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UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-69

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04.07.2006

Das Geheimnis der "an- und abschwellenden Lichtblitze" am Nachthimmel

"Spiegel im Weltall" sorgen für künstliche UFOs mit dem "Wow"-Effekt und große Augen - Neuer Party-Spaß für fast jede Sommernacht

Seit einigen Jahren werden immer wieder mal scheinbar seltsame "Lichtblitze" am nächtlichen Himmel als angebliche unidentifizierte Flugobjekte (UFOs) beim Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP) gemeldet. Die letzte derartige Beobachtung erreichte uns aus der Sonntagnacht durch einen Beobachter nahe Dresden. Auch jener hatte in halber Himmelshöhe und prächtigem Wetter spät Abends zunächst geglaubt das Scheinwerferlicht eines Flugzeugs am Firmament auszumachen, welches relativ flott am Himmel daherkam, plötzlich in seiner Helligkeit "atemberaubend anschwoll" und für einige Sekunden heller als alles andere am Himmel war. Danach ließ die Leuchtstärke der unheimlichen Erscheinung gleichmäßig "wie mit einem Dimmer" nach um dann wieder auszugehen. Hierbei wurde ein gutes Stück des Himmels linear durchquert und binnen 15 Sekunden war der ganze Spuk geräuschlos beendet.

 

Unglaublich, aber wahr! "Derartige Beobachtungsberichte von irritierten Zeugen kommen immer wieder einmal aus dem ganzen Land bei unserer UFO-Meldestelle herein und beinhalten immer wieder die gleiche Zeugendarstellung zum Geschehen und seinem gespentisch-anmutenden Verlauf", so Walter, der selbst als Amateurastronom gerne diese in der Öffentlichkeit so gut wie unbekannten und besonders "unheimlichen Erscheinungen" fasziniert seit Jahren in Augenschein nimmt. Sind sie so ziemlich die einzigen "UFOs", die sich auf die Minute, wenn nicht gar Sekunden genau vorausberechnen lassen und selbst in astronomischen Kreisen als Geheim-Tipp für gezielte Himmelsvorraussagen vom "UFO-Erscheinen" verwendet werden, um z.B. eine nächtliche Sternwartenführung oder eine private Grillparty aufzupeppen. Und im Prinzip kann auch jeder Bürger gezielt danach Ausschau halten und kann sich sogar aus einer immer wieder aktualisierten Datenbank der TU Zürich die nächstbeste Beobachtungsmöglichkeit hierfür inidviduell berechnen lassen. Und zwar praktisch von jedem Punkt der Welt aus!

 

CENAP klärt das Geheimnis der "an- und abschwellenden Himmelslichter mit dem ´Wow´-Effekt" während der Beobachtung auf: "Es handelt sich dabei tatsächlich nicht um optische Täuschungen, sondern eine ganze Flotte besonderer Satelliten die mit ihren glänzenden Antennen und Sonnensegeln imstande sind wie Spiegel im Weltall zu wirken und dabei während ihrer Bahn um den Globus nach Sonnenuntergang das Restsonnenlicht zur Erde herabreflektieren sind die Ursache." Es handelt sich bei diesen speziellen Satelliten der "Iridium"-Reihe um Funk-Posten im Erdorbit, die der globalen Handy-Kommunikation dienen und in der Fachwelt nennt man die von ihnen verursachten "Lichtblitzte" so ´Iridium-Flares´. Mehr als 60 dieser künstlichen "Spiegel im Weltall" umkreisen auf sechs Bahnebenen die Erde und kommen so mehrmals am Tage über quasi jeden Tag des Globus vorbei, aber sie fallen am besten nur in der Zeit der Dämmerung und bis zu 90 Minuten danach augenstechend aufgrund des noch einfallenden Sonnenlichts auf. Mit etwas Glück und etwas Ausdauer kann man in einer Nacht sogar mehrere dieser künstlichen "UFOs" ausmachen.

Das CalSky.com-Planetarium macht die Suche möglich!

 

Für die Beobachtung braucht man sich nicht die ganze Nacht um die Ohren zu schlagen wie es bei Meteorströmen oftmals der Fall ist (und dann vielleicht sogar noch enttäuscht wird, wenn der Strom mal nicht so opulent wie angekündigt ausfällt), sondern jeder kann im Internet unter http://www.astronomie.info/calsky/S... schon um Tage voraus für genau seinen Wohnort berechnen lassen, wann und wo am Himmel ein solcher "langgezogener Himmelsblitzer" prächtig erscheint. Hier finden Sie auch eine komplette Bedienungsanleitung. Und das Beste - völlig kostenlos wird Ihnen so die Möglichkeit gegeben wahrhaft ungewöhnliche Himmelserscheinungen selbst zu beobachten und es wird Sie, so Walter, "garantiert in Verzückung setzen und ein lautstarkes ´Wow´ in vollem Erstaunen ist dabei garantiert." Die Beobachtung dieser ´Iridium-Flasher´ istsicher ein toller Party-Spaß für jede sommerliche Grillfete. "Halten Sie Fotoapparate auf Stativ bereit und mit entsprechender Langzeitbelichtung gelingen so eindrucksvolle ´UFO-Bilder´", schmunzelt Walter selbst.

 

Die beiden Bilder zeigen aktuell derartige "Iridium-Blitze" über Deutschland aus der letzten Zeit.

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11.07.2006

Weitere UFOs in Österreich

Doch - ´Ufos´ waren Partyballone

"Ufos" waren Partyballone

So war die Schlagzeile einer Meldung von Florian Emminger am 8.Juli 06 in den ´Salzburger Nachrichten´ und was hatte er beizuzutragen? Hier diesen Artikel:

>Das Geheimnis um die mysteriösen Lichter am Salzburger Nachthimmel scheint gelöst: Partyballone sorgten für das rätselhafte Leuchten. Als "helle, rötliche Lichter" oder "flammende Punkte" am Salzburger Nachthimmel haben Augenzeugen ihre Beobachtungen vom Dienstagabend beschrieben. Nun scheint gelöst, was da für Verwirrung gesorgt hat. Zehn Ballone aus Reispapier seien bei einer Privatparty in der Hofhaymer-Allee um 22.00 Uhr gen Himmel geschickt worden, erzählt Gerhard Esterbauer, der die vermeintlichen "Ufos" aus Thailand nach Salzburg importiert. Das Funktionsprinzip sei einfach. "Ein Ring aus wachsgetränktem Papier an der Unterseite des Ballons wird entzündet, die Hülle aus Reispapier füllt sich mit warmer Luft und der Ballon steigt hoch." Nach etwa einer Viertelstunde sei der Brennstoff verbraucht und die Hülle schwebe sanft zu Boden. Ob seine Partyballone gefährlich seien? "Nein", versichert Esterbauer, "sofern man sie nicht in unmittelbarer Nähe von Bäumen oder Hochspannungsleitungen steigen lässt." Für Flugzeuge oder Hubschrauber bestehe keine Gefahr durch Reispapierballone, sagt Herbert Rudolf von der Austro Control. "Wer Flugkörper mit einer Steighöhe von über 100 Metern in größeren Mengen steigen lassen möchte, muss eine Genehmigung der Landesregierung einholen. In den Sicherheitszonen rund um Flughäfen ist das ohnehin verboten."<

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12.07.2006

300 Ausgaben CENAP REPORT - Die Jubiliäumsausgabe geht andere Wege...

"Ich ging diese Strasse lang - und der Weg führte HIERHER, mit dem Schlüssel zu einer Tür. Dieser Weg war kein leichter Weg, dieser Weg war steinig und schwer."

300 Ausgaben CENAP REPORT - Die Jubiliäumsausgabe geht andere Wege...

"Ich ging diese Strasse lang - und der Weg führte HIERHER, mit dem Schlüssel zu einer Tür. Dieser Weg war kein leichter Weg, dieser Weg war steinig und schwer."

 

Jetzt ist es soweit: Ab sofort gibt es den Online-CENAP REPORT Nr.300 und mehr als 100 Seiten passend zu 30 Jahre CENAP als pdf-Datei zum Download unter http://www.cenap.de/onlinecr.htm .

 

Aus dem Inhalt:

Anpfiff zum OCR 300 - Gefühltes Wissen - Faszination (Aber-)Glaube

...CR gelesen - dabei gewesen, und damit wurde mein Auftritt in der Szene keineswegs zu einem leisen Reinschummeln. Dranbleiben und durchblicken. Man geht ja auch hinaus, um zu gewinnen, wenn man sich als ´Aktiver´ wie ich versteht und auch so über das Grün läuft. Wer sich über ufologische Auswüchse ärgert - kann selbst etwas ändern, einfach indem er sich informiert. Der CR/OCR war und ist dazu genauso wie die CENAP-Kern-URL eine Schatztruhe die ungern genutzt wird. Letzthin vernahm ich deswegen sogar, dass dies alles "ja wenig hilfreich sei". Will ich für überzeugte UFO-Alien-Fans gerne glauben. Ja, begleiten Sie mich einmal mehr auf einer ´Doppel-Null-Enterprice´-Kreuzfahrt für jene, die nicht mehr der "ewige UFO-Praktikant" sein wollen. CR Nr.1 - das Eröffnungsspiel. Als ich zusammen mit Hansjürgen Köhler im März 1976 den CENAP REPORT Nr.1 - also in der Halbzeit des UFO-Phänomens - noch auf Wachsmatritze aufgezogen hatte und im Hektografieverfahren verbreitete - wer hätte je gedacht, das ich jemals an einem OCR 300 dreißig (30) Jahre später und im Internet (was allein noch nicht einmal ein SF-Traum damals war!) ´für alle Welt´ verfügbar schreiben würde? Ich jedenfalls nicht, ich sah darin nie wirklich eine ´Bestimmung´ für mich - genauso wenig, wie damit eine unbezahlte (dummer Weise!) ´Stellung auf Lebenszeit´ im UFO-Feld ohne Pensionsanspruch zu finden, gerade auch weil ich dort nie eine Ehrenloge zugesprochen bekam. Eine selbstgestellte (sowie teilweise sehr kostspielige!) Aufgabe war die Herausgabe des CRs dagegen schon immer, gerade auch als Versuch diesen als ufologischen Entwicklungshilfeträger oder Carepaket zu verwenden bzw einzusetzen und mit neuen Ideen voranzugehen - und auch für eine dem Thema/Problem angepasste Vorgehensweise rüberzubringen: nicht ´bürokratisch´, sondern praktisch - pragmatisch. Genutzt haben dies damals und heute aber nur wenige UFO-Interessierte, einfach weil sie die ´Boogie-Nights´ lieber mögen - und weil sie das Gespühr einfach nicht haben (oder verloren haben), was im Kosmos des Möglichen möglich ist und was aus dem Kosmos des Unmöglichen kommt... Und da ich dies von Anfang an propagierte, verärgerte dies manchen von der UFO-Alien-Idee erfassten Freund des Fantastischen ganz sicherlich und nicht wenige sahen damit den CR als "nicht hilfreich" an, um den Aliens in ihren Untertassen auf der Spur zu bleiben. Natürlich geschah und geschieht dies nur unter Ausblendung der Wirklichkeit des UFO-Phänomens in seiner nackten Natur und nachdem man ihm den Mantel des Geheimnisvollen entriß. Daher ziehen UFOlogen auch selten Konsequenzen daraus und es finden laufend Fehlentscheidungen statt, was es ja keineswegs sein kann, wenn man versucht ernst genommen zu werden. Stolz bin ich dennoch auf den CR/OCR als Stiefkind der UFO-Interessierten. Trotz aller Bemühen um mich zu zermürben und versauern zu lassen, ins Endspiel habe ich es damit geschafft. Wenn ich mir dabei aber auch das Lächeln verkneife.

Somit wurden auch die ´Machenschaften´ innerhalb der UFOlogie aufrecht erhalten von jenen, die dies mögen - den ufologischen ´Selbstverliebten´ und die damit auch zu Meistermachern (= die Erfolgsautoren der Szene) wurden. Von denen gab es schon immer viele und auch heute wohl noch einige, die blindlings im Sinne des Wegschauens zum Erhalt der eigenen ufologischen Wunschträume handeln. Hier allein kann man schon sehen, dass 50 % in Sachen UFO-Phänomen auf jeden Fall einen Menschenanteil hat. Und selbst bei reinen UFO-Meldungen durch die meist nicht-ufologischen Zeugen sind sie zu 50 % mitverantwortlich, wenn etwas am Himmel zum UFO wird. Schließlich steht ja auf keinem komisch-wirkenden Himmelsobjekt UFO drauf. Will heißen: es sind die Menschen die daraus so oder so ein UFO machen, obwohl sie praktisch fast immer nur unerkannte IFOs der echten Art sind. "UFOs" sind so zu einem guten Teil ein von Menschen erzeugtes Phänomen und keineswegs ist das UFO-Phänomen völlig autark. Vielleicht ist dies der Grund, warum sich "echte UFOs" bisher noch nie unleugbar dargestellt haben indem sie selbst unübersehbar über oder unter uns materialisierten. Denken Sie mal darüber nüchtern und unfanatisiert nach und vielleicht werden Sie dann auch einsehen müssen, dass es der Mensch ist, der die UFOs zu UFOs macht. Ohne subjektive Menschen - keine (und bisher sowieso keine objektiven) UFOs. Nicht nur beim Sehen, sondern auch bei dem was man daraus macht. Der Mensch ist der UFO-"Macher", zum einen als vermeintlicher Beobachter und zum anderen als UFOloge im weitesten Sinne. Seit ewigen Zeiten ist es wie beim Fußball - hier und da soll die Publikums-Euphorie in der Fankurve das Spiel auf dem Rasen und die UFOs am Himmel (oder im Kopf?) zum Finale tragen, was aber wegen des Nichtaufspielens in der Wirklichkeit durch das moderne "UFO-Phänomen" (gerechnet ab der Arnold-Sichtung 1947) selbst nicht klappte. Egal wie positiv gestimmt Generationen von UFO-Fans jeweils in ihrer Epoche waren und jede schon für ihr ´Morgen´ den Durchbruch erwartete. Einen "Heimvorteil", nur weil die menschlichen UFOlogen an ihre Idee wie besessen glauben, hat ein potenziell "echtes physikalisches Exoten-Phänomen", was den wahren Namen "UFO" verdient, dadurch jedenfalls nicht wirklich erfahren. Und dies ist ein gewaltiges Problem, welches auch dazu führte, dass das UFO-Themas keine stark wachsende Branche mehr ist. Es gibt für die UFOlogie kein Wachstum und sie steht auch nicht an der Schwelle zu neuem Wachstum, weil es kein ´Verbrauchervertrauen´ mehr in sie gibt. Die Lage ist eben so. Die UFOlogie hat sich mit ihren Ideen und Versprechen zu sehr verschuldet. Dadurch ist ein ´Strukturwandel´ eingetreten, ein negativer Trend für alle in diesem Sektor. Das ufologische System wird immer schwächer, es sind ja schon einschneidende Veränderungen die man hier erfährt. Die UFOlogie strahlte ein (selbstverliebtes wie vorgetäuschtes) Selbstvertrauen aus, was nicht einhaltbar war - und dadurch verlor sie das Wohlwollen für ihre Idee in der Öffentlichkeit und Medienwelt. Von den (übertünchten) Lücken in der Kompetenz ganz zu schweigen... Wenn sich die Einstellung der UFO-Vertreter nicht ändert, ja dann...werden sie zur lustigen Geschichte. Man muss sich zur ´Ehrenrettung´ dort selbst fragen, wie man mit dieser Situation umgeht. Was man aber natürlich nicht machen wird. Doch auch mit dem UFO-Fieber der verbleibenden Enthusiasten kann man dies nicht wegdiskutieren, sie können nur da wegschauen und sich blind stellen. Aber ich meine, man muss sich dort einfach mit der neuen ´Weltordnung´ auseinander setzen - nicht mit Desorientierung, sondern Neuorientierung hin zur aktiven UFO-Falluntersuchung der nüchternen Art. 2006 sollte man doch erkennen können, dass da einfach in den vergangenen nahezu 60 Jahren viel zu viel Tam-Tam um ein Nichts gemacht wurde. Das Beste einfach nur für die Zukunft zu erhoffen, reicht da schon lange nicht mehr aus.

"Ich bin doch nicht blöd, ich lese den OCR." Zurück zum in der UFOlogie gescheuten CR (ähnlich wohl so, wie der ´Teufel´ das ´Weihwasser´ fürchtet - und so reagiert auch die UFO-Gemeinde eher unerbittlich pöbelnd dazu), der aber bei einigen Wenigen wie ein Weckruf für ein Erwachen sorgte. Man muss es so sehen wie es ist, auch wenn es nicht einfach ist. Die Pläne waren groß, die Möglichkeiten klein - wie sich einfach an der Wirklichkeit und den Verhältnissen im UFO-´Schlachtfeld´ abzeichnete. Der CR war ein chancenloser Zwerg. Sozusagen ein hoffnungsloser Fall. Ein designierter Verlierer, der den Ball dennoch annahm um ins Spiel zu ziehen, in einen K(r)ampf, obwohl er nicht gewinnen konnte. Und schließlich ist der CR bzw OCR in diesen Tagen "WW´s Egozine", einfach auch weil man mich beim Schreiben alleine machen ließ bzw alleine ließ obwohl jeder prinzipiell als Autor hier Eingang finden kann. (Nebenbei an dieser Stelle: während meiner Zeit als CR-Schreiberling habe ich viele Pro-UFO-Privatzeitschriften enthusiastisch an den Markt gehen sehen - und ebenso mehr oder weniger rasch wieder verschwinden. Nur das kritisch-orientierte ´Journal für UFO-Forschung´ {JUFOF} der GEP hielt Dank Hans-Werner Peiniger als dessen Motor immer mit.) Schreibwut aufgrund massenhafter Informationen für die UFO-Forschungs-Welt (1), aber ohne ein "heiliges Feuer" in den Augen. Damit versuchte ich ein weiteres Tor des Wissens bezüglich des ´Aktenzeichen XY...ungelöst´ zu öffnen, man muss nur hindurch gehen können, noch eher wollen... Damit verbunden ist eine bewusste Entscheidung dafür - oder dagegen. Die unendliche UFO-Geschichte aus der Sicht eines UFO-Phänomen-Nachforschers wie mir niederzuschreiben ist sicherlich eine gewisse ´Gabe´, aber sicherlich keine ´Gnade´ auf der Fahrt ins ufologische "Babylon By Bus"... Auch wenn man sieht, dass das alles im Grunde für die Katz´ ist., weil eigentlich nicht wirklich die im Mittelpunkt stehenden wunderbaren UFO-Sichtungen interessant für die Menschen sind, sondern die angebliche "Botschaft" dahinter. Bis auf wirklich nur ein paar Ausnahmen, womit auch die ´Größenklasse´ klargemacht sein soll. Ich will da keineswegs den Jammerlappen spielen und als gänzlich unnütz sah ich meine Bemühungen und Mühen auch nicht an, weil das unsichtbare und schleichende ´Gift´ des UFO-Skeptizismus doch einige Leute erreichte - einige davon machen in diesen Tagen das CENAP-Kompetenzteam aus. (2) Damit kann ich leben auch wenn mich in den letzten Jahren immer wieder die Ironie überfällt, was sich bis hierher durchschlägt. Einverstanden, lieber Leser? Gönnen Sie einem alten Mann wie mir in seinen "letzten Tagen" solche ´Spielchen´ mit leidenschaftlichem und warnenden Unterton... ;-)...

 

Schwerpunktthema: Religion, UFOs und PSI-Phänomene

..."Eine Zufallsbeobachtung kann in der Tat jeder machen. Aber von ihr bis zu einer großen Ahnung, dass etwas Bedeutsames dahinter steckt, ist ein großer Schritt, und ein noch größerer von dieser Ahnung bis zur klaren wissenschaftlichen Erkenntnis, was dieses Etwas ist." - Max v. Laue ; deutscher Physiker und Nobelpreisträger (1879-1960), gefunden von Reiner Wisser

PSI-Wars. Parapsychologen suchen nach Anomalien, die sie PSI nennen. Der Mainstream-Wissenschaftler hingegen muss nicht nach Anomalien suchen; wenn es in seinem Feld Anomalien gibt, die von der Theorie nicht vorhergesagt werden, treten sie einfach auf und laden dazu ein, erklärt zu werden. Interessanterweise sind Wissenschaftler in der Mainstream-Wissenschaft jedoch nie mit paranormalen Anomalien konfrontiert., selbst im Bereich der subatomaren Physik können zuverlässige Experimente durchgeführt werden. Ein anderes Problem für die PSI-Forscher besteht in der Schwierigkeit der Replikation guter Forschungsergebnisse. Parapsychologen nehmen - um die PSI-Hypothese zu retten - eine Reihe von Besonderheiten für PSI an, anstatt fehlgeschlagene Versuche als Indiz für die Gültigkeit der Nullhypothese, dass PSI nicht existiert, anzusehen. Dass PSI-Resultate nicht zuverlässig erzeugt werden können kümmert erstaunlicher Weise kaum jemanden im Glaubens-Feld. Leider interessieren sich Parapsychologen auch nicht für normalwissenschaftliche Erklärungen für angebliche PSI-Erfahrungen, was natürlich die Ansicht verstärkt einem unerklärlichen Phänomen auf der Spur zu sein. Das ist 1:1 zur UFOlogie. Da der direkte Nachweis von PSI-Phänomen nicht gelingt (jeder von uns würde es als überzeugenden Beleg ansehen, wenn unter kontrollierten Bedingungen ein kleines Objekt wie z.B. eine Büroklammer mit PSI-Kraft bewegt werden könnte), konzentrieren Parapsychologen in den letzten Jahren ihre Bemühungen auf STATISTISCHE Analysen. Allerdings hat die theoretische Statistik bei Parapsychologen eine etwas andere Funktion als im übrigen Wissenschaftsbetrieb. Parapsychologen wollen keine Erklärung für ihre Daten, sie sind eher motiviert Daten zu suchen, die ihren Erklärungen entsprechen. Die Metaanalyse unter Ausgrenzung des "File-Drawer-Problem" wird dann zum Hit.

Wissenschaftlich gesehen ist an vielen "Anomalien" nichts dran (1), doch viele Menschen glauben trotzdem in einer Art romantischen Bewegung daran. Offenkundig treffen diese "Phänomene" einen spirituellen Nerv und das Übersinnliche besetzt unser Herz weil die Spiritualität uns aus dem grauen Alltag herausführt und das Gefühl vermittelt mehr zu sein und zuvor nie-erkannte "Weisheiten" zu verstehen. Übersinnliche Erfahrungen vermitteln das Gefühl, Teil eines übergroßen Ganzen zu sein - und damit irgendwie persönlichen Zugang zur Schöpfung zu haben. Und es ist schwierig bei solchen "seelischen Bildern" rational vorzugehen. Die "Unbestimmbarkeitsstelle" sorgt für die Unterstützung um hier für den Gläubigen anzudocken. Eigentlich kann man es dem Menschen um seiner Selbst nicht verdenken. Deswegen, wer GLAUBEN will - der soll es. Nur darf er es dann nicht als "wissenschaftliche Untersuchung" etc proklamieren. Aber genau das wird in den Para-Bereichen getan, und dann gibt es Probleme. Ein Skeptiker wird allgemein als ein kritischer Beobachter angesehen, der die Fakten genau prüft ehe er eine Behauptung glaubt. Diese allgemein wissenschaftliche Haltung veranlasst vereinzelte Menschen, sich als Skeptiker zu bezeichnen, obwohl diese Eigenschaft jedem Wissenschaftler eigen ist, auch wenn er nicht darüber redet.

(1) = Beispiel: "Frau spielt in Italien Schlossgespenst - Vier Monate Haft" war die Schlagzeile einer AFP-Meldung vom 17.Januar 2005 aus Rom: Weil sie in einem alten Schloss Gespenst gespielt hatte, ist eine Frau in Italien zu vier Monaten Gefängnis verurteilt worden. Die 42-jährige Polin hatte in dem Schloss Coldrano in den italienischen Alpen nahe der Grenzen zu Österreich und der Schweiz mysteriöse Geräusche erzeugt, woraufhin die verängstigte Leiterin des im Schloss untergebrachten Kulturzentrums die Polizei alarmierte. Die Ermittler fanden mit Hilfe von Videokameras heraus, dass das Türknarren und die anderen Geräusche von Menschenhand gemacht waren - nämlich von der Frau eines Schlossangestellten. Nach Angaben der Polizei wurde die Polin von ihrem Groll gegenüber der Managerin zu ihrem Handeln getrieben...

..."PSI-Phänomene" sind irgendwie mit dem UFO-Phänomen verbunden (allein schon weil man sich bei beiden Phänomenen auf dünnem Eis bewegt); die Analogie bei Poltergeist- und Spukphänomenen (selbst der rational-denkende Mensch kann sich dem Bann von Spukgeschichten nicht entziehen) zu den Erscheinungen gerade im Zusammenhang mit den ´UFO-Abductionen´ sind gespenstisch augenfällig, wenn es um "Heimsuchungen" Betroffener durch die "Bed-Room-Visitors" geht. Und UFOs und Geister haben irgendwie etwas gemeinsam - UFOs sind schließlich die "Geister des Himmels". Zudem funktionieren all diese mysteriösen "Phänomene" auch nur, wenn wirklich alle ´mitmachen´ und sie unterstützen sowie fördern. Deswegen klappt ja auch die Zauberkunst der Illusionisten - naja, die geben wenigstens zu, dass sie mit Tricks arbeiten (auch wenn sie diese nicht verraten, das gehört zum Berufskodex und auch um die Darbietungen zu retten bzw sich nicht die Schau stehlen zu lassen). In allen Fällen jedoch spielt man mit dem Glauben daran. Dies meine ich mit "funktionieren". Damit kann man so schön ´spielen´...

Mag sein, dass viele UFO-Forscher und noch viel mehr UFO-Interessierte die offenkundigen Parallelen zwischen Märchen, Spukphänomenen und einigen Aspekten des vorgeblichen UFO-Rätsels nicht erkennen (wollen); wahrscheinlich aus der Bequemlichkeit heraus, um einfach der ETH-These die Stange halten zu können. Schaut man nämlich genauer hin, finden sich erstaunliche, gleichartige erzählerische Motive in allen drei Ebenen, die ein großes "Gemeinsames" ausmachen und an der physikalischen Authentizität des Entführungsspuks Zweifel aufkommen lassen. Manche Verfechter meinen zwar, dass diese Übereinstimmungen "nicht sicher erkennbar sind", aber sie weigern sich auch genauer hinzuschauen und danach nochmals ausführlich darüber zu diskutieren. Darüber hinaus lassen sich aus der PSI-Forschung aber noch weitere Lehren ziehen (insbesondere auch über den Umstand, dass jene genauso wie die UFOlogie bis heute nichts erbracht hat, was uns allen praktisch weiter hilft). Dabei liegen die Parallelen, wenn sie denn richtig erkannt werden, zu bestimmten Aspekten der aktuellen UFO-Frage wie ein offenes Buch vor uns. Genauso wie der "Effekt des doppelten Standards" in all diesem Grauzonen. Ein Beispiel? Führen Sie eine schnelle Umfrage über folgende Frage durch: "Stellt die Tatsache, dass die Wissenschaft die Existenz paranormaler Phänomene bestätigt, ein gewichtiges Argument für diese dar?" Sie werden zweifellos ein fast einhelliges JA zu hören bekommen. Stellen Sie denselben Personen, die Sie gerade befragt haben, eine zweite schnell nachgeschaltete Frage: "Wenn die Wissenschaft paranormale Phänomene nicht gelten lassen würde, würde dies Ihren Glauben daran erschüttern?" Worauf Sie ein ebenso einhelliges NEIN erhalten würden. Anders gesagt, Sie stellen Ihren Beitrittsantrag zu einem Klub: Wenn er Sie aufnimmt, ist es ein guter Klub. Wenn er Sie aber ablehnt, ist er ein schlechter Klub!

Nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die moderne Literatur entwirft Bilder von der Zukunft, darunter jene ´Zeichnungen´ von denen der Begegnungen von Ausserirdischen. Entweder Begegnungen mit diesen durch irdische Raumfahrer im Kosmos oder durch das Herkommen der Aliens zur Erde. Die Raumschiffe sind dabei gerne die ikonenhaften "Fliegenden Untertassen". Als ´Mischwesen´ hat die UFOlogie diese wissenschaftlich-literarischen Visionen am meisten "verwirklicht", was wohl ihren großen Reiz ausmacht, da sie zwischen Wissenschaft (= ´Wirklichkeit´) und purer Science Fiction (= ´Fantasie´) behauptet eine "real story" anzubieten. Und sie bietet, was ihr Erfolgsgeheimnis ist, Versatzstücke aus beiden ´Vorgaben´ indem sie sich auch teilweise aus der wissenschaftlichen Zukunftsprojektion sich bedient und die SF-Ideen des ´Contacts´ sogar in beide Richtungen aufgreift (nicht nur Menschen auf Erden sehen die Alien, sondern die Menschen werden auch in Weltraumtiefen von jenen mitgenommen - als Kontaktler, die damit zu unerwarteten Raumfliegern/Astronauten werden). Die Gurus in jenen Szenen arbeiten mit Illusionen, das Handwerkszeug ist dabei die Rhetorik. So simpel ist das.

Die Welt in der wir leben zeigt sich manchmal recht geheimnisvoll - und naturwissenschaftliche Erklärungen reichen einigen Leute nicht aus und sie wollen "übernatürliche Lösungen" hierfür. Die angeblichen Erkenntnisse vom "Übernatürlichen" sind stärker als der Alltag, der tröge Alltag auch des betroffenen ´Beglückten´. Nicht wenige dieser Menschen brauchen auch das "Übernatürliche" um im normalen Leben bestehen zu können, indem sie damit leben. ´Seelen-Wellness´ mit übernatürlichen Faktoren also. Die Sache des Glaubens bringt eine "heilende Kraft" mit sich. Der Glaube ist ein "Kraftplatz" mit übernatürlichen Eingebungen - auch über die vorgeblichen "Alien"-Botschaften. Rhetorische Trickkünstler nutzen dies als Lebensfaulenzer für sich aus, um bequem von den anderen Menschen zu leben. Überall haben wir es mit Showeffekten zu tun, bei den UFOs ist dies die "außerirdische Atmosphäre". Scheinbare Wunder zu erzeugt ist dabei der Trick. Die Basis sind rhetorische Wunder und verbale Geschicklichkeiten, um mit einer gewissen Geschmeidigkeit die Menschen einzunehmen - oder sie zu Umschleimen. Plus künstlich herbeigeführter Selbstsuggestion, die ab und an sogar zu Massenhysterie führen kann. In diesem Rahmen will man sich die Rätsel auch nicht rauben lassen. Dahinter steht viel Aufwand um Lappalien. Auch mir ufologischen Scheinbildern wird nicht gespart - und genau dies sorgt seit Jahrzehnten für Verwirrung als Verführung der Naiven. Und dies begeistert Jung und Alt. Gewürzt mit einer Prise Märchenwelt. Bewusst gewählte Reitzworte inklusive. In die Katakomben will dabei merkwürdiger Weise kaum jemand schauen. Visionen entstehen im Kopf.

Während die Untertassen eine Vorgeschichte in der Science Fiction haben, so hat auch die "Parapsychologie" eine Problemzone - nämlich ihre "metaphysischen" Ursprünge. Deswegen ist auch sie eine "Zwiespältige Wissenschaft". Ist es nicht sehr augenöffnend, dass es bereits am Ende des 19.Jahrhunderts erste enttäuschte Stimmen darüber gab, dass nach 20 Jahren Forschung immer noch nichts Greifbares herausgekommen war? Und sich dies in den 1930ern und 1950er Jahren wiederholte? Jene, die das weitertreten wollen kommen mir wie "Sucher im Unendlichen" vor. Trotz aller Pleiten, Pech und Pannen ein ewiges Weiter in einem Feld voller Fälscher, Blender und Scharlatane als Propheten des Aberglaubens. In der Parapsychologie/PSI-Forschung wird postuliert, dass materielle Systeme durch den menschlichen Geist kausal beeinflusst werden können. Für solche Behauptungen bedarf es aber auch aussergewöhnlich harte Belege, um die Mainstream-Wissenschaft zu überzeugen - was nichts mit irgendeiner "Ideologie" zu tun hat. Ist ein sich selbst-beweisendes PSI-Phänomen gegeben, dann kann kein ernsthafter Wissenschaftler auf den Gedanken kommen, die mögliche Existenz von paranormalen Phänomenen aus weltanschaulichen Gründen abzulehnen. Es geht hier vielmehr um die Abwägung von Plausibilitäten bei den "kleinen Effekten" - es gibt ja keine "großen PSI-Effekte" wie z.B. das Anheben eines PKW in drei Meter Höhe durch solche Kräfte oder das jemand imstande ist als "Teleporter" sich zu beweisen, indem er sich an einem Ort in Luft auflöst und 500 Kilometer weiter gleich darauf "materialisiert". Alles läuft irgendwo auf "Klein-Klein" hinaus, selbst bei Herrn Geller oder Frau Kulagina. Im UFO-Feld wäre dies vergleichbar mit der UFO-Landung im Garten des White House - und was bleibt sind weitaus kleinere "Erscheinungen" als Blick in die ´Übernatur´. Doch warum diese? Warum nicht einfach versuchen die angeblichen Phänomene von dort in den Naturalismus der Wissenschaft zu überführen? Im Gegensatz dazu MUSS wie getrieben in diesem wie im anderen Feld alles schließlich "ausserirdisch" etc sein. Verrückter Weise ist die Wirklichkeit in beiden Feldern aber genau dem entgegengesetzt und kommt mir entgegen. Nur die UFO-Freunde des Fantastischen WOLLEN dies nicht einsehen um eine "Gegenrede" bezüglich der Normalität des Alltags zu führen und eine Art "transzendentale Physik" durchzusetzen. Die Gesetze der Logik habe ich damit auf meiner Seite, weil sie philosophisch voraussetzungsfrei sind. Die Einbettung einer supranaturalistischen Welt in die unsere ist zwar ein netter Wirklichkeitsfluchtgedanke, aber ich sehe dies eben inzwischen tatsächlich nur noch als Wirklichkeitsflucht und Wunschdenken um diese Flucht vor der Wirklichkeit zu begründen...

Quelle: CENAP-Archiv

 

 

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