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Astronomie - Feuerkugel über Süddeutschland und der Jura aufgenommen (16.10.2019/18:57:30 UTC) -Update

17.10.2019

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Video: https://www.youtube.com/watch?v=-vsyMMRvrfA&feature=youtu.be

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Quelle: Youtube

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IMO verteichnete bisher über 62 Meldungen:

We received 62 reports about a fireball seen over Auvergne-Rhône-Alpes, Baden-Württemberg, Bayern, Bern, Bourgogne-Franche-Comté, Fribourg, Grand Est, Hessen, Neuchâtel, Salzburg, Vaud and Zürich on Wednesday, October 16th 2019 around 18:58 UT.

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17.10.2019

Zwei Meldungen gingen bei unserer Meldestelle bisher ein:

 

Tübingen: D.J.: gelborange große Sternschnuppe

Meckenbeuren: K.L.: weißgelbe Kugel mit Schweif

 

Stand 17.10.2019/7.30 MESZ

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Update:

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Meteor über StuttgartMeteore und andere Himmelsobjekte

Am Mittwochabend wurde ein glühender Meteor über dem Großraum Stuttgart gesichtet. Was ist eigentlich ein Meteor und welche Himmelsobjekte gibt es sonst noch? Wir klären auf.

Stuttgart - Ein grün-rot glühender Meteor hat am Mittwochabend (16. Oktober) über dem Großraum Stuttgart für Aufsehen gesorgt. Wie das PlanetariumStuttgart auf seiner Facebook-Seite mitteilte, wurde der Himmelskörper kurz nach 21 Uhr über dem Industriegebiet Stuttgart-Vaihingen gesichtet, als er grob aus Richtung Leinfelden angeflogen kam und in Richtung Universität flog, wo er offenbar verglühte.

Meteorit/Meteore

Meteorite sind vergleichsweise winzige astronomische Objekte, die sich auf einer Umlaufbahn um die Sonne befinden und zum Teil auch die Erdumlaufbahn kreuzen. Ihre Größe variiert von einigen Millimetern bis zu etlichen Metern.

Damit sind sie größer als interplanetarer Staub, aber deutlich kleiner als Asteroide. Sie stammen von Asteroiden, Kometen, Zwergplaneten oder Planeten und sind durch Einschlag, Zusammenprall oder planetarische Anziehungskräfte herausgelöst und ins Weltall geschleudert worden.

Meteorite, die in die Erdatmosphäre eintauchen, werden Meteore genannt. Durch das Verglühen von Luft, geladenen Teilchen, Wasser und Schwebeteilchen entsteht das charakteristische Leuchten am Nachthimmel. Größere Leuchtphänomene heißen Feuerkugeln oder Boliden, kleinere Erscheinungen Sternschnuppen.

Quelle: Stuttgarter Nachrichten

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17.10.2019

Weitere Feuzerkugel-Beobachtungen erreichte unsere Meldestelle aus:

Welzheim: F.J.: weißliche Kugel mit Schweif

Bei Sindelfingen: G.G.: grössere Sternschnuppe

Bietigheim-Bissingen: D.R.: ...noch nie so eine schöne leuchtende Sternschnuppe gesehen

BAB bei Stuttgart: S.K.: gerade im Augenwinkel noch vorbeihuschen gesehen eine hellgrüne Kugel..

Südlich von Tübingen: W.T.: grünliche birnenförmiges Leuchtobjekt

Stand 17.10.2019 / 19.00 MESZ

CENAP-Michelstadt

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Update: 18.10.2019 / 7.00 MESZ

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UFO-Alarm: Seltsamer Feuerball am Himmel südlich von München gesichtet

Mehrere Menschen haben einen seltsamen Feuerball am Himmel südlich von München beobachtet. Sekundenlang zog er seine Bahn über den Himmel. Was steckt dahinter? Und gibt es eine Absturzstelle?

 

Das Objekt war vom Alpenrand bis nach München zu sehen. Mehrere Meldungen sind bei unserer Redaktion eingetroffen - von Tegernsee bis zum Münchner Süden. Irgendwo dazwischen ist das Objekt nach derzeitigem Stand auf dem Erdboden aufgetroffen.

Beobachter schildern übereinstimmend ein plötzliches Aufleuchten am Abendhimmel, etwa gegen 20.50 Uhr. Eine Leserin aus Dachau beobachtete das Objekt von der Müllerstadelstraße an der Stadtgrenze von München zum Landkreis Fürstenfeldbruck aus. „Der Feuerball war wesentlich größer als eine Sternschnuppe, rund, weiß leuchtend mit rötlichem flammen, bzw. glutartigem Schweif.“ Die Flugrichtung beschreibt die Dachauerin von „Südwest in Richtung Norden“.

UFO-Alarm südlich von München: Drei bestätigte Sichtungen vom selben Objekt

Gleichzeitig war das Objekt sogar vom Tegernsee aus zu sehen. Wer gegen 20.50 Uhr sein Blick vom Tegernseer Seeufer Richtung Nordwesten richtete, sah es am Abendhimmel hell aufleuchten. Hier erschien der Schweif fast grünlich. Das Objekt beschrieb eine leicht schräge Bahn vom Himmel in Richtung Horizont, wurde dabei immer heller, als würde es auf den Tegernsee zustürzen.

 

Nach Erscheinen dieses Artikels meldet sich ein Leser aus Augsburg, der den Feuerball ebenfalls beobachtete. Aus seiner Perspektive flog er Richtung München.

Das Besondere im Vergleich zu einer Sternschnuppe: Das Objekt verglühte nicht nach wenigen Sekundenbruchteilen, sondern leuchtete immer heller auf seinem Weg und war sekundenlang zu sehen, bis es hinter Bäumen und Bergen verschwand - wie ein abstürzendes Flugobjekt. Als Beobachter könnte man also davon ausgehen, dass das Objekt irgendwo eingeschlagen ist.

Wenn man die bisher bekannten Sichtungen desselben Objekts miteinander vergleicht, müsste das Objekt irgendwo nordwestlich vom Alpenrand und südwestlich von München eingeschlagen sein.

UFO-Alarm zwischen Alpenrand und München: Handelt es sich um einen Meteoriten?

Keine Sternschnuppe, aber glühend hell mit Schweif. Der Verdacht auf einen Meteoriten liegt nahe. Eine Antwort auf eine entsprechende Anfrage an verschiedene Behörden-Stellen steht noch aus. Dass es sich um ein irdisches Flugobjekt handelte, ist vom Verlauf und Art der Erscheinung wohl eher unwahrscheinlich. Dennoch liegt auch beim Luftamt eine Anfrage vor, die noch auf Antwort wartet.

Bis dahin bleibt der Feuerball tatsächlich ein UFO - ein unidentifiziertes Flugobjekt. 

Bei den Polizeipräsidien sind nach derzeitigem Stand noch keine Meldungen über eine Sichtung oder eine Absturzstelle eingetroffen. 

UFO-Alarm südlich von München: Haben Sie etwas gesehen?

Sollten Sie den Feuerball ebenfalls gesehen haben, vielleicht sogar fotografiert - oder sogar eine ungefähre Absturzstelle entdeckt haben, melden Sie sich gerne per Mail oder unter 089/5306183.

Quelle: Merkur.de

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Foto der Sternwarte

So sah die Sternschnuppe über Stuttgart aus

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Sechs Videobilder der Sternwarte Welzheim zeigen aneinander gehängt den Flugverlauf des Meteoriten. Foto: Sternwarte Welzheim
 

Mittwochnacht haben viele Menschen über dem Großraum Stuttgart ein Himmelslicht beobachtet. Es war ein Meteor. Und gar kein ganz kleiner. Der Direktor des Stuttgarter Planetariums sagt: „Ein Prachtexemplar von einer Sternschnuppe“.

Stuttgart - Aus dem Meteor, der am Mittwochabend über dem Großraum Stuttgart gesichtet wurde, dürfte kein Meteorit geworden sein. Dazu war er zu klein. Von dem Winzling wird aller Wahrscheinlichkeit nach nichts auf der Erde angekommen sein. So mickrig war er dann aber doch nicht. „Es war ein Prachtexemplar von einer Sternschnuppe“, sagt Uwe Lemmer, der Direktor des städtischen Planetariums.

Um genau 20.57 Uhr hat die All-Sky-Wetterkamera der Sternwarte in Welzheim, die zum Stuttgarter Planetarium gehört, die Sternschnuppe aufgezeichnet. Die Sternwarte eignet sich dazu besonders, sagt Uwe Lemmer. „Sie liegt am Waldrand und hat dort einen dunklen Himmel, der nicht von Straßenlaternen oder Leuchten in der Umgebung gestört wird.“ Dadurch sieht man mehr Sternschnuppen.

Eigentlich nichts Ungewöhnliches

Grundsätzlich war das Erscheinen der Sternschnuppe „nichts Ungewöhnliches“, sagt der promovierte Astrophysiker Lemmer. Studien haben ergeben, dass jedes Jahr „zwischen 6000 und 10 000 kieselsteingroße“ Meteore auf die Erde niedergehen. Nur wird das meist nicht bemerkt, weil es entweder tagsüber geschieht oder über dem Meer oder weil der Himmel bewölkt ist. Die allermeisten Meteore haben sogar nur die Größe eines Sandkorns oder eines Kirschkerns.

Aber selbst solche Winzlinge machen Wirbel am Himmel. Wenn sie mit etwa 60 Kilometern pro Sekunde – das sind etwa 200 000 Kilometer pro Stunde – in die Erdatmosphäre eintreten, müssen sich diese Miniobjekte fühlen, als knallten sie gegen eine Betonwand. Durch den „Stoßdruck und die Reibungshitze in der Luft“ verglühen sie in einer Höhe von 70 bis 80 Kilometern über der Erde in kürzester Zeit komplett.

Boliden kommen selten vor

Doch selbst diese kleinen Objekte erzeugen eine Feuerkugel. Und oft ziehen sie sogar noch einen Lichtschweif hinter sich her, erzählt Uwe Lemmer. Das kommt daher, dass sich die Luft auch durch so einen Minimeteor elektrisch auflädt – ionisiert, wie der Fachmann sagt – und diese Lichtspur entsteht.

Dass ein Meteor ein Meteorit wird, dafür muss das Gesteinsobjekt dann doch etwas größer sein. „Wenn er die Größe eines Fußballs hat, besteht eine Chance, dass kleine Brösel beim Eintritt in die Atmosphäre überleben und runterkommen“, sagt der Direktor des Planetariums. Doch solche Boliden kommen selten vor.

Wie groß der Meteor vom Mittwoch war, lässt sich nur schwer sagen. Gemessen an den Körnchen, die sich massenhaft durch den Weltraum bewegen, war er ein „Prachtexemplar“, sagt der Astrophysiker. Aber ein einsames. Uwe Lemmer geht von einem „sporadischen Meteor“ aus. Zurzeit ist keine Sternschnuppenzeit. Die gibt es immer wieder, wenn die Erde auf ihrer Bahn durch ganze Wolken von Meteoroiden kommt.

Bekannt sind die „Perseiden“

Diese entstehen dadurch, dass Kometen der Sonne zu nah kommen. Diese aus Eis und Gestein bestehenden „schmutzigen Schneebälle“ kochen dann auf und verdunsten. Übrig bleiben Gesteinsteile, die oft ganze Wolken bilden. Durch manche bewegt sich die Erde immer wieder. Zum Beispiel im August, dem Sternschnuppenmonat, durch die „Perseiden“, die ihren Namen vom scheinbaren Ursprung dieses Sternschnuppenstroms haben, dem Sternbild Perseus. „Diese Wolken sind oft sehr beständig“, weiß Uwe Lemmer. Dadurch lässt sich gut vorausberechnen, wann wieder viele Sternschnuppen am Himmel zu beobachten sein werden. So wird die Erde in einer Nacht zwischen dem 12. und dem 18. November wieder so eine „dünne, kleine Wolke durchlaufen“, erklärt der Astrophysiker. „Da erwarten wir einen intensiveren Sternschnuppenschauer.“

Quelle: Stuttgarter Nachrichten

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Update: 19.10.2019

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Besonders helle Sternschnuppe war über Süddeutschland zu sehen

Eine sogenannte Feuerkugel hat am Mittwoch viele Menschen in Süddeutschland begeistert. Von einem Meteorit gehen Wissenschaftler aber nicht aus.

Eine besonders helle Erscheinung am Nachthimmel hat in Süddeutschland viele Menschen fasziniert.  "Das war eine ganz besonders helle Sternschnuppe, eine sogenannte Feuerkugel", sagte Benjamin Mirwald, Leiter der Bayerischen Volkssternwarte in München am Freitag. Die Sternschnuppe flog am Mittwoch über den Abendhimmel.

Das bestätigte auch Dieter Heinlein, Leiter des Feuerkugelnetzes des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Dort seien am Mittwoch und Donnerstag mehr als 60 Mitteilungen von Beobachtungen eingegangen. Das DLR hat in ganz Deutschland Kameras installiert, die den Himmel beobachten.

Feuerkugel war über Bayern, Baden-Württemberg und Hessen zu sehen

Den Bildern zufolge flog die Feuerkugel über den Nordschwarzwald und leuchtete rund drei Sekunden lang, so Heinlein. Sie sei in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen zu sehen gewesen, sagte Mirwald. Auch in Österreich, Frankreich und der Schweiz sei die Sternschnuppe gemeldet worden.

Es ist zu früh, um zu sagen, ob sie den Boden berührt hat", sagte Heinlein. Dazu müsse man die Ergebnisse der Auswertungen der Fotos und Videos abwarten. Dass es sich um einen Meteoriten handelt, der die Erde berührt hat, hält Mirwald für unwahrscheinlich. "Ein Meteorit fällt wirklich runter und ist etwa so groß wie ein Stuhl. So etwas wäre noch heller gewesen." 

Außerdem sei kein Geräusch wahrgenommen worden. "Wenn etwas so groß ist, dass es auf der Erde ankommt, würde man ein Donnergrummeln hören", sagte der Leiter der Volkssternwarte. Er gehe davon aus, dass der faustgroße Stein in der Erdatmosphäre verglüht ist. (dpa/lby)

Quelle: Augsburger Allgemeine

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"Eindrückliches Erlebnis": Meteorit flog über Bayern

NÜRNBERG - Mehrere Menschen haben Mittwochabend einen Feuerball über Nürnberg und anderen bayerischen Orten gesehen. Auch aus München gingen Meldungen ein.

Ein vorbeirauschender Meteorit sorgte am Mittwochabend in Bayern für Aufregung. Der Feuerball war Augenzeugen zufolge für mehrere Sekunden zu sehen, ehe er verschwand. "Hat noch jemand anderes den Meteor um 21 Uhr von Süden nach Norden fliegen sehen? Sehr eindrückliches Erlebnis", fragte ein Twitter-User auf der Plattform und bekam gleich mehrere Antworten - unter anderem aus Nürnberg.

Gegen 21.50 Uhr soll der Meteorit sichtbar gewesen sein - wie das Online-Portal op-onlineberichtet, war er zwischen Augsburg und Ulm am hellsten zu sehen. Das legt nahe, dass der Meteorit dort besonders nahe an der Erde vorbeiflog. Ein Autofahrer filmte den Feuerball, den Augenzeugen als "orange-rot mit einem bläulichen Schweif" beschreiben, zufällig mit seiner Dash-Cam. 

Da der Meteorit nach bisherigen Erkenntnissen nicht abgestürzt, sondern nur an der Erde vorbeigeflogen ist, zählt die Sichtung nicht als Meteoritenfall. Dies ist nur möglich, wenn auch Gesteinmaterial gefunden und ausgewertet werden kann, wie das Bayerische Landesamt für Umwelt berichtet.

Quelle: nordbayern

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