Blogarchiv
UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-253

cenap-infoline-titel-319

cenap-archiv-titel-201

2.05.2008

Mai-UFO-Meldungen vor 55 bis vor 20 Jahren: Fliegende Untertassen in der Presse

Wer die Gegenwart des UFO-Phänomens verstehen will, der muss seine Vergangenheit kennen...

 

"Weltraumschiff - ein US-Projekt" meldete am 26.Mai 1948 die ´Rhein-Neckar-Zeitung´: (UP); Dr.Hugh L.Dryden, Direktor der Forschungsabteilung des staatlichen Instituts für Luftfahrtfragen in den USA, kündigte bei einem Vortrag in der California-Universität den Bau von Weltraumschiffen in absehbarerer Zeit an. Dryden bezog sich dabei auf die dafür nötigen Grundlagen-Forschungen mit Flugzeugen die Überschallgeschwindigkeit entwickeln können. Das Hauptproblem dieser Supersonicflights sei ihre sichere Steuerung und die Stabilität des Materials. Wenn diese Schwierigkeiten in genügender Erprobung bei Stratosphärenflügen behoben sei, könnte der Vorstoß in den Weltraum gewagt werden.

 

+= Im Mai 1953 brachte die Firma "Filmaufbau GmbH", Göttingen, einen Kurzfilm als Vorprogramm in die Kinos, der schlicht und einfach "Fliegende Untertassen" hieß und von Walter Riedel, G.Zauner und F.Wollangk produziert worden war. (Quelle: UN Nr.9, Juni 1957, S.2) - Ein plakatierter Doppel-Vortrag fand am 4. und 5.Mai 1958 in Erlangen und dort im Logensaal statt. Am 9. und 10.Mai 1958 ging es in der Mozartschule von Würzburg ran an die ufologischen Wunschwelten mittels Veit´s Diavortrag.

 

"Jetzt ´Fliegende Zigarren´" meldete am 5.Mai 1958 ´Die Freiheit´ aufgrund einer dpa-Meldung aus Sydney: Sieben Einwohner von Sydney und der 250 Kilometer davon entfernten Landstadt Parkes wollen am Sonnabend eine "Fliegende Tigarre" beobachtet haben, die "beleuchtet wie ein Passagierdampfer auf hoher See" geräuschlos in großer Höhe und anscheinend auf einem festen Kurs am Himmel entlangschwirrte. Einer der Beobachter behauptete, diese Abart der "Fliegenden Untertassen" sei "ein Ding, so lang wie ein Luftschiff oder ein Unterseeboot" gewesen, das "gerade wie ein Kanonenrohr" am Himmel entlangzog. Am heck der "Fliegenden Zigarre" hätten sich Auspuffrohre befunden, die wie Düsen aussahen. "Schließlich verschwand es in einer Wolkenbank."

 

>Mr.King verkündet "Mars-Botschaft"<, so der Titel einer Meldung des ´Tagesspiegel´ vom 10.Mai 1958 in Bezugnahme einer UP-Meldung aus London: Mit einem Protestmarsch und einer "Massendemonstration" am 23.August im Zentrum Londons will Mr.George King, seines Zeichens Sekretär der "Ätherius-Gesellschaft", die Regierungen aller Länder dazu bringen, das Stillschweigen über die "Fliegenden Untertassen" zu brechen. Der 38jährige frühere Angestellte einer Ölgesellschaft, der heute Herausgeber der Zeitschrift "Kosmische Stimme" ist, behauptete, die Marsmenschen hätten ihn aufgefordert, von den Regierungen der Erde die Wahrheit über die "Fliegenden Untertassen" zu verlangen. Am 4.April habe er eine "telepathische Botschaft vom Sektor sechs des Mars" erhalten, die an alle "Brüder der Erde" gerichtet sei. King will Informationen aus "interplanetarischen Kreisen" schon seit vier Jahren auf "telepathische Weise" erhalten haben. Die "Ätherius-Gesellschaft" habe er vor zwei Jahren gründen müssen, weil die Verbreitung der Nachrichten für ihn allein zuviel geworden sei. Heute gebe es bereits Untergruppen der Gesellschaft in Kanada, den USA, Australien, neuseeland und in Südafrika. Das Hauptziel der Gesellschaft sei die Herstellung eines engeren Kontaktes mit den Bewohnern anderer Planeten.

 

"5.Internationale Tagung der Freunde der IFO-Forschung {sic!}" hieß es in den ´UFO-Nachrichten´ Nr.83 vom Juli 1963. Hier bezog sich der Herausgeber auf die vom 22.und 23.Mai 1963 im Kurfürstlichen Schloß in Mainz abgehaltene Veranstaltung, bei der sich "UFO-Forscher aus zwei Kontinenten sich die Hände reichten". Die Konferenz hatte "aus Erfahrungsgründen" dieses Mal internen Charakter, Höhepunkt war freilich der Besuch des italienischen Kontaktlers Eugenio Siragusa. So kamen ca 380 UFOlogen zusammen, nachdem die turbulenden Tage des 4.Internationalen Kongreßes überstanden wurden. Auf dieser aktuellen Konferenz nun legte der DUIST-Finanzbevollmächtigte, Steuerberater Wörner, die Situation der Organisation dar, der somit die wirtschaftliche Situation der Gruppe, der er seit 1960 angehörte, bestens kannte. Wie Veit in seiner Eröffnungsrede extra betonte, war es jener Herr Wörner, "der uns bei der erfolgreichen Abwehr der gegen mich wegen angeblichen Betrugs erstatteten Strafanzeige mit Rat und Tat zur Seite" stand. Dies ist wegen späterer heftiger Diskrepanzen und gerichtlichen Streitigkeiten um die UFO-Ideologie zwischen genau den selben Herren süffisant. Wie Wörner nun im Mai 1963 erklärte, hatte es wieder einen Spendenaufruf gegeben, um die Anreise der Kontaktler zu gewährleisten, die aber nicht nur aus den Reise- und Aufenthaltskosten bestanden, sondern auch aus Honoraren, die mit "Kosten der Vorträge" umschrieben wurden. Damit wird klar, daß die Reiselustigkeit der Kontaktler von Anfang an auch eine geschäftliche Seite mit sich brachte und neben den diversen von UFO-Fans bezahlten Weltreisen noch Gelder als Einkünfte floßen. Dies soll hier nicht unbedingt verurteilt, aber dennoch erwähnt werden, weil sich UFOlogen immer gerne als "Samariter" ausgeben, die alles hergeben, nur um der Sache uneigennützig zu dienen. Diskrepanzen und Dispute gab es inzwischen scheinbar auch hinter den Kulissen der DUIST, da Herr Veit in seinem Vortrag extra erwähnte, daß die Adamski-Korrespondentinnen Lou Zinstag (Basel) und Dora Bauer (Wien) inzwischen ihn "als Spiritisten hinstellten, der der UFO-Forschung mehr geschadet als genützt hat". Dagegen wehrte sich Karl Veit "energisch" und sah sich genötigt in aller Öffentlichkeit während seiner Eröffnungsansprache zu bekennen, "ein Verehrer des EWIGEN SCHÖPFERS und ein Diener des ALLERHÖCHSTEN sowie ein Diener des ALLMÄCHTIGEN zu sein" . Dieses Motto haben sich auch die Eheleute Veit über ihre Ehe gestellt: "Mit GOTT wollen wir Taten tun." Die einzigartige Großtat war dann die Begründung der IFOLOGIE, die er "mit GOTTES Hilfe, Schutz und Kraft" schuf. Mit seiner Frau war er glücklich, die Freundschaft der Anwesenden zu erfahren, um "in Gerechtigkeit, Liebe und Wahrheit" die Kraft zu finden, sich den "Pforten des Himmels" zu erschließen "und ein ideales, wirkliches Paradies von morgen dort zu finden". Schließlich ist "das ewige Wort Gottes unter den Menschen der Erde" gekommen, "öffnet die Ohren und die Augen gut, weil dieses die Zeit unseres Allerhöchsten ist." Und schließlich schloß er ab: "ERWACHET! Vom Himmel zur Erde - zum Ruhme Gottes. Friede und Liebe Euch allen!" Amen und Friede mit Dir, Du Sohn der Fliegenden Untertassen-Heiligen. Natürlich gab es auch etwas PR in diesem Umfeld. So zwei Radiointerviews am 25.Mai 1963, eines beim Südwestfunk in Mainz und eines beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt. Die Mainzer Sendung wurde mit UN-Zitaten und Sphären-Musik eröffnet. In der TV-Sendung Abendschau des ersten Programmes gab es sogar einen ironisch gehaltenen Kurzbeitrag. Ansonsten war wegen der mangelnden "Objektivität und Wahrheit" in den Darstellungen zum vorherigen Konvent die Presse vor der Türe gelassen worden.

 

"Geheimnisvolle Himmelserscheinungen in Australien" hatte am 31.Mai 1963 die ´Rhein-Neckar-Zeitung´ zu vermelden: Drei australische Astronomen von der Sternwarte Canberra sichteten am Donnerstagmorgen ein geheimnisvolles, helleuchtendes Himmelsobjekt. Nach einer Beobachtungszeit von einer Minute, während der die Erscheinung von Westen nach Osten am Himmel vorüberzog, berichteten der Sternwartendirektor Professor Bart Bok, Dr.H.Gollnow und die Astronomin M.Mowat, der orangefarbene Himmelskörper sei kein Meteor, da er keinen Schweif gehabt habe und zu langsam sei, er sei auch kein Ballon, da er dafür zu schnell sei, und kein Flugzeug, weil die Zivilluftfahrtbehörde angab, daß kein Flugzeug um diese Zeit in der betreffenden gegend vorübergeflogen sei. Bok hält es für unwahrscheinlich, daß es sich um einen Satelliten der uns bekannten Art handelt, da er zu hell sei. Trotzdem meint er, daß der Gegenstand von menschenhand stammte.

 

"Geheimnisvolles Himmelsobjekt" meldete die ´Abendzeitung´ vom 31.Mai 1963 aus München: In der Münchner Volkssternwarte wurde am 30.Mai 1963, um 22:11 h ein Meteor oder das Teil eines Satelliten beobachtet, der gelbleuchtend und grünverglühend seine Bahn vom Sternbild des Herkules zum Schlangenträger zog. Der Himmelskörper war so hell wie die Venus in ihrem größten Glanz. 16 Stunden vorher war in Australien von Meteorologen eine undefinierbare Erscheinung am Himmel gesehen worden.

 

"Ob Sie´s glauben oder nicht: Fliegende Untertassen gibt´s - jedenfalls in den Köpfen phantasievoller Zeitgenossen. Ein Steuerexperte aus der Eifel behauptet steif und fest: Ich zähle täglich meine UFOs." So die TV-Zeitschrift ´Hör Zu´ (damals die ungekrönte Marktführerin mit Millionenauflage) in einem Leitartikel ihrer Ausgabe vom 12.Mai 1973 in Bezugnahme auf der ersten deutschen TV-Ausstrahlung des SF-Klassikers "Das Ding aus einer anderen Welt". Mindestens vier bis fünf UFOs sah Wörner inzwischen pro Nacht und er hat telepathischen Kontakt mit ihnen - aber Beweise hatte er bis zu dem Zeitpunkt eigentlich noch nicht, abgesehen "von stundenlangen Berichten, die jedem Romanschreiber zur Ehre gereichten". Dennoch hat er an den Kreml und nach Washington geschrieben, um die Welt-Mächte als "UFO-Bekämpfer" für sich zu gewinnen. Im nächsten Moment schon schimpft er über die UFO-Gesellschaft in Wiesbaden, in der er üble Konkurrenz wittert: "Die phantasieren mir zuviel herum." Nur seine Geschichten seien alle wahr und beruhen alle auf tatsächliche Begebenheiten, weswegen er inzwischen viele Jugendliche auf seine Zeit zog und zum Beispiel einen Schüler aus Köln gewann, um mit ihm zu beobachten, genauso wie den Konditorlehrling D.Knorr und den Maschinenschlosser H.Gerards in Mönchengladbach. Wörner fand sogar in der Gemeinde Breitenheim (bei Bad Kreuznach [sic]) einen UFO-Hotspot, eine Örtlichkeit wo nächtlings von ihm und seinen Freunden immer wieder UFOs gesehen werden: "Mich würde es gar nicht wundern, wenn im Oktober in der Nähe von Breitenheim ein bemanntes außerirdisches Flugobjekt landen und die Jugend zu einem mehrstündigen Ausflug ins All einladen würde!" Ein Bürger aus Breitenheim indessen hatte eine ganz einfache Erklärung für die dort so oft von Wörner gesehenen UFOs: "In der Nähe gibt es mehrere Militärflugplätze, die stark frequentiert sind. Und bekanntlich leuchten beim Landeanflug die Positionslampen auf. Da liegt es doch auf der Hand, was von den UFO-Beobachtungen zu halten ist."

1967-duist-cenap-archiv 

+ In etwa dieser Zeit verbreitete Karl Veit eine Schrift an alle Interessenten, die sich an die DUIST oder ihre Außenstellen wendeten, mit dem Titel Sind außerirdische Weltraumschiffe gelandet? Irgendwann 1975 erschien das sechszehnseitige Din-a-5-Blatt bereits in der "7.erweiterten Auflage" mit 30.000 Exemplaren. Eine ganze Generation von UFO-Fans wurde mit dieser heimlichen "Bibel" der deutschen UFOlogie versorgt und auf "Linie" gebracht, um mehr über die "Phänomenologie der Flying Saucers" zu erfahren und auf die mentale Vorstellungswelt der Wiesbadener UFOlogen-Verbindung eingeschworen zu werden. Als die Überschrift zu Kapitel Eins macht deutlich: "Fliegende Untertassen sind interstellare Raumschiffe", keine interplanetarischen mehr, wie man es in den 50ern und 60ern vorausgesetzt und als Dogma gepredigt hatte. Weltraumschiffe aus anderen Welten tauchen sonach seit ewigen Zeiten über den Köpfen der Erdenmenschen auf, um uns zu beobachten. Leider würde dies durch die Mehrzahl der Wissenschaftler respektive der ganzen Menschheit in einer "ungerechtfertigen Überheblichkeit" mit verschlossenen Augen übergangen. Kapitel 2 steht mit seiner Überschrift "Man nimmt sie sehr ernst" dagegen schon im unbemerkten Widerspruch. Dafür wird kräftig auf die Übertreibungs-Pauke gehauen und erklärt, daß der Mantell-Absturz bei der "Verfolgung eines UFO" mysteriös sei und plötzlich das Untertassen-Thema "für Militärs, Physiker wie Weltraumfahrtplaner" von erregender Bedeutung wurde, weswegen man militärisch geleitete Untersuchungsausschüsse wie z.B. Blue Book einsetzte, wo natürlich das UFO-Material als "Top secret" bzw "Streng geheim" behandelt werde und "phantastisch hohe Summen" für die Erforschung der Fälle, deren wirkliche Zahl nie veröffentlicht wurde, ausgegeben würden. Während Veit kurz vorher noch vor einer Überheblichkeit ob der Ablehnung von UFOs sprach, wurde nun das ganze Thema derart übertrieben vorgestellt, als seien die UFOs nun plötzlich das bedeutendste Ereignis aller Zeiten für das Pentagon. Als Sahnehäubchen wurde sogar nachgereicht, daß die Fliegenden Untertassen (= "der Rundtyp") versuchsweise "in Deutschland, in USA und Kanada" nachgebaut wurden, dies in einem "fieberhaften Versuch, um hinter das Antriebsgeheimnis der Fliegenden Scheiben zu kommen". Auch dies stimmt hinten und vorne nicht, da alle entsprechenden Aero-Designs auf bekannten, traditionellen und irdischen Antriebsmechanismen und aerodynamischen Grundprinzipien beruhten!

 

Sie sehen, wie schon mittels dieser grundlegenden Vorstellung über das UFO-Phänomen dogmatisch verfestigte Unkorrektheiten, Falschdarstellungen und Wunschbilder den Status von geschichtlichen Tatsachen zugeschrieben bekamen, die kaum ein UFOloge anzweifelte und als Basis seiner Vorstellungswelt übernahm. Ja, der Fisch stinkt immer vom Kopf her... Und bis man dies durchschaut können Jahre vergehen oder man packt es gar nie. Zugegeben, auch wir hatten uns von derartigen Darlegungen und Behauptungen einige Jahre blenden lassen, da die Teilnehmer des großen ufologischen "Wettlaufs" alle auf die selbe Zielgerade hin gedopt wurden und kaum Widerspruch aufkommt. So ist es kein Wunder, wenn Veit in seiner "Fiebel für die UFOlogie" auch sofort von den "überlegenen außerirdischen Piloten" spricht, die sich mittels der "Beherrschung elektromagnetischer Kraftfelder" in ihren fliegenden Kisten dahinbewegen - eben, "weil man dies inzwischen weiß". Derartige Darstellungen verdankt die UFOlogie jedoch nicht der Wissenschaft, sondern den gerne geglaubten Behauptungen von Kontaktlern. In der UFOlogie wird aber auch alles durcheinandergemischt, was dem ehernen Ziel dient. Veit bezieht sich auf Donald Keyhoe, der angeblich 41 freigegebene Geheimunterlagen über markante Sichtungsfälle "scharfsinnig prüfte" und das alarmierende Fazit zog: "Diese Objekte kommen von außerhalb der Erde". Das gerade Keyhoe genausowenig wie Veit und CoKG Fall-Untersuchungen und Recherchen im Einzelfall nicht anstellten, also scharfsinnig prüften, wird hierbei glatt vergessen zu erwähnen. Bereits hier wurde auf Worthülsen aufgebaut, die nur den Glauben beinhalteten, aber nicht vom Leben in der Wissenschaft erfüllt waren.

 

In diesem Fahrwasser wird natürlich der Condon-Report auch als "regelrechter Skandal" verzerrt dargestellt, um der ufologischen Ideologie zu dienen. In Folge dieses "Skandals" sei "eine wahre Sturmflut seriöser Literatur über gesichtete und gelandete außerirdische Weltraumschiffe" losgebrochen, die man freilich hauptsächlich im Ventla-Verlag erwerben könne. Insbesondere wurden die Autoren Daniel Fry, George Adamski, Howard Menger, Bob Renaud, Cedric Allingham und Elisabeth Klarer explizit als Produzenten solch ach so "seriöser Literatur" dem Publikum ans Herz gelegt. "Die seriöse Forschung bleibt jedoch bei den genannten Kontaktlern, sowie deren in völliger Objektivität dargestellten REALITÄTEN", erfahren wir in Sachen Homo cosmicus - der neue Menschentyp in Kapitel 6. Mit dieser Einführungsschrift hatte Veit einzig und alleine sein bereits seit Jahrzehnten verfolgtes Ziel einer esoterisch-unterwanderten "UFO-Forschung" zum Etablierung zu verhelfen, konsequent weiterverfolgt. Zig Tausende fielen wohl im Zuge der Jahre darauf herein und fanden mit diesem Leitfaden eine "Orientierungshilfe". Eher skeptisch, aber suchend eingestellte Menschen, die es auch gab und gibt, werden davor aber zurückgeschreckt sein oder nur mitgezogen haben, weil es einfach nichts anderes an UFO-forscherischer Aktivität in Old Germany gab. Einzig und allein das "Selbststudium der Standardwerke seriöser Forscher und bevorzugt der Kontaktler" wurde empfohlen, weswegen sich die Truppe auch "freie Akademie der UFOlogie", selbstgefällig eine "junge Wissenschaft" genannt, schimpfte. Ihre Mitglieder bzw Studenten verstanden und verstehen sich als "aufgeweckte Individuen", die dem Beginn des Wassermann-Zeitalters entgegenfiebern, welches nach einer "notwendigen Reinigung - wie die Gärungszeit des Weines" mittels gewaltiger Katastrophen den Übergang, die Transformation, ins erwunschene und sehnlichst erflehte GOLDENE ZEITALTER aufzeigt. So deklariert in Kapitel 4: "Die Zeitreife sprengt alles Überkommene". Hier tritt ein typisches Element des Sektierertums auch nach außen hin auf, wo doch bei fast allen pseudoreligiösen Sekten dieses Stilmittel des zu erwartenden Garten Edens nach dem kosmischen Holocaust oder der Apokalypse für die erretteten Gläubigen offengehalten wird. Begrifflichkeiten wie "Bausteine der Schöpfung", "Verantwortung gegenüber der Höchsten Intelligenz" und Aufklärung über das kommende Goldene Zeitalter gehören genauso in dieses Repertoire. Veit gesteht auch ein, daß der fortlaufend, zahlreich eingebrachte, historische Nachweis "realer fliegender Untertassen" ein Gesichtspunkt von umwälzender Bedeutung für den Leser darstellt und das Denken der Betroffenen in "neuartige Bahnen lenkt". Als wir uns dieser Idee von etwa Ende 1973 bis Anfang 1976 selbst verschrieben, wurde uns gar nicht einmal bewußt, daß dies alles nur eine Art Gehirnwäsche ist, um die Teilnehmer dieser ko(s)mischen Exkursion namens UFOlogie möglichst weit weg von den irdischen Gegebenheit einer beschwerlichen und wirklich seriösen Untersuchungsarbeit in Sachen UFO-Phänomen zu führen.

 

Zum Glück sprangen wir nach dieser Zeit vom Zug ab und gingen eigene Wege, unzähligen Menschen jedoch gelang dies in ihrer naiven Blindheit und in ihrer Bereitschaft an kosmische Engel-Wesen glauben zu wollen aber nicht. Sie hatten dazu auch in Deutschland nie eine Chance vor 1976 dazu gehabt, da es vorher nie eine stimmgewaltige Opposition aus dem Innern der UFOlogie selbst heraus gab! So sprach Veit auch immer von UFO-Gegnern und "gewisse Kreise", die die UFOlogie zu bekämpfen versuchten, aber diese jeweils externen Störfeuer von Außenstehenden hatte nur Strohfeuerwirkung auf die Szene und die von den Kritikern und Spöttern unbeabsichtigte psychologische Wirkung, daß die UFOlogen noch dichter zusammenrückten und weiter nach außen hin abschotteten. Mit absurten Verschwörungs-Ideen und krausen Weltbildvorstellungen, die nicht nur esoterisch ausgelegt sind, sondern auch eine politische Grauzone umfaßt, floßen so auch komische Kautze und ideologische Einsiedler der ufologischen Strömung, die durch Wiesbaden zentral gesteuert wurde, zu. Die dadurch entstandene Hydra der UFOlogie ist ein Wespennest für Außenseiter und jederzeit für Psychologen und Soziologen als Studiengebiet interessant.

 

Veit sprach von einer "bedauerlichen Tatsache, daß in den deutschsprachigen Ländern über die sogenannten Fliegenden Untertassen, über Landungen und Kontaktaufnahmen bei den öffentlichen Medien eine relativ starke Unkenntnis herrscht. Ja, nicht nur das, sondern konservative Wissenschaftler sowie die Presse im allgemeinen, glauben sich sogar berechtigt, über diese mehr als auffallenden Erscheinungen zu spotten oder sie abzulehnen. Gelegentliche Berichte über UFOs in Tageszeitungen oder Illustrierten finden durch deren meist bewußt satirischen Unterton kaum Interesse und lösen deswegen kein Echo dahingehend aus, daß die Leser mehr Aufklärung fördern könnten" und bei der DUIST landen, um dann mittels bücherverschlingendem Fernstudium auf die UFOlogie und ihren teilweise verrückten Ausartungen eingestimmt zu werden. Niemals kam es Veit und seiner Gefolgschaft in den Sinn, daß diese öffentliche Ablehnung auch darauf basiert, wie sich die deutsche UFOlogie nach außen hin mit all den obskuren Kontaktlergeschichten präsentierte. Zudem spielte das dort dargestellte Untertassen-Phänomen nicht so mit, daß die Welt jene Gebilde entsprechend des ufologischen Diktats auch akzeptieren kann. So verwies Veit auf "bemerkenswerte objektive Durchbrüche" in anderen Ländern, die aber bei genauerer Beleuchtung ebenfalls gar keine im Sinne der wissenschaftlichen Akzeptanz des UFO-Phänomens darstellen. Auch hier wurde Schaumschlägerei und Degenfechten mit dem Regenbogen geübt. Das schönende Wort, Worthülsen und die künstliche Dramaturgie von mehr Schein als Sein ist seit jeher ein Lebenselixier für die UFOlogie gewesen und wird es auch immer sein. Aus diesem Grunde sprechen wir von den Propagandisten und UFO-Traumverkäufern gerne auch von Promotern des UFO-Aberglaubens.

 

Mittels der Bereitstellung der ufologischen Literatur, nein "der wichtigsten UFO-Bücher", wird die vordringlichste Aufgabe der DUIST auch darin gesehen, "durch Aufklärung allen Suchenden und Forschenden auf dem UFO-Gebiet KLARHEIT zu vermitteln", da dies "für die allernächste Zukunft und das Schickdsal der Menschheit mit wahrhaft universellem Kontakt zu Welötraummenschen anderer Sterne von unabsehbarer Bedeutung sein wird", hieß es ebenfalls in dieser schriftlich-niedergelegten Predigt des ehemaligen ufologischen Oberhauptes der Weltraum-Kirche. Über die himmlische Macht der Außerirdischen berichtete Veit anhand des Falls vom Sommer 1952 in Washington, DC. Sie erinnern sich, daß an zwei Wochenenden seltsame Radarspuren auf dem Washingtoner Flughafen registriert wurden. Während der Vorfall schon seit Jahrzehnten als Radar-Abnomalie ohne den Einfluß irgendwelcher "extraterrestrischer Piloten" erklärt war, übersah Veit in seiner Grundsatzrede dies glatt und rettete sich mit dem bekannten Capitol-Farbfoto der sogenannten "Washington-UFO-Flotte" aus der Problemzone und nannte dies einen Beweis für die "überlegene Flugtechnik und freundschaftlich-geniale Präsenz" der Space Brothers. Das DUIST-Exklusiv-Bild, welches selbst heute noch durch den ufologischen Werke schwirrt, zeige also gleich elf außerirdische Flugobjekte in Demonstrationsformation. Der Fotograf habe diese Aufnahme anonym der DUIST in Wiesbaden bei einer dortigen UFO-Monatstagung im Jahre 1972 überreicht - zwanzig Jahren nach den Geschehnissen. Verschwiegen wird jedoch der Umstand, daß a. derartiges Farbfotomaterial 1952 nocht nicht zur Verfügung stand und damit das Bild gar nichts mit den anno 1952 ereigneten Vorkommnissen zu tun hat und (weitaus wichtiger) b. daß bereits durch den hochgelobten Veit-Freund Colman VonKevizky dieses Foto eine klare Identifizierung als kamerainterne Linsenreflektion der vor dem Kapitol befindlichen Straßenlampen in den vorgeblichen Himmel fand, die bis heute in dem DUIST-Frontblatt UFO-Nachrichten verschwiegen wird! Wie man sieht, die sogenannten "Steine der UFOlogie" sind nichts weiter als schillerende Seifenblasen der öffentlichen Irreführung.

 

Nebenbei: Laut Satzung der DUIST e.V. ist der "erste Vorsitzende" und "Gründer sowie Leiter der DUIST" als "Präsident auf Lebenszeit" eingesetzt, was natürlich das Einkommen von Veit auf Lebenszeit sicherte und im übrigen ein durchaus unübliches und fern-demokratisches Muster ist. Im übrigen war der Bezug der von Veit herausgegebenen UFO-Nachrichten die Grundvoraussetzung um überhaupt in dem Verein Mitglied zu werden - siehe § 11 (Fachorgan und Studiengruppen) der Vereins-Satzungen. Die Struktur des Vereins war derart ausgelegt, daß nur der "erste Vorsitzende" den Vorstand und seine Mitglieder beruft, also ihm geneigtes Personal einsetzt. Während Veit also hauptamtlicher UFOloge und Chef der DUIST sowie des anhängenden Ventla-Verlages war, bestand der restliche Vorstand aus durchweg ehrenamtlichen Personen, die die Verwaltung und Erledigung der anfallenden Geschäfte ebenfalls ehrenamtlich, also unbezahlt, bewältigten. Der Förderungszweck der DUIST galt schließlich lt. § 10 eigennützigen Zielen, auch wenn dies nicht so klar betitelt wurde, aber durch die "Herausgabe von Kongreß-Dokumentarberichten, Wiederauflage vergriffener, wichtiger deutschsprachiger UFO-Schriften, Herstellung von Ausstellungs- und Vortragsmaterial, UFO-Nadeln, Rundschreiben, Werbeprospekten, Anzeigen etc" nur die eigenen Interessen im anhängenden Verlagsgeschäft recycled wurden. All dies haben wir als ehemalige DUIST-Ortsgruppe in Mannheim, die "Private UFO-Forschungsgruppe Mannheim", nach etwas mehr als zwei Jahren als problematisch für eine seriöse Betrachtung der UFO-Herausforderung erkannt und begannen Veit und Co deswegen offen zu kritisieren, was schließlich zum Ausschluß führte. Aber dies ist wieder eine andere Geschichte.

"Unbekanntes Flugobjekt über Deutschland - Tausende Menschen aus Hamburg und Umgebung in Aufregung" meldeten die Gazetten am 18.Mai 1973. Erhebliche Aufregung versachte so ein UFO am Himmel über der Hansestadt, "bis es sich Stunden später als verirrter Meßballon erwies". In Hysterie und zu "Angstschreien" steigerten sich die Anrufer bei Polizei, Feuerwehr und Flughafen, wo die Telefone heißklingelten. Schließlich stieg ein Polizeihubschrauber auf, auch die Bundeswehr leistete mit einer F-4-Phantom Aufklärung. Ein silbrig-glänzendes Ding stand da vielleicht 30 oder 50 Kilometer hoch in der Stratosphäre, nachdem es von Kiel herbei herbeigeschwebt war. Eine dreieckige "Riesentüte" sorgte für Aufruhr, weder mittels einer "fliegerischen Glanzleistung" es Libelle-Polizeihubschraubers (er kam 4.200 Meter hoch) noch mittels der High Tech an Bord der Phantom (sie kam auf 15.000 Meter) war man dem Objekt auf die Pelle gerückt, doch die Piloten sahen in der Höhe "kaum mehr als vom Boden aus". Polizei und Bundeswehr mußten passen! Erst nach stundenlanger Observation durch das Teleskop an der Hamburger Sternwarte wurde der UFO-Alarm abgeblasen und das fragliche Objekt als Stratosphären-Ballon identifiziert.

 

Wie der ´Tagesspiegel´ vom 18.Mai 1973 meldete ("Glitzerding nun über Hamburg - Auch über Bayern gesichtet"), hatten bereits am 16.Mai 1973 viele Berliner in den blauen Himmel gestarrt, als sie am Abend einen Lampion über der Stadt hängen sahen. Bereits am 13.Mai war laut Meldung der ´Salzburger Nachrichten´ jener Gegenstand in der südlichen Bundesrepublik herumgegondelt und habe Menschentrauben hochschauen lassen. Bei seiner Erscheinung über Berlin, nahm es die Wilhelm-Foerster-Sternwarte unter die Lupe und stellte seine Form als die einer "riesigen, aufgeblasenen Wurst" fest, die eine Länge von 100 bis 200 Metern besaß und damit nicht in die übliche Vorstellung von einem Ballon paßte. Lange Schläuche hingen von dem Flugkörper herab. Nach Ansicht der Sternwarte handelte es sich um einen "abgerissenen Fesselballon, wie sie von den Sowjets und den Amerikanern in letzter Zeit als Relaisstationen in großer Höhe verwendet worden seien". Die Ost-Berliner Sternwarte meldete unabhängig die Observation des "Silberpunkt" und nannte ihn einen Stratosphärenballon. Die amerikanische Luftwaffe in Berlin erklärte auf ausdrückliche Anfrage, die hiesigen Dienststellen hätten überhaupt keine derartigen Beobachtungen gemacht. Der Tagesspiegel-Berichterstatter merkte am Rande an: UFO? Nein, für eine Fliegende Untertasse hat es schon am Mittwoch keiner gehalten. Aber UFO ist auch nur die Abkürzung für unidentified flying object, nicht identifizierter Flugkörper. Welch angenehme Abwechslung im Alltag schrecklicher und dennoch leider alltäglicher Ereignisse. Alle können es sehen, es richtet kein Unheil an, und keiner kann sagen, was es ist. Jedenfalls war niemand erreichbar, der das Glitzerding mit der Überlegenheit des Fachmannes und gebührendem Schmunzeln über die Aufgeregtheit der Leute als exakt Dasunddas bezeichnet hätte. In Hamburg war man offenbar auch amtlich emsiger als in Berlin. Der offiziell mitgeteilte Erkundungsflug eines Hubschraubers erinnert allerdings an den Knaben, der auf die Leiter stieg, um den Mond besser zu sehen. Da das Objekt auch von der Ostpresse registriert worden ist, darf man bei der dortigen geheimhaltungspraxis darauf schließen, daß der Ballon nicht östlicher Herkunft war. Das deckt sich auch mit dem (negativen) Ergebnis unserer Recherchen bei den Amerikanern in Berlin. Die Auskunft der US-Luftwaffe, man habe überhaupt nichts Derartiges gesehen, müßte für die Sicherheit dieser Stadt fürchten lassen, wenn man sie ernst nähme. Unglaubwürdige Dementis auf eine zunächst arglose Routinefrage rechtfertigen nach journalistischer Erfahrung die Annahme, daß man an der richtigen Stelle bohrt. Nimmt man hinzu die Äußerung der Sterngucker, Sowjets wie Amerikaner verwendeten jüngst neuartige Ballons, darf man das Glitzerding getrost mit Stars and Stripes versehen. Für die USA ist es sicher kein UFO.

 

Ganz kurz hielt sich am 21.Mai 1973 der ´Blick´: Die US-Weltraumüberwachung hat inzwischen festgestellt, dass drei nicht näher identifizierte "Objekte" vor und hinter SKYLAB fliegen. Ihre Entfernung von der Raumstation beträgt rund 1000 bis 4000 Kilometer.

 

>"Übernatürliches" in Nancy< verkündete dpa aus Nancy/Lothringen und der ´Mannheimer Morgen´ vom 18.Mai 1978 schrieb so nieder: Mit einer ungewöhnlichen Ausstellung über UFOs (unbekannte Flugobjekte), das sagenumwobene Ungeheuer von Loch Ness und den nicht weniger bekannten Schneemenschen wartet die diesjährige internationale Messe der lothringischen Metropole Nancy vom 1.bis 12.Juni auf. Wie die Messeleitung bekanntgab, wird die Sonderausstellung den Titel "Unbekanntes und Übernatürliches" tragen. Während der zweiwöchigen Messe, an der sich rund 1.200 Aussteller aus 28 Ländern beteiligen, ist auch ein "Marktschreier-Preiswettbewerb" vorgesehen.

 

"Meteorit, UFO, oder...?" hieß es am 19.Mai 1978 in der ´Wiener Zeitung´: Am Donnerstag fand der Landwirt Rudolf Reinisch aus Tattendorf (Bezirk Baden) auf seinbem Feld "Rohrlösse" ein zirka 25 cm großes Loch im Erdreich. An den Rändern befinden sich Verkrustungen, die von einer starken Hitzeeinwirkung stammen dürften. Bei der Besichtigung durch Gendarmeriebeamte wurde festgestellt, dass dieses Loch sehr tief in die Erde führt. Die Ränder weisen tatsächlich Verkrustungen auf und auch Rückstände von metallartigen Materialien. Die Untersuchungen sind noch im Gange.

 

"Panik und Rätselraten in Nürnberg - Tausende haben es gesehen: Riesen-UFO! Wilde Verfolgungsjagd am Himmel" berichtete dann am 2.Mai 1983 (Nr.18) ´die aktuelle´: Es kam aus dem Nichts, war plötzlich da: Silbern schimmerte das unheimliche Dreieck am Himmel über Nürnberg. Es bewegte sich kaum, aber irgendwie etwas blinkte. Wie gebannt starrten Tausende von Menschen hoch zu diesem glänzenden Ungeheuer. Hunderte riefen bei der Polizei, beim Wetteramt, bei Sternwarten an. "Über uns fliegt ein riesiges UFO. Machen Sie was! Wir haben Angst!" meldeten sich den ganzen Tag über besorgte Männer, Frauen und Kinder. Aber auch offizielle Stellen waren völlig ratlos. War es ein Spionage-Satellit, ein militärischer Versuchsballon oder sogar ein Flugschiff von einem anderen Stern? Als das UFO auch noch am nächsten Tag deutlich zu sehen war, nahm ein Team des Bayerischen Fernsehens die Verfolgung auf, mit einem Lear-Jet. Am Steuerknüppel der Nürnberger Flughafen-Direktor Helmut Müller-Gutermann. Der Pilot: "Wir verfolgten das UFO bis in 12.300 Meter Höhe. Aber wir kamen nicht nahe genug heran." Mit seinem zwei Meter langen Teleskop konnte der Leiter der Nürnberger Sternwarte, Eckhard Pohl, mehr sehen: "Das Ding war wie eine deformierte Pyramide mit etwa 150 Meter Durchmesser, die Spitze nach oben. Der Rest sah aus wie eine durchsichtige Plastikfolie." Das Rätsel löste schließlich am Freitagvormittag der Leiter der Flugsicherung Manching, Gertwin Hühnerbei: "Wir sind sicher, dass das ´unbekannte Flugobjekt´ ein Stratosphärenballon ist, wie der üblicherweise für Messungen eingesetzt wird."

 

Auch dieser sensationalisierte Text war von einem relativ guten Foto begleitet, welches das "UFO über Nürnberg, aufgenommen aus dem Flugzeug, das es verfolgte" zeigte. "Unterhalb der Spitze blinkte es. Die unheimliche Pyramide hatte 150 Meter Durchmesser."

 

"Zwei Stunden waren Menschen über einen leuchtenden Kranz am Himmel beunruhigt - Unbekanntes Flugobjekt über nächtlichem Köln: Auf dem Radarschirm war nichts auszumachen" hieß es in dem Artikel von Redakteur Günther Braun im Kölner-Stadtanzeiger vom 4.Mai 1983: Rund zwei Stunden lang hat ein unbekanntes Flugobjekt in der Nacht zum Dienstag Bürger in Holweide und die Polizei beschäftigt. Telefonische Nachfragen der Kölner Ordnungshüter in Nürnberg ergaben später, daß der in Holweide beobachtete Flugkörper einem vor wenigen Tagen in Nürnberg gesichteten unbekannten Flugobjekt, daß großes Aufsehen erregt hat, bemerkenswert ähnelt. Bei dem Nürnberger UFO handelte es sich nach Auskunft der militärischen Flugsicherung vermutlich um einen Wetterballon. Die Kölner Polizei wurde am Montag gegen 23:10 h von Bürgern darauf hingewiesen, daß über Holweide ein leuchtendes Fluggebilde stehe. Dies fand die Besatzung des Streifenwagens "Arnold 19/20" kurz darauf bestätigt. Von der Ecke Bergisch Gladbacher/Schnellweider Straße aus meldeten die Beamten: "Am Himmel in Höhe Holweide ein glühender, kreisförmiger Gegenstand mit leuchtendem Kranz." Höhe und Größe des Flugkörpers waren nicht feststellebar. Die Einsatzleitstelle der Polizei stellte daraufhin beim Flughafen Wahn Ermittlungen an. Aber der dortigen Flugsicherung war weder ein Flugobjekt gemeldet, noch war ein fliegender Gegenstand auf dem Radarschirm zu entdecken. Den Polizeibeamten von "Arnold 19/20" in Holweide fiel unterdessen auf, daß von dem UFO ein helles, strahlendes Licht ausging: sie schlossen aber aus, daß es sich um einen hellen Stern oder ein von der Sonne angestrahltes Flugzeug handeln könnte. Durch ein Fernglas erkannten sie ein rundes, ballonähnliches Gebilde mit einer Lichtquelle ziemlich genau in der Mitte. Zu erkennen war noch ein Muster von senkrechten und waagerechten Linien, die sich über den gesamten Flugkörper zogen. Knapp zwei Stunden nach den ersten Anrufen besorgter Bürger mußten die Beamten in Holweide ihre Beobachtungen allerdings einstellen: Wolken kamen auf und entzogen die Erscheinung den Blicken der Ordnungshüter. Auch am Tag nach dem Ereignis und nach zahlreichen Nachforschungen vermochte die Polizei noch nichts über die Identität des Flugkörpers zu ermitteln. Es war -eben - ein UFO, ein unbekanntes Flugobjekt.

 

"Nürnberger UFO jetzt in Köln" meldete BILD am 4.Mai 1983: >UFO-Alarm in Köln: Um 23:10 h beobachteten die Beamten der Funkstreife Arnold 19/20: "Am Himmel, Höhe Holweide, ist ein glühender, kreisförmiger Gegenstand mit leuchtendem Kranz und strahlender Lichtquelle!" Nach 110 Minuten verschwand es. Nürnberger Polizisten: Es gleicht unserem UFO von vor einer Woche!<

 

"Zwei Stunden waren Menschen über einen leuchtenden Kranz am Himmel beunruhigt: Unbekanntes Flugobjekt über nächtlichem Köln: Auf dem Radarschirm war nichts auszumachen" berichtete Günther Braun vom ´Kölner Stadt-Anzeiger´ am 4.Mai 1983: Rund zwei Stunden lang hat ein unbekanntes Flugobjekt in der Nacht zum Dienstag Bürger in Holweide und die Polizei beschäftigt. Telefonische Nachfragen der Kölner Ordnungshüter in Nürnberg ergaben später, dass der in Holweide beobachtete Flugkörper einem vor wenigen Tagen in Nürnberg gesichteten unbekannten Flugobjekt, das - wie berichtet - großes Aufsehen erregt hat, bemerkenswert ähnelt. Bei dem Nürnberger UFO handelte es sich nach Auskunft der militärischen Flugsicherung vermutlich um einen Wetterballon. Die Kölner POlizei wurde am Montag gegen 23:10 h von Bürgern darauf hingewiesen, dass über Holweide ein leuchtendes Fluggebilde stehe. Dies fand die Besatzung des Streifenwagens "Arnold 19/20" kurz darauf bestätigt. Von der Ecke Bergisch Gladbacher/Schnellweider Strasse aus meldeten die Beamten: "Am Himmel in Höhe Holweide ein glühender, kreisförmiger Gegenstand mit leuchtendem Kranz." Höhe und Größe des Flugkörpers waren nicht feststellbar. Die Einsatzleitstelle der Polizei stellte daraufhin beim Flughafen Wahn Ermittlungen an. Aber der dortigen Flugsicherung war weder ein Flugobjekt gemeldet, noch war ein fliegender Gegenstand auf dem Radarschirm zu entdecken. Den Polizeibeamten von "Arnold 19/20" in Holweide fiel unterdessen auf, dass von dem UFO ein helles, strahlendes Licht ausging: sie schlossen aber aus, dass es sich um einen hellen Stern oder ein von der Sonne angestrahltes Flugzeug handeln könne. Durch ein fernglas erkannten sie ein rundes, ballonähnliches Gebilde, mit einer Lichtquelle ziemlich genau in der Mitte. Zu erkennen war auch ein Muster von senkrechten und waagerechten Linien, die sich über den gesamten Flugkörper zogen. Knapp zwei Stunden nach den ersten Anrufen besorgter Bürger mußten die Beamten in Holweide ihre Beobachungen allerdings einstellen: Wolken kamen auf und entzogen die Erscheinung den Blicken der Ordnungshüter. Auch am Tag nach dem Ereignis und nach zahlreichen Nachforschungen vermochte die Polizei noch nichts über die Identität des Flugkörpers zu ermitteln. Es war -eben- ein UFO, ein unbekanntes Flugobjekt.

 

"Das UFO kam vielleicht aus der Schule" hieß es dann aus dem ´Kölner Stadt-Anzeiger´ vom 5.Mai 1983: Die kleinen, grünen Männchen, Standard-Besatzung jedes ordentlichen UFOs, lieben Schiller und haben eine Bodenstation in Köln. Das muß man jedenfalls annehmen, wenn sich bewahrheitet, was einige Kölner Lehrer und Eltern vermuten. Ungefähr seit dem zeitpunkt, als in Nürnberg - wie berichtet - ein ominöses unbekanntes Flugobjekt beobachtet wurde, vermissen die Kölner etwas. Zum Schmuck einer Veranstaltung des "Schiller-Forums" hatten die Veranstalter ein etwa 15 mal 40 Meter großes Nylonnetz zwischen zwei Turnhallen des Schiller-Gymnasiums aufgespannt. Oben an dem Gitterwerk hingen hunderte weiße, mit Helium gefüllte Luftballons, darunter fand die die Eröffnungsveranstaltung statt. Am anderen Morgen war das abends noch festgezurrte Flugobjekt weg. Unbekannte hatten es in der Nacht abscgeshcnitten. Einige naturwissenschaftlich vorgebildete Lehrer nutzten daraufhin ihre Fähigkeiten zur Theorie-Bildung. Ausgehend von lauen Frühlingswinden und der Wahrscheinlichkeit, dass sich das Netz mit den Ballonen auf die Dauer zu einer großen "Traube" verwickelte, halten sie es für möglich, dass ihr Objekt nach Nürnberg abtrieb - wo die luftigen Überbleibsel Kölner Feierfreudigkeit dann als bedeutungsschweres Zeichen menschenfremder Lebensformen gedeutet wurde. Offen bleibt die Frage, ob das Objekt, das Montagnacht am Kölner Himmel beobachtet wurde, schon ein Gegengruß aus Nürnberg ist.

+ Begleitet wurde der Artikel von einem Bild aus der Kamera von Martin Eckhardt, mit folgendem Text: Ein Netz mit hundert Heliumballons daran (das Bild zeigt nur einen Ausschnitt davon) könnte das bei Nürnberg beobachtete UFO gewesen sein, vermuten Kölner Lehrer.

 

+ Was hier hier sahen war mal wieder ein Erklärungs-Durcheinander und eine Überforderung der Presse. Das Ballon-Netz war sicherlich nicht dass Nürnberger UFO und hatte auch nichts mit dem UFO-Kranz aus Köln selbst zu tun.

 

"UFO über Köln" meldete am 5.Mai 1983 die ´Abendpost´: Unbekannter Flugkörper über Köln! Ein auffälliges, strahlendes Licht, ein glühender Gegenstand mit leuchtendem Kranz hat in der Nacht zum Dienstag Einwohner und Polizei in Köln erschreckt. Bei der Flugsicherung auf dem Wahner Flughafen war das unbekannte Flugobjekt weder gemeldet noch auf dem radarschirm auszumachen. Polizisten verfolgten die Bahn des Objekts mit Ferngläsern, nach zwei Stunden entschwand es hinter aufziehenden Wolken. Das "Ding" soll dem ähnlich sein, das vergangene Woche in Bayern gesehen wurde.

 

>Mit roten Fenstern langsam über Barkhausen - Nächtliches Schauspiel: Drei Minuten "UFO-Spuk"< berichtet die ´Bürener Zeitung´ vom 17.Mai 1983: Über Barkhausen ist ein UFO gesichtet worden! Dies behauptet ein knapp 50jähriger Mann aus Weiberg, der am Montag, 9.Mai, gegen 22:30 h gemeinsam mit seiner Ehefrau seltsame Beobachtungen am Nachthimmel über Barkhausen gemacht haben will. Der Weinberger hielt mit seinen Wahrnehmungen zunächst einige Tage hinter dem Berg "um nicht als Spinner zu gelten". Allein ihrem Sohn erzählten die beiden Weiberger das nächtliche Schauspiel: "Ein runder Flugkörper mit roter Fenstern, der sich gang langsam drehte, schwebte lautlos über Barkhausen, bewegte sich Richtung Siddinghausen und entschwand über dem Almetal. Bei jeder Umdrehung des UFOs blinkte jeweils eines der vier oder fünf Fenster auf. Der Spuk dauerte etwa drei Minuten." Der Sohn des Weiberger Ehepaars erzählte die Abenteuer seiner Eltern im Klassenkreis einer Bürener Schule - und wurde verlacht. 24 Stunden später wendete sich jedoch das Blatt: Schüler aus dem benachbarten Hochsauerlandkreis brachten einen Zeitungsausschnitt einer Briloner Tageszeitung mit, in der von haargenau gleichen Erlebnissen über Brilon berichtet wurde - allerdings bereits am Sonntag, 8.Mai, um 23:15 h. Zeugen: Elf (!) junge Leute im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Daraufhin gab auch der Weiberger seine Schilderung der Briloner Polizei preis, bei der mittlerweile weitere Augenzeugenberichte vorliegen. Nach unseren Informationen wurde auch das Düsseldorfer Innenministerium über den Vorfall informiert. Das Weiberger Ehepaar glaubt, dass möglicherweise weitere Menschen im Raum Büren ähnliches gesehen haben könnten. Den bisher bekannten Augenzeugen sind aufgrund ihres "gesunden Menschenverstandes" selbst Zweifel gekommen. Nach dem Bericht der Briloner Zeitung wurden sie auch darauf hingewiesen, dass Manöver stattgefunden hätten. Übereinstimmend erklärten sie aber gegenüber der Presse, dass sie solche Beobachtungen nie zuvor gemacht hätten. Auch an einen Hubschrauber glauben sie nicht, da es keine lautlosen Helikopter gäbe. Wer kann weitere Angaben über das unbekannte Flugobjekt (UFO) geben?

 

Weiterer Augenzeuge bestätigt Aussage über unbekanntes Flugobjekt! Das "UFO-Phänomen" im Bürener Land am 8. und 9.Mai sorgt weiter für Aufregung: Gestern morgen schwor Josef Glaser (55 Jahre) aus Niederntundorf Stein und Bein, dass auch er die rötliche, rotierende Kugel gesehen hätte. Der Niederntundorfer: "Ich glaubte, unser ganzer Garten brennt. Das war unmöglich." Glaser, der für den Wahrheitsgehalt seiner Beobachtungen nach eigener Aussage "zehn Finger hochheben" will, bemerkte die Lichtkugel gegen 22:30 h, also etwa zur gleichen Zeit, zu der ein Weiberger Ehepaar den nächtlichen Spuk bestaunte. Unsicher ist sich Glaser jedoch, ob das Geschehen am 8. oder 9.Mai stattfand. An beiden Tagen war das Phänomen von verschiedenen Zeugen beobachtet worden.

 

>Nach nächtlichem Alarm von AZ-Reportern entdeckt: Das "UFO" landet am Oblatterwall/Geplatzter Wetterballon der US Air Force kam aus großer Höhe< berichtete Werner Mahlau am 20.Mai 1983 in der ´Augsburger Allgemeinen´: Die Sonne ist untergegangen. Dunkelheit breitet sich über Augsburg aus. Es ist Mttwoch, 18.Mai. Für AZ-Leser Rudolf Lederer ein ganz normaler Abend. Bis zu dem Augenblick, als der Angestellte des Römischen Museums von seiner Wohnung in der Blériotstrasse aus eine merkwürdige Entdeckung macht: ein helles Objekt, das mal kürzer, mal länger zu werden scheint, schwebt über dem Alten Flugplatz. Um 22:20 h ruft lederer die AZ-Lokalredaktion an: "Ich habe ein unbekanntes Flugobjekt (UFO) gesehen". Zwei Polizeistreifen, die wenig später am Alten Flugplatz sind, können nichts entdecken. Außerirdische in Augsburg? Oder gar E.T.? In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag geschieht nichts mehr. Am Donnerstag - die Sonne will noch nicht so recht scheinen - tritt AZ-Fotograf Wolfgang Diekamp seinen Dienst an. Ein normaler Tag für ihn, er hat mehrere Termine in der Innenstadt. Der Weg führt ihn an der Oblatterwallstrasse vorbei. Als Fotograf in Augsburg ist Diekamp seit Jahren darauf "geeicht", Veränderungen in der Stadt zu registieren. Am Obblatterwall fällt ihm ein größeres Stück Stoff auf, das in einer Baumkrone hängt. Bei näherem Hinsehen stellt sich heraus, dass an dem Stoff ein weißes Kästchen mit einem Kantenmaß von etwa 20 Zentimetern hängt. Der Fotograf informiert Polizei und Redaktion, die Werksfeuerwehr der NAK birgt das unbekannte Objekt.

 

Für alles, was mutmaßlich von oben kommt, ist Oskar Kunstermann, Luftfahrtsachbearbeiter der Polizeidirektion Augsburg, zuständig. Kustermann stellt fest, dass es sich bei dem unbekannten Flugobjekt vom Oblatterwall um einen Wetterballon der US Air Force handelt. Die Hülle des Ballons ist geplatzt, an ihrer Stelle befindet sich ein Fallschirm von etwa zwei Metern Durchmesser. Die Frage, ob es sich bei der nächtlichen Beobachtung von AZ-Leser Rudolf Lederer um dieses "UFO" wie Ende April in Nürnberg. als auch ein Wetterballon für Aufregung gesorgt hatte, gehandelt haben könnte, schließt Kustermann nicht aus: "Wir hatten am Mittwoch Südwestströmung. Es ist nicht auszuschließen, dass der Wetterballon vom Alten Flugplatz zum Oblatterwall getrieben worden sein könnte." Auch ein Sprecher der Flugsicherung in München-Riem, eine Stelle die mit UFO-Beobachtungen Erfahrungen hat, bestätigt, dass ein herabsinkender Wetterballon nachts über einer Stadt aufgrund von Lichtrelexionen für ein UFO gehalten werden könnte. Mit Sicherheit aber war nicht festzustellen, ob das UFO über dem Alten Flugplatz mit dem Wetterballon identisch ist. Sichere Informationen liegen daher nur über den Fund vom Donnerstag vor. Eine Aufschrift auf dem weißen Plastikkasten weist aus, dass es sich um einen Wetterballon der US Air Force handelt. Weiter geht aus der englischen Inschrift hervor, dass solche Ballone für Wetterbeobachtungen in großer Höhe eingesetzt werden. Nach der Erfahrung der Münchner Flugsicherung steigen diese Ballone, die einen Durchmesser von zehn bis 15 Meter haben, bis an den Rand der Troposphäre auf - der Wetterzone - auf, also bis zu 25 Kilometern. Von dort aus wird über einen kleinen Sender einer Bodenstation die Wetterlage mitgeteilt. Bei der Army war zwar nicht zu erfahren, woher dieser Ballon stammt, doch geht die Flugsicherung davon aus, dass das Flugobjekt einen sehr weiten Weg hinter sich geberacht hat. Aufgrund der Wetterlage der vergangenen Tage vermutet man in München, dass die Air Force den Ballon entweder in Spanien oder Italien hat steigen lassen. Wenn der Ballon die Troposphäre verläßt, platz er und sinkt an einem Fallschirm auf die Erde nieder. Denn immerhin wiegt das Plastikkästchen 1100 Gramm und könnte in freiem Fall beträchtlichen Schaden anrichten. Der Ballon-besitzer übrigens hat kein Interesse an dem Fund, auf dem Kasten steht geschrieben, dass der Finder damit machen kann, was er will.

 

+ Begleitet wurde der Artikel von einem Foto, welches der Fotograf Wolfgang Diekamp gemacht hat: "In einer Baumkrone am Oblatterwall war der Wetterballon gelandet, der schon eine weite Reise hinter sich gebracht hatte." Zusätzlich brachte man einen Kasten ein: Die aktuelle Umfrage: Glauben Sie an UFOs? Immer wieder tauchen Gerüchte über unbekannte Flugobjekte (UFOs) auf. Oft gibt es eine einfache Erklärung für diese Erscheinungen, aber manchmal stehen auch Experten vor einem Rätsel. Die AZ befragte Passanten auf dem rathausplatz: "Glauben Sie an UFOs?" Dieter Brenner: Nein, ich glaube nicht daran. Mir erscheint das einfach zu utopisch. Da müßten doch viel zuviele Zufälle aufeinandertreffen, damit überhaupt Leben auf anderen Planeten entstehen könnte. Schon auf der Erde waren ja sehr viele Zufälle zusammengekommen, bis zum Beispiel Saurier entstanden sind. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass ähnliche Vorgänge auf anderen Sternen ablaufen. Erika Dempf: Ich weiß es nicht genau. Geben kann es so was natürlich schon, aber eigentlich will ich auch gar nicht dran glauben. Für mich klingt das irgendwie nach Gefahr. Vor ein paar Jahren war ich mal bei meiner Ima, da habe ich immer einen "Stern mit Antenne" gesehen. Der Traum vom UFO war bald vorbei, denn es war kein UFO, sondern ein Satellit. Wilhelm Leichtle: Da brauche ich erst Bedenkzeit. Ja, an unbekannte Flugobjekte glaube ich schon, aber an außerirdische glaube ich nicht. Bei den unbekannten ist es sicher nur eine Frage der Identifikation. Etwas anderes kann ich mir nicht vorstellen. Leben auf anderen Planeten halte ich dafür schon für möglich, aber dann in einem anderen Sonnensystem. Erich Paulmichel: Nein, UFOs gibt es nicht. Meiner Meinung nach sind UFOs nur dazu da, die Sensationslust der Menschen zu befriedigen. Ich habe dafür auch eine wissenschaftliche Begründung: Die Nachrichtensatelliten können heutzutage aus dem All jeden einzelnen Menschen aufnehmen. Warum sollten dann also ausgerechnet die UFOs nicht aufgenommen werden können. Die müße man doch auch aufs Bild bringen, wenn es sie überhaupt geben würde.

Quelle: CENAP-Archiv

599 Views