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Luftfahrt - DLR setzt auf Blended Wing Bodys

Foto: DLR - Blended Wing Body - Nurflüglerkonzept

Wie sieht das Flugzeug der Zukunft aus? Dieser Frage gehen Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) nach. Eine mögliche Variante ist ein so genannter Blended Wing Body (BWB), also ein Flugzeug, dessen Rumpf fließend in den Flügel übergeht. Diese Flugzeuge sollen mehr Platz für Passagiere bieten, leichter sein und weniger Treibstoff verbrauchen. DLR-Wissenschaftler haben jetzt erstmals den Rumpf sowie eine Kabinengestaltung am Computer zusammengeführt und eine theoretische Grundlage für den erweiterten integrierten Flugzeugentwurf geschaffen.

Die theoretischen Berechnungen (Auslegung), in die zum Beispiel die Aerodynamik oder Aeroelastik fallen, gehen jeder Neuentwicklung in der Luftfahrt voraus. Am Computer lässt sich im Vorfeld annähernd testen, wie sich das Flugzeug "real" verhalten wird. So werden Kosten in der Entwicklung gesenkt. "Mit einem Blended Wing Body könnten wir den Treibstoffverbrauch um rund 20 Prozent reduzieren, die Betriebskosten würden um circa 30 Prozent sinken - und das bei einer Steigerung der Antriebsleistung um bis zu 43 Prozent", erklärt Projektleiter Prof. Dr. Volker Gollnick, Leiter der DLR-Einrichtung Lufttransportsysteme in Hamburg. Die Vorteile des Flugzeugs liegen vor allem in seiner aerodynamischen Form: Dadurch, dass nahezu das gesamte Flugzeug auch Flügel ist, verbessert sich der Auftrieb - die Triebwerke müssen weniger leisten, das Flugzeug kann leichter gebaut werden. "Dadurch, dass der Blended Wing Body ohne Leitwerk auskommt, muss er besonders aerodynamisch und flugregelungstechnisch stabilisiert werden. Geometrie und Profil sind so ausgelegt, dass das Flugzeug mit Reglerunterstützung stabil fliegen kann", erklärt Gollnick.

Mehr darüber hier:http://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10081/151_read-1445/ 

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