Blogarchiv
UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-59

18.04.2006

Santilli´s ´Alien-Autopsie´-Film und erstaunliche Nachrichten dazu

Am 5.April 06 begann die Diskussion um Ray Santilli´s angebliches Filmmaterial zu einer "Alien-Autopsie" neu. Im britischen Fernsehen strahlte der Sender SKY ONE eine Dokumentation unter demTitel "Eamon Investigates - Alien Autopsy" zur Primetime aus. Hierbei kam auch Santilli zum Auftritt und erklärte dazu: Er und sein Kollege Gary Shoefield hatten sich zwei Jahre lang darum bemüht das Originalfilmmaterial zu erwerben und als es schließlich in London ankam, waren 95 % davon unbrauchbar aufgrund seines Alters und die verbleibenden 5 % waren von recht schlechter Qualität. Deswegen entschloßen sie sich, Material zu "rekonstruieren" - und zwar nach den Angaben, die der angebliche Kameramann gemacht hatte, was auf den Filmrollen im Einzelnen zu sehen sei. Deswegen heuerten sie den britischen Bühnen-Dekorations-Künstler und SFX-Designer John Humphreys an, was ja eindeutig der Versuch einer Ausrede und Schönfärberei ist! Dieser packte im Fernsehen nun aus, wie er ein Schafhirn in Geele und Lamm-Beine einsetzte, um die "Autopsie" an einer Puppe umzusetzen und gleichzeitig zuzugeben einer der "Mediziner" im Film zu sein. Der Alien-Dummy wurde in 3 1/2 Wochen entwickelt und zusammengebaut. Ein Kollege von Shoefield mimte den Mann, der in der Autopsie-Inszenierung hinter einem Glasfenster dahinter zuschaut, es ist Gareth Watson. Auch Santilli gehörte zu den Darstellern. Die Autopsie wurde in einer Privatwohnung in Camden Town, London, gefilmt. Die angeblichen "Trümmerteile" sind ebenso von John Humphreys entworfen und umgesetzt worden. Der Dummy wurde schließlich in viele kleine Einzelteile zerlegt, die jeweils in Müllsäcken verpackt und quer durch London an Abfallsammelstellen entsorgt wurden. Zudem konnte Ray Levine für die Sendung interviewt werden - Herausgeber des britischen Massenblatts "News of the World". Jener gestand zu, das Santilli 1995 auf ihn zugekommen war und der Zeitung den Film für £ 50,000 angeboten hatte. Doch dann tauchten neben Santilli andere komische Typen auf, die alle ebenso ihren Reibach damit machen wollten, wodurch die ganze Geschichte verkompliziert wurde und scheiderte. Zudem forderte das Blatt, eine wissenschaftliche Verifizierung des Filmmaterials, was Santilli aber nicht bieten konnte. Santilli gestand hier einmal mehr zu, rein aus kommerziellen Gründen dies alles in Umlauf gebracht zu haben.

Philip Mantle, der Mitte der 90er Jahre zu den Unterstützern des Falls gehörte erklärte so noch am Abend nach der Sendung bei UFO Updates Toronto: "After watching this tonight I can honestly say that I do not believe one word of either Santilli or Shoefield and I have no doubt that the film is nothing more than a complete fake. There is and never was any original film and there is and never was any US military cameraman."

Alsbald (am 6.4.06) berichtete auch die ´The Manchester Evening News´ unter der Headline "Salford Man Admits Alien Autopsy Fake" hiervon. Hier ging es natürlich um John Humphreys, der zugab Santilli ehemals versprochen zu haben, betreffs seiner künstlerischen Tätigkeit rund um die "Alien-Autopsie" zehn Jahre lang zu schweigen. Aufgrund der gerade in England gestarteten amerikanischen Filmkomödie "Alien Autopsy" beschloss er jetzt klaren Tisch zu machen, da diese Komödie grob auf Santilli´s Geschichte aufgebaut ist. Mehr zu Humphreys künstlerischer Arbeit unter http://www.john-humphreys.com . Am 16.April 06 berichtete die ´The Sunday Times´ ( http://www.timesonline.co.uk/articl... ) in einem Artikel von Marc Horne unter der Schlagzeile "Max Headroom Creator Made Roswell Alien" ebenso hierzu.

Historische Note: In Deutschland vertrieb Michael Hesemann das von Ray Santilli herausgegebene Video exklusiv über das ´Magazin 2000´ - siehe Nr.106 mit der Titelstory "Autopsieaufnahmen eines Außerirdischen". Zudem wurde Hesemann Geschäftsfreund von Santilli, um dessen Interessen "bei deutschen Presseorganen zu repräsentieren". Als die DEGUFO plötzlich das Video ebenso als Wiederverkäufer anbot, gab es den ganz großen Krach zwischen beiden. Man erinnere sich an den Eklat in Sulzbach vom 23.September 1995. Damals hatte die DEGUFO eine Veranstaltung namens "UFOs - hier werden Sie nachdenklich" als Verkaufsausstellung und Vortragsreihe durchgeführt. R.Nühlen wollte als Höhepunkt eine Videovorführung der Videokassette zum Eintrittspreis von 15 DM bieten.

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24.04.2006

"Fliegende Untertassen": Das Ende einer kosmischen Odyssee

Mannheimer UFO-Experte glaubt: "Die UFOs sind nach Hause geflogen!"

Mannheim. Bald sind es 60 Jahre als die "Fliegenden Untertassen" erstmals in Zeiten des Kalten Krieges die Gemüter von Amerika ausgehend erhitzten und die Frage nach außerirdischen Besuchern in ihren komischen Flugkisten heftig debattiert aufkam. Unzählige Meldungen über merkwürdig-scheinende Lichter in der Nacht kamen rund um den Globus auf, die man oft voreilig als fremde Raumschiffe betrachtete. "Seltsam erscheinende Dinge wurden schon immer an unserem Himmel gesehen und jeweils zeitgenössisch verfremdet interpretiert, bei den UFOs war dies nicht anders", so Werner Walter vom Mannheimer Centralen Erforschungs-Netz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP), der seit 33 Jahren als Amateur-Astronom solchen Dingen auf den Grund geht.

 

Immer wieder belebten seiner Beobachtung nach "SF-Elemente" das Thema der unidentifizierten Flugobjekte und entlang dieser "Fantasien" gab es etliche "ufologische Gelegenheitsganoven, komische Kauze und Spinner" die mit einem Schuß Esoterik, New Age und Spiritismus das Thema der Alien-Besuche zu beleben verstanden. Der Höhepunkt waren angebliche "Entführungen von Menschen durch kleine graue Außerirdische" und schließlich sogar der griesige Schwarz-Weiß-Film von einer "Alien-Autopsie" 1947 im neu-mexikanischen UFO-Kultort Roswell. Spätestens seit der "Akte X"-Serie kennt die Weltbevölkerung diese ehemals als "Insider-Themen" bekannten Facetten der UFOlogie, welche niemals den Status von Wissenschaftlichkeit erfuhr und immer im Fahrwasser des "Bunten aus aller Welt" erschien. Sechs Jahrzehnte umtrieb die Menschheit die UFOs, welche hauptsächlich durch spezielle Zeitschriften und Bücher Verbreitung fanden. Doch - dies war einmal, selbst die Boulevardpresse hat ihr Interesse an den ehemals "spannenden Unterhaltungsthemen rund um die UFOs" verloren, wie Walter nun feststellt und meint, "dass die Luft da einfach raus ist".

 

Bereits seit knapp zehn Jahren "bricht der UFO-Markt" zusammen und die "echten UFO-Freaks" sind eine einsame "Alien-Nation" geworden, die sich nur noch mit spinnösen Verschwörungstheorien über Wasser hält und einfach alle Augen zudrückt, um die Wahrheit nicht zu sehen. Den letzten "Sargnagel", so Walter, rammte dieser Tage in England ein Spezial-Effekte-Spezialist der Filmindustrie der UFOlogie ein, als der erklärte den weltweit gesehenen "Alien-Autopsie"-Film in den 90ern als Trickspezialist mitproduziert zu haben. Dabei war dieser Streifen der bisher "beste Alien-UFO-Beweis" und auch er fand eine so banale Erklärung. "Genauso wie eine UFO-Sichtung nach der anderen, was die Öffentlichkeit inzwischen auch erkannt hat", so der Mannheimer, welcher zumindest in Deutschland selbst nicht wenig dazu beitrug dem "UFO-Mythos" den Atmen zu nehmen. Seiner Feststellung nach brechen seit Jahren bereits die diversen UFO-Klubs nach und nach wegen Mitgliederschwund ein, weil die Menschen das Interesse verlieren. Obwohl das Internet eine große Konkurrenz für gedruckte Werke inzwischen bedeutet und man annehmen sollte, dass die UFO-Fans sich nun im weltweiten Netz der Netze versammeln, sei dies nur bedingt richtig. "Auch hier hat der UFO-Boom längst nachgelassen. Während noch zur Jahrtausendwende vielleicht 10.000 UFOlogen sich noch in den speziellen Foren tummelten, so sind es in diesen Tage kaum noch 1.000 die hierzulande sich in allen Internet-Foren zusammengenommen treffen. International ist dies genau so", so Walter.

 

Für Walter ist damit "das Ende einer kosmischen Odyssee" erreicht und er glaubt, dass "die UFOs zwar nicht wirklich nach Hause geflogen sind, einfach weil die fremden Raumschiffe nur in unserer Fantasie da waren", aber nach 60 Jahren künstlicher Aufregung und Hysterie um das Thema geht einfach den Menschen auf, wie sie so lange an der Nase herumgeführt wurden und sie selbst mit daran schuld sind, "weil die Idee doch zu verführerisch war". Selbst der gutgläubigste Mensch sieht einfach nach mehr als einem halben Jahrhundert ein: "Die UFO-Beweislage ist immer noch mehr als mau. Und vielleicht da und dort aufkommende Indizien sind einfach zu schwach, um an die bisherigen Durchhalteparolen noch glauben zu können."

Ansonsten sehen UFO-"Beweisfotos" in aller Regel, wie hier die jüngste Aufnahme aus Deutschland, so aus.

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1.05.2006

Historische Noten der UFOlogie aus dem CENAP-Archiv:

Mai-UFO-Meldungen von vor 55 bis vor 20 Jahren: Fliegende Untertassen in der Presse

Endlich sind sie wieder da! Fliegende Untertassen über Angola gesichtet tickerte dpa aus Angola und der General-Anzeiger vom 2.Mai 1956 druckte so: Ein Geschwader helleuchtender Fliegender Untertassen wurde über Portugiesisch-Angola (Südwest-Afrika) beobachtet. Die Zeitungen veröffentlichten Photos von sieben Fliegenden Untertassen, die in geschlossener V-Formation vorbeirasten.

Besuch von anderen Planeten - In Spanien eröffnete man das kosmische Zeitalter reportierte Martin Barnvelt am 5.Mai 1956 in der Kasseler Zeitung als Korrespondent in Madrid: Wem es auf der Erde zu eng wird, dem leistet der "Verein der Freunde der Besucher aus dem Weltraum" tröstenden Beistand, der in Madrid gegründet wurde und in dem man sich an jedem Freitagabend mit dem "kosmischen Zeitalter" befaßt. In einem Lokal beraten sich die Vereinsmitglieder vor allem, wie man den Bewohnern anderer Planeten entgegentreten soll, wenn sie überraschend zu einem Besuch auf der Erde auftauchen. Den Vorstand dieses seltsamen Vereins bilden der Postangestellte Fernando Sesma, die deutsche Stenotypistin Hildegard Menzel [DUIST-Mitglied der ersten Stunde], der ehemalige Pilot Gines Avellan, der in einer Irrenanstalt [sic] tätige Pfleger Alberto Sanmartin, der Versichungsagent Joaquim Martinez und der Archäologie Bernando Vallejo. Fernando Sesma machte sich bereits als Autor zahlreicher Abhandlungen über Fliegende Untertassen einen Namen, und Alberto Sanmartin spielt in dem Verein insofern eine besondere Rolle, als er als "Medium" dazu ausersehen ist, eine Verbindung zwischen den Bewohnern dieser und anderer Welten herzustellen. Denn vor eineinhalb jahren hatte Don Alberto ein seltsames Erlebnis. Er erhielt - in Form eines gravierten Steines - auf mysteriöse Art eine "Botschaft" aus dem Weltraum. Über die Bedeutung der Inschrift hat man sich bisher aber noch nicht einigen können, denn es fehlt der Schlüssel zu den "überirdischen Schriftzeichen", von denen neun in den Stein eingekratzt sind. Nach mehr als einjährigem Studium der Schriftzeichen kam der Präsident des Vereins zu folgender Übersetzung: "Wir kommen aus hohen himmlischen Sphären in Eure Welt. Bald wird sich der Himmelsbogen schließen, doch um einen Schock zu vermeiden, wird es eine Zeit der vorläufigen Kontakte geben. Der Zusammenschluß wird glücklich verlaufen. Ihr werdet Euch auf uns stützen und Euer Kreuz wird weniger schwer zu tragen sein. Ihr werdet aus Eurem tiefen Tal emporsteigen, und wir werden alle unter demselben Dach wohnen. Und Ihr werdet endlich Frieden kennenlernen."

Don Severino Machado, ein Priester aus Valladolid, verteidigt eine weniger pathetische These. Seiner meinung nach geben die Besucher aus dem Weltraum auf dem "außerirdischen Stein" lediglich Aufschluß über ihr bevorstehendes Erscheinungen auf der Erde, und die Zeichen seien nichts anderes als die schematische Darstellung der verschiedenen Positionen des Saturn von der Erde aus gesehen. Der Priester glaubt auch, dass die Besatzungen der Fliegenden Untertassen von Bewohnern des Saturns oder einer seiner vielen Satelliten gestellt werden. Dagegen vertritt Präsident Sesma die Auffassung, es handele sich um Lebewesen vom Mars oder von der Venus. Wie dem auch sei - wenn man nach einem Vereinsabend bei Bier und Zigarren im "Gambrinus" zu Madrid wieder ins Freie tritt, richtet man unwillkürlich den Blick nach oben. Doch die grellen Lichtreklamen verhindern, dass man die Sterne sieht...

¸ Soweit also Martin Barnvelt in seiner Reportage. Bemerkenswert sind verschiedene Gegebenheiten: Der selbe Verein wird später die UMMO-Sage verbreiten; die UFOlogen-Vereine stehen untereinander in enger Verbindung und tauschen sich aus, beeinflußen sich gegenseitig (hier das Beispiel Menzel und DUIST); ein Irrenhaus-Pfleger dient als Medium, was auf das sogenannte "Helfer-Syndrom" einen Hinweis geben könnte - wenn Helfer eigentlich selbst Hilfe brauchen. Der UFO-Stein ist eine abgekupferte Eigen-Analogie zu den vorgeblichen Venusianer-Schuhabdruckspuren im Sand der kalifornischen Wüste, die George Adamski angeblich fand und mit einem Gipsabdruck rettete - auch hier fanden sich merkwürdige Zeichen, die der Interpretation ob einer außerirdischen Botschaft unterlagen.

Zukunft über den Wolken - In sieben Jahren: Flugzeit Hamburg-New York vier Stunden hieß es am 5.Mai 1956 in den Hessischen Nachrichten. Vitus B.Dröscher schaute auf der "Bunten Seite" in die Zukunft der Luftfahrt. Garniert wurde der Artikel von einer Skizze des AVRO-Untertassen-Fliegers mit dem Text: "Fliegende Untertassen, der Flugzeugtyp der Zukunft? Wie erst jetzt bekannt wird, ist bereits im Vorjahre eine Maschine in gleicher Konstruktion wie hier im Entwurf gezeigte von amerikanischen Piloten geflogen worden. Neue Düsenflugzeuge in Diskusform stehen auf einem Versuchsgelände der US-Streitkräfte in Kalifornien zu Testflügen bereit." Im weiteren wurde vom Atom-betriebenen Flugzeug für 1980 spekuliert, also einer Rasanz technischer Entwicklung, die alle menschlichen Vorstellungen über den Haufen wirft. Und Dr.Hibbard, technischer Direktor der Lockheed Aircraft Corporation, wird zitiert: "Ich bin absolut sicher, dass bis 1970 der Passagierflugdienst das Schiff, die Eisenbahn und den Autobus stillgelegt hat." Wie wir heute wissen, waren dies alles Phantastereien, weswegen man grundsätzlich hinsichtlich Zukunftsträumereien sehr vorsichtig sein muß.

Ebenfalls in diesem Zeitraum meldete die Kasseler Zeitung: Fliegende Untertassen Revue. "Beide Weltraum-Menschen waren sehr freundlich, vornehm und aufmerksam zu mir. Der jüngere, kleinere hatte eine olivfarbene Haut und der ältere, größere Venusianer eine schöne, goldschimmernde Hautfarbe." Dieser Satz wurde keinem utopischen Roman, sondern einer ernstzunehmenden Zeitschrift entnommen, deren erstes Heft jetzt vorliegt. Sie heißt: Fliegende Untertassen Revue und ist die deutsche Ausgabe der englischen Zeitschrift Flying Saucer Review, die bereits in vielen Ländern der Erde erscheint. Sachlich und kommentarlos werden Meldungen und Notizen über UFOs wiedergegeben. Außerdem wird über manches Unbekannte und Wissenswerte von der Entwicklung der UFOs und aus dem Weltraum berichtet. Für den deutschen Leser birgt das Heft manche Überraschung. Um ihm "den Anschluß" zu erleichtern, soll in diesem Jahr eine Sondernummer mit den wichtigsten Artikels der englischen Ausgabe herausgegeben werden. (Zweimonats-Weltraum-Journal Fliegende Untertassen Revue, 2.50 DM. Verlag S.Brandt, Darmstadt.) [Von der Schrift haben wir leider nie ein Exemplar zu Gesicht bekommen, auf jeden Fall können nicht allzuviele Exemplare in Hinsicht auf Auflage und Folgen erschienen sein.]

Konstrukteure für Fliegende Untertassen gesucht tickerte UP aus London und am 7.Mai 1956 schrieb die Frankfurter Rundschau deswegen ins Blatt: In einer britischen wissenschaftlichen Zeitschrift erschien am Samstag ein Inserat, mit dem eine "bekannte Flugzeugfabrik" mitteilt, dass sie für den Bau von Weltraumraketen und Fliegenden Untertassen Ingenieure und Wissenschaftler suche. Der Name der Firma wurde in dem Inserat nicht genannt, es wird jedoch angenommen, dass es sich um ein seriöses Projekt handelt, dass die Unterstützung der Regierung genießt. In dem Inserat werden weiter Fachleute für die Konstruktion von Kontrollvorrichtungen für Druckkabinen und Ingenieure mit Erfahrungen im Bau von Flüssigkeitsraketen und Flugzeugzellen gesucht.

Unbekanntes Objekt über Schweden hieß es in einer UP-Tickermeldung aus Stockholm, Der Tagesspiegel übernahm: Beobachtungsstationen der schwedischen Luftstreitkräfte sichteten in großer Höhe einen großen, ballonähnlichen, strahlenden Gegenstand, dessen Herkunft bisher nicht geklärt werden konnte. Die schwedischen Luftstreitkräfte glauben, dass es sich entweder um einen großen Ballon unbekannter Herkunft oder aber um ein unerklärliches meteorologisches Phänomen handelt. Versuche schwedischer Düsenflugzeuge, den geheimnisvollen Fluggegenstand zu erreichen, scheiderten. Die Maschinen konnten nicht so hoch steigen. Die Flughöhe des unbekannten Gegenstandes wird auf "wenigens 50.000 Meter" geschätzt. [Ein typisches Stratosphären-Ballon-"UFO".]

"Lang, schmal, ohne Tragflächen, kein Rauschweif" - Endlich wieder "Fliegende Zigarre" gesichtet/Diesmal von portugiesischen Piloten berichtete der General-Anzeiger am 26.Mai 1956 aufgrund einer AP-Meldung aus London: Eine mit gewaltiger Geschwindigkeit über Südengland dahinziehende "Fliegende Zigarre" will die Besatzung eines portugiesischen Flugzeugs gesehen haben. Ein Bericht darüber ging dem britischen Luftfahrtministerium am Mittwoch zu, das eine Untersuchung eingeleitet hat. "Bis jetzt haben wir noch keinen Anhaltspunkt für eine Erklärung." Die Besatzung der Skymaster-Maschine beschrieb übereinstimmend das unbekannte Objekt als lang, schmal, aluminiumfarben, ohne Tragflächen. Es sei in etwa 100 Meter Entfernung unter der Maschine hergeflogen. "Es flog in einer tollen Geschwindigkeit. In meinem neunjährigen Flugdienst habe ich so etwas noch nicht gesehen", meinte Funker Almeida. Flugkapitän Durval, der Pilot, konnte sich ebenfalls nicht erklären, um was es sich gehandelt haben könnte. Seine Maschine sei etwa 1600 Meter hoch gewesen. Ingenieur Silva: "Es kam wohl von Backbord und brauste genau unter unsere Nase durch. Mir schien es wie eine silberne Zigarre. Es zog keinen Rauchschweif hinter sich her." Über Großbritannien will man schon häufig seit Ausbruch der "Untertassen-Psychose" geheimnisvolle Flugobjekte gesehen haben, doch hat sich nach Angabe des Luftfahrtministeriums herausgestellt, dass es sich in 95 % aller Fälle um normale Gegenstände wie Wetterballons gehandelt hat. In den restlichen 5 % der Berichte hätten die Beobachtungsergebnisse nicht ausgereicht.

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Zivilisationen anderer Planeten - Sowjetische Wissenschaftler äußern sich in Jugendzeitschrift meldete am 4.Mai 1966 die Frankfurter Rundschau: Acht prominente sowjetische Wissenschaftler vertraten in einem Interview die Auffassung, daß auf anderen Planeten irgendwo im Weltall Zivilisationen existieren könnten. "Ich stimme völlig zu, daß es notwendig ist, nach außerirdischen Zivilisationen Ausschau zu halten", sagte Wladimir Kotelnikow, Mitglied der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften, der Zeitschrift Technika Molodeschi (Technik für die Jugend). Dr.Dmitry Martynow meint, daß jede derartige Zivilisation versuchen werde, ihre Existenz allen anderen Zivilisationen bekanntzugeben, "aus Gründen, die aus einer komplexen Mischung von Neugier, Eitelkeit und Altruismus zusammengesetzt sind". Im vergangenen Jahr hatte die sowjetische Nachrichtenagentur Aufsehen erregt, als sie meldete, sowjetische Wissenschaftler hätten Signale aus dem Weltraum als von vernunftbegabten Wesen stammend interpretiert. Der Bericht war von den Wissenschaftlern jedoch unmittelbar danach dementiert worden. Sie erklärten damals auf einer Pressekonferenz, Signale aus dem Weltraum, die in regelmäßigen Perioden aufträten, könnten sowohl natürliche Ursachen haben als auch von intelligenten Wesen gesendet worden sein. Das Mitglied der Akademie, Viktor Ambarzumjan, sagte in dem Interview, er könne keine strenge Unterscheidung zwischen natürlichen und künstlichen Signalen machen. Alles was denkende Wesen hervorbrächten, könne von der Natur wiederholt werden. Die Entdeckung von natürlichen Signalen, die künstlich erzeugten entsprächen, sei an sich schon interessant. Nach Ansicht des Radio-Astronomen Nikolai Kardaschow müsse es leichter sein, Superzivilisationen zu entdecken, weil diese gezwungen seien, sich ihrer gewaltigen Energieansammlungen zu entledigen. Jedes System mit eigenen Energiequellen muß ebensoviel Energie ausstrahlen wie diese Quellen erzeugen, da sonst seine Temperatur ständig steigen würde. Die meisten der von der Zeitschrift befragten Astronomen, Astrophysiker und Strahlenphysiker vertraten die Ansicht, daß die Entfernungen zwischen bewohnten Planeten im Weltraum so groß seien, daß es nicht möglich sein werde, diese mit Raumfahrzeugen zu überbrücken, auch wenn sie mit der Emissionsenergie atomarer Teilchen angetrieben würden - dem nach jetziger Auffassung wirkungsvollsten Antrieb. Das Akademiemitglied Jakow Zeldowitsch meinte jedoch, die menschliche Gesellschaft werde möglicherweise in den nächsten tausend Jahren Mittel entwickeln, um auch diese gewaltigen Entfernungen zu überwinden. Es sei nicht auszuschließen, daß außerirdische Gesellschaften einen solchen Durchbruch bereits erzielt hätten oder in naher Zukunft erreichen würden.

Amerikanische Wissenschaftler haben mit viel Zeitaufwand und Geduld die Berichte über unbekannte Flugkörper untersucht. Dennoch soll die US-Luftwaffe auf Grund einer Empfehlung des Wissenschaftlichen Beratungsbüros der Luftwaffe mehr Wissenschaftler einstellen, um die ständig eingehenden Berichte über UFOs zu prüfen. Inzwischen ist man zu dem Schluß gekommen, daß die Körper weder eine Gefahr für die USA darstellen noch Raumkapseln von anderen Planeten sind. Die häufigsten Erklärungen waren: Naturerscheinungen, Flugzeuge oder Ballone, Himmelskörper oder optische Täuschungen. - So die Frankfurter Rundschau am 12.Mai 1966.

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Charles Berlitz ("Das Bermuda Dreieck") behauptet: Wesen aus dem All gefangen? 1,20 m klein + Runde Köpfe ohne Ohren + Arme bis zu den Knien, so die Meldung am 11.Mai 1981 der BILD: Mindestens 30 kleine Männchen aus dem Weltall sind mit ihren UFOs abgestürzt und ums Leben gekommen, als sie auf der Erde landen wollten - behauptet Bestseller-Autor Charles Berlitz ("Das Bermuda-Dreieck"). Der berühmte Schriftsteller stützt sich auf den UFO-Experten Len Springfield und will mehrere Zeugen der Abstürzte gefunden haben. Sie hätten die Leichen gesehen, bevor sie von der US-Luftwaffe abtransportiert worden seien. Die Männchen würden tiefgekühlt in gläsernen Behältern aufbewahrt - in der Luftwaffenbasis Wright Patterson. Ein Zeuge, Ingenieur Barney Barnett: "Die Wesen sahen aus wie Menschen - waren aber keine. Sie waren etwa 1,20 Meter groß, hatten runde Köpfe ohne Haare und Ohren. Für Mund und Augen gab´s nur Löcher und Schlitze. Zähne hatten sie keine. Die Arme reichten bis an die Knie. Sie hatten riesige lange Finger." Ein Mann aus Los Angeles: "Sie hatten bleiche Gesichter, trugen schwarze glänzende Raumanzüge." Ihre UFOs sollen aus Metall gewesen sein, wie Teller, 8 bis 12 Meter Durchmesser. Autor Berlitz schildert, wie zuletzt ein UFO im US-Staat New Mexico runterkam. Auch hier seien alle sechs Besatzungs-Männchen getötet worden. Auch diese toten Gefangenen aus dem All seien tiefgefroren worden.

"UFO" sorgte für große Aufregung kam es via dpa aus Stuttgart/Weinstadt und der Mannheimer Morgen vom 21.Mai 1981 berichtete: Für große Aufregung unter der Bevölkerung und unter der Polizei hat ein unbekanntes Flugobjekt (UFO) bei Weinstadt (Rems-Murr-Kreis) gesorgt. Zahlreiche Menschen bei Weinstadt riefen die Polizei an und erklärten, ein UFO bewege sich auf Stuttgart zu. Auch eine Streifenbesatzung verfiel, wie die Polizei Stuttgart mitteilte, diesem Irrtum und alarmierte ihrerseits einen Polizeihubschrauber. Nachdem auch dieser keine Klärung bringen konnte, wurde über die Medien ein Aufruf verbreitet. Des Rätsels Lösung: Zwei zwölfjährige Schüler hatten einen sogenannten "Gespensterballon mit Solarbetrieb" von drei Meter Länge aufsteigen lassen. Nachdem sie ihn mit Warmluft gefüllt hatten, war die etwa 40 Meter lange Schnur gerissen.

"Entfesselter" Ballon meldete am 26.Mai 1981 Die Rheinpfalz aufgrund einer ddp-Meldung aus Aarau: Ein steuerloser Fesselballon macht seit dem Wochenende den Himmel über der deutsch-schweizerischen Grenze unsicher. Der von Unbekannten entfesselte Ballon bewegt sich in Richtung Stuttgart in einer Höhe von etwa 4500 Metern. Der internationale Luftverkehr wurde vor dem "unbekannten Flugobjekt" gewarnt. Unbekannte Täter hatten den Ballon bei einem Volksfest in Fahrwangen aus der Verankerung gelöst und in die Luft steigen lassen. Es handelt sich um einen Reklameballon mit einem Durchmesser von etwa 4,2 Metern.

Haben UFOs das Interesse an unserer Erde verloren? fragte am 27.Mai 1981 die Tiroler Tageszeitung: Die Vorfahren des achten Grafen von Clancarty, William Brinsley Le Poer Trench, kamen vor 65.000 Jahren aus dem All - so wie die Ahnen sämtlicher Menschen. Davon ist der 69jährige Vizepräsident der britischen Gesellschaft zur Erforschung unidentifizierter fliegender Objekte, kurz UFOs, felsenfest überzeugt. Bereits im letzten Jahr haben die Weltraumreisenden jedoch offenbar ihr Interesse an der Erde verloren. Denn zum Kummer der nationalen Koordinatorin der Sichtungen von UFOs, Maureen Hall, wurden im vergangenen Jahr kaum noch UFOs gesichtet. "Und in diesem Jahr ist es auch nicht besser", meinte Frau Hall auf dem zweiten internationalen UFO-Kongreß in London. Seine Lordschaft William Brinley Le Poer Trench, meinte auf dem gleichen Treffen, daß UFOs auch aus dem Inneren der Erde starten, denn dort gäbe es eine hochentwickelte Zivilisation. Das stellte vor einiger Zeit angeblich schon eine Expedition fest, als sie ins Erdinnere vorstieß. Dort entdeckte sie nur nicht nur eine moderne Stadt, sondern auch Leute und Roboter. "Natürlich wurde ihr Bericht nie veröffentlicht. Das gehört zu dem großen Vertuschungsversuch", zürnte der achte Graf von Clancarty. Die Forscher aus dem Erdinneren benutzen ihm zufolge übrigens bei ihren Erkundungsflügen am Himmel "sieben oder acht Ausgänge": einen am Nordpol, einen am Südpol, andere in gottverlassenen Gegenden wie Tibet. Der Höhepunkt der UFO-Sichtungen lag in den siebziger Jahren. In dieser Zeit untersuchte die britische UFO-Gesellschaft jährlich an die 200 Berichte. 1980 waren es dagegen nur noch 30, und in diesem Jahr sind es erst zehn. Dabei ist es nach Margaret Fry leicht, UFOs zu sehen: "Man muß nur die Augen öffnen und den Himmel genau beobachten." So wertvoll diese Sichtungen auch für sie gewesen sein mögen, Frau Fry schwebt in der Gefahr, künftig von ihrer eigenen UFO-Gesellschaft nicht mehr ernst genommen zu werden. Die die Gesellschaft will verstärkt wissenschaftlich geschulte Beobachter engagieren, um zu erreichen, daß endlich die "UFOlogie" als wissenschaftliche Forschung anerkannt wird.

Lord Clancarty auf dem UFO-Kongress: "Wir Menschen kamen vor 63.000 Jahren aus dem Weltall" meldete Claus Geissmar am 29.Mai 1981 in der BILD: "Vor 63.000 Jahren sind meine Vorfahren aus dem Weltraum auf die Erde gekommen", erklärte der Earl von Clancarty (69) auf einem Kongress internationaler UFO-Forscher in London. 180 Wissenschaftler und Politiker hörten aufmerksam zu, als der Lord allen Ernstes sagte: "Die Bewohner verschiedener Sterne kamen vor 63.000 Jahren auf die Erde und besiedelten sie. Deshalb gibt es heute Lords mit weißer Hautfarbe, schwarze Negerkönige in Afrika und rote Indianerhäutlinge in Amerika." Über UFOs, die immer wieder gesichtet werden, erklärte der Lord: "Manche kommen aus dem All, andere aus der Erde. Am Nordpol und am Südpol und in den Bergen Tibets gibt es Löcher, die zu gewaltigen unterirdischen Höhlen führen. Dort unten hausen Roboter aus dem All." Kongressteilnehmer Charles Bowen berichtete, aus einem zigarrenförmigen UFO über Frankreich seien auf einem Lichtstrahl zwei Männchen zur Erde gekommen und hätten einem Passanten auf französisch zugerufen: "Was als Krebs bekannt ist, kommt von den Zähnen." Dann hätten sich die Außerirdischen aufgelöst - in Nichts.

Mylord ist nicht von dieser Welt berichtete C.Geissmar aus London für Die Welt und am 29.Mai 1981 konnte man dort nachlesen: Ein Spleen galt im britischen Oberhaus eigentlich immer schon als normal. Dass die obere britische Parlamentskammer jedoch auch über einen Lord verfügt, der aus dem Weltraum stammt, ist erst jetzt bekannt geworden. Ihre Lorschaft hat es auf einer Londoner UFO-Tagung selbst verraten. Die Rede ist vom achten Earl von Clancarty (69), auf dessen Geburtsurkunde außerdem der Familienname William Bringzley de Poer Trench zu lesen ist. Der Lord, dessen Ahnen erst 1803 geadelt wurden, hat die Briten mit der Mitteilung überrascht, dass er seinen Stammbaum 63.000 Jahre zurückverfolgen kann. Er stammt namentlich aus dem Weltraum. Das alles ist in dieser Woche im Londoner Hotel "Mount Royal" herausgekommen. 180 Delegierte, die alle sehr ernstgenommen werden wollen, haben sich in dem Hotel zum Zweiten Internationalen Londoner Kongreß für UFOlogen versammelt. Auf dem Londoner UFO-Kongreß ist kein Geschirr zerschlagen worden und keiner lachte, als die 180 Delegierten hörten, was den UFO-Spezialisten schon so alles passiert ist. So berichtete Charles Bowen, Herausgeber einer englischen Untertassenzeitschrift, dem Kongreß: "In Frankreich hat ein Frazose ein zigarrenförmiges ´UFO´ gesichtet, aus dem auf einem Lichtstrahl zwei kleine Männchen zur Erde kamen." Sie teilten dem Franzosen - in fließendem Französisch - mit: "Den Verstopften bleibt die Wahrheit vorbehalten." Der nächste Satz war etwas leichter verständlich: "Was als Krebs bekannt ist, kommt von den Zähnen." Nach dieser Mitteilung entmaterialisierten sich die Männchen wieder.

Während über die Weltraumweisheiten aus Frankreich noch gerätselt wird, ist die Sache mit der Abstammung des Lords völlig klar. Er erklärte dem Kongreß, dass die Erde vor 63.000 Jahren vom Weltraum aus besiedelt worden ist. Und dass es heute Lords mit weißer Hautfarbe im britischen Oberhaus, schwarze Negerkönige im afrikanischen Busch und rote Indianerhäuptlinge in Amerika gibt, erklärte der Lord so: Die Besidelung aus dem Weltraum fand von verschiedenen Sternen statt. Unter den 180 Delegierten, die dem achten Earl von Clacarty andächtig zuhörten, saßen allerdings auch mehrere international geachtete Wissenschaftler. Einer von ihnen war der Schwede Bertil Kulmann, der die Computerabteilung der schwedischen technischen Hochschule leitet. Die UFOlogen haben demnach nicht die geringsten Sorgen, dass irgend jemand über ihren Kongreß schmunzeln könnte. Dafür hatten sie schon durch ihren Präsidenten gesorgt. Er war nämlich früher britischer Regierungsexperte für Luftfahrtfragen: Sein Name: Lord Kings Norton (78). Tagungspräsident Lord Kings Norton teilte jedoch über seine Abstammung nichts weiter mit, ist 1965 in den Adelsstand erhoben worden und arbeitet offensichtlich noch an seinem Stammbaum.

Die Außerirdischen machen sich rar - Ist der galaktische Treibstoff zu teuer? hieß es am 30.Mai 1981 von dem Korrespondenten Rainer Bonhorst, London, der Oberösterr.Nachrichten. Beim Internationalen Kongreß der britischen UFO-Forschungsgesellschaft in London, der sich wie stets vorwiegend um die Fliegende Untertasse dreht, war nur scheinbar alles in Butter. Die Beobachter der unidentifizierten Flugobjekte verkehren heute zwar in den edelsten Kreisen. Sogar Prinz Philip steht auf der Abonnentenliste des britischen UFO-Fachorgans "Flying Saucer Review" und gibt damit zu erkennen, daß er nicht nur altes Prozellan zu schätzen weiß. Und die Lords im Oberhaus widmeten unlängst sogar eine ganze Debatte den unidentifizierten Flugobjekten. Doch es gab auch Klage. Die große Geheimnistuerei der meisten Regierungen bewirkt, daß manches UFO-Forschungsprojekt völlig in der Luft hängt. Kein Wunder, daß viele Leute heute noch zwischen "UFO" und "Unfug" keinen großen Unterschied sehen. Doch erst der diesjährige Londoner Kongreß leitete eine neue, zutiefst unheimliche Phase der UFOlogie ein: Es wurde festgestellt, daß sich die außerirdischen Flieger auf alarmierende Weise rar machen. Vier Jahrzehnte lang wimmelte der Himmel nur so von Fliegenden Untertassen und Zigarren. Seit einem Jahr aber lassen sich nur noch ganz wenige Weltraumbewohner bei uns blicken. Was ist passiert?

Eine Kongreßteilnehmerin sprach von einer "regelrechten UFO-Rezession". Hat sie vielleicht den Nagel auf den Kopf getroffen? Ist die gegenwärtige Wirtschaftsmisere etwa weltweit im weitesten Sinne des Wortes? Ist der für den Sprung durch den Hyperraum notwendige galaktisch Treibstoff etwa genauso teuer geworden wie unser Benzin? Grausig die Vorstellung, daß wir eines Tages tatsächlich die Erde verlassen können, nur um zu entdecken, daß hinter dem Großen Bären schon eine intergalaktische OPEC lauert. Wahrscheinlich aber gibt es für den unheimlichen UFO-Schwund eine andere Erklärung: Sosehr der Londoner Kongreß das starke Nachlassen der UFO-Tätigkeit bedauert, gleichzeitig konnte die Tatsache begrüßt werden, daß sich die außerirdischen Flieger nach den jüngeren Augenzeugenberichten offenbar immer näher an und heranwagen. Die himmelwärtsorientierten UFOlogen sahen da keinen Zusammenhang. Jedem nüchternen Erdling aber ist die Sache sofort sonnenklar: Die Außerirdischen haben sich die irdische Bescherung jetzt erstmals aus allernächster Nähe angesehen und beschlossen: "Nichts wie weg hier." Eine verständliche, fast menschliche Reaktion.

Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel nahm sich in Nr.24/1981 einem besonderen Forschungsgegenstand an, einem Phantom welches die Wissenschaft beschäftigt und man stellte sich die Frage über den launischen Burschen - Gibt es Kugelblitze? Wie ein vergoldeter Fußball segelte das rätselhafte Gebilde durch das geschlossene Fenster in die Wohnung. Dem wütend kläffenden Terrier "Heini" verbrannte es erst den Bart,m und als sich das Tier verschreckt zur Flucht wandte, gleich auch noch den Schwanz. Dann schwebte das Ding, einer überdimensionalen Seifenblase gleich, in die Küche und brachte dort das Spülwasser zum Sieden. Schließlich entschwand der unheimliche Besuch, mit Knall und Schwefelgestank, durchs Schlüsselloch. Soist er, der Kugelblitz - ein unberechenbarer Geselle, der die drolligsten Kabinett-Stückchen vollführt und dabei überall Verwirrung und Schrecken hinterläßt: Einen Wiener Medizin-Professor überraschte er bei einer Autopsie in der Leichenhalle, einer englischen Hausfrau brannte er auf offener Straße ein Loch ins Sommerkleid. Solche Augenzeugenberichte schienen endgültig als Akademiker-Jux oder als Schauermärchen entlarvt, als 1973 der angesehene Schweizer Professor Karl Berger nach 30 Jahren Blitzforschung erklärte, der Kugelblitz sei eine wissenschaftliche Schimäre. So einfach freilich ließen sich die Leuchtkugel-Theoretiker ihr liebstes Spielzeug nicht nehmen: Unverdrossen forschten und forschen sie weiter über die Existenz und Beschaffenheit des Kugelblitzes; dabei kamen sie zwar zu keinem Beweis, aber immerhin zu dem Schluß: Und er kugelt doch. Das bislang jüngste Produkt solchen Forscherfleißes lieferte der amerikanische Plasmaphysiker Dr.James Dale Barry in seinem vorletzte Woche erschienen 300-Seiten-Buch über Kugel´blitze: "Ihre Existenz", resümierte er in "Ball Lightning and Bead Lightning", "ist nachbweisbar". Jahrelang hatte Barry mit einem durchsichtigen 100-Liter-Tank experimentiert, den er mit Prophangas in verschieden hohen Konzentrationen füllte: das Gemisch aus Luft und Kohlenwasserstoff zündete er mit einem Zehntausend-Volt-Funken. Ergebnis der Mühewaltung: Bei einer Propandichte von knapp zwei Prozent, so fand Barry heraus, explodiert das Gas bisweilen kugelförmig. Warum auch nicht?

Ähnlich beweisschwach fiel eine Kugelblitz-Studie des Salzburger Meteorologen Dr.Alexander Keul aus. Akribisch hatte er 65 Augenzeugenberichte von Kugelblitzen gesammelt, dann wertete er die Beschreibungen statistisch aus - und fand, daß der Kugelblitz ein fürwahr launischer Bursche ist. Das wußten die Blitzforscher zwar schon, nun wissen sie es mit statistischer Sicherheit. Kugelblitze sind, so das Fazit von Keuls Fleißarbeit (kürzlich im Fachblatt "Naturwissenschaften" veröffentlicht), zumeist von hellroter Farbe, fast ebenmso häufig jedoch auch gelb oder weiß. Entweder sie bewegen sich liftartig nach oben, oder sie hüpfen wie ein Ball auf und ab. Bisweilen verharren sie auch reglos auf der Stelle. Mal verabschieden sie sich mit einem furzähnlichen Geräusch, mal mit einem lauten Knall. Die Hartnäckigkeit, mit der Fachleute wie Barry oder Keul an die Existenz der Kugelblitzes glauben, erinnert an zwei andere Phantome, die Wissenschaftler seit Jahrzehnten ebenso verbisssen wie erfolglos verfolgen: das Ungeheuer von Loch Ness, dem gläubige Experten schon mit U-Booten und Sonargeräten nachspürten; und den UFOs, die angeblich ständig auf der Erde landen und kleine grüne Männchen dislozieren. Und wie die UFO-Fans, so werden auch die Kugelblitz-Anhänger, sofern sie nur fest genug dran glauben, immer wieder neue "Beweise" präsentieren. Zu diffus und zu wenig greifbar sind die elektrischen Seifenblasen, als daß ihre Existenz entweder endgültig zu beweisen oder handfest zu widerlegen wäre. Deshalb auch umfassen sämtliuche Theorien über die Entstehung des Kugelblitzes "so ziemlich alle denkbaren physikalischen Vorgänge" (Berger). Manche Experten etwa vermuten, bei den Leuchtkugeln handle es sich um glühende Gaswolken; andere wiederum meinen, Kugelblitze seien elektromagnetische Wellen, die von rasenden Molekülen genährt würden. Doch im Grunde sind die Fachleute kaum schlauer als der Grieche Aristoteles, der das Phänomen des Kugelblitzes schon vor rund 2.300 Jahren sinngemäß so beschrieb: Genaues weiß man nicht. Skeptiker wie Berger vermuten, daß die Unzulänglichkeiten menschlichen Sehens an der Entstehung des "Phänomens Kugelblitz" mitgewirkt haben: Die Netzhaut des Augen werde bei (normalen) Blitzen bisweilen in einer Weise geblendet, daß der Eindruck eines kugelförmigen Gebildes entstehen könne - vergleichbar etwa der Blendwirkung eines Blitzlichtgerätes. Jahrelang hatten die Kugel-Theoretiker die Photos des Physikprofessors John Christian Jensen geschwenkt, wenn Zweifel an der Existenz ihres Lieblingsblitzes laut wurde. Von dem Gelehrten nämlich stammten die besten Aufnahmen nächtlicher Kugelblitze, die auf staunende Betrachter "wie ein gigantisches pyrotechnisches Feuerwerk" wirkten. Kein Wunder. Einige von Jensens Studenten hatten während einer der Photo-Sitzungen ihres Lehrers heimlich eine Serie von Silvester-Raketen in den Gewitterhimmel gejagt.

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Bester UFO-Experte starb ohne "Begegnung der dritten Art" meldete am 3.Mai 1986 die Neue Kronen Zeitung: Amerikas führender UFO-Forscher Allen Hynek ist in Arizona im Alter von 75 Jahren gestorben. Der Mann, der unzählige Berichte über Fliegende Untertassen überprüft und zwanzig Prozent von ihnen für echt erklärt hatte, hatte selbst nie eine "Begegnung der dritten Art". Dieser von ihm geprägte Begriff wurde durch Steven Spielbergs Film bekannter als alle Bücher Hyneks.

Luftwaffe schlägt UFO-Alarm - Brasilien: Kampfflugzeuge machen Jagd auf unbekannte Objekte meldete AP aus Rio de Janeiro und am 23.Mai 1986 berichtete so der Mannheimer Morgen: Mit Kampfflugzeugen hat die brasilianische Luftwaffe Jagd auf unbekannte Flugobjekte (UFOs) gemacht, die über drei brasilianischen Großstädten gesichtet wurden und auch auf den Radargeräten der Luftwaffe registriert wurden. Luftwaffenminister Otavio Moreira Lima teilte gestern in Rio de Janeiro mit, die rätselhaften Objekte seien in der Nacht zum Dienstag auf den radarschirmen der Luftverteidigungszentrale aufgetaucht. "Ich kann keine Erklärung für die Erscheinung anbieten, denn wir haben keine", sagte Brigadegeneral Moreira Lima. "Weil die Objekte unser Radarsystem in Sao Paulo störten, beschlossen wir, Flugzeuge aufsteigen zu lassen, um sie zu verfolgen." Die brasilianische Luftwaffe setzte vier Kampfflugzeuge auf die UFOs an, zwei Maschinen des frazösischen Typs Mirage und zwei amerikanische Maschinen des Typs F-5. Moreira Lima sagte, die rätselhaften Erscheinungen seien über Sao Paulo, Sao Jose dos Campos und Rio de Janeiro gesichtet worden. "Einer der F-5-Piloten berichtete, er habe vielfarbige Objekte gesehen", sagte der Luftwaffenminister. "Er erzählte uns, 13 dieser Objekte hätten seine Maschine begleitet, und zwar sieben auf der einen und sechs auf der anderen Seite des Flugzeuges." Ein anderer Pilot berichtete dem Fernsehsender "Globo", die UFOs hätten die Form und Größe von Tischtennisbällen gehabt und seien mit einer Geschwindigkeit von 1400 Stundenkilometern geflogen. Moreira Lima erklärte, jeder der Piloten, die sich an der Jagd nach den Erscheinungen beteiligt hatten, sei aufgefordert worden, einen ausführlichen Bericht dessen, was er gesehen hat, anzufertigen. Der Fernsehsender Manchete meldete, die Kampfflugzeuge hätten die UFOs drei Stunden lang verfolgt, hätten dann aber zu ihren Stützpunkten zurückkehren müssen, weil ihnen der Treibstoff auszugehen drohte.

Piloten berichten erstmals über ihre Jagd auf unbekannte Flugobjekte: Der Minister und die UFOs hieß es aus Brasilia via AP und die Welt-am-Sonntag meldete: Über drei brasilianischen Großstädten waren Anfang der Woche unidentifizierte Flugobjekte (UFOs) gesichtet worden: über Sao Paulo, Sao Jose dos Campos und Rio de Janeiro. Die brasilianische Luftwaffe ließ vier Kampfflugzeuge zur Erkundung der UFOs aufsteigen, zwei Maschinen des französischen Typs Mirage und zwei Maschinen des amerikanischen Typs F 5. Die beiden F 5-Piloten haben in der Nacht zum Samstag im Luftwaffen-Hauptquartier von Basrilia erstmals Einzelheiten über ihre Erlebnisse bekanntgegeben. Leutnant Kleber Caldas Marinho, 25, der eine der Erscheinungen über Sao Jose dos Campos erspät und verfolgt hatte, erklärte: "Es war ein pulsierendes Licht, rot und weiß, überwiegend weiß... Es handelte sich um keinen Stern, es konnte aber auch kein anderes Flugzeug sein. Das konnte nichts Irdisches sein." Er habe sich dem Objekt bis auf 20 Kilometer nähern können, dann aber umkehren müssen, weil ihm der Treibstoff auszugehen drohte. Der andere F 5-Pilot, Hauptmann Marcio Jordao, erzählte, er habe "ein rotes Licht, das sich nicht veränderte, gesehen, ganz offensichtlich bewegte es sich. Ich habe mich bis auf etwa 40 Kilometer genähert, konnte aber dann nicht mehr beschleunigen. Die Sicht war hervorragend. Es gab keine Wolken und keinen Luftverkehr." Ein dritter Pilot erzählte dem Fernsehsender "Globo", die UFOs hätten die Form von Tischtennisbällen gehabt und seien mit einer Geschwindigkeit von 1400 Stundenkilometern geflogen. Der Fernsehsender "Manchete" meldete, die Düsenjäger hätten die UFOs drei Stunden lang verfolgt, ehe sie wegen Treibstoffmangel zu ihren Stützpunkten zurückkehrten. Die brasilianische Luftwaffe hat eine Kommission zur Untersuchung der Beobachtungen gebildet... Oberst Ozires Silva, der Pärsident der staatlichen brasilianischen Ölgesellschaft Petrobras, der sich am Montagabend mit einem Privatflugzeug in der Nähe von Sao Jose dos Campos befand, bestätigte die Sichtung der unbekannten Flugobjekte. "Es war nichts, das irgendwie Fliegenden Untertassen oder einem Fliegenden Teller ähnelte. Stattdessen sah ich illuminierte Punkte."

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Quelle CENAP-Archiv

 

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