Blogarchiv

UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-18

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28.10.2002
    
Das Geheimnis des Chile-Mini-Alien gelöst?
Chilenische Veterinäre haben die kleine, humanoide Kreatur untersuchen gekonnt
Der Veterinär Professor Arturo Mann von der Universität in Santo Tomás hat inzwischen die mummifizierte Leiche des "Wesens" untersucht und nennt sie das abgestorbene Neugeborene eines kleinen Bergaffen namens Marsupial, in der Region "Monito de Monte" genannt.
Quelle: Mitteilung von Scott Corrales von "Institute of Hispanic UFOlogy" auf der Emailliste UFO Updates - Toronto am 26.Oktober 2002.
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28.10.2002
    
Buchtipp: "Kornkreise - Rätsel in mystischer Landschaft"
Das Ende des Kornkreis-Mysteriums naht, weil alle Fragen beantwortet werden
Sie erinnern sich an Mel Gibson und sein erfolgreicher Kinofilm SIGNS, die die Kornkreise aufgriffen? Im Sommer 2002 waren die Piktogramme wieder einmal ein Thema in den Medien des Landes. Oftmals ziemlich schräg dargestellt und die Wirklichkeit hinter den Zeichen im Weizen kaschiert um Sensationen liefern zu können. Sabei wurde einiges weggelassen, was zur Wahrheitsfindung notwendig ist. Nun wurde quasi als "Buch zum Film" SIGNS ein Band zur Annäherung an das Hintergrundphänomen der Kornkreise und Piktogramme von zwei Kornkreis-Forschern in Münchener Beust-Verlag vorgelegt ( http://www.besutverlag.de ). Harald Hoos und Florian Brunner veröffentlichten einen hochinteressanten und wichtigen Hardcover-Band namens »Kornkreise - Rätsel in mystischer Landschaft« zur Beendigung der Debatte um die merkwürdigen Zeichen im Korn. Der Band kostet zwar 21,90 Euro, ist aber wie selten zuvor sein Geld absolut wert. Im Buchhandelt unter ISBN 3-89530-096-9 zu ordern.
Beide Autoren waren Mitte der 90er Jahre selbst glühende, atemlose Phänomen-Anhänger, doch dann schauten sie näher hin und fanden verdächtige "Brösel" im Kornfeld und nach und nach erkannten sie was in der Kornkreis-Szene läuft und was es mit den "kosmischen Hieroglyphen" auf sich hat. Die Analyse lässt keine Fragen mehr offen, ist vielleicht für einige zu enthusiastische Fans als Leser sogar frustrierend. Doch, sei´s drum, auch wenn schließlich das Kunststück der Zeichen im Korn aufgeklärt wird - man erfährt jenseits des "grenzwissenschaftlichen" einen Zugang zu einer neuen Art von Kunst, die genauso schön auch ohne esoterische Verklärung ist und wunderbar erscheint. Kornkreisvoyeure können auch nach dem Studium des Bildbandes solche bleiben - erfahren aber mehr über die Arbeit der Kornkreis-Küstler, deren Wirken man danach nur noch bestaunen kann. Gut, die "psychodelische Wirkung" verliert sich, aber das Wunder kann weiterhin ob menschlicher Leistungskraft bestehen bleiben.
»Kornkreise - Rätsel in mystischer Landschaft« ist augenöffnend, logisch aufgebaut und mit der Schreibe des "gesunden Menschenverstandes" verfasst. Manchmal kann man sogar über den Quatsch den Kornkreis-Enthusiasten verzapften lächeln. Die Querverbindungen zu weiteren anomalistischen Glaubensvorstellungen sind auch für mich elektrisierend gewesen. "Das wahre Phänomen zeigt sich nicht in seiner Entstehung, sondern in der Wirkung der Kreise", schreiben die Autoren um nachzuweisen, wie sehr das Phänomen hauptsächlich in unseren Herzen wirkt. Wer die History der Kornkreise von ihrem Anbgeinn an mit wachen Augen beobachtet und analysiert hat, dem kann kaum entgangen sein, dass es sich bei diesem, wie auch bei anderen Phänomenen aus dem Bereich der Grenzwissenschaftn im weitesten Sinne um eine Art Ersatzreligion handelt, auf die viele Gläubige ihre Sehnsüchte und tiefsten Wünsche projizieren.
Hoos & Brunner machen fest: "Bei der Beobachtung der Forschungsaktivitäten drängt sich uns immer wieder der Eindruck auf, dass es hier nicht darum geht, Strukturen zu hinterfragen und Licht ins Dunkel des Phänomens zu bringen, sondern ein Gerüst zu bauen, das den Mythos Kornkreis stützt und aufrechterhält." Zudem erkannten sie themenübergreifend: "Die Initiative zur Kornkreisforschung geht fast ausschließlich von den Anhängern jener These aus, die die Kornkreise als übernatürliche Phänomene begreift. Aus diesem Umstand resultiert, dass das Forschungsergebnis quasi schon vorgegeben ist. Es wird nur noch nach Beweisen gesucht, die diese Ansicht stützen. Und angesichts dieser Ausgangssituation ist es wenig verwunderlich, dass die Objektivität oft auf der Strecke bleibt." Dies ist 1:1 übertragbar auf die UFOlogie. Die beiden Forscher bringen hierzu einige Beispiele vom Verhalten der Kornkreis-Hardcore-Fans ein und man kann ob dieser Erfahrungen betreffs angeblicher "Feststellungen" von "Rissen im Raum-Zeit-Gefüge" oder "Krümmungen des Raum-Zeit-Kontinuums" nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, so lächerlich sind sie bei genauerer Betrachtung.
Als Höhepunkt des Buches liefern die beiden Autoren sogar den "Kornkreis zum Buch" mit besonderen Schwierigkeitsgraden ab und dokumentieren es. So produzierten sie "aus der Hand" heraus ein Piktogramm, ohne über Traktorspuren in ein Weizenfeld einsteigen zu können und dennoch keine verdächtige Spuren zu hinterlassen. Sie waren vom Ergebnis so begeistert, dass sie hierzu sogar ein Video mittels ihnen zur Verfügung stehender, amateurhafter Tricktechnik produzierten, welches das berühmte "Olivers Castle-Video" von 1996 zurm Vorbild hatte. Siehe unter http://www.kornkreise.de/gfv.htm
Kurzum: Um den Herbst kurzweilig und erkenntnisreich zu halten - kaufen Sie dieses Buch!
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01.11.2002
    
Schummeln bei der Alien-Jagd
Millionen Menschen suchen mit dem Bildschirmschoner von seti@home Außerirdische. Manche treibt allerdings irdischer Ehrgeiz
Seti@home gerät unter Beschuss von unerwarteter Seite. Teilnehmer beschweren sich, dass es bei einigen Ergebnissen nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Die Projektleiter von der Universität Berkeley ignorieren die Vorwürfe. Hunderttausende von Menschen überlassen ihren Computer den Alienjägern von Seti@home. Sie müssen dafür nichts anderes tun, als einen Bildschirmschoner installieren, der Daten aus dem Radioteleskop in Arecibo, Puerto Rico, nach außerirdischen Signalen durchsucht. Auffällige Ergebnisse aus Holland und Deutschland: Irdische Leidenschaften bleiben den Alien-Jägern nicht fremd. Es gibt Teams, die untereinander darum kämpfen, wer die meisten fertigen Datenpakete ausliefert. Manche Teammitglieder greifen dabei zu extremen Mitteln und schummeln. Das geschieht angeblich in großem Maßstab. Der Programmierer Max Nealon hat das Projekt von Anfang an verfolgt und schon früher mit den Wissenschaftlern aus Berkeley daran gearbeitet, Schummeleien aufzudecken. Er kritisierte gegenüber dem IT-Newsdienst «ZDnet», dass das niederländische und das deutsche Team in den letzen Monaten auffällig viele Resultate abgeliefert habe. Auf der Suche nach Intelligenz im All 06. Nov 2001 13:51Ein Gigahertz-PC, der nichts anderes tut als den seti@home-Bildschirmschoner laufen zu lassen, braucht etwa sechs Stunden um eines der Datenpakete durchzurechnen. Manche Gruppenmitglieder liefern täglich 5000 fertige Pakete ab. Die Betrügereien würden ein schlechtes Licht auf eines der prominentesten Projekte für verteiltes Rechnen werfen und stellten die bisher erzielten Ergebnisse in Frage, meint Nealon.
Auch die Leiter der betroffenen Teams sind sich bewusst, dass es bei den Ergebnissen nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Aber sie haben wenig Handhabe, dagegen einzuschreiten. Jeder kann sich bei dem Team seiner Wahl anmelden. Wieso die Leute schummeln, ist schleierhaft: Es gibt keinerlei finanzielle Vorteile für die Fälscher. Mehr Geld für neue DatenDie Projektleitung in Berkeley ignoriert bisher die Vorwürfe. Möglicherweise hat sie andere Sorgen: die weitere Finanzierung ist nicht gesichert, neue Sponsoren werden gesucht. Seti@home soll Anfang nächsten Jahres in die zweite Phase gehen: ein Radioteleskop in Australien liefert zusätzliche Rohdaten von der Südhalbkugel, ein neues effizienteres Programm für die Analyse wurde entwickelt. Ob geschummelt oder nicht: Bisher hat sich noch kein Außerirdischer gemeldet. Trotz mehr als einer Million Jahre Rechenzeit gab es bisher noch nicht die erhoffte Nachricht von fremden Planeten.
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13.11.2002
    
Verborgen gebliebener Piloten-UFO-Flotten-Sichtungsfall in der Türkei
Im Vorfeld des Leoniden-Meteorhagels: Am Morgen des 1.November 2002 wurde eine ganze UFO-Flotte von mindestens vier Flugzeugbesatzungen über dem türkischen Stadt Afyon beobachtet
Am Mittwoch, den 13.November 02, wurde ich über den Internet-Newsletter ´UFO Roundup´ Nr.46, auf eine aufregende UFO-Sichtungsmeldung gebracht, die das Herz jedes UFO-Forscher (zunächst) zum heften Schlagen bringt, weil damit scheinbar ein "positiver UFO-Ideal-Fall" verbunden zu sein scheint. Hiernach soll am Freitagmorgen des 1.November 02 gegen 5:30 h ein türkischer DC-1O-Jetliner auf seinem Flug von Antalya nach Istanbul beim Überflug von Afyon (250 km südwestlich von Ankara, eine mittelgroße Stadt) etwas Seltsames zunächst auf dem Radarschirm ausgemacht haben. Die Maschine bewegte sich dabei gerade selbst in einer Flughöhe von 6.600 Metern. Alarmiert schaute sich der Copilot des Fliegers über das Cockpitseitenfenster im Luftraum um. Dabei sahen nicht nur er, sondern auch sein Pilot und einige andere Crewmitglieder "eine Gruppe von 15 UFOs von jeweils der Größe einer Boeing 747" in einer Linie über sich dahinziehen. Man schätzte deren Höhe zunächst auf etwa 10.500 Metern ein, korrigierte sie später aber auf "in der oberen Atmosphäre". Die Formation von UFOs bestand aus runden selbstleuchtenden Objekten, die keinen Kondensstreifen hinter sich ließen. Schließlich verschwanden sie in der Dunkelheit über dem nordwestlichen Horizont. Soweit dass, was die ufologische Schmiede anbot, doch dies ist wie immer nur die halbe Wahrheit...
Erol Erk von der türkischen UFO-Vereinigung TUVPO meldete alsbald zusätzliche Informationen zu dieser "UFO-Schwadron". Danach hörte sich das aktuelle unbd reale Geschehen etwas anders an und bei weitem nicht mehr als ´himmlisches Rätsel´ für den Sachkundigen. Demnach sahen insgesamt die Mannschaften von vier Flugzeugen (drei türkische, eine ausländische Maschine) genau die selbe Erscheinung, die sie den Luftfahrtbehörden aktuell weitergemeldet hatten. Zudem wurde die Prozession am Himmel von Personal der Flughäfen in Antalya und Izmir ebenso ausgemacht - und zwar zu selben Zeit. Schnell wurde hier auch die Größe der Erscheinungen korrigiert, es handelte sich insgesamt um 10-15 kleine Objekte, die wohl INGESAMT die Größe einer Boeing-747 hatten, wenn man eine solche im Luftraum aus 1 - 2 Meilen Distanz sieht. Die Zeugen waren sicher, dass diese Objekte nicht von der Erde kamen - und sie auch nicht erreichten, sondern in der Hochatmosphäre blieben, wobei sie doch Leuchtspuren hinter sich herließen, die 10 - 15 x so lang waren, wie ihre Gesamtschau. Zudem bewegten sie sich vielleicht 8 x schneller als ein Flugzeug. Pilot Yylmaz Athly wird hier konkreter zitiert: "An diesem Morgen starteten wir von Antalya um nach Deutschland zu fliegen. Im Luftraum von Afyon sahen wir links oben, weit über uns, ein sehr helles Licht, welches immer heller wurde und herbeikam. Dann passierte es uns weit über uns und trennte sich in viele kleinere Objekte auf, die dann zusammen nach rechts unten zogen und verschwanden. Wir sahen es wohl, aber auf unserem Radar war davon nichts zu orten." Auch Pilot Sinan Yylmaz war unter den Zeugen, er kam ebenso aus Antalya und flog nach Salzburg. Er beschrieb im Kern das selbe Geschehen wie sein vorgenannter Kollege, ergänzte aber noch, dass die Flugbahn des auseinanderbrechenden Körpers stabil war und die Lichter gelblich-weißlich ausfielen. Die Gesamtdauer der Observation war maximal 45 Sekunden lang: "Ich glaube nicht an Dinge wie UFOs, aber wenn man so etwas wie dies hier mal gesehen hat, dann ist es schier unmöglich nicht mehr daran zu glauben." Der Leiter der türkischen Pilotenvereinigung TALPA, Captain Necmi Ekinci, nahm zur Glaubwürdigkeit der Berichte Stellung: "Unseren Piloten kann man vertrauen. Wir glauben dem, was sie uns berichteten."
Tatsächlich ist die Nachrichtenlage nun deutlicher ausgefallen und das Kern-UFO kam wohl wirklich aus dem Kosmos - und zwar in Gestalt eines großen Meteoriten, der in der Hochatmosphäre zerbrach und in vielen Einzelteilen verglühte. Daher konnte das Geschehen nicht nur von den Fliegern in der Luft, sondern auch in weiterem Umkreis von Menschen am Boden ausgemacht werden - wie die Zeitung ´Hürriyet´ in ihrer Abendausgabe vom 1.November berichtete, konnte sogar ein Herr Halil Yalcin in Afyon mit seiner Videokamera die Erscheinung festhalten! Ein entsprechendes Bild aus dem Film wurde hier sogar abgedruckt und es zeigt auch genau das, was man bereits aus vielen Vergleichsfällen der gleichen Art rund um den Globus her kennt. Ein zerbrechender Meteorit als Vorläufer des demnächst zu erwartenden Leoniden-Hagels. Soweit die Ergänzung durch unseren Mitarbeiter Ferhat Talayhan.
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14.11.2002
    
Update zur türkischen UFO-Flotte
Nicht Meteorit, sondern russische Raketenstufe war als Reentry-Körper Anlaß für das himmlische Wunder
Schließlich wurde eine wichtige Zusatzinfo aus Spanien durch Vicente-Juan Ballester Olmos bekannt, der den Vorfall schlußendlich als Re-Entry bewerten ließ. Er hatte auf http://www.satellite.eu.org/seesat/... nachgeschaut von von Harro Zimmer die Berechnung erhalten, wonach das über der Türkei ausgemachte Leuchtspuren-Spektakel auf den Niedergang einer russischen Raketenstufe einer Soyuz TMA-1 mit Start von Baikonur zwei Tage zuvor zurückging, deren Niedergang über dem Mittelmeer für den exakten Beobachtungszeitraum festgelegt wurde....
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22.11.2002
    
USA: Neue TV-Doku über Roswell kommt mit leeren Händen daher
Fernsehkritiker des "Seattle Post-Intelligencer" ist von der neuen amerikanischen Roswell-UFO-Dokumentation herb enttäuscht
Am heutigen Freitagabend läuft zur besten Fernsehzeit die Sci Fi-Channel-Sendung "The Roswell Crash: Starling New Evidence". Doch der Fernsehkritiker John Levesque vom "Seattle Post-Intelligencer" ist von dem ausgegebenen Pressematerial und der dazugehörigen Videokassette enttäuscht. Zuviel wurde versprochen, zu wenig wurde gehalten. Das Roswell-Thema ist einfach übermüdet und ausgelaugt. Was man der Dokumentation auch anmerkt. Sie ist nämlich erschreckend schlecht ausgefallen und Zeitverschwendung. Levesque nannte sie schlichtweg "eine Schande" und zehn Minuten sinnvollen Inhalts hat man hier künstlich auf zwei Stunden Spiellänge gestreckt. Mit echtem Journalismus hat die "Dokumentation" wenig am Hut und man verkauft das ganze wie früher auf dem Jahrmarkt Zaubertrank. Alles was hier an "Neuem" versprochen wurde ist längst bekannt und unendlich oft schon über die US-TV-Schirme geflimmert. Und die "große Überraschung" aufgrund einer archäologischen Untersuchung ist schlichtweg jene - dass es keine gibt. Vielversprechend dagegen eine Behauptung von Moderator Bryant Gumbel vor laufender Kamera, wonach angeblich "Teile und Artefakte des Roswell-Crashs sich in beuteln verpackt in einem Tressor der Roswell Wells Fargo Bank" befinden und man nun nur noch darauf warten müsse, bis man dieses Material zur Laboruntersuchung freigibt. Thats it. Von journalistischer Untersuchung und Recherche an diesem Punkt kein weiteres Wort, geschweige denn Handeln - Moderator Gumbel ist eindeutig unterfordert mit seinem Job und muss nur sein Gesicht in die Kamera halten, damit der Schau nach die Sendung wenigstens "seriös" wirkt. Dabei würde es doch hier gerade für den investigativen Journalismus interessant werden! Es ist offenbar schwierig für einen Fernsehsender mit dem Begriff "Fiction" im Sendernamen mit "Fakten" umzugehen... Es gilt nur zu hoffen, dass die Spielberg-Serie "Taken" wenigstens mit der "Fiction" zurechtkommt und Spielberg zu seiner alten Form wie mit dem Blockbuster-Film "Unheimliche Begegnung der dritten Art" findet. Als TV-Zuschauer kann man schon zufrieden sein, wenn "Taken" halbwegs an "Dark Skies" anschließen kann.
Schuster bleib bei Deinen Leisten. There´s no business like show business, like no business I know...
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09.12.2002
    
Neuer UFO-Alarm in Deutschland in der späten Sonntagnacht
Himmlisches Objekt "unbekannter Herkunft" mit multifarbenen "Projektionen" wird am Südhimmel gemeldet - der helle Stern Sirius als Übeltäter
Völlig unerwartet wurde die deutsche UFO-Meldestelle des Mannheimer Amateur-Astronomen Werner Walter unter Telefon 0621-701370 in der späten Sonntagnacht von mehreren UFO-Darstellungen nach Wochen absoluter "UFO-Pause" überrascht. Begonnen hatte es gegen 23:30 h, als eine ältere Dame aus Bad Tölz sich meldete, da sie "seit einer Stunde" von ihrem Wohnzimmer aus ein "stillstehendes, blinkendes und mit rotierenden Farben besetztes Fremdobjekt" eine Handspange hoch über dem südlichen Himmel ausmachte. Sie vermerkte, dass trotz "bester Wetterlage" und "absolut freiem Himmel" dieses Objekt sich von allen anderen Himmelskörpern abhebe, weil es alleinig die genannten "Projektionen" zeige. Taxifahrer Ulrich G. aus Görlitz ist um 23:45 h Zeuge einer merkwürdigen Erscheinung, die er gegen 24 h nach Mannheim meldet: "Ich hatte gerade gegen 23 h einen Fahrgast nach Hause gebracht, als dieser mir zurief, dass da ein UFO oben am Himmel steht." G. sah es selbst und beschrieb die Erscheinung am südlichen Himmel als einen "multifarbenen, nie gesehenen Stern" am kristallklaren Himmel. Er konnte die Erscheinung bewegungslos etwa zehn Minuten verfolgen, bis er von der Taxizentrale zu einem neuen Kunden geschickt wurde. Um 0:30 h meldete sich ein Grafiker aus der Nähe von Hamburg, der bereits seit 23 h "ein himmlisches Objekt unbekannter Herkunft" ausmachte, welches des südlichen Himmel aufgrund seiner "blitzenden Erscheinung" dominierte. Ganz, ganz langsam stieg es zum Himmel empor. Neugierig geworden bat Walter um weitere Detaildarstellungen in der himmlischen Region und eilte selbst auf den heimischen Balkon - und wurde ebenso Zeuge jenes Ereignisses, welches inzwischen einige Leute verwirrte: Der sogenannte "Hundestern" Sirius blitzerte in der angegebenen Himmelsrichtichtung sehr auffälllig vor sich hin. Als dann nach 1 h sich ein Herr aus Aachen mit seiner "UFO-Meldung" nach Mannheim wendete, fragte Walter gleich in welcher Richtung und Höhe sich das angebliche UFO befand - und bekam genau die Position des Sterns Sirius eindrücklich dargelegt...
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19.12.2002
    
TAKEN ein großer Erfolg in den USA für den Sci Fi-Channel
Nun äußert sich auch Steven Spielberg zur Serie und ihrem Inhalt - und zwar unerwartet kritisch
Die Pilotfolge von TAKEN sorgte beim Sci Fi-Channel für einen Quotenrekord und man will um die 5 Millionen Zuseher erreicht haben. Vergessen wir nicht, dass dies ein Sparten-Kanal ist. Welche Quoten die laufende Serie aber hatte ist bisher nicht bekannt geworden. Die Sender-Verantwortlichen halten sich wohl aus gutem Grunde zurück. Dennoch, TAKEN ist für den Kabelsender Sci Fi gut gelaufen. Über United Press International lief gerate die Meldung: "Spielberg ´Taken´ By Mini Response". Auch er wirbt zunächst für die Serie, schließlich gilt es ja auch Auslandsrechte/Sendelizenzen zu verkaufen: "Die Quoten sind die Besten die der Sci Fi-Channel jemals hatte." Doch glaubt der Herr von "E.T." und "Close Encounters of the Thrid Kind" selbst an Außerirdische? Seine Antwort: "Ich glaube persönlich nicht, das irgendjemand mal von Aliens entführt wurde. Dies ist nur eine nette Mythologie, eine gute Sage." Und warum lief TAKEN ´so gut´? Nun, die Serie ist nicht geballt mit SFX-Szenen, sondern eine "Familienserie voller Dynamik und Trauma. Sie ist in Wirklichkeit ein Trauma-Drama."
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27.12.2002
    
UFOlogische Wahnwelten - der Rael-Klonwahnsinn
Auswirkungen auf die UFO-Thematik, eine persönliche Betrachtung von Werner Walter
dpa meldete am 27.Dezember 02: »Ufo-gläubige Sekte will angeblich erstes Klonbaby vorstellen. New York (dpa) - Eine Ufo-gläubige Sekte will angeblich ein geklontes Baby vorstellen. Das berichtete die "New York Times" am Freitag. Die wissenschaftliche Direktorin der Raelianer-Sekte, Brigitte Boisselier, wollte demnach die Geburt noch am Freitag vor Journalisten in Miami offiziell bekannt geben. Experten reagierten skeptisch auf die Ankündigung. Bei dem angeblichen Klonbaby soll es sich um ein Mädchen handeln, dessen Erbgut identisch sei mit dem seiner Mutter. Die Geburt sei durch einen Kaiserschnitt erfolgt. Aus "medizinischen Gründen" sollen weder Kind noch Mutter auf der für 9.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr MEZ) angekündigten Pressekonferenz anwesend sein. Sprecherin Nadine Gary erklärte der Zeitung, dass Boisselier die "DNA-Fingerabdrücke des Babys verifizieren" werde. Sie habe mit einem unabhängigen Wissenschaftler gesprochen, der bereit sei, den Beweis für die Identität des Erbguts von Kind und Mutter zu bestätigen. Boisselier unterhält eine Klinik mit Namen Clonaid auf den Bahamas. Außer der gebürtigen Französin hatten noch zwei andere Fruchtbarkeitsexperten die Geburt der ersten geklonten Menschen in Aussicht gestellt, der Italiener Severino Antinori und der Amerikaner Panos Zavos. Boisselier erklärte vor einigen Wochen, ihr seien fünf Schwangerschaften mit geklonten Embryonen gelungen, und die erste Geburt werde noch vor 2003 erfolgen. Raelianer sind die Anhänger von Raël, einem aus Frankreich stammenden Schlagersänger und Rennfahrer mit bürgerlichem Namen Claude Vorilhon, der im Osten Kanadas ein religiöses Zentrum eingerichtet hat. Der Sektenführer war eigenen Angaben zufolge 1973 auf einem Vulkan in Südfrankreich auf ein Ufo getroffen. Von den Aliens erfuhr er seinen Ausführungen nach, dass die ersten Menschen auf der Erde als Klone von Außerirdischen mit dem Namen Elohim entstanden. Die Sekte gibt die Zahl ihrer Mitglieder mit derzeit etwa 55 000 an. Sie glauben, dass das Klonen ihnen die Möglichkeit gibt, Religion und Wissenschaft miteinander zu verschmelzen. Boisselier sprach 1998 von "ungefähr 100" Klienten, die bereit seien, für ein Klonbaby je 200 000 Dollar (rund 200 000 Euro) zu zahlen.«
Zum Jahresausklang gibt es nun neuerliche Aufregung um den "ufologischen Mr.Frankenstein", Rael (mit bürgerlichem Namen Claude Vorilhon [gescheiderter Journalist, Rennfahrer und Sänger]), und seiner kommerziellen Firma Clonaid. Erstmals soll es gelungen sein, aufgrund Raels "geistiger Instruktion", einen Menschheitstraum wahr werden werden zu lassen - das "ewige Leben aufgrund von genetischen Kopien seiner selbst" (was allein schon Blödsinn ist, ein Klon ist eine andere Person wie eben sein eigenes Kind aber man manifestiert sich dort nicht nochmals neu). Jenseits der ethischen Verwerflichkeit des "künstlichen Menschenschaffens" für mich als Abtreibungsgegner, frage ich mich aber, ob die neuerliche Meldung um den "Ersten Klonmenschen der Welt" nur ein PR-Gag ist um wieder einmal die Aufmerksamkeit auf Rael´s UFO-Sekte zu lenken. Die märchenhafte Weihnachts-Geschichte 2002? Beweise wurden nämlich für die Behauptung nicht vorgelegt.
Erschreckend dabei ist aber, und zwar als heftiges Problem für die "UFOlogie", die Feststellung, dass der Begriff "UFO-Sekte" quer durch die Medien geht - und damit die Vorstellung aufmacht, dass wer sich für UFOs interessiert einer Sekte angehört. Gut (oder eher NICHT GUT), die UFOlogie besteht zu großen Teilen aus esoterischen UFOlogen mit einer ganzen Bandbreite von wirren Vorstellungen (siehe so auch die "German UFO Chronicles" auf der CENAP-Hauptseite), aber ärgerlich ist sicherlich, dass dieses "Aroma" niemals von innen heraus versucht wurde abzulegen. Im Fall von Rael, der sicherlich ein ufologischer Extremist ist, sogar mehr als verblüffend weil sich seinen Hirnblähungen weltweit mehr als 50.000 ufointeressierte Menschen geradezu wie in einem Rauschzustand unterwerfen. Wenn die Zahl stimmt, dann ist Rael der weltweit erfolgreichste "UFO-Guru" (und so tritt er auch schon äußerlich bewusst auf!) aller Zeiten. Traurig genug, wenn man auf seine medienwirksamen Auftritte hereinfällt, in denen er nur gesellschaftliche Provokationen feilbietet. Und genau dies ist sein Trick (der allein schon in der Namensgebung sich manifestiert um aus "Real" den Kunstnamen "Rael" zu generieren), sein Köder. Und da Rael mit diesem Thema bereit sei einiger Zeit das UFO-Thema auf der breiten Basis für die öffentliche Gewahrwerdung international besetzt hat, wundere ich mich schon, warum es KEINE klaren Gegenpositionen und Zurückweisungen all dieses Tuns durch die UFOlogie-Produzenten mit ihren Organen als Titelgeschichten gibt. In Deutschland hat weder das größte UFO-Magazin (sogar am Kiosk erhältlich) MAGAZIN 2000PLUS noch die über Abo zu beziehenden UFO-NACHRICHTEN sich strikt von Rael abgewendet. Warum wird selbst in der UFO-Gemeinde all dies also geduldet, anstelle sich von solchen Spinnereien zu distanzieren? Die Antwort ist ganz einfach: Man hat selbst genug wirres Material in Umlauf gebracht (auf dem sich Rael auch ufologisch-historisch bezieht, nur seine eigene Nische durch Neuformulierungen fand) und kann daher nicht mehr zurück (auch weil Leute aus eigenen Reihen wiederum Raels Basisstory für sich weiterentwickelten). Die ufologische Inzucht kann also ungestört weitergehen, da niemand aus der Szene selbst heraus mal auf den Tisch haut und ruft: "Schluß, mit all dem Scheiß!" Ich habe dies bereits seit fast drei Jahrzehnten über CENAP getan und wurde deswegen von den Freunden des Fantastischen seither wieder und wieder angefeindet, teilweise geradezu "geprügelt". Dabei wird ein entscheidender Faktor übersehen: Die UFO-Gläubigen (= UFOs sind Raumschiffe außerirdischer Besucher, um es ganz deutlich zu machen) selbst sind an ihrem Negativ-Image in der Öffentlichkeit Schuld. Rael hält ihnen nur den Spiegel vor und macht die fetten Dollars damit.
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28.12.2002
    
Menschen-Klonen und Rael - dies ist kein Zufall, sondern PR
Was die neue Masche der "Klonversuche" mit den "UFO-Entführungen" gemeinsam hat
Geraume Zeit war "Rael" irgendwie öffentlich weg. In Old Germany war seine Bewegung mangels Mitgliederschwäche kaum der Rede wert in der UFOlogie. Dennoch, im Ausland machte er einigen Wirbel und das Buch »Die Wahrheit, die zu ewigen Leben führt« von den Zeugen Jehovas regte Vorilhon an sich daraus zu bedienen und er schrieb eine neue Bibel: »Das Buch, das die Wahrheit sagt«. Bereits hier wurde verkündet, dass das Volk Davids sein Land wiederfinden wird (Gründung des Staates Israel) und damit wird der tiefenpsychologische Bogen geschlagen zur "heimlichen" Suche Claude´s nach seinem Erzeuger. Jeder von uns will wohl wissen, wer sein Vater ist. Seine Mutter war Katholisch, er muss sich als Bindeglied zwischen beiden Konfessionen gesehen haben. Das bildliche Symbol der Rael-Bewegung (und das Kennzeichen der außerirdischen Väter!) ist übrigens ein merkwürdiges Bild - ein in einem Davidstern eingearbeitetes Hakenkreuz! Ich denke, man muss kein großartiger Tiefenpsychologe sein, um zu erkennen was das Motiv ob der persönlichen Situation von "Rael" aussagt. Schaut man genauer hin, kann man dies alles sehr gut erkennen - um so erstaunlicher ist es wohl, weshalb so viele Leute dies nicht blicken (wollen). Und auch nicht sehen, dass der Name "Rael" ein Bestandteil des Namens IsRAEL ist, was übrigens für "Gotteskämpfer" steht. Genau dafür sieht sich Rael auch an. Auch hier hat er also "adoptiert". Aber derartige Anleihen in der UFO-Mythologie-Ausprägung sind auch nicht gerade Neu, jedenfalls für jenen der sachkundig Bescheid weiß. Leider sind dies die Allerwenigsten ist der UFOlogie, auch wenn sie rhetorisch vorgeben, es sei alles ganz und gar anders.
"Rael" zitiert gerne die Bibel, doch wenn jene stimmt, dann wurden wir Menschen "nach dem Bilde Gottes geschaffen". Dummerweise sind "Raels" Überirdische jedoch ziemlich different von uns - 1,20 -1,30 Meter hoch, haben Heiligenschein und ihre Haut ist Grün. Sie sind also wahrhaftig "little green man", ein Begriff der sowieso als Witzgestalt daherkommt. Ein heimlicher Hinweis der unbedachten Art über die Natur der Erzählung? Wie auch immer, interessant ist es auf jeden Fall. Überzeugte Glaubensgenossen merken dies freilich nicht, ein besonderes und altes Übel in der UFO-Gemeinde wo der "Wille-zum-Glauben" vorherrscht. Dumm und dümmer also. Jeder wirkliche Forscher sollte einmal das Kapitel "Die Rael-Bewegung" in dem wirklich unterschätzten Buch »UFO-Sekten« von Fischinger/Horn aus dem Moewig-Verlag (Rastatt, 1999, ISBN 3-8118-1478-8) durcharbeiten. Hier wird eindeutig klar, wie sich "Rael" aus biblischen Texten bediente und sie für seine Nummer verdrehte.
Wie gesagt, geraume Zeit war "Rael" öffentlich weggetaucht. Dann kam in den Neunzigern die Ära der "UFO-Entführungen" als Gegenentwurf zu den positiven Aliens mit fröhlichen Kosmosbotschaften im Sinne der alten Kontaktler. Dieser neue Trend brachte offensichtlich böswillige Aliens (die "Greys") mit sich, welche irgendwelche finsteren Gen-Manipulationen an ausgesuchten Erdlingen vornahmen. Die UFOlogie wurde davon fast niedergerannt und es war eines ihrer Generalthemen. Kleine graue Wesen kämen also daher um genetisches Material von Erdlingen zu "gewinnen", damit sie selbst weiterleben können. Damit wurden die Außerirdischen zu neuen Dämonen und der bis dahin als positiv empfundene Alien-Kontakt wurde mediengerecht umgekippt, um ein neues Thema zu liefern - es klappte wunderbar. Und ganz plötzlich, völlig unschuldig, tauchte "Rael" aus der Versenkung auf und drehte gegen den Wind, um ebenso eine neue Facette aufzumachen. Marktgerecht wurde hier ein neues Thema geliefert. Wieder einmal. Damit ist für mich längst alles klar.
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28.12.2002
    
UFO-Mythos: "Rael" ist selbst ein Klon der UFOlogie
Wie aus vielen ufologischen Konzeptionen ein seltsam-erfolgreicher Geschäftszweig wurde - basierend auf fast nur menschlichen Schwächen, Hoffnungen und Erwartungen
Vorab ein Zitat von Albert Einstein (1879-1955): "Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher."
Claude Vorilhon hat es "geschafft", er ist mal wieder in aller Munde. Wer am Samstag, den 28.Dezember 02, irgendwo auf dem Globus seine Tageszeitung aufschlug, bekam wieder eine wundersame Sensation geliefert. Radio- und Fernseh-Nachrichten vom Vortag waren schon Übervoll damit. Von "UFO-Gläubigen" ist da noch harmlos die Rede, aber wenn es um "unheimliche UFO-Sekten" oder gar wie in BILD um eine UFO-"Wissenschaftssekte" (was letzteres auch immer sein soll, wenn nicht gar nur eine der Wortschöpfungen der BILD) dann bleibt was in der Bevölkerung über das Image desjenigen hängen, der sich mit UFOs beschäftigt. Allesamt Wahnsinne oder Spinner, Scharlatane auf jeden Fall. Doch dieses Bild hat eine starke Schieflage oder sollen auch alle jene Menschen die einfach nur seltsame Lichter am Himmel gesehen haben und sie für unidentifizierte Flugobjekte (UFO) einstufen auch damit gemeint sein? Wenn Ja, dann tut man diesen Leuten völlig Unrecht - da sie wohl meistens nichts mit UFO-Sekten zu tun haben (wollen), schlimmstensfalls von ufologischen Ideen angeregt "Verzeichnungen" vornehmen (aber dies ist eine andere Sache). Aber als Ausfluss der aktuellen Berichterstattung ganz automatisch und ungewollt in diesen Strudel der esoterischen, spiritsistischen und/oder okkulten Kloaken-UFOlogie hineingezogen werden. Claude Vorilhon alias "Rael" wird dies alles wurscht sein, er sonnt sich gerne im Licht der Scheinwerfer - er ist eine ufologische Show-Type nach bestem amerikanischen Vorbild. Durch und durch, da ist auch nichts Zufall - abgesehen, das seine Neu-Offenbarungen vom Glück beseelt waren und er als Abenteurer damit ganz gut über die Runden kommt. Ja, frei nach dem alten Motto römischer Herrscher: Gebt dem Volk Brot und Spiele. Die religiöse Dimension des UFO-Phänomens nimmt nicht wenige Menschen gefangen. Doch wie immer bei den so genannten UFO-Kontaktlern handelt es sich auch hier um eine Mischung aus Dichtung, Fälschung und Tatsachenverdrehung. Vorgetäuscht und geschickt verpackt als "Wirklichkeit", als (Ups) "Realität. Für die seriöse Erforschung des UFO-Phänomens sind derartige Auswüchse natürlich wie eine Art "Pesthauch", auch wenn sich viele Jünger um solche Meister scharen und sich ihnen mit Leib und Seele verschreiben. Dennoch laufen in der UFOlogie solche Nummern bestens - wodurch die UFOlogie selbst eine fundamentale Gefahr für die wissenschaftliche UFO-Forschung ist. Man muss wirklich immer wieder feststellen, dass es bis Heute nicht gelungen ist, die Mikrobe der menschlichen Dummheit auszurotten.
Dabei ist die ganze "Rael"-Geschichte von Anfang an ufologisch durchgestylt und hebt sich von Billy Meier, dem Ashtar-Command und anderen Gruppen ab. Darauf kommt es auch an. Vorilhon wuchs in Frankreich auf, machte viele Jobs, war nirgends so recht erfolgreich und auch nicht glücklich damit. Seinen jüdischen Vater hatte er nie kennengelernt, der war abgehauen. Dann inmitten der großen UFO-Herbst-Winter-Welle 1973 hat er zu Weihnachten eine »Fliegende Untertasse« landen sehen, ganz eine solche wie sie schon einige Kontaktler vorher schon gemeldet hatten und wie George Adamski damit weltberühmt wurden. Dann stiegen Außerirdische aus und übermittelten ihm die neuzeitliche Weihnachtsbotschaft, für die natürlich er als "Rael" auf Erden werben solle, exklusiv. Doch die Aliens sahen dieses Mal ganz und gar anders aus, als die früheren Blondhaarigen, sie waren Mini-Jesus-Leute. Sie sahen aus wie kleine Jesuse, so wie man sich Jesus seit dem Mittelalter aufgrund des Turiner Grabtuchs und noch mehr kirchlichen Gemälden vorstellte. Sogar mit Heiligenschein um den Kopf. Dies war eine Neuigkeit und die außerirdische Offenbarung über genetisch zu erzeugende Kunstmenschen als Sklavenarbeiter und noch besser Sexmaschinen war noch besser. Passte geradezu in die Zeit - und manche Idee staubte "Rael" sich auch aus der gerade populär werdenen Prä-Astronautik ab (die "Elohim" waren dort gerade In). Zudem kam er ganz wie Uri Geller aus Israel so fernsehgerecht und charismatisch daher, geübt ist geübt. Fliegende Untertassen-Alien-Kontaktler gab es seit den frühen 50 er Jahren hauptsächlich in Amerika schon einige und sie wurden weltweit zu "Kultfiguren" einer merkwürdigen Szene, Europa war da etwas "befangener" und konnte mit dem amerikanischen Show-Bizz nicht richtig mithalten. Doch nur die angeblichen Kontaktler kamen ganz groß raus, die neue Facetten verstanden einzubringen und neue Faszinationen mit frischen Themen sowie Inhalten zu bieten hatten. "Rael" hatte dieses Glück zur rechten Zeit. In Frankreich interessierte man sich gerade mal wieder für UFOs, aber immer nur Beobachtungsberichte über Lichter in der Nacht wurden langweilig - was fehlte, war so eine "richtige Story". Der ehemalige Journalist Vorilhon, der das Geschäft kennt, bot sie. Business as usual. Von Anfang an, und ein bißerl bei den Kreationisten knapperte er sich dabei auch noch ab.
Und er sprach die jüngeren UFO-Fans als direkte Generation der 68er damals an, Flower-Power überall. Esoterik war In. "The Goods Have Landed" um neue Religionen von anderen Sternen herabzutragen. Und die Themen von Vorilhon waren modern: Nicht wenige Männer wünschen sich heimlich einen Harem, Sexmaschinen die ihnen laufend zu Willen sind. Und Sklaven, die für einem die Arbeit machen, sodass man sich nur noch und ganz und gar der sexuellen Lustbarkeit hingeben kann. Claude Vorilhon machte als "Rael" Träume und Wünsche zumindest auf dem Papier wahr. Zunächst nur dort, aber alsbald erschuf er sich eine Art französischen Aschram (den er sich freilich von Spenden seiner wachsenden Scharr an Anhängern bezahlen ließ, ist auch nichts Neues und nur von den indischen Guru-Scharlatanen abgeguckt) und dort die legendäre "Liebesgrotte" für ihn und die jungen Mädels seiner wachsenden Gefolgschaft. So kommt man auch gut über den Tag und kann sich immer neue Sachen ausdenken, der schwer-arbeitende Mensch kommt da gar nicht dazu. Als Geldeintreibungsmaschine diente die weitergetragene Vorstellung an seine "Raelianer", dass die Vereinigung in Israel auf heiligem Boden ein aufwändiges Botschaftsgebäude zum Empfang der Aliens im himmlischen Auftrag bauen möchte - und dazu brauchts Geld, die Spenden also. Dumm nur, dass die israelischen Behörden nicht mitmachten, wie engsinnig doch. Trotzdem, die Sekte wuchs und gedeihte, machte überall auf der Welt nationale Gruppen auf, bei deren Treffs es gelegentlich ziemlich pornomäßig zuging. Es war ja alles aus einer Zeit geboren worden, als die oberste Lebensdevise für einige Leute heißen konnte "Sex, Drugs & Rock´n´Roll!" Bei Rael für die Aliens zu Poppen war mit einem anderen Flair besetzt als auf dem Acker von Billy Meier´s schweizer UFO-Kommune FIGU Bäume zu pflanzen und Unkraut aus dem Erdreich zu zupfen. Während Meier mit seinen "Plejaden"-Außerirdischen sich noch viel Mühe gab, deren Untertassen kunstvoll auf Foto und Film festzuhalten, hatte Rael dies erstaunlicher Weise nicht nötig - seine Nummer lief auch so wie geschmiert. Obwohl beide zeitlich gesehen als europäische Nachbarn in Nachbarnationen miteinander in Konkurrenz standen.
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07.01.2003
    
Erste UFO-Meldung in 2003
Was blitzt und "tanzt" da am eiskalten nächtlichen Himmel? Stern Sirius sorgt für UFO-Aufregung!
Kaum sind die Unwetter abgezogen, gibt es freie Sicht zum Himmel. Und plötzlich glaubt da so mancher Zeitgenosse eine seltsame Erscheinung auszumachen. So bekam Werner Walter von der deutschen UFO-Meldezentrale in Mannheim am späten Montagabend den Anruf eines Herrn aus Bad Kissingen, der das "allererste UFO für 2003" zu melden hatte. Gegen 21 h hatte er seinen Hund zum Gassi ausgeführt, als er am kristallklaren Himmel "etwa eine Handbreit hoch" im Südosten ein überaus auffallendes "Lichtobjekt" ausmachte, welches sich klar von allen Stenren am Himmel abhob. Nach Hause zurückgekehrt, beobachtete er die merkwürdige Erscheinung weiterhin während "zwei oder drei Zigaretten" vom Balkon aus. Dabei hatte er den Eindruck, als würde der große Lichtpunkt "nach einiger Zeit" am Himmel "herumzutanzen" - mal kurz nach oben oder horizontal hin- und herzuziehen. Dabei schien die Erscheinung die ganze Zeit über ganz langsam aufzusteigen. Hierbei zeigte das "blitzende Objekt" mit der Grundfarbe Weiß gelegentlicht bläuliche "Einfärbungen". Gegen 22:30 h zogen dann Wolken auf und die Erscheinung verschwand dahinter. Bereits seit Dezember 2002 wird dem Amateurastronomen und UFO-Sachverständigen Walter dieser natürlich-kosmische Erscheinung als "UFO" gemeldet. Der "UFO-Effekt" hat verschiedene Ursachen, führt er aus. "Das Sternenlicht bewegt sich durch die turbulente Atmosphäre und bricht das Licht, so kommt zum einen der Effekt der vielfarbigen Lichter auf und zum anderen wird aufgrund von unmerklichen Verwacklungen mit dem Feldstecher eine künstliche Bewegung durch den Stern selbst suggeriert. Inbesondere auch bei Videokameras lassen sich bei der Einstellung ´Autofokus´ bei Zoombetrieb fantastischste Gebilde künstlich erzeugen", erklärte Walter soeben, nachdem er bereits vor einem Jahr entsprechendes Videofilmmaterial als "UFO-Beweis" vorgelegt bekam. Der "UFO-Tanz" dagegen ist ein verblüffender Nebeneffekt unseres nie ruhenden Auges als eine physiologische Eigenschaft dieses Wahrnehmungsorgans. In der Wissenschaft ist dieser "autokinetische Effekt" bekannt. Nach einiger Zeit der Betrachtung eines hellen und stillstehenden Körpers am Himmel bekommen wir den falschen Eindruck, als würde sich dieser verrückt bewegen - in Wirklichkeit geht dies auf unkontrollierbare Muskelbewegungen unserer Augen zurück.
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09.01.2003
    
UFOs: "Blitzender Diamant" am Morgenhimmel?
Nachdem Sirius und Jupiter am Nachthimmel UFO-Alarm produzierte, ist nun am Morgenhimmel die Königin der UFOs dran - der Planet Venus
Im Morgengrauen der letzten Kälterekord-Tage wurden vermeintliche "unidentifizierte Flugobjekte" (UFOs) ausgemacht. Am Nachthimmel präsentieren sich derweilen der Mega-Planet Jupiter im Osten und der auffällige Stern Sirius Im Südosten dem Beobachter als auffälligste Objekte. Mancher glaubte darin schon außerirdische Raumschiffe oder sonstige überirdische Merkwürdigkeiten zu sehen. Doch nun meldeten sich bei der zentralen UFO-Meldestelle in Mannheim die ersten Beobachter, welche im Morgengrauen der letzten Tage felsenfest überzeugt waren, "ein völlig anomales Objekt" auszumachen.
Aus Rodenkirchen meldete sich Herr Kurt K., nach eigenen Angaben Briefträger und seit über "15 Jahre morgendlich auf Achse". Doch am Montag-, Dienstag und Mittwoch-Morgen sah er bei Beginn seiner Austragetour gegen 8 h "etwas absolut Unheimliches am Himmel". In der Dämmerung des Morgens machte er einen "grellen, absolut weißen Flugzeugscheinwerfer" stillstehend am Himmel aus, "der mir sofort ins Auge stach". Die Erscheinung war am "eisig-blauen" Himmel unübersehbar auszumachen während die Sonne aufging. "Ringsum schienen kleine Lichtstrahlen" hervorzutreten, immer wieder einmal. Bewegt habe sich das für den Mann merkwürdige Objekt zunächst nicht, über zwei Strassen die er inzwischen weiter befuhr hinweg. Dann verlor er, immer wieder hochschauend, das Objekt für geraume Zeit "häuserbedingt und routenbedingt" aus den Augen - und plötzlich war es weg! Was ihm "komisch" vorkam, dass dies jetzt schon drei Tage in Reihe genau so passierte. Wir brauchten einige Zeit um die Himmelsrichtung der Erscheinung auszumachen, schließlich einigen wir uns auf "weiter rechts vom Sonnenaufgang" - die Sonne geht im Osten bekanntlich auf und "weiter rechts" ist dann Südosten, wo der Planet Venus derzeit prominent auszumachen ist. Ansonsten sei kein weiteres auffallendes Objekt am Himmel erschienen!
In Opladen wohnt Herr Georg Z., der brachte am Morgen des 8.Januar "um Acht" den Müll raus, als ihn ein Nachbar der gerade zu seinem PKW an der Strasse ging, ansprach was er von dem "Ding da oben" in Richtung Gladbach (Bergisch-Gladbach wohl) halte. Er schaute hin und sah dort "im eisigen Sonnenaufgang" einen "glitzernden Diamanten" (!) stehen, "der den Himmel völlig dominierte..". Dies habe wohl nichts mit den "Sternen Jupiter und Sirius" am Abend zu tun, soviel verstehe er schon von "Himmelsbewegungen" - fast schon aggressiv im Tonfall. Schließlich wurde nach einigen Minuten es dem Mann viel zu kalt und er ging zur Wohnung zurück, um zu versuchen von dort aus weitere Ausschau zu halten - doch alle Zimmer/Fenster wiesen davon weg. Auch hier haben wir es mit einem Musterbeispiel von der Fehldeutung der Venus als "Wintermärchen" zu tun.
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Quelle: CENAP-Archiv
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