Blogarchiv

UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-95

cenap-infoline-titel-48

cenap-archiv-titel-33

10.09.2006

UFOs - Der X-treme Kult

hier... und erstaunliche UFO-Insider-Erkenntnisse

.

Fortsetzung von Teil-94:

Kurz vor der angeblich geplanten Landungszeit um 5:20 h stand das Empfangskomitee von UFOlogen bereit, das ein Transparent ausrollte: "Willkommen, Freunde aus dem Unbekannten." Zur angekündigten Landungszeit verfärbte sich der Horizont. Doch es waren lediglich die Strahlen der aufgehenden Sonne. Die Menge geduldete sich noch eine Weile, dann hörte man die ersten Stimmen des Mißfallens, obwohl vorher schon die meisten Barbosa als Opportunisten oder als Spinner bezeichnet hatten - neugierig waren sie dennoch. Nach Stunden des Wartens richteten die Enttäuschten bei der Abfahrt ein neues Verkehrschaos an. Zufrieden waren Bürgermeister Celso Sarzedas ("Ich glaubte keinen Moment an eine Fliegende Untertasse") und die Geschäftsleute, die in wenigen Tagen einen größeren Umsatz machten als sonst in einem Jahr. Dumm stand nun auch die Polizei da, nachdem der örtliche Polizeichef, Heralmir Ramirez, bei der Militärpolizei Hubschrauber in Bereitschaft setzen ließ, die dazu eingesetzt werden sollten, um Außerirdische und menschliche Rückkehrer zur nächstliegenden Kaserne abzufliegen. Die Vize-Präsidenten des nationalen Verbandes der UFOlogie, Irene Granchi: "Die angekündigte Landung war sehr unwahrscheinlich. Wenn wirklich ein außerirdisches Raumschiff kommen sollte, so wird es nicht von unserem Sonnensystem, sondern von einer anderen Galaxie kommen." Hört sich zwar nett an, ist aber keine wirkliche Antwort auf derartigen Wahnsinn, der nur deswegen besteht, weil es die betroffenen Menschen so und nicht anders wollen. 

+++

Faktor XY ungelöst - UFO

Einmal näher hingeschaut...


Faktor "UFO" 

 

Jeder, der in einer astronomischen Einrichtung seinen ehrenamtlichen oder dienstlich-professionellen Job versieht und es irgendwann mit der Öffentlichkeit, dem Publikum, zu tun hat, wird vielleicht aufstöhnen, wenn mal wieder eine UFO-Beobachtung eingeht und Presse, Rundfunk und/oder Fernsehen ganz heiß auf weitere Informationen sind. Ihnen ist dies noch nie passiert? Sie wurden noch nie mit dem Faktor "UFO" konfrontiert? Dann sind Sie eine wohlbehütete Ausnahme, den meisten Ihrer Kollegen geht es ganz anders. In der astronomischen Wissenschaft und im Dienstbetrieb haben unidentifizierte fliegende Objekte (UFOs) keinen Platz und Sie denken wohl, dass das Thema UFO, Fliegende Untertassen und Außerirdische oftmals schon genug durchgekaut worden ist und zu den Akten gelegt wurde. Das stimmt - und stimmt doch nicht. Die Alltags-Realität schaut anders aus. 

 

In diesem Beitrag möchte ich die Leser sensibilisieren für eines der großen Streit-Themen dieser Zeit. Mir geht es nicht darum, Sie für irgendwelche "ufologischen Wissenschaften" zu gewinnen und zum Aushängeschild der UFOlogie zu mißbrauchen. Nein, mir geht es darum, Ihnen einen Weg aufzuweisen, wie Sie am Ort Ihres Einsatzes mit dem UFO-Phantom umgehen können und auch, wie Sie sich eingehende Beobachtungsberichte vom Hals schaffen, um Luft für Ihre eigentlichen Aufgaben zu bekommen und sich nicht in für Sie unnütze Diskussionen verstricken. Und um Sie vielleicht davor zu bewahren, sich vor einem Karren spannen zu lassen, den Sie gar nicht mögen. Ich selbst bin seit mehr als 20 Jahren geläuterter UFO-Fall-Untersucher, habe mich vom jungen UFO-Fanatiker zum UFOlogie-Kritiker und UFO-Skeptiker entwickelt. Über einige meiner Erfahrungen legte ich im September 1996 das Buch "UFOs: Die Wahrheit" beim HEEL-Verlag in Königswinter vor. 

Im Zeitalter von Mystery... 

 

...boomt das öffentliche Interesse über das von Hollywood mitaufgebaute Bild vom UFO. Die Folgen allein 1997: UFO-Sektierer brachten sich kurz vor Ostern im amerikanischen San Diego reihenweise selbst um, das Städtchen Roswell in der Wüste von Neu Mexiko ist zum Inbegriff des UFO-Kults geworden, der Geheimdienst CIA stellte sich Mitte des Jahres entblößend vor und erklärte manches bisher durchgegangene "echte UFO" als PR-Tarnung für U-2- und Blackbird-Missionen und im Pentagon gab es sogar eine UFO-Pressekonferenz. Und Millionen Bürger bekamen dies mit, neben ihrem Konsum von TV-Kunstprodukten jenseits der Wahrscheinlichkeit wie RTLs "Mysteries", RTL2s "PSI Faktor" oder (natürlich) die Reihen des Aktionärs-Fernsehens von Pro Sieben. Der UFO-Kult blüht auch im Kino: "Independence Day", "Mars Attacks", "MIB" und "Contact" seien nur zur Erinnerung genannt. Sie wirken beim bunten Wechselspiel in unserer Seele mit, wenn der kleine Mars-Rover die Frage versinnbildlicht "Sind wir ganz allein im Universum?" 

 

Mit diesem psychologischen Unterbau schaut man/frau dann gerne auch zum abendlichen Himmel empor, wenn die Kometen- und Meoriten-Zeit reif und vorangekündigt ist. Selbst irdische Weltraumfahrt-Missionen wie MIR-Durchgänge werden zur Beobachtung freigegeben. Sternschnuppen und den Mond hat jeder schon mal gesehen und wird deswegen kaum beeindruckt sein. Vielleicht, wie selten nach der glorreichen amerikanischen Mondlandung anno 1969, ist der Blick des Menschen zum Himmel gerichtet. Und neben den bekannten Dingen sieht er dann plötzlich auch Sachen, die ihn aufwühlen und verwirren, denen er dann den Stempel UFO aufdrückt und plötzlich ratsuchend vor Ihnen steht... 

 

Wenn SF zur Wirklichkeit wird 

Da schaukelt plötzlich eine "Feuerqualle" von scheinbarer Vollmond-Größe dahin, torkelt bis zu 10 Minuten durch die Luft und vergeht geräuschlos in einem kurzen Funkenschauer. Oder es drehen sich ewig "Lichtscheiben" über den Bergen am Horizont dahin, stundenlang! Und plötzlich erscheint aus dem kosmischen Nichts eine Formation von dahinrasenden Licht-Fragmenten in scheinbar geordneter Formation, sie sprühen Lichtblitze und scheinbar sind sie die Fenster an einem dahinter befindlichen, langgestreckten und tiefschwarzen Walzenkörper. All dies hört sich bizarr und wie aus einem Science fiction-Streifen entsprungen an!? Mancher alter Hase wird sagen: "Blödsinn, gibt´s doch gar nicht!" Und dennoch sind dies Beispiele aus deutschem UFO-Alltag, mit Schlagzeilen quer durch die ganze Republik (und darüber hinaus). Sie können sich nicht vorstellen, dass da tagelange (!) ein gewaltiger metallisch-gleisender Körper über einer deutschen Großstadt schwebt und scheinbar die Riesenraumschiffe aus Emmerich´s ID4 in unsere Realität einschwenken? Das Zehntausende diese Erscheinung sehen und dennoch der regionale Großflughafen sie nicht auf Radar registrieren kann und aufgeschickte Flugzeuge (z.B. ein moderner Lear-Jet) das Phantom des Himmels nicht erreicht? 

 

Egal, wie Sie das sehen. Dies alles sind Ereignisse, die tatsächlich und objektiv über unseren Köpfen geschehen sind. Und jeden Moment können auch Sie wieder damit konfrontiert werden und selbst eine Begegnung mit dem (scheinbar) Unerklärlichen haben. Der nächste nächtliche Telefonanrufer kann ganz außer Atem und entnervt davon berichten, welch seltsames und phantastisches Schauspiel da zwei Handbreit neben dem Vollmond abläuft. Und der Berichterstatter mag jetzt nicht der komische alte Kautz vom letzten Astrologie-Vortrag sein, der Ihnen noch abschreckend-lebhaft in Erinnerung blieb, sondern der Leiter einer Flugkontrolle vom nächsten Flughafen oder der Polizei-Chef vom Posten in der Stadt nebenan. Genau dies ist vielen Kollegen von Ihnen schon passiert und einige hatten dann sogar das Glück eine dieser seltsamen "Lichtquallen" zu sehen, die da rot-orange-pulsierend durch die Gegend ziehen und sogar mit dem Instrument eingepegelt werden konnten. Letzthin sahen Vertreter der Salzburger Volkssternwarte selbst eine äußerst ungewöhnliche Lichterkette dahinschweben, die rein zu gar nichts paßte, was man jemals vorher sah. 

 

Wie heißt es da in der Telly D1-Werbung: Guckst Du nur. Wenn Venus und Jupiter am Himmel prominent vorherrschen und vor sich hinblinkern, ja dann wissen Sie natürlich was da läuft, aber sonst? Wie oft haben Sie sich am Telefon schon freundlich bei dem UFO-Anrufer für seine Eingabe bedankt und ihm vielleicht versprochen, der Sache nachzugehen - um dann gedankenverloren an Ihre eigentliche Interessen zum Tagesgeschäft überzugehen? UFOlogen haben dann nämlich ein weiteres Opfer für sich gefunden! Die Beobachter vorgeblich und für sie subjektiv tatsächlich auch unerklärlicher Erscheinungen geben nämlich nicht immer auf, nachdem sie eine Pleite bei ihrer Sternwarte etc erfahren haben. Die Bücher der UFO-Bestseller-Autoren sind voller Berichte von Menschen, die ehemals bei der Astronomie und ihrem irdischen Bodenpersonal keine Antwort gefunden haben und sich bei den UFO-"Experten" Rat erhofften, der Mythos lebt weiter. 

 

Auch als ich diese Zeilen schreibe werde ich von einem Herrn angerufen, der sogar eine unheimliche Erscheinung auf Video aufnahm und sie sogar dem Personal einer rheinländischen Sternwarte vorspielte. Dort wußte man mit dem Material nichts anzufangen, obwohl das Band eine halbe Stunde lang lief und man einen sich deutlich und hell abzeichnenden Lichtfleck am ansonsten blauen frühen Abendhimmel des August 1995 sah, wo sich nach astronomischer Rückrechnung aber kein Planet oder Stern befand. Ein Einbrennfleck in der Kamera-Elektronik wurde ausgeschloßen, eine Fremdeinspiegelung ebenfalls. Faktor UFO also? Gut, mir war das Gebilde durchaus als am Himmel stehender Wetterballon bekannt und der Zeuge mit dieser Auskunft (endlich) zufriedengestellt, sodass er nicht wieder zum Stoff-Lieferant obskurer UFO-Schwärmer wurde. In anderen Fällen lief aber alles schief, was schief laufen konnte. Dies geht sogar soweit, dass die einziehende Verschwörungs-Paranoia vom Bildschirm heruntersprang und die Menschen vor der TV-Kiste fesselte. 

 

Versuch der Deutelei oder wegerklärens 

Der mündige Bürger, dazu zählen auch Journalisten oder Polizeibeamte, wird erfahrungsgemäß mit seinem UFO-Erlebnis erstmals die astronomischen Kapazitäten heimsuchen, wenn auch nicht gleich mit "Ich habe da eine Fliegende Untertasse gesehen", sondern mit Phrasen wie "Ich sah ein komisches Licht" oder "Was ist denn das merkwürdiges am Himmel" an Sie herantreten. Besonders Selbstbewußte sprechen gleich vom UFO. Die Menschen suchen bei Ihnen keinen Seelentröster, sondern sie suchen Antworten. Bei meinen Vorträgen in Ihren heiligen Hallen und anderswo kommen wieder und wieder ernstzunehmende Menschen auf mich zu die nach Jahren auspacken und ihre UFO-Sichtungen an mich herantragen. Frei nach dem Motto: Endlich, da hört mir ein erfahrener Mann zu! Ein Stereotyp begleitet diese immer wiederkehrende Szene: "Ich habe das dem Dr. oder Prof.Sowieso damals schon gemeldet gehabt, aber der hat mich für wirr gehalten und sprach von den unendlichen Weiten des Kosmos und das deswegen die UFOs nicht hierher kommen können. Aber ich habe doch dies und jenes gesehen!" Im groben Beispiel kann dies dazu führen, dass der platte Allgemeinvorwurf gegenüber der Wissenschaft aufkommt, sie würde ein großes UFO-Geheimnis verschweigen. Paßt so schön zur Akte X-Verschwörungs-Paranoia. 

Tatsächlich nützt es dem durchschnittlichen, zufälligen UFO-Beobachter auch wenig, wenn er gestern nacht irgendwelche Lichterscheinungen am Himmel über sich herumhuschen sah, er sich deswegen an Sie wendet und Sie dann akademisch von Mr.Spock´s kosmischen Fernen zu berichten wissen oder notfalls zu den allseits beliebten Deuteleien wie "Eiskristall-Wolken" oder "Autoscheinwerfer, die sich am Berghang in Inversionsschichten brechen" greifen. Ich könnte hier zahllose Beispiele von Deuteleien anführen und so manchen guten Namen schal klingen lassen, aber ich laße es besser. Auf jeden Fall gab es Mitte der 80er Jahre einen UFO-Alarm in ganz Mitteleuropa wegen eines Re-Entrys von einem russischen Raumobjekt, der von einem Wissenschaftler als "Blitzen von Solarsonnensegeln an einem Satelliten" gedeutet wurde, ein anderer Wissenschaftler von einem Max-Planck-Institut sah selbst die Erscheinung und glaubte an "eine durchgehende Atomrakete der Russen". Ein renomierter TV-Professor erklärte Anfang der 80er Jahre eine 30minütige Beobachtung von Polizisten in Darmstadt des Orion-Gürtels als Meteorit vor dem Millionenpublikum des ZDF... Letzthin sah ich aus München einen Astronomen in einer RTL-Nachrichtensendung zugeschaltet, der die meisten UFOs als Luftballons und Wolkenformationen (weg)"erklärte". Das Publikum schüttelt den Kopf, sich als elitäre Zirkel verstehende UFO-Akademiker schlagen sich vor Lachen auf die Schenkel. 

 

Für viele wird diese oberflächliche Abklärung der Situation schon genügen, aber den Betroffenen nicht, die dann weitersuchen, bei UFOlogen landen und danach die Talkshow- und Boulevard-Magazin-Karriere beginnen, um wieder und wieder über ihre "wirklich unerklärlichen UFOs" zu berichten, die ihnen niemand erklären konnte oder man sichtlich falsch erklärte. Gut, vielleicht war vor zehn oder mehr Jahren dieses rasche "Wegerklären" noch eine gängige Abwimmel-Nummer, heute gieren die Massenmedien aber nur darauf, persönlich betroffene Menschen ins Rampenlicht zu zerren, die sich von Behörden und Einrichtungen veräppelt fühlen - dazu gehören auch die Einrichtungen der astronomischen Wissenschaft, Bildung und Lehre. 

 

Geben Sie das UFO-Thema an uns weiter! 

Aus den oben genannten Gründen möchten wir Ihnen vorschlagen, bei bei Ihnen eingehenden Meldeberichten über seltsame Vorkommnisse am Himmel, die Anrufer an uns weiterzureichen. Wir übernehmen gerne den an Sie herangetragenen Job und setzen uns fachkundig mit den Meldungen auseinander. Hierzu stellen wir die deutsche UFO-Meldestelle-Hotline 0151-18736259 zur Verfügung. Notieren Sie diese Rufnummern in Ihren Unterlagen und heften Sie eine Notiz an Ihr "Schwarzes Brett" neben dem Telefon! 

Quelle: CENAP-Archiv

 

 

457 Views