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Astronomie - Stubenberg: Ein bayerischer Meteorit

6.10.2019

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Auf der diesjährigen Munich Show – Mineralientage München, die am 26. und 27. Oktober für Privatbesucher geöffnet ist, wird ein außerirdischer Stein die Besucher mit seiner Geschichte in seinen Bann ziehen. Die größte europäische Messe für Naturschätze präsentiert eine multimediale Erlebnisshow, die die Faszination und die Hintergründe eines Meteoritenfalls am Beispiel des siebten bayerischen Meteoriten “Stubenberg” zeigt, der 2016 auf die Erde fiel. Die Inszenierung vereint das Milliarden Jahre alte Ausstellungsobjekt in der Vitrine mit Illusionen durch verschiedene moderne Medien und Technologien sowie interessanten Informationen zum Fall. Dieses perfekte Zusammenspiel von Wissenschaft und Technik kann detailgetreu realisiert werden, da der Stubenberg zu einem der besten dokumentierten Meteoriten der Welt gehört.

Ein Stein, der Geschichte erzählt

Dank der heute zur Verfügung stehenden Technik konnte der Fall des Stubenbergs dokumentiert, seine Umlaufbahn und das Streufeld berechnet und der Stein somit gefunden und untersucht werden. Experten wie Dieter Heinlein, Meteoritenforscher und Leiter des Feuerkugelnetzes am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), sammeln all diese Informationen und werten sie aus. Ohne Dokumentation und Fund wäre der Stubenberg einer unter vielen Meteoriten, die auf die Erde fallen. So aber erzählt uns der Stein eine Geschichte, die älter ist als unsere Erde. Daher unterstützen die Münchner Mineralientage das Vorhaben, den Stubenberg als deutsches Kulturgut im RiesKraterMuseum in Nördlingen auszustellen.

Der siebte bayerische Meteorit

Weltweit gibt es insgesamt knapp 1.000 beobachtete Meteoritenfälle, von denen nicht mal 30 systematisch fotografiert und die Meteorite dann auch tatsächlich gefunden wurden. Vor allem im stark bewaldeten Bayern fällt dies schwerer als z.B. in Wüsten oder in der Antarktis, woher die meisten der weltweit gefundenen Meteorite stammen. Offiziell anerkannt wird ein Meteoritenfall nur, wenn auch Gesteinsmaterial erhalten ist. In Bayern gab es bisher sieben offiziell anerkannte Meteorite. Der letzte bekam den Namen “Stubenberg” – wie alle Meteoriten benannt nach seinem Fundort. Weitere bayerische Meteoriten waren Eichstädt 1785, Mässing 1803, Schönenberg 1846, Unter-Mässing 1920, Machtenstein 1956 und Neuschwanstein 2002.

Der Fall Stubenberg

Der kosmische Verkehrsunfall, bei dem ein über hundert Kilogramm schweres und 4,46 Milliarden Jahre altes Asteroidenfragment mit der Erde zusammenstieß, ereignete sich am 6. März 2016. Auf seinem Weg zum Boden brach der Steinmeteorit mehrfach auseinander und verlor einen Großteil seiner Masse. So schlug am Fallort bei Stubenberg nahe der österreichischen Grenze das größte Stück mit 1320 Gramm und einer Fallgeschwindigkeit von ca. 280 km/h ein. Sein Fall wurde von Augenzeugen beobachtet und von Digitalkameras aufgezeichnet. Anhand dieser Aufzeichnungen konnte die Bahn genau berechnet werden, die der Asteroid vor seinem Einschlag auf die Erde um die Sonne gezogen hatte. Bereits nach fünf Tagen konnte das Streufeld aufgrund der vorhandenen Digitalfotos der automatischen Beobachtungskameras des Europäischen Feuerkugelnetzes eingegrenzt werden. Und so waren schon sechs Tage nach dem Fall alle Informationen für die Meteoritensuche vorhanden. Drei Wochen nach dem Fall war diese dann erfolgreich: In einem Einschlagsloch von 20 cm Tiefe wurde ein kompletter Steinmeteorit von 1,3 kg gefunden.

Weitere Meteoriten-Highlights auf der Munich Show

Ebenfalls auf der Veranstaltung zu bewundern ist die Hauptmasse des Saint-Aubin Meteoriten, dessen Fall sich bereits 1968 ereignete. Im Oktober letzten Jahres fanden die Meteoritenjäger um Pierre Antonin dieses beeindruckend große und 477 kg schwere Stück, den größten Meteoriten Frankreichs.

Auch in der Sonderschau über den Dino-Jäger und Sammler Hans-Jakob Siber sind Meteoriten zu bewundern. Die Vielfalt der außerirdischen Steine aber auch der Zusammenhang mit dem plötzlichen Ende des Dinosaurier-Zeitalters vor 66 Millionen Jahren fasziniert den Schweizer Museumsinhaber.

Wer sich gerne einen Meteoriten mit nach Hause nehmen möchte, findet eine große Auswahl bei verschiedenen Händlern auf der Messe. Vom Sammlerobjekt bis hin zum kleinen Anhänger ist hier alles geboten.

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Über die Munich Show – Mineralientage München

Die Munich Show – Mineralientage München wird von der Münchner Mineralientage Fachmesse GmbH veranstaltet und findet dieses Jahr zum 56. Mal statt. Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat die Schirmherrschaft übernommen. Mit rund 1.200 Ausstellern aus der ganzen Welt, bietet die Veranstaltung nicht nur eine Informations- und Handelsplattform für Händler, Interessierte und Laien. Aufwendige Sonderschauen, ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm, Events und zahlreiche Mitmachaktionen für Erwachsene und Kinder sind auf insgesamt über 50.000 qm Ausstellungsfläche in fünf Hallen geboten. Karten gibt es ab sofort unter www.munichshow.de oder an den Kassen vor Ort.

Öffnungszeiten: Vom 25.-27. Oktober von 9-18 Uhr

Am 25. Oktober ist der Eintritt ausschließlich registrierten Fachbesuchern sowie Schulklassen vorbehalten. Veranstaltungsort: Messegelände München, Eingang Ost Mehr Informationen unter www.munichshow.de

Quelle: nachrichten heute

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