als ich dann zur Schule fuhr, sagte mir ein Mitschüler aus Krefeld er habe es auch gesehen. Sah ziemlich spektaklär aus (für mich zumindest). Also eine Silvester-Rakete war´s dann schon mal nicht, Halluzinationen wohl auch nicht." Ein anderer Teilnehmer: "Bin heute morgen kurz


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