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Astronomie - Außerirdischer landet bei Oslo im Schrebergarten
Eine astronomische Überrschung erwartete die Pächter einer Schrebergartenparzelle in Oslo, als sie dort nach längerer Zeit wieder ein Wochenende verbringen wollten. Zuerst entdeckten sie ein Loch im Dach ihrer Laube. Dann fanden sie in der Nähe etwas, das wie ein Stein aussah. Wie sich herausstellte, handelte es sich aber um einen Meteoriten. Das berichtet das Internetportal "Views and News from Norway".
Der Astrophysiker Knut Jørgen Røed Ødegaard von der Universität Oslo vermutet laut dem Bericht, dass das Gestein aus dem All im Zuge eines Meteoritenschauers, der am 1. März in Norwegen zu sehen war, auf die Erde fiel. Meteoriten erreichen Geschwindigkeiten von 360 bis 1000 Kilometer pro Stunde, daher ist es keine Überraschung, dass das Dach dem Aufprall nicht standhielt. 
Der Astrobiologe Hans Amundsen glaubt, dass es sich um einen seltenen Meteoriten handelt, da er Fragmente von vielen unterschiedlichen Gesteinen enthält, die zusammen gekittet sind. Nun soll der himmlische Besucher noch genauer untersucht werden.
Mehr darüber hier: http://www.blick.ch/news/ausland/meteorit-durchschlug-hausdach-id1804049.html
Update: 13.03.2012 - 20Minuten-Online meldet:
Der rund 580 Gramm schwere Stein, der das Dach demoliert hatte, kam definitiv aus dem All. Das bestätigte der Astrophysiker Knut Joergen Roed Oedegaard von der Universität Oslo und dessen Frau Anne Mette Sannes, zwei berühmte Meteoriten-Enthusiasten, nach eingehender Untersuchung des Gesteins. Sie vermuten, dass das Gestein im Zuge eines Meteoritenschauers auf die Erde fiel, der am 1. März in Norwegen zu sehen war, wie sie gegenüber des Internetportals «Views and News from Norway» sagten. Wann genau der Stein das Dach des Schrebergartenhäuschens durchschlagen hatte, konnte Rune Thomassen nicht sagen. Im Winter haben sie das Häuschen nie betreten.
«Das ist eine Sensation!»
«Es ist gleich mehrfach eine Sensation», sagte Sannes. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Meteorit ein Gartenhäuschen trifft, ist äusserst klein. Zudem handle es sich aber um eine sogenannte Brekzie, ein Gestein, das aus Gesteinstrümmern eckiger Form besteht.
Auch Serge Koutchmy, ein Astrophysiker der Pariser Universität, hält die Familie für Glückspilze. «Erstens, weil das Geschoss wenig Schaden angerichtet hat. Zweitens auch, weil das Gestein ein Vermögen wert ist!», sagte Koutchmy gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Ein Marsmeteorit könne beispielsweise einen Wert von rund 800 Franken haben – pro Gramm!
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